Die schöne Tradition der Brautjungfern ist bereits sehr alt und wird seit Jahrhunderten weitergegeben. Noch heute wird dieser Brauch bei Hochzeiten gepflegt, doch die Wenigsten wissen eigentlich wodurch oder auch warum diese Brautjungfern zur Hochzeit gehören und weshalb sie immer wieder unbedingt zur Trauung geordert werden.

brautjungfern mit braut

Sie dienen nicht nur als Helferinnen, um die Braut bei ihren Vorplanungen zu unterstützen, sondern hatten besonders im Mittelalter eine entscheidende und fest verwurzelte Funktion mit ernstem Hintergrundgedanken.

Angst vor Dämonen

Der Aberglaube galt als Geburt für die Anwesenheit der Brautjungfern bei Hochzeiten. Denn im  tiefsten Mittelalter, wo der Glaube an Rituale, Hexenmagie, Dämonen und Geister besonders groß war, sollte die Begleiterinnen einer Hochzeit die Braut vor diesen bösen Dingen und Einflüssen schützen können. Die Braut durfte sich ihre schützenden Helferinnen wie heute auch selbst aussuchen. Und heute wie damals sollten die Brautjungfern besonders schön gekleidet auftreten.

In traumhaften Gewändern und Roben, aber grundsätzlich niemals in Weiß. So sollten die bösen Mächte von der Braut lassen und sich auf die Brautjungfern konzentrieren, dachte man in dieser Zeit. Hauptsache der Braut geschah nichts und man konnte geruhsam mit der Hochzeitszeremonie beginnen und diese auch störungsfrei durchführen. Das verheiratete Paar sollte so in Ruhe feiern können. So der Brauch. Die Brautjungfernkleider sind auch heute noch außergewöhnlich und meist sehr aufwändig und pompös. Doch auch hier gilt als oberstes Gebot: Traumhaft schön ja, aber niemals der Braut die Show stehlen oder in Weiß auftreten. Das gibt nicht nur Ärger mit der Braut und allen Anwesenden, sondern man verscherzt sich so auch die Eintrittskarte als Brautjungfer auf allen weiteren anstehenden Hochzeiten von Freundinnen beispielsweise.

Beste Freundinnen

In der Regel sucht sich die zukünftige Braut ihre Brautjungfern aus dem engsten Freundeskreis aus. Aus den Reihen der eigenen Familie wird eher nicht ausgesucht, kommt aber hin und wieder dennoch vor. Allerdings wird dann auch gerne aus der Familie des zukünftigen Gatten die ein oder andere Brautjungfer herausgepickt. Meist handelt es sich dabei z.B. um die Schwester des Gatten. Traditionell sollen es aber Mädchen und Frauen aus dem Mädelskreis der Braut sein. Freundinnen, mit denen man eh schon durch dick und dünn gehen kann. Die man als Braut bei Problemen ansprechen kann, mit ihnen gemeinsam mit Taschentüchern und einem eimer Popcorn auf dem Sofa sitzend bewaffnet alte Schnulzen im TV ansieht, oder die Lieblingsserien. Freundinnen, mit denen man schon immer um die Häuser ziehen konnte und jene, die auch beim Junggesellinnen Abschied zusammen gelacht, geweint und gefeiert hat.

Und natürlich auf jeden Fall die allerbeste Freundin, die man vielleicht schon aus dem Kindergarten, der Grundschule und Co. kennt. Mit der man Pferde stehlen könnte und die immer, egal was kommt und auch in der Zukunft geschehen mag, an der Seite steht und Leid und Freud gemeinsam teilt. Sie muss auf jeden Fall die erste Brautjungfer sein und sie bestimmt auch oftmals, in welchen Farben die Brautjungfern ihre Kleider auswählen sollten und was sie sich alles einfallen lassen, um der Braut ihren schönsten Tag im Leben noch schöner und unvergesslicher gestalten zu können.

Hochzeitsvorbereitungen

Die auserwählten Brautjungfern übernehmen auch den Job, alle Vorbereitungen für die Hochzeit selbst mit der Braut gemeinsam zu planen und zu organisieren. Denn sie gelten als helfende Hände, stehen beratend zur Seite und packen auch hier und da einmal tüchtig an, wenn es denn sein muss. Vom Tische verrücken und zusammenschieben, über das Dekorieren und Gestalten der Location, bis hin zum Tragen der Schleppe oder des Schleiers. Aber auch insbesondere wenige Minuten oder Stunden vor der Hochzeit, wenn die Braut fertig gemacht und gestylt wird, stehen die Brautjungfern schon parat und helfen wo sie nur können. Und sei es nur,um Händchen halten zu müssen, wenn die Braut vor Nervosität kaum noch atmen und geschweige denn stehen kann. Früher konnten nur unverheiratete Brautjungfern ausgewählt werden, das verlangte die alte Tradition. Heute ist es völlig egal. Da kann auch eine uralte Bekannte und beste Freundin Brautjungfer sein, die jenseits der 60 oder gar 70 ist. Auch dies ist jederzeit möglich und ob sie einmal, oder drei mal verheiratet oder noch Single ist, spielt keine wesentliche Rolle heutzutage mehr. Hauptsache man hat als Braut seine Liebsten um sich, die mit Rat und Tat zur Seite im wichtigsten Moment einer Braut stehen können und weder hinterfragen, noch Skepsis an den Tag bringen, sondern mit vollem Herzen und voller Leidenschaft und Glück der Braut zur Seite stehen können.

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