Tinnitus – Ursache

Tinnitus wird meist verbunden mit Ohrgeräusche in Verbindung gebracht.

ohrmodel-tinnitus

Patienten beschreiben Ihre Wahrnehmungen jedoch sehr unterschiedlich:

  • Brummen
  • Pfeifen
  • Zischen
  • Summen
  • Rauschen
  • Klopfen

Die Intensität variiert dabei extrem.

Wichtig ist, schnell (möglichst in den ersten 12- 48 Stunden) den Arzt aufzusuchen. Dieser hat verschiedene Möglichkeiten der Untersuchung und Behandlung. Eine möchte ich hier nur erwähnen zum Beispiel den Weber Test und auch die Laborbewerte können einen Behandlungsweg aufzeigen. Der Arzt kann auch eine Infusion anzulegen.

Zeigt sich keine schnelle Besserung, muss etwas tiefer nach der möglichen Ursache geforscht werden.

Schaut man sich zunächst das Wort Tinnitus an, kommt es aus dem lateinischen „tinnire“ und bedeutet so viel wie „klingeln“. Was verbindest du persönlich mit dem Wort: Klingeln?

Zum Beispiel:

  • Anfang oder Ende einer Schul-/Unterrichtsstunde?
  • Das Klingeln an der Haustür?
  • Gibt es z.B. hierzu besondere Ereignisse/ Erlebnisse?

In der Anamnese fragt man nach der Art und Dauer der Symptome,

  • wann ist es erstmalig aufgetreten?
  • Tritt es ein- oder beidseitig auf?
  • Was wird wahrgenommen bei den Geräuschen?
  • Was verbindet der Patient mit dem Geräusch?

z.B:  Summen – Biene – Angst vor Stichen? ….

Oder das Pfeifen eines Murmeltieres, welches vor Gefahr warnt …

Häufig zu beobachten: Patienten hören plötzlich von Außen ein lautes Geräusch und sofort nimmt man die Hände vor die Ohren. Daraus folgt: es nicht hören wollen und die Ohren zu schützen. Zum einem zeigt sich eine Vermeidung des Hörens dieses Geräusches und somit vor eventuell neuer Gefahr zu Schützen. Dieses kleine Beispiel deutet auf eine Stresssituation es Körpers hin.

Dann kann ich fragen: was ist Stress für den Patienten.

Häufig wird es mit psychologischen Schwierigkeiten in Verbindung. Es können Probleme und Konflikte im persönlichen und/ oder dienstlichen Umfeld sein.

Bringt eine Entspannung Linderung oder verschlimmert es?

Je nach dem individuellen Ergebnis zeigt sich ob Entspannungstechniken helfen und der Körper sich nach „Ruhe“ sehnt oder wünscht du dir manchmal Elefantenohren, um noch mehr mitzubekommen?

„Ist es alles momentan zu viel?!“

Wenn man sich das Ohr und den Weg der Schallwellen zu den Sinneszellen ansieht ist es gewaltig. In der “Schnecke” sind die Sinnesrezeptoren für das Gehör. Etwas tiefer bei dem großen Modell ist die Ohrtrompete, diese hat eine Verbindung zum Rachen. (Siehe Artikelbild)

Dieser kleine Auszug der Anatomie zeigt, wie verschieden die Behandlungsansätze in der ganzheitlichen Medizin sein können.

Mögliche Ursachen: der entsprechenden Wahrnehmung 

  • am Ohr nahen Muskel – und Gelenkgeräuschen
    - kann hierbei z. B: Sekretknistern
    - oder Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr sein – z.B. bei Erkältungen
  • es kann auch eine Membran im Ohr gerissen oder angerissen sein; dann dringt Flüssigkeit ins Mittelohr ein.
  • Vibration der weitergeleiteten Strömungsgeräusche z.B. bei Bluthochdruck/ sind Blutgefäße verengt?
  • Gestörte Schallleitung:
    - einfacher Ohrenschmalz
    - wie auch ein Fremdkörper kann die Schallweiterleitung stören. Auch kann eine Schädigung der peripheren Sinneszellen und Nervenbahnen als auch zentrale Informationsverarbeitung vorliegen.
  • Erkrankung des Innenohres (Schädigung der Sinneszellen – meist zuviel! an Sinneswahrnehmung zunehmen der Lärmbelastung)
  • Durchblutungsstörung (Hörsturz)

    Das wahrgenommene Geräusch des Patienten hört dann nur der Betroffene und nicht seine Umgebung. Sollte es der Arzt auch hören, kann es zum Beispiel der Blutfluss durch die Arterien sein. 

    Ein gesundes Ohr ist gut durchblutet und zeigt ein gutes Hörvermögen. Bei Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herzrhythmusstörungen, hohem Blutdruck oder Diabetes bzw. einer Stoffwechselstörung zeigt sich meist ein anderes „Bild/ Zustand“ im Ohr. Auch hier gibt es unterschiedliche Ansatzpunkte bei einer ganzheitlichen Therapie.

    In diesem Fall besteht über die medikamentöse Gabe mit Ginkgo biloba die Möglichkeit die Durchblutung im Innenohr zu verbessen und somit den Sauerstoffgehalt im Gehirn und Innenohr zu erhöhen. Regenerationsprozesse des Innenohres werden meist unterstützt.
  • Erkrankung des Hörnerves bzw. Hörzentrums
  • Entzündungen des Ohres und/oder Körpers lassen sich nicht ausschließen
  • Oft zeigt sich auch eine Verspannung der Halswirbelsäule oder des Nackens, ja sogar Kiefer -und Zahnbeschwerden. Kopfbewegungen könnten hier eine erste Veränderung bringen.
  • Gibt es beim Sprechen oder Schlucken einen Druckausgleich?
  • Ein plötzliches Trauma (Knalltrauma) kann auch ein Grund sein
  • Verschiedene Medikamente
  • Oder andere Intoxikationen (z.B. Alkohol, Amalgan, …)
  • Man könnte hier noch unendlich fortfahren ….

Oft zeigt sich ein Druckgefühl oder Schwindel – dem man nachgehen sollte! -> Bitte umgehend Arzt oder Therapeut kontaktieren.

Meist konnte noch nicht wissenschaftlich geklärt werden, was genau die Ursache ist oder auslöst.

Eigentlich ist Tinnitus ein Symptom, welches durch die Behandlung versucht wird zu lindern. Verschiedene Ursache - siehe oben - können zu Grunde liegen. Intensität, Häufigkeit und Verlauf sind sehr unterschiedlich. Daher ist das mögliche Behandlungsfeld auch so groß.

Der Tinnitus führt meist beim Patienten durch eventuelle Einschränkung der gewohnten Lebensqualität und als individuelle Störung wahrgenommenes Geräusch zu Reizbarkeit und Schlafstörungen bis zu Depression. Durch die höhere Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen zieht sich manch ein Patient mehr zurück. Wichtig ist es, den Tinnitus zu verstehen und damit zunächst umzugehen. (Auch die eigene Einstellung zum „Ohrensausen“ sowie das persönliche Wahrnehmen.) Möglichst sollte Lärm vermieden werden.

Ein begleitender Therapieversuch kann auch die Osteopathie sein, wo unter anderem die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Ein zertifizierter Osteopath(in) kann das gelernte/ erfahre über Muskel und Flüssigkeit sowie nervale Einflüsse und Traumata unterstützend zum Einsatz bringen.

Die traditionelle chinesische Medizin ordnet das Ohr in die renale Leitbahn ein. Die Therapeutin würde das “Yang” und “xue” mit in den Behandlungsfokus nehmen. So könnte u.a. auch Akupunktur eingesetzt werden.

Ein anderer Aspekt sind spezielle Nährstoffe, die positiven Einfluss nehmen können. So vielfältig die Ursachen und Symptome sind, so allseitig die Möglichkeit zur Linderung.

Bekannt ist, das Magnesium an vielen Vorgängen im Körper beteiligt ist. Zum Beispiel bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen, der Muskelkontraktion und dem Herzrhythmus. Eine Verbindung mit Glycerol und Phosphat wird häufig eingesetzt bei Energieregeneration und Stressbeherrschung. Zu beachten ist ein ausgewogenes interzelluläres Gleichgewicht von Calcium und Magnesium. Hier fragen Sie bitte Ihren Arzt, Apotheker oder Therapeut für den individuellen Einsatz.

Ein ausgewogener Vitamin B – Komplex kann die Energieversorgung des Körpers, die Funktion der Muskeln und des Nervensystems unterstützen.

Auch die Aminosäure Taurin zeigt in Studien Einfluss auf die Nervenzellen und unterstützt die Zellmembran.

Art und Dauer der Einnahme bitte nur mit Absprache von medizinischen oder pharmazeutischen Fachpersonal.

Was gilt es im Einzelfall zu tun?

Ganzheitliche Behandlung kann auch noch andere Wege zum Ziel aufweisen. Die Traditionelle chinesische Medizin und Homöopathie sind müssen sehr individuell auf den Patienten zugeschnitten werden.

Gern stehe ich Ihnen da beratend zu Seite.

Autor: Melanie Lohsträter, Heilpraktikerin
Thema: Tinnitus Ursachen
Webseite: https://www.xing.com/Melanie_Lohstraeter

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