Ein paar Kilos mehr auf der Waage bringen diverse Einschränkungen im Alltag mit sich. Dies betrifft nicht nur die Kleidung in Übergrößen oder den Umbau von Fahrzeug oder Sanitäranlagen, auch die Schlafstatt ist auf die Bedürfnisse schwerer Schläfer auszurichten. Wenn das Ein- und Durchschlafen beeinträchtigt ist, sollte über eine neue Matratze nachgedacht werden. Diese sollte bestimmten Kriterien entsprechen.

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Welches Material ist zu empfehlen?

Der Matratzenkern besteht aus unterschiedlichen Materialien. Die wichtigsten Matratzenarten im Überblick:

Federkernmatratze

Die Federkernmatratze ist mit Metallfedern ausgestattet. Wurden diese in einzelne Taschen genäht, spricht man von Taschenfederkernmatratzen. Diese eignen sich für Übergewichtige in der Regel gut, sofern auch die Schaumstoffabdeckung darüber die Luftzirkulation erlaubt.

Kaltschaummatratze

Die bekanntesten Schaumstoffmatratzen auf dem Markt sind für gewichtige Personen gut geeignet. Kaltschaummatratzen bilden keine Kuhlen, der Gelschaum passt sich auch gewichtigen Konturen an und bietet damit angenehmen Liegekomfort.

Latexmatratzen

Latexmatratzen bestehen aus Naturlatex oder synthetisch hergestelltem Material. Auch Mischungen aus beiden Materialien sind möglich. Bei speziellen Varianten werden verschiedene Latexschichten miteinander verklebt.

Naturkernmatratzen

Naturkernmatratzen bestehen aus Pflanzenfasern, den Schalen von Getreidekörnern oder Rosshaar. Diese Matratzen werden kaum noch vertrieben. Eine Ausnahme sind die aus Japan stammenden Futonbetten und Matratzen mit einer Füllung aus Baumwolle.

Matratzen bei Übergewicht richtig auswählen

Schlafstörungen können verschiedene Ursachen besitzen. Nicht selten ist die Matratze eine der Hauptschuldigen für unruhige Nächte und Schmerzen im Rücken am Morgen. Bei Übergewicht besitzt die Druckentlastung der Matratze Priorität. Das Gewicht muss von der Matratze aufgefangen werden. Dünne Matratzen scheiden bei Übergewichtigen in der Regel aus, da sie nicht die notwendige Stützkraft mitbringen.

Eine Matratze für Übergewichtige sollte nicht automatisch zum Schwergewicht werden. Meist schwitzen schwere Schläfer auch stark, was ein häufiges Auslüften der Matratze notwendig macht. Kaltschaum- und Viscoschaummatratzen bringen ein stattliches Gewicht mit. Leichter zu handhaben sind Matratzen aus Polyätherschaum.

Wenn Sie stark schwitzen, können Bezüge aus atmungsaktiven Materialien die Feuchtigkeit aufnehmen und den Schlafkomfort zusätzlich verbessern helfen.

Den richtigen Härtegrad finden

Matratzen besitzen unterschiedliche Härtegrade, welche sich nach dem Körpergewicht richten. Hierbei gelten folgende Unterteilungen:

Härtegrad

Körpergewicht in kg

1 - sehr weich

bis 65

2 - weich

65 - 80

3 - mittel

80 - 100

4 - hart

100 - 120

5 - sehr hart

ab 120 

 

Der Härtegrad ist nur ein Richtwert. Eine möglichst harte Matratze ist nicht immer die beste Lösung. Übergewicht führt automatisch zu einer höheren Druckempfindlichkeit des Körpers. Eine Matratze für gewichtige Schläfer muss zwar formstabil erscheinen, aber auch nachgeben können. Einige Hersteller bringen Matratzen auf den Markt, welche diese Eigenschaften kombinieren und zum harten Matratzenkern eine weichere Schicht hinzufügen. Diesen Effekt erreichen Sie auch, wenn entsprechende Matratzentopper Verwendung finden. 

Die Matratzenhöhe auswählen

Wer viel Gewicht mitbringt, benötigt eine höhere Matratze. Selbst bei einem durchschnittlichen Körpergewicht gelten 20 Zentimeter Matratzenhöhe als Empfehlung. Mit steigendem Gewicht sinkt der Körper tiefer ein. Daher sollten Matratzen für Übergewichtige mindestens 23 Zentimeter Höhe besitzen.

Ein komfortables Bettklima schaffen

Bereits ein Normalgewichtiger verliert nachts etwa zwei Liter an Flüssigkeit. Bringen Sie mehr Gewicht mit, schwitzen Sie meistens nachts auch mehr. Daher sind atmungsaktive Matratzen für Übergewichtige besonders wichtig.

Kaltschaummatratzen gelten aufgrund ihrer offenporigen Gestaltung  als atmungsaktiv. Dabei wirkt sich der horizontale und vertikale Verlauf der Atmungskanäle besonders förderlich aus. Matratzen aus Viscoschäumen fehlen diese Klimakanäle. 

Wer nachts viel schwitzt, sollte Bezüge aus Viskose oder Tencel verwenden. Bettdecken aus Kaschmir oder Schafschurwolle regulieren den Feuchtigkeitshaushalt ebenfalls vorteilhaft.

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