Wer längere Zeit Schlafprobleme hat, sei es durch Einschlafschwierigkeiten, oder weil er nachts wach wird und nicht mehr einschlafen kann, der befindet sich schnell in einem Teufelskreis.

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Der nächtliche Schlafmangel führt dazu, dass man sich mit Schlafmangel mehr oder weniger übermüdet durch den Tag schleppt, um dann am Abend dem Stress ausgesetzt sein, jetzt aber schlafen zu müssen. Diese Problematik verschärft sich dann Tag für Tag, was den Stresspegel noch weiter ansteigen lässt und damit die Möglichkeit einzuschlafen nicht wirklich verbessert.

Schlaflose Nächte führen zu Müdigkeit, Erschöpfungszuständen, Überreiztheit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche, Leistungsabfall, Anspannung und anderen unangenehmen Begleiterscheinungen. 

Immer mehr Menschen schlafen schlecht. Die Gründe dafür sind vielfältig. Schlaflosigkeit kann durch ganz banale Dinge herbeigeführt werden, wie beispielsweise:

  • einen zu hohen Lärmpegel bei Nacht
  • zu helles Licht im Schlafzimmer
  • eine zu harte oder zu weiche Matratze
  • zu hohe Temperaturen
  • generelle Überaktivität
  • Schlafwandeln
  • Alpträume
  • zu viel Kaffee
  • zu viel Alkohol
  • zu viel Stress
  • Und andere…

9 Tipps, wie man Schlafstörungen abstellen und wieder Ruhe finden kann

1. Regelmäßige Schlafzeiten

Wer einigermaßen regelmäßig zur gleichen Zeit ins Bett gehen kann, der gewöhnt dadurch den Körper an einen bestimmten Rhythmus, was das Einschlafen erleichtert.  Das trifft leider nicht für Schichtarbeiter zu, die oft deshalb an Schlafstörungen leiden.

2. Störfaktoren abstellen

Der Fernseher im Schlafzimmer, das Schnarchen des Partners, die unruhige Katze oder der Hund im Bett, das Ticken der Uhr, das Handy neben dem Bett und andere Störfaktoren, können den Schlaf erheblich beeinträchtigen. Finde heraus, was deinen Schlaf stört. Vielleicht schläfst du lieber alleine, und besser ohne Fernseher, oder du besorgst dir alternativ Ohrenstöpsel und eine Augenbinde. Versuche die Störfaktoren zu beseitigen, die dich deinen Schlaf kosten.

3. Vorbereitungen zum Schlafen treffen

Wer schlecht schlafen kann, sollte abends auf größere Mahlzeiten verzichten, vor dem Schlafen keinen intensiven Sport betreiben, und besser auch keine aufreibende Lektüre lesen, denn das putscht eher auf. Unterstützend für eine geruhsame Nacht kann eine geführte Meditation sein zum Einschlafen, oder Entspannungsmusik, oder einfache Atemübungen, die eine beruhigende Wirkung haben.

4. Atemübung zum Einschlafen

Die Konzentration auf den Atem ist überaus hilfreich, um Ruhe und Entspannung zu finden. Beispiel für eine Atemübung zum Einschlafen:

Schließe die Augen und konzentriere dich auf deinen Atem. Stelle dir vor, dass du mit jedem Atemzug goldenes Licht einatmest. Spüre wie dein Atem dich bewegt, wie dein Brustkorb sich hebt und senkt. In diesem goldenen Licht erscheint das Wort Ruhe und du atmest das Wort Ruhe ein, fühlst wie es sich wohlig in dir ausbreitet. Atme das Wort Ruhe einige Male ein und spüre, wie sich deine Muskeln entspannen, dein Körper wird ganz schwer. Atme in deinem Rhythmus und spüre wie sich die Ruhe in dir ausbreitet.

5. Sorgen loslassen

Alltägliche Sorgen können ein echter Schlafverhinderer sein. Die Gedanken kommen dann nicht zur Ruhe, sondern drehen sich im Kreis. Ein Tagebuch kann da Abhilfe schaffen, indem man schriftlich den Tag noch einmal Revue passieren lässt und festhält, was an diesen Tag besonders gut gelaufen ist. Das lenkt die Aufmerksamkeit auf die positiven Aspekte.

6. Probleme lösen und inneren Frieden finden

Private oder berufliche Probleme sind echte Schlafkiller, denn sie lösen nicht nur ein Gedankenkarussell aus, sondern belasten auch emotional das ganze Wesen. Vielleicht ist eine Aufarbeitung der Vergangenheit nötig, eine aktuelle Veränderung oder eine Neuorientierung. Wer ungelöste innere Konflikte mit sich herumträgt, kann auch keinen inneren Frieden finden. Hole dir Hilfe, wenn du alleine nicht weiterkommst. Für jedes Problem gibt es eine Lösung, wenn auch nicht gleich und sofort. Für nachhaltigen Erfolg bei Schlafproblemen ist spirituelles Coaching eine ausgezeichnete Methode zur Persönlichkeitsentwicklung, da es Störfaktoren und Blockaden sowohl mental, als auch emotional behandelt. Als Soforthilfemaßnahme kann man vor dem Schlafengehen ein momentan ungelöstes Problem einfach gedanklich in eine Schublade legen. Morgen ist auch noch ein Tag!

7. Bewegung macht müde

Wer sich sportlich betätigt oder sich tagsüber ausreichend bewegt, schläft besser, das ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Sportliche Aktivitäten reduzieren Stress, machen müde und beschenken dich noch mit dem guten Gefühl, etwas für dich getan zu haben.

8. Digitale Belastungen reduzieren

Computer- und Handybildschirme im Dauerbetrieb vor Augen beeinträchtigen den Schlaf dahingehend, dass das Licht der Bildschirme die Bildung des Schlafhormons Melatonin hemmt. Zumindest abends auf längere Zeiten vor einem Bildschirm zu verzichten kann helfen, besser zu schlafen.

9. Balance finden durch Meditation

In unserer Leistungsgesellschaft ist Stress, Hektik und Aktivität an der Tagesordnung. Wir fühlen uns wohl, wenn wir aktiv sind und merken oft gar nicht, dass wir schon überfordert sind. Doch Regeneration und Ruhe sind genauso wichtig, laden sie doch unserer Batterien wieder auf. Halte deshalb auch tägliche Ruhezeiten ein, dann das verhindert eine zu hohe Ausschüttung des Stresshormons Kortisol. Meditation ist ein wunderbares Mittel um zu entspannen, um innere Ruhe zu finden und es reduziert die Produktion von Stresshormonen. Die Balance zu finden zwischen Aktivität und Passivität ist ein Schlüssel für ein ausgewogenes Leben, für die Gesundheit und das Wohlbefinden. 

Was noch wichtig ist für einen guten Schlaf

Die Zirbeldrüse steuert den Wach- und Schlafrhythmus

Der menschliche Tag- und Wachrhythmus wird über das Gehirn gesteuert. Die Zirbeldrüse nimmt darauf wesentlich Einfluss, da sie das Hormon Melatonin produziert und damit unsere innere Uhr und unseren Biorhythmus steuert. Eine Störung der Zirbeldrüse, infolgedessen zu wenig Melatonin gebildet wird, kann Schlafstörungen verursachen. 

Bei einer Schwäche der Zirbeldrüse wird allgemein empfohlen Melatonin haltige Lebensmittel in den Ernährungsplan aufzunehmen wie: Mais, Hafer, Reis, Paprika, getrocknete Tomaten, Champignons, Cranberries, usw. Schädlich für die Zirbeldrüse ist Fluorid, das in Speisesalzen, Mineralwässern, aber vor allem in Zahnpastas vorkommt. Auch Zucker, Koffein, Alkohol, Tabak und andere Gifte schwächen die Zirbeldrüse. 

Um die Zirbeldrüse anzuregen empfiehlt sich 15min Sonnenbaden am Tag und absolute Dunkelheit im Schlafzimmer. Auch Entgiftungskuren der Leber sind angezeigt, da dadurch Fluorid und andere schädlichen Substanzen ausgeleitet werden können. Das sollte aber in Absprache mit einem Heilpraktiker oder einem Arzt geschehen.

Das letzte Mittel

Schlafmittel sind nur im Notfall eine Hilfe, sie können manchmal das letzte Mittel sein, um nicht völlig zu überdrehen. Viele dieser Mittel machen leider abhängig und lösen auch nicht die eigentlichen Ursachen. Wer unter sehr starken Schlafstörungen leidet, sollte abklären, ob diese Teil einer Erkrankung sind, wie beispielsweise einer Hormonstörung, einer Schilddrüsenerkrankung, einer Störung der Hypophyse ua.

Für Hochsensible

Menschen, die sehr sensibel sind, leiden häufiger an Schlafstörungen, da sie sich von Natur aus in einem höheren Erregungszustand befinden. Hochsensible besitzen eine überdurchschnittliche Wahrnehmungsfähigkeit, sie fühlen oder hören intensiv und müssen daher viele Informationen verarbeiten, was einen erhöhte Stressanfälligkeit zur Folge hat. Daher sind sie besonders gefordert, sich für einen erholsamen Schlaf einzusetzen. Erdung durch Sport, der Aufenthalt in der Natur oder Gartenarbeit wirken besonders auf Hochsensible Menschen ausgleichend, und sich daher positiv auf das Schlafverhalten aus.

Die gute Nachricht

Der nächtliche Schlaf ist heilig und so wichtig, dass er im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen sollte. Er spiegelt letztlich auch unser reales Empfinden wider und zeigt auf, wie es uns wirklich geht. Das sollten wir ernst nehmen, anstatt uns darüber zu ärgern, dass wir nicht schlafen können. Der Schlaf zeigt mit dem Finger auf ungelöste Themen, dafür sollten wir ihm dankbar sein. 

Autor: Sabine Ruland
Thema: Nachts nicht schlafen können
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