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Kommunikation ist das beste Mittel, um Missverständnisse zu verursachen. Und ein angemessenes Mittel, um diese auszuräumen.

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Menschen kommunizieren miteinander und indem sie dies tun, stellen sie durch den Austausch von Informationen Beziehung her.

Das Wort Kommunikation stammt aus dem lateinischen „communicare“ und bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“.

Wir kommunizieren um uns zu verstehen

Der Mensch ist ein soziales Wesen. In diesem Zusammenhang teilt er in den dabei existierenden Beziehungen durch seine Art der Kommunikation seine Gefühle, Gedanken, Wünsche und Visionen  seinem Umfeld mit.

Ein solch soziales System setzt sich aus Personen zusammen, die durch eine spezifische Interaktion miteinander in Beziehung treten und auf diese Weise soziale Strukturen schaffen. In diesen Strukturen entsteht eine Dynamik in der Beziehungsgestaltung, die ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von der Persönlichkeit darstellt.

Wir wollen mit Menschen in Kontakt treten.

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Schaubild 1: Speaker Heiko Zentner für Motivation & Inspiration    © Bild D. Pfau

Mit der ursprünglichen Bedeutung des Wortes „communicare“ ist eine Handlung in einem sozialen System gemeint, in dem mindestens zwei Menschen miteinander interagieren. Wesentliche Aspekte dieser sozialen Handlung sind zum einen Anregung durch Signalsetzung und zum anderen Teilhabe. Aus beidem kann etwas Gemeinsames entstehen. (lateinisch communio: „Gemeinschaft“, communis: „gemeinsam“).

Menschen wachsen in der Regel in Gemeinschaften auf. Daraus ergeben sich Beziehungen, Kommunikationsverhalten, und Verhaltensmuster. Diese haben in menschlichen Gesellschaften eine ordnende Funktion.

In einer solchen gesellschaftlichen Struktur werden dem einzelnen Menschen Beziehungs,- Kommunikations,- und Verhaltensmuster „angeboten“ bzw. „auferlegt“, die unterstützend oder einschränkend wirken können.

Treffen nun unterschiedlich geprägte Persönlichkeiten aufeinander, so kann es vorkommen, dass die Kontaktaufnahme durch missverständliche Interpretation, zu Konflikten führt.

Um mit unseren Mitmenschen zu sprechen.

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Schaubild 2: Experten beim "round table" Pausengespräch    © Bild: D. Pfau

Die Sprache ist unser wichtigstes Mittel der Verständigung. Doch funktioniert Sprache nur dann, wenn alle am Gespräch beteiligten die gleiche Syntax, die gleiche Grammatik in soweit verstehen, dass Missverständnisse ausgeschlossen werden können.

Auf unserem blauen Planeten gibt es heute in etwa 6500 Sprachen. Diese lassen sich vereinfacht in 120 grundlegende Sprachen einteilen. Anhand dieser Zahlen lässt sich schon erahnen, wie komplex das Thema Sprache mit der geographischen und kulturellen Verteilung einher geht.

Um sich zu verstehen und sich zu verständigen.

Kommunikation ist das Mittel der Verständigung. Dies umfasst die Körpersprache (non verbaler Ausdruck), das gesprochene Wort (verbale Artikulation) und die Intonation (sprachliche Melodie).

Währenddessen die Körpersprache in Sachen Gestik und vor allem Mimik in nahezu alle Kulturen von den Grundmustern identisch sind (Angst , Ekel, Freude, Trauer, Überraschung, Verachtung, Wut), ist die gesprochene Sprache doch erheblich vielseitiger.

Um ein verstehen und verständigen zu ermöglichen, ist es unumgänglich, dass sich die Kommunikationspartner, unabhängig ihrer Kulturzugehörigkeit, aufeinander einlassen wollen, sich gegenseitig wahrnehmen.

Sobald ein wie auch gearteter Konsens gefunden wurde, sei es durch Gesten, Symbole oder sprachliche Verbundenheit, kann das verständigen beginnen.

Solange beide Seiten die Verständigung mit Interesse verfolgen und hinhören kann sich aus der Verständigung auch das verstehen entwickeln.

Doch leider gibt es da auch die „Schwätzer“. Diese sind in ihrem Wesen diejenigen, die ihre Zunge dazu nutzen, um in aller Ohren zu sein und die selber nicht in der Lage sind, den Worten anderer das nötige Gehör zu schenken. So kann aus dem Ziel der gegenseitigen Verständigung die reine Selbstdarstellung, das übertönen aller anwesenden erfolgen.

Nur wer den geschwätzigen hinterfragt, wird seine Absichten, sein Wesen erkenn und ggf. ergründen können.

Um herauszufinden wie jemand seine Wahrnehmung interpretiert.

Jede Wahrnehmung ist nur eine individuelle Interpretation des erlebten. Das wusste schon der Grieche Epiktet, als er vor mehr als 2000 Jahren formulierte:

„Erfahrung ist nicht das, was mit einem Menschen geschieht. Sie ist das, was ein Mensch aus dem macht, was mit ihm geschieht, und wie er das Geschehene bewertet.“

Somit ist Wahrnehmung niemals gleichzusetzen mit Wahrheit.

Eine respektvolle Art der Kommunikation wird von der persönlichen Präsenz und dem Verantwortungsbewusstsein und der Achtung der Werte, Gefühle und Bedürfnisse der Anderen getragen. Durch eine möglichst neutral formulierte Botschaft kann erreicht werden, dass sich der Gesprächspartner nicht angegriffen fühlt und beginnt, sich auf das Gespräch einzulassen.

Die bewusste Wahrnehmung des ICH und des DU ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Interpretation der Botschaft des Gesprächsteilnehmer. Aus dem Gespräch kann etwas Verbindendes, ein wir entstehen. All das ist dann eingebettet in das Wissen, dass wir alle Teil eines größeren Ganzen sind. Eine gelungene Kommunikation ist dann am wahrscheinlichsten, wenn beide Parteien alle vier Seiten der Kommunikation beherrschen.

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Schaubild 3: Das Vier-Seiten-Modell nach Friedemann Schulz von Thun

Um Fragen zu beantworten und Klärungen herbeizuführen

Unsere Gesellschaft basiert auf dem gesprochenen Wort, der Sprache. Mit ihr ist es einfach, Fragen zu stellen, diese zu beantworten und bei Unstimmigkeiten oder fehlenden Informationen diese auf einfache Weise zu klären.

In der Kommunikation ist die Frage das beste Mittel um ein Klärung zu erzielen. Doch ist die Frage falsch gestellt, so wird Widerstand oder Verwirrung verursacht.

Fragen sind ein Wundermittel: Mit ihnen eröffnen wir Gespräche, können ihren Ablauf kontrollieren und führen sie schließlich zu einem bestmöglichen Ergebnis.

Fragen helfen den Gesprächspartner besser einschätzen zu können und verhelfen uns zusätzliche Informationen über den Gesprächspartner, seine Interpretation der Wahrnehmung einzuholen. Nur durch die richtigen Fragen erfahren wir, ob der oder die Zuhörer den vortragenden verstehen und die Art der Gesprächsführung den Bedürfnissen des Gegenüber entspricht.

Wir dürfen an dieser Stelle nicht vergessen, dass jede Frage, jede Aussage beim Kommunikationspartner nicht nur logische Antworten oder Aussagen sondern vor allem auch emotionale Regungen hervorrufen kann und wird.

Je nachdem wie die Frage oder Aussage übermittelt wird, werden die Reaktionen des Gegenüber andere sein.

Wie wichtig ist unsere Sprachfähigkeit?

Unter sprechen versteht man die Vermittlung, die Aufnahme und den Austausch von Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen.

Sprachliche Kommunikation bedeutet grundsätzlich:

  • gestatten der Herstellung und Aufrechterhaltung von Beziehungen.
  • dient der Regelung des menschlichen Zusammenlebens.
  • erhöht das Wissen und die Fähigkeit, angemessen zu handeln.
  • ermöglicht die Verringerung und Vermeidung von Angst und Unsicherheiten.
  • erlaubt das Erfüllen von bestimmten Erwartungen.
  • dient der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse und der des bzw. der anderen.

Wer seine Sprachfähigkeit nicht voll entwickeln kann oder verliert, ist hochgradig gefährdet, aus der ihn umgebenden Gesellschaft, dem Freundeskreis und auch aus dem gewohnten Berufsleben ausgeschlossen zu werden.

Dementsprechend ist es erstrebenswert seine sprachlichen Fähigkeiten ein Leben lang weiter auszubauen, zu verfeinern, zur gewünschten Umgebung hin mehr und mehr auszurichten.

Autor: Heiko Zentner
Thema: Warum kommuniziert der Mensch?
Webseite: heiko-zentner-coaching.jimdo.com

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Viele Menschen in Deutschland haben mit übermäßigem Stress zu kämpfen. Die Folgen davon können erheblich sein und sich sowohl auf psychische als auch auf physische Weise äußern.

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Häufige Beschwerden infolge von Stress sind beispielsweise Burnout und Depressionen. Beide gelten hierzulande sogar als Volkskrankheiten. Da stellt sich natürlich die Frage, was wir tun können, um ein stressfreies Leben zu führen. Schließlich soll das Ganze nicht in eine Art Teufelskreis münden. Mit unseren 3 Tipps möchten wir Ihnen einige Anreize geben, die Ihnen dabei helfen können, ein stressfreies Leben zu führen. Allerdings sollte Ihnen bewusst sein, dass es nie ganz ohne Stress geht. In gewisser Weise gehört er nämlich zum Leben dazu. Er sollte jedoch nie die Überhand gewinnen.

Cannabidiol einnehmen

Wenn Sie noch nie etwas von Cannabidiol (CBD) gehört haben, denken Sie sich wahrscheinlich, dass der Wirkstoff etwas mit Cannabis zu tun hat. Das ist so nicht falsch. Tatsächlich wird Cannabidiol aus Hanf gewonnen. Allerdings ist der Wirkstoff im Gegensatz zu THC nicht als Droge klassifiziert. Der Kauf von CBD ist damit in fast ganz Europa ohne Probleme möglich. In den letzten Jahren hat die therapeutische Nutzung von Cannabidiol stark zugenommen. Angesichts der Vorteile von Cannabidiol ist das nicht verwunderlich. Eine Anwendung mit CBD kann beispielsweise bei Entzündungen, Hautproblemen und Krämpfen helfen. Des Weiteren hat es eine entspannende Wirkung. Das macht es auch zu einem wirksamen Mittel gegen Stress. Wenn Sie mehr über das Thema wissen möchten, klicken Sie hier und sehen Sie sich einfach etwas um.

Auf die richtige Work-Life-Balance achten

Eine der häufigsten Ursachen von Stress ist eine schlechte Work-Life-Balance. Egal ob Mitarbeiter oder CEO, es gibt in jedem Bereich und bei praktisch jeder Arbeit Menschen, die sich schlichtweg überarbeiten. Das sollte Ihnen in keinem Fall passieren, denn eine schlechte Work-Life-Balance kann fatale Folgen haben. Nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus sozialer Sicht. Wer beispielsweise als Familienvater nie zu Hause ist, riskiert dadurch im schlimmsten Fall eine Scheidung. Doch das ist nur eines von zahlreichen möglichen Szenarien. In jedem Fall ist die richtige Work-Life-Balance ein entscheidender Faktor. Faul sein, gehört zugegebenermaßen nicht zu der Mentalität der Deutschen. Wir brauchen uns jedoch auch nicht zu überarbeiten. Selbst bei Führungspositionen sollte es Grenzen geben.

Einen gesunden Lebensstil verfolgen

Tatsächlich hängt ein stressfreier Lebensstil stark mit einem gesunden Lebensstil zusammen. Eine schlechte Ernährung kann die unterschiedlichsten Folgen haben und sogar in Stress resultieren. Dasselbe gilt für Genussmittel wie Alkohol und Nikotin. Das alles kann sich auf unterschiedliche Art und Weise auf unsere Gesundheit auswirken. So ist es denkbar, dass wir schlechter schlafen, wodurch wir wiederum reizbarer und gestresster sind. Versuchen Sie also, ein möglichst gesundes Leben zu führen. Zugegebenermaßen ist das nicht immer einfach. Schließlich ist das Angebot an ungesunden Konsumgütern enorm. Sie sollten diese jedoch wirklich nur in Ausnahmefällen zu sich nehmen. Oft sind es nämlich solche Dinge, die unser Leben um einiges stressiger machen. Und das, obwohl sie doch eigentlich das Gegenteil bewirken sollten.

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Kennen Sie das? Bis vor 30 Minuten waren Sie noch unglaublich müde und hatten Probleme die Augen offen zu halten?

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Doch kaum haben Sie sich bettfertig gemacht liegen Sie hellwach da und können einfach nicht einschlafen. Sie drehen sich von einer Seite zur anderen. Beginnen sogar aus lauter Verzweiflung Schäfchen zu zählen oder greifen zu einem Buch, das neben Ihnen auf dem Nachttisch liegt. Vielleicht gehen Sie zum Kühlschrank oder schalten den Fernseher ein, um dann hoffentlich davor einzuschlafen. Das alles imit dem Wunsch, dass Ihnen endlich die Augen zufallen und Sie  am Morgen wieder frisch und munter aufwachen. Aber Achtung:  Genau diese Dinge helfen leider nicht. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Und dabei ist es auch wenig tröstlich zu wissen, dass Sie nicht allein sind. Laut einer aktuellen Studie der Barmer Gesundheitskasse stieg die Zahl der ärztlich diagnostizierten Schlafstörungen (Insomnie) von 2006 bis 2017 um 63 Prozent an. Wenn man gesundheitliche Probleme aus ärztlicher Sicht* ausschließen kann und trotzdem keinen Schlaf findet, möchte ich nachfolgend einige hilfreiche Vorschläge zur Verbesserung der Situation machen. Denn laut dem bekannten zeitgenössischen Autor Deepak Chopra führen Schlafprobleme nicht selten zu Gewichtszunahme, Depressionen und Energiemangel. Dies kann im Verlauf in einen Teufelskreis übergehen, den es unbedingt zu vermeiden gilt.

Das Thema ist zudem für viele Menschen gerade brandaktuell, da durch die momentane Corona Pandemie vor allem psychische Belastungen hinzugekommen sind, welche ebenfalls oft zu Schlafproblemen führen.

Grundsätzlich spricht man laut dem Schlafmediziner Dr. med. Johannes Wiedemann von einer Schlafstörung, wenn der Tagesalltag unter schlechtem Schlaf leide. Wer über mehrere Wochen länger als eine Stunde zum Einschlafen brauche oder gegen vier Uhr morgens nicht mehr einschlafen könne, sei gefährdet.

Was kann man nun tun, damit es gar nicht zu Einschlafproblemen kommt?

Folgende 20 Tipps möchte ich für Sie dazu anführen:

1. regelmäßige Schlafzeiten

Versuchen Sie täglich zur gleichen Zeit aufzustehen und abends ins Bett zu gehen. Dieser Rhythmus sollte möglichst auch am Wochenende und im Urlaub beibehalten werden, damit es gar nicht erst zu Einschlafproblemen kommt.

2. Verzichten Sie auf zusätzlichen Schlaf

Machen Sie tagsüber kein kleines Nickerchen und vermeiden Sie es vor dem Fernseher einzuschlafen. Nur falls Sie auf einen kurzen Schlaf absolut nicht verzichten können, stellen Sie sich einen Wecker für 20 Minuten und versuchen Sie diesen vor 15.00 Uhr in Ihren Tagesablauf einzubauen.

3. Schlummertrunk

Trinken Sie drei Stunden bevor Sie ins Bett gehen keinen Alkohol mehr. Dieser kann zwar das Einschlafen erleichtern, führt aber dafür in der Regel zu Problemen beim Durchschlafen.

4. Kaffeepause

Vier bis acht Stunden vor der Schlafenszeit sollten Sie keinen Kaffee und / oder keine koffeinhaltige Getränke mehr trinken. (Hierzu gehören auch schwarzer und grüner Tee sowie Cola). Vielleicht wollen Sie in der nächsten Zeit auch einmal, ganz auf diese Getränke zu verzichten und feststellen, ob eine Besserung eintritt. Allerdings gibt es viele Menschen, denen Koffein am Abend durchaus zu einem besseren Schlaf verhilft. Für diese Gruppe gilt dann: nicht mehr als 15 Minuten vor dem Schlafengehen genossen, wirkt er schlaffördernd, erst danach macht er wach.  Den meisten Menschen helfen abends Kräutertees aus Passionsblume, Hopfen oder Melisse um ruhiger zu werden und dadurch besser einzuschlafen.

5. Abendessen

Versuchen Sie möglichst drei Stunden bevor Sie ins Bett gehen keine großen Mengen mehr zu essen oder zu trinken. Mit einem vollen Magen und auch einer vollen Blase schläft es sich schlecht ein, da der Körper noch zu sehr mit der Verdauung beschäftigt ist.

6. Schlaffördernde Lebensmittel

Eine gute Nachricht, um dann trotzdem nicht mit knurrendem Magen im Bett zu liegen: folgende kleine Snacks sind erlaubt und in diesem Fall sogar förderlich. Milch mit Honig, ein Stückchen Schokolade oder eine Banane enthalten beispielsweise den Stoff L-Tryptophan, der bei der Schlafregulation eine Rolle spielt.

7. Sport

Nach 18.00 Uhr sollten Sie körperliche Überanstrengung vermeiden, da diese für einen zusätzlichen Energiekick sorgt und so das Einschlafen verhindern.  Am Tag sind sportliche Aktivitäten natürlich erlaubt und dienen dazu den Schlaf zu verbessern. Am Abend sollte es besser  ein gemütlicher Spaziergang oder sanfte Dehnübungen aus dem Yoga, wie die folgenden sein, welche entspannend wirken und das Einschlafen fördern:

Zu Beginn legen Sie sich am besten eine Yoga-Matte neben das Bett und beginnen hier sich sanft in der Katze zu dehnen. Dazu begeben Sie sich in den Vierfüsslerstand und positionieren die Handgelenke unter den Schultergelenken, die Knie unter den Hüftgelenken. Rollen Sie die Wirbelsäule langsam auf und machen eine Art „Katzenbuckel“. Dann gehen Sie in die Gegenbewegung. Einige Male, so wie es Ihnen gut tut.

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Setzten Sie sich auf Ihre Fersen in die Haltung des Kindes und dehnen Sie Ihre Arme nach vorne weg. Lassen Sie einmal den rechten und dann den linken Arm lang werden. Strecken Sie sich genüßlich durch.

Als nächstes legen Sie sich ins Bett und strecken beide Beine nach oben.

(Kerze) bleiben Sie in der Haltung einige Minuten und atmen Sie ruhig und entspannt weiter. Dies entspannt die Beine und hilft gerade im Sommer um die Venen zu entlasten. Dann beugen und strecken Sie die Beine ca. dreimal um die Haltung wieder aufzulösen. Als nächstes stellen Sie die gebeugten Beine auf und führen diese wechselseitg nach rechts beziehungsweise nach links in die Krokodilshaltung. Sehr angenehm ist es, wenn Sie auf jeder Seite für einige Atemzüge verweilen. Dann strecken Sie beide Beine aus und spannen den ganzen Körper für drei Sekunden an, bevor Sie bewusst loslassen und sich damit gedanklich in Ihre Matratze sinken lassen.

8. Machen Sie Ihren Kopf frei

Bauen Sie eine zweistündige Pufferphase zwischen dem Zubettgehen und Ihrem Alltag ein. So können Sie sich von Ihren Tagesaktivitäten erholen, Erlebtes sowie Anstrengungen und Sorgen verarbeiten.

9. Nikotin

Wenn Sie aus persönlichen Gründen nicht mit dem Rauchen aufhören können, so zünden Sie sich nach 19.00 Uhr zumindest keine Zigarette mehr an. Ähnlich wie Koffein wirkt sich auch Nikotin negativ auf den Schlaf aus. Besonders schlafstörend ist zudem die Wechselwirkung zwischen Nikotin und Koffein.

10. Fernseher und Computer ausschalten

Fernseher können den Schlaf aus mehreren Gründen stören. Zum einen machen aufregende Sendungen das Abschalten schwer. Das Licht des Bildschirms irritiert unseren Schlafrhythmus (genauso wie Smartphones oder zu hell eingestellte E-Book-Reader). Außerdem neigen viele Menschen dazu, so lange vor dem Fernseher zu sitzen, bis sie endlich einschlafen. Dann schrecken sie irgendwann hoch und können später im Bett kaum noch schlafen. Dies ist der zweite Grund: Der Schlafrhythmus ist durcheinander, und die erste Müdigkeit ist verschwunden. Hier hilft sich lieber unterhaltsame Sendungen anzusehen und das Gerät auszuschalten, sobald man merkt, dass man schläfrig wird. 

11. Aktivitäten

Versuchen Sie einen Ausgleich zwischen Arbeit, Familie und Hobbys zu schaffen und Ihren Alltag mit abwechslungsreichen Aktivitäten zu füllen. Auch dies kann zu einem erholsamen Schlaf beitragen.

12. Lieber Bad als Dusche

Gönnen Sie sich vor dem Schlafengehen ein warmes Bad, um Ihre Muskeln zu entspannen. Badezusätze wie Melisse, Baldrian, Lindenblüte oder Lavendel unterstützen die angenehme Wirkung. Daraus kann man gleichzeitig ein Wellness-Ritual machen, indem man wie unter Punkt 4 bereits erwähnt einen schlaffördernden Tee wie Baldrian, Melisse oder Lindenblüten trinkt. Diese sind auch klassischerweise in den „Gute-Nacht-Tees“ vorhanden, welche man in Drogerien oder Reformhäusern erwerben kann.

13. Zeit

Ganz wichtig für einen guten Schlaf ist es auch nicht mehr als ungefähr sieben Stunden im Bett zu verbringen. Sicher haben Sie schon einmal die Erfahrung gemacht, dass Sie sich sonst mehr gerädert als erholt fühlen.

14. Rituale

Regelmäßige Rituale helfen den Körper auf die Schlafenszeit einzustimmen (zum Beispiel den Schlafanzug anziehen, dann Zähneputzen, danach die Lichter löschen).

15. Warme Füße

Die Engländer sagen: "Warm feet, good sleep" ("warme Füße, guter Schlaf"). Und das trifft auch in unseren Breitengraden zu! Um einzuschlafen, muss der Körper den Stoffwechsel runterfahren. Sind die Füße zu kalt, passiert das Gegenteil: Der Stoffwechsel wird aktiviert, um die kalten Glieder zu erwärmen. Wenn die Zeit für ein Vollbad nicht reicht, warum dann nicht ein warmes Fußbad vor dem Zubettgehen machen, welches die Füße auf Schlaf-Temperatur bringt. Alternativ wirkt auch eine warme Wärmflasche, die man sich ans Bettende legt. Socken sollte man im Bett möglichst nicht anziehen, da sie die Füße zu warm machen können, was später beim Durchschlafen stört.

16. Gedankenkarussell

Das Gespräch mit dem Chef am Vormittag, der Streit mit dem Partner oder auch die noch anstehende Steuererklärung,... Die meisten Dinge wirken noch belastender, wenn man müde ist. Und das Gedankenkarussell beginnt sich zu drehen, was Körper und Geist stark stresst. Die Muskulatur verspannt sich, der Blutdruck steigt an. An Schlaf ist dann nicht mehr zu denken. Hier ein weit verbreiteter Tipp: Vor dem Schlafengehen Zettel und Stift oder besser noch ein Tagebuch zur Hand nehmen und alles niederschreiben. Das sortiert und beruhigt die Gedanken und Sie können dadurch viel besser einschlafen.

17. Ruheraum

Nutzen Sie Ihr Schlafzimmer nur zum Schlafen. Sehen Sie wenn möglich nicht im Bett fern, lesen, telefonieren oder essen Sie nicht. Ein weiterer Tipp hierzu: gestalten Sie das Zimmer in dem Sie schlafen, so angenehm wie möglich. Sorgen Sie für eine angenehme Zimmertemperatur, optimale Lichtverhältnisse (nachts möglichst dunkel) und eine  geräuscharme Kulisse.

18. Atemübungen

Noch einmal ein Tipp aus dem Yoga – Pranayama die Atemübungen dienen dazu den Geist zu fokussieren und dadurch zu entspannen.

Hier ein einfaches Beispiel zum Atemspüren:(Vielleicht kann Ihnen jemand diesen Text vorlesen, oder Sie versichen Ihn zu verinnerlichen)

Legen Sie sich bequem auf die Unterlage und schließen Sie die Augen. Die Fußspitzen fallen entspannt nach außen und die Arme liegen locker neben dem Körper...

Alle Muskeln entspannen...

Sie atmen ruhig in den Bauch...

Legen Sie nun die Hände auf den Bauch und spüren Ihre Atmung.

Spüren Sie, wie die Luft durch die Nase in den Rachenraum, die Luftröhre, die Bronchien strömt. Bis in die Lungenbläschen. Die Lunge vergrößert sich und drückt gleichzeitig gegen das Zwechfell. Die Bauchdecke ist entspannt, der Bauch hebt sich. Ausatmend senkt sich der Bauch, das Zwerchfell geht in seine ursprüngliche Lage zurück und die Luft entweicht. Sie atmen ein und aus.

Immer wieder ein und aus.

Sie beobachten nun Ihre Atmung und sagen sich:

Ich atme ganz ruhig und entspannt ein und aus.

Ich lasse das Atmen geschehen. Es atmet mich.

Dann legen Sie Ihre Hände an die Rippenbögen und spüren, wie der Brustkorb sich weitet und wieder zusammengeht...

Legen Sie die Hände über Kreuz auf die Schlüsselbeine und spüren wieder in die Atembewegung hinein.

Atmen Sie ruhig ein und aus. Ganz ruhig ein und aus...

Legen Sie die Hände neben den Körper und spüren Sie die Schwere und Wärme in Ihren Gliedern...

Idealerweise liegen Sie bereits im Bett und gleiten in den Schlaf über. Sollte dies nicht der Fall sein, denken Sie daran Ihren Kreislauf wieder kurz zu aktivieren, sich zu recken, zu strecken,... usw.

19. Düfte

Nutzen Sie die Erfahrungen oder besser Wirkungen der Aromatherapie.

Ein paar Lavendeltropfen auf das Kopfkissen beruhigen ungemein. Auch ein so genannter Diffuser kann neben dem Bett aufgestellt und mit ein paar Tropfen Lavendel, Melisse oder Basilikum-Öl versehen nicht nur das Raumklima, sondern auch gleich das Einschlafen verbessern.

20. Raumklima

Last but not least ist der eigentliche Schlafraum sehr wichtig. Er sollte kühl, gut gelüftet und möglichst ordentlich sein. Mit diesem letzten Tipp sollte einem guten Schlaf nichts mehr entgegenstehen. Und ich wünsche Ihnen eine

geruhsame Nacht!

Autor: Ute Frank, Autorin, Sport- und Wellnesstherapeutin
Thema: Was hilft bei Einschlafproblemen?
Webseite: https://utefrank.jimdofree.com

*Aus ärztlicher Sicht können Körperliche Erkrankungen (z. B. Magen-Darm-Erkrankungen, Rheuma, Herz-Kreislauf-Störungen, Schilddrüsen-Erkrankungen) sowie Psychiatrische Erkrankungen (z. B. Depressionen, Manien, Schizophrenien, Angststörungen, Essstörungen, Demenzen)häufig zu Schlafstörungen führen, deshalb ist es wichtig dies abzuklären.

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Eine entzündungshemmende Ernährung kann eine hervorragende Investition in eine gesunde Zukunft sein und zum Schutz oder Linderung von vielen chronischen Krankheiten dienen.

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Besonders in den modernen Gesellschaften der westlichen Welt werden Entzündungen mehr und mehr zum Problem. Vielfach bleiben sie lange im Körper unentdeckt, sind dabei aber die Ursache vieler chronischer Krankheiten. Gefördert wird die Entstehung von Entzündungen vor allem durch schlechte Lebensgewohnheiten und eine unzureichende Ernährung.

Was sind Entzündungen?

Grundsätzlich sind sie eine normale Immunreaktion des Körpers, der sich mit dieser Abwehrmaßnahme gegen Schadstoffe oder Eindringlinge, wie Bakterien und Viren, wehrt. Der Ort des Geschehens zeichnet sich oft durch:

  • Hitze
  • Rötung
  • Schmerz
  • Schwellung
  • Eingeschränkte Funktionsfähigkeit

aus. Sobald der Grund beseitigt wurde, klingt die Entzündung wieder ab und die Symptome bilden sich zurück

Unentdeckte Entzündungsgeschehen

Problematisch wird es dann, wenn sich chronische Entzündungsherde bilden, die nicht wieder von allein enden und sich nicht durch die o.g. Erscheinungen sofort lokalisieren lassen. Sie sind die Vorstufe vieler chronischer Erkrankungen und können sich anfänglich durch diffuse Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit oder Unwohlsein bemerkbar machen, was kein Wunder ist, läuft doch das Immunsystem permanent auf Hochtouren.

Ursachen von chronischen Entzündungen

Vielfach liegen ungesunde Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zugrunde, die den Körper nach und nach in eine dauerhafte Abwehrhaltung zwingen.

Diese Faktoren fördern langfristig gesundheitliche Probleme:

  • Vitalstoffarme Ernährung
  • Mangelnde Bewegung
  • Stress
  • Zu wenig Schlaf
  • Kein ausreichendes Sonnenlicht
  • Umweltgifte
  • Andere Einflüsse von außen, wie:
    - Viren
    - Bakterien
    - Pilze

Grundpfeiler einer entzündungshemmenden Ernährung

So schlecht sich die falschen Nahrungsmittel auf die Gesundheit auswirken können, so förderlich kann eine ganzheitliche und ausgewogene Ernährung sein, wenn sie auf den richtigen Grundlagen fußt. Durch ein bewusstes Weglassen bestimmter Gewohnheiten und Hinzufügen neuer Komponenten kann viel erreicht werden.

Im Rahmen einer entzündungshemmenden Ernährung ist es wichtig:

  • Ausreichend Wasser zu trinken
  • Vitalstoffe zuzuführen
  • Unnötige Säuren zu vermeiden
  • Die richtigen Fette zu wählen
  • Entzündungsfördernde Lebensmittel vom Speiseplan zu streichen

Ausreichend Wasser trinken

Ein wichtiger Faktor antientzündlicher Ernährung ist die Wasseraufnahme. Jeden Tag sollten daher ca. 1,5 – 2 Liter mineralstoffreiches, stilles Wasser getrunken werden. Da der Körper zu großen Teilen aus Wasser besteht, muss für einen regelmäßigen Austausch gesorgt sein, damit es seine wichtigen Aufgaben zur Gesunderhaltung wahrnehmen kann. In diesem Rahmen ist Wasser dafür zuständig:

  • Die Nieren und Harnwege zu durchspülen und bei der Entgiftung zu unterstützen
  • Das Lymphsystem zu reinigen, um Entzündungen vorzubeugen
  • Den Körper mit Mineralstoffen zu versorgen
  • Entzündungsfördernde Toxine auszuleiten

Richtige Vitalstoffversorgung

Die moderne Ernährung hat den Fokus auf eine einfache, schnelle und bequeme Küche gelenkt. Als Zutaten dienen in der Hauptsache Auszugsmehle, raffinierter Zucker, tierische Proteine und minderwertige Fette. Oft sind die zur Zubereitung verwendeten Nahrungsmittel dazu noch industriell verarbeitet. Wichtige Komponenten wie die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen treten in den Hintergrund. Dabei wären diese so wichtig, um einen Gegenpol zu einem Ernährungsstil zu schaffen, der den Körper immer mehr übersäuert, den Säure-Basen-Haushalt langfristig aus dem Gleichgewicht bringt und damit entzündlichen Reaktionen Vorschub leistet.

Wer seine Ernährung entzündungshemmend ausrichten will und damit in seine langfristige Gesundheit investieren will, der setzt basische Lebensmittel, die sich noch dazu durch ihre antioxidative Wirkung auszeichnen, auf seinen Speiseplan.

Zu empfehlen sind hier Zutaten wie:

  • Grünes Blattgemüse
  • Salate
  • Kräuter
  • Früchte
  • Ölsaaten und Nüsse
  • Sprossen

Beispiel Magnesium

Ein leuchtendes Vorbild unter den entzündungshemmenden Mineralien ist das Magnesium. Eine ausreichende Versorgung kann viele Symptome entzündlicher Krankheiten lindern. Die gute Nachricht ist, dass der Magnesiumbedarf im Rahmen einer basenüberschüssigen Ernährung ausreichend abgedeckt wird. Wer seine Depots dieses wichtigen Mineralstoffs zusätzlich füllen möchte, der integriert Lebensmittel wie:

  • Pseudogetreide (Quinoa, Amaranth)
  • Mandeln
  • Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne
  • Mangold
  • Spinat

in seine Rezeptauswahl. Zum Würzen empfehlen sich Kräuter wie Basilikum und Majoran.

Die richtigen Fette

Fette, die antientzündlich wirken, sind arachindonsäurearm, linolsäurearm und weisen ein günstiges Omega-6-Omega-3-Verhältnis auf. Wer auf dieses Verhältnis achtet, der kompensiert die entzündungsfördernde Wirkung der Omega-6-Fettsäuren mit der entzündungshemmenden Wirkung der Omega—Fettsäuren. Zu empfehlen sind Öle / Fette wie:

  • Hanföl
  • Kokosfett
  • Leinöl
  • Olivenöl
  • Rapsöl

Viele Omega-3-Fettsäuren sind dazu noch in fettreichen Kaltwasserfischen, wie Makrele, Hering oder Lachs enthalten. Hier sollte beim Kauf aber auf die Herkunft geachtet werden, um eine Belastung mit Schwermetallen (Quecksilber) zu vermeiden. Außerdem ist Fisch aus Wildfang zu bevorzugen, da dieser sich sein Fett auf natürliche Art und Weise zugelegt und nicht nur in einer Aquakultur gemästet wird.

Wer unbelastetes Omega-3-Fett möchte, der greift zu pflanzlichen Alternativen aus biologischem Anbau.

Ein besonderes Augenmerk ist noch auf die richtige Zubereitung bzw. Verwendung zu legen. Omega-3-Fettsäuren sind sehr hitzeempfindlich. So sollte Fisch schonend zubereitet, also beispielsweise gedünstet werden. Gleiches gilt für die Verwendung von Ölen. Sie sind nicht zum Braten oder Frittieren geeignet. Vielmehr sollten sie für Dressings oder als Topping für einen Rohkostteller verwendet werden.

Entzündungsfördernde Lebensmittel

Auch wenn der Körper in der Lage ist, gelegentliche Essenssünden zu verzeihen und zu kompensieren, sollten sie kein dauerhafter Bestandteil des Speiseplans sein, da sie einer langfristig erfolgreichen und antientzündlichen Ernährung im Weg stehen.

Verarbeitete Industrienahrung

Vielen Nahrungsmittel enthalten Zusatzstoffe, die der Gesundheit nicht förderlich sind und deren Abbau und Ausleitung den Körper zusätzlich belasten. Dies betrifft vor allem Produkte, die nicht mehr naturbelassen sind, sondern stark industriell verarbeitet wurden.

Auf der Liste der Inhaltsstoffe finden sich dann künstliche Stoffe wie:

  • Konservierungsmittel
  • Farbstoffe
  • Geschmacksstoffe
  • Emulgatoren
  • Stabilisatoren

Aber auch Zucker und Gluten, bzw. ihre Stoffwechselendprodukte fördern die Entstehung von Entzündungen.

Tierische Produkte

Zu einer antientzündlichen Ernährung gehört tierische Produkte nur in Maßen zu sich zu nehmen. Wer nicht auf sie verzichten mag, der sollte sie bewusst essen und beim Kauf auf hochwertige Bio-Produkte zurückgreifen. Besonders Schweinefleisch und verarbeitete Milchprodukte fördern Entzündungen. In Schweinefleisch sind viele Purine enthalten, die zu Harnsäure verstoffwechselt wird, welche in einem hohen Maße zu einem Problem werden kann. Ähnlich verhält es sich mit der Arachidonsäure (Omega-6-Fettsäure). Sie ist besonders in Milchprodukten enthalten. Zwar wird sie in gewissen Maßen benötigt, hat der Körper aber zu viel davon, lagert er sie ein und sie beginnt Entzündungsreaktionen anzufeuern.

Zucker

Auch bei der Verstoffwechslung von Zucker und Weißmehlprodukten entstehen Säuren. In diesem Fall Essig-, Schwefel- und Phosphorsäure, die den Körper belasten, da er sie ausleiten, neutralisieren und im schlimmsten Fall einlagern muss.

Darüber hinaus führt zu viel Zucker zu Schwankungen des Blutzuckerspiegels, in dessen Folge vermehrt Insulin ausgeschüttet wird, um den Zucker zu den Zellen zu transportieren, wo er verbrannt werden kann. Insulin aktiviert aber parallel ein Hormon, was den Körper zur Produktion der entzündungsfördernden Arachidonsäure anregt.

Wer zu viel Zucker in Form von Süßigkeiten oder anderen wenig komplexen Kohlenhydraten isst, der führt seinem Körper einfach zu verarbeitende Energie zu und verhindert so, dass er von seinen Reserven aus eingelagerten Fetten zehrt. Das Gegenteil ist der Fall. Zucker, den der Körper nicht ad hoc benötigt, kann nur in begrenzter Menge in seiner ursprünglichen Form (Glucose bzw. Glykogen) im Körper gespeichert werden, damit kurzfristig darauf zurückgegriffen werden kann. Der Überschuss muss, zwecks langfristiger Speicherung, in Fett umgewandelt werden. Ein beliebter Ort hierfür ist das Bauchfettgewebe. Zwar ist es auf der einen Seite positiv Reserven für schlechte Zeiten zu haben, allerdings ist gerade das viszerale Bauchfett hormonell sehr aktiv und fördert Entzündungsprozesse im Körper. Im Rahmen einer entzündungshemmenden Ernährung sollte daher auf jeden Fall auch darauf geachtet werden, dass Übergewicht vermieden wird.

Intervallfasten

Eine gute Option seinen Körper in einen selbstbestimmten Wartungsmodus zu bringen ist das Intervallfasten. Eine beliebte Form ist das 16:8-Modell. Hierbei wird in einem Zeitfenster von 8 Stunden gegessen. Der Rest des Tages wird gefastet. So wird der Körper von einer permanenten Verdauungsarbeit befreit und kann sich um andere Aufgaben kümmern, die bei einer Nahrungsaufnahme immer gestoppt werden. Nach einigen Stunden des Hungerns, wechselt der Organismus in den Modus der Autophagie. Dieser kann als Aufräumen bezeichnet werden, da der Körper nun damit beschäftigt ist Abfallstoffe und Zellmüll zu entsorgen bzw. zu prüfen, ob er beispielsweise verbrauchte Eiweißmoleküle als Material für den Muskelaufbau oder anstehende Reparaturprozesse recyceln kann.

Vorteile Intervallfasten

Intermittierendes Fastens bringt einige Vorteile bezogen auf eine antientzündliche Ernährung, aber auch auf das allgemeine Wohlbefinden, mit sich:

  • Bringt den Köper zur Selbstverdauung (Autophagie)
  • Fördert die Flexibilität zwischen Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel zu variieren
  • Stärkt das Immunsystem
  • Aktiviert die Selbstheilungskräfte
  • Hebt die Stimmung
  • Erhöht die Leistungsfähigkeit
  • Sorgt für einen erholsameren Schlaf
  • Unterstützt den Aufbau einer gesunden Darmflora
  • Hilft Übergewicht zu regulieren

Also auch das bewusste Nicht-Essen kann eine effektive Form der gesunden und entzündungshemmemden Ernährung sein.

Autor: Christian Köhler, Ernährungscoach
Thema: Vorteile einer entzündungshemmenden Ernährung
Webseite: https://www.ernaehrungscoach.com

herzwesen-familie

Als Entwicklerin des sozial-emotionalen Kompetenztrainings HERZWESEN®-Lernen mit allen Sinnen mit seinen Handpuppen-Persönlichkeiten, den HERZWESEN, stehe ich Kindern, Eltern und Erzieher*innen/Pädagogin*nen zur Seite und spanne rund um Themen von Erziehung, psychosozialer Entwicklung von Kindern und Förderung von sozial-emotionalen Kompetenzen den Bogen auf. Seit über 25 Jahren bin ich als Autorin, Fortbildnerin und Therapeutin tätig.

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Als ich mit dem Sammeln von Informationen für diesen Artikel jetzt in der Corona-Zeit begann, hatte ich bereits über viele Jahre zuvor etliche Texte zum Thema Erziehung und noch mehr praktische Erfahrungen in Kitas sowie bei Fortbildungen gesammelt. Sich dem Thema Erziehung zu stellen und dafür bereit zu sein ist in der jetzigen Zeit mit den enormen Herausforderungen von Covid-19 wirklich nichts für Ängstliche. Zu dieser Aussage komme ich gerade jetzt nach zahlreichen Telefonaten, Gesprächen mit Eltern sowie Fachpersonal. Die Kinder haben über mindestens 4-6 Monate eine sehr distanzierte (Um)Welt und Verhaltensweisen erlebt und die Auswirkungen können wir alle noch nicht umfänglich einschätzen.

Die Beratungen von Eltern in dieser Zeit großer Verunsicherungen lassen mich immer mehr zu der Überzeugung kommen, dass es hilfreich ist einen möglichst breitgefächerten Ansatz für dieses existentielle Thema zu wählen. Eine Kernaussage durchzieht den Artikel wie ein roter Faden: 

Jedes Kind ist eine einmalige Persönlichkeit! Für ein gesundes Wohlergehen und ein starkes Aufwachsen braucht es Eltern, die es auf seinem Lebensweg sicher und stabil begleiten und erziehen.

Hier möchte ich besonders die Eltern ansprechen und diese ermutigen, ihren ganz persönlichen Weg zu finden und zu gehen. Denn seit Anbeginn dieser weltweiten Krise leisten Eltern auch Unglaubliches. Neben Homeoffice, hohem Zeit- und Leistungsdruck in ihren Berufen bis hin zu Home-Schooling und Versorgung von Kindern treffe ich auf Eltern, die massiv verunsichert sind. Neben starken finanziellen Einbußen, die hier an der Stelle nur kurz erwähnt werden, aber nicht die Relevanz des Artikels aufzeigen, sind es gerade Erziehungsfragen und die komplexesten Themen rund um emotionale Belange und Themen von Isolation, Kontaktsperre zu Verwandten und Großeltern, über Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit, die mir in den letzten Monaten begegnet sind. Ängste, Wut, Trauer, Überforderung, krisenhafte Situationen sind verstärkt Themen mit Handlungsbedarf in der Corona-Zeit.  Im Rahmen dieses Artikels versuche ich Themenfelder rund um die Erziehung näher zu beleuchten und für Eltern, aber sicher auch Erzieher*innen, für die ich als Fortbildnerin tätig bin, eine Art Wegweiser, mehr aus dem Blickwinkel von Kindern, zu schreiben.

Für das Thema Erziehung engagiere ich mich seit Anbeginn meiner Tätigkeit immer wieder neu und stoße gerade in dieser verstärkt auf digitale Medien adressierten Zeit auf Blogs, Foren und Erziehungsratgeber, in denen Eltern Unterstützung suchen, Erziehungsfragen stellen und sicherlich auch so manche gute Anregung erhalten.

Reicht es aus sich online auszutauschen - wo gerade der Schuh drückt?

Gerade jetzt in dieser Zeit großer Unwägbarkeiten, einem teilweise großen psychischen Stress und Druck, der auf Eltern und Kinder lastet, werden auch mehr und mehr die psychosozialen Auswirkungen von Corona deutlich. In den letzten Wochen hat der Redebedarf sehr stark zugenommen und es ist die Frage, die für so viele weitere existentielle, unter den Nägeln brennende Fragen steht, ob es denn so etwas wie eine gute Erziehung gibt?

„Die Wahrheit ist, dass es nicht die eine gute Erziehung gibt!“

Hierfür ist gerade jetzt eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe und in Echtzeit notwendig. Das haben Eltern verdient, denn in der letzten Zeit war für so vieles Platz und Raum und konnte mithilfe der Medien geklärt werden, wenn Fußballspiele und die Frage des Starts der Bundesliga offensichtlich bedeutende Anliegen gewesen zu sein scheinen.

Dann ist die Frage nach einer angemessenen und familienfreundlichen Erziehung in einer noch nie so dagewesenen Zeit nicht besonders als Thema erwähnenswert, sondern hierfür muss sich die Menschheit sofort stark machen und Hilfen anbieten. Da reichen sicherlich keine Plakate aus – die plakativ darauf hinweisen, dass gerade jetzt viele Familien in Erziehungsfragen überfordert sein können!

Zukunftsoptimismus hilft auch in Corona-Zeiten!

Erziehung passt in den Kontext jeder Familie und berücksichtigt die ganz persönlichen Bedürfnisse von kleinen und großen Menschen. Von daher ist es ganz natürlich und erlaubt, wenn Eltern jetzt laut äußern, dass gerade das Thema Erziehung nicht leicht ist und sie so manches Mal mit Einigem nicht zurechtkommen.

Muss man mit Erziehung zurechtkommen?

In Workshops und persönlichen Beratungen können die richtigen Worte gefunden sowie unterstützende Angebote für das sehr komplexe Thema der Entwicklung von Kindern in unserer heutigen Zeit gemacht werden. Öfters höre ich dann auch genau dort, dass der Begriff „Erziehung“ nicht gerade auf die Liebe von Eltern trifft, denn er ist auch mit negativen Assoziationen besetzt. Und so manches Elternpaar erlebt ihn mit einem autoritären Touch und spricht darüber, dass er so etwas von einem „am Kind ziehen“ habe.

Hier findet auch ein Paradigmenwechsel statt, denn wenn ich von guten Begleitern und Unterstützern spreche, fühlen sich Eltern angenommen, öffnen sich in ihren Bedürfnissen und sprechen viel eher darüber, wobei sie auch selbst eine gute Wegbegleitung benötigen. Gerade jetzt, in Corona-Zeiten ist dieses Thema sicher noch einmal ganz neu zu betrachten. Viele Strukturen sind brüchig und fragil geworden, der Kita- und Schulalltag ist weggefallen, erst ganz langsam werden neue Umgangsweisen eingeübt, wenn jetzt die Sommerferien starten. Von einem Tag auf den anderen wurden daher viele Erziehungsthemen nach oben gespült und sichtbar gemacht. Daher möchte ich so differenziert wie möglich, Corona - tauglich, Erziehung aus der Sicht des Kindes betrachten. Was genau und wen brauchen Kinder, damit Sie sich auch gut begleitet und erzogen fühlen?

Die Kinder brauchen Erwachsene, die auch in so einer schwierigen Zeit, wie wir sie nun schon seit mehreren Monaten haben und auch kein Ende abzusehen ist, starke und gute Begleiter. Sicher hilft es Eltern, wenn nun für die Erziehung und das Zuhause bleiben auch finanzieller Ausgleich und Hilfen geschaffen werden, aber letztlich ist dieses Geld gedacht, um die Dinge des täglichen Lebens zu bestreiten und nicht die emotionalen Themen der Jetzt-Zeit zu klären.

Die Beratungen in den letzten Wochen waren sehr differenziert, aus einem kleinen Kurzworkshop für 2 Elternpaare möchte ich berichten. Gerne frage ich dann auch schon mal Eltern, was für sie persönlich zu einer gelingenden Erziehung dazugehört. Darüber kann ich auch Angebote passgenau begleiten.

Eine Familie, Vater und Mutter Mitte 30, das Kind ist 8 Monate alt, beantwortete die Frage in dem vor wenigen Tagen stattgefundenen Workshop so:

Wir waren zuerst ganz schön erstaunt, als uns der Kinderarzt sagte, dass man ein Kind mit 8 Monaten auch schon erziehen soll. Andererseits haben wir jetzt auch tatsächlich in der Corona-Zeit im Home-Office die Erfahrung gemacht, dass ein Kind auch bereits in diesem Alter seine Eltern ordentlich am Laufen halten kann, berichtet die Mutter schmunzelnd.

Auf die Frage, was ihr denn wichtig erscheint im Umgang mit Erziehung, antwortet die junge Mutter: „Ich möchte mehr Gelassenheit und Akzeptanz dafür entwickeln, dass ich auch Fehler machen darf.“ Dies sei ihr gerade in den ersten Monaten sehr schwergefallen, da das Baby ihr so zerbrechlich und schutzbedürftig erschienen sei, dass sie keineswegs etwas falsch machen wollte. Da haben sie sich auch immer wieder Unterstützung in Foren und Erziehungsratgebern geholt, sagt der Vater. Worauf sie jetzt mehr vertrauen: Dass sie ihrer Intuition als Eltern folgen, sie zulassen und sich weniger unter Leistungsdruck setzen wollen, denn es sei ja klar, dass in einer so jungen, gerade zusammenfindenden Familie drei Menschen seien, die ganz individuelle Bedürfnisse haben. Geholfen habe ihnen jetzt der offene Austausch mit anderen Eltern. Gerade das sei ja nun in den ganzen Monaten während der Corona Zeit nicht möglich gewesen und so habe sie vieles mit ihrem Partner zusammen besprochen und nach bestem Wissen umgesetzt. Manches sei anstrengend gewesen, anderes habe sich bewährt und sie haben auch schon zu dritt einen guten Weg gefunden, sagt die junge Mutter. So manches Mal habe sie im Telefonat mit ihren Eltern gestaunt und nachgefragt, wie diese das denn alles bewältigt haben mit der Erziehung, so sagt sie, auch sei sie dankbar mit den Eltern so offen ins Gespräch gekommen zu sein.

Was die jungen Eltern aus diesem Kurzworkshop für ihre Erziehung mitnehmen: „Wir möchten unser Kind in seinem So Sein annehmen und es nicht mit anderen Kindern und der Erziehung in anderen Familien vergleichen, sondern unseren ganz persönlichen Weg gehen,“ sagt das Elternpaar. „Das ist auch ganz schön anstrengend, aber wir holen uns auch Unterstützung und sind froh über solche kostenfreien Angebote,“ sagt der Vater.

Wertehaltung in der Erziehung

Strenge und Härte seien ihnen zuwider, berichten auch die anderen Eltern. Einem Kind Klarheit zu vermitteln sei ein wichtiges Thema. Über eine gute Erziehung bzw. den Weg dorthin zu finden, dass sei gerade schon eine enorme Herausforderung, sagt noch einmal die Mutter und lacht dabei. „Obwohl der Kinderarzt es so ganz einfach in einem Satz zum Ausdruck gebracht hat, dass Erziehung schon im Babyalter anfängt“, sagt sie mit Nachdruck und schaut dabei das andere Elternpaar an. Öfters stelle ich genau an solch einer Stelle die Frage, wie die Eltern selbst ihre Erziehung in Erinnerung haben. Ich ermutige die jungen Eltern und rege dann an, noch einmal zurückzugehen und sich die eigene Erziehung bewusster zu machen und genauer anzuschauen, ob dies das heutige eigene Erziehungsverhalten noch prägt oder beeinflusst.  

Ich treffe gerade in dieser Zeit einer großen allgemeinen Verunsicherung auch auf Eltern, die einen großen Redebedarf haben. Wenn Familien nicht mehr weiterwissen, Erziehungskompetenzen nicht ausreichen, Kinder Zeichen von Verstummung, Wut, Leiden, Traurigkeit als spürbare Reaktionen von sich geben, berichten Eltern von anstrengenden Erziehungsversuchen.

Gerade in unserer heutigen Zeit des digitalen Wandels und der Globalisierung stelle ich mir die Frage, wie sich Erziehungsthemen, die immer ein hohes emotionales Potenzial aufweisen, auch gelingend anpacken lassen.

Was wünschen sich die Kinder?

Öfters stelle ich tatsächlich genau diese Frage in den Workshops den Eltern. Wenn ich den Kindern die Frage nach der guten Erziehung stellen würde, was würden sich wohl ihre Kinder von Ihnen wünschen?

Zuerst geht dann oft ein Staunen, Nachdenken durch die Elternschaft. Wenn ich den Eltern dann sage, dass sie es doch wie ihre Kinder machen können und sich eine HERZWESEN-Persönlichkeit hierfür aussuchen sollen, die sie dabei unterstützt, gelingt es ganz einfach.

„Dann ist mein Sohn so wie der „Red,“ sagt ein Vater. „Er ist mutig, setzt sich für gute Lösungen ein und die Kinder mögen ihn sehr.“

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Mit solch einer guten Ressource lässt sich auch in den Workshops sehr viel mehr das Thema Erziehung aus einer neuen Perspektive betrachten. Wenn ich dann frage, was er wirklich gut kann, äußert z.B. dann der Vater: „Er ist hilfsbereit, hat einen guten Gerechtigkeitssinn.“ Wieviel offener kann dann der Raum gestaltet werden, wenn der Vater auf seinen Sohn schaut, wenn er berichtet, wie der auch ganz schön laut seine Forderungen durchsetzen möchte. Dann erkennt er auch die Hilfsbereitschaft und den Gerechtigkeitssinn als sozial-emotionale Kompetenzen an und unterstützt seinen Sohn dabei, wie ihm dies auch gelingen kann, ohne gleich nach oben an die Decke zu gehen. Etwas Augenzwinkernd erkannte der Vater dabei selbst, dass auch er so manches Mal schnell nach oben explodiere, wenn er etwas als Ungerechtigkeit erlebt.

Aus der Praxis von über 15 Jahren mit HERZWESEN® Kursen in Institutionen mit Kindern im Alter zwischen 4-10

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Was Kinder in den Trainings mit den HERZWESEN-Handpuppen für Erfahrungen gemacht haben. Öfters haben sie so Kluges gesagt und Wünsche/Bedürfnisse geäußert, dass wir Erwachsene erstaunt sind:

  • Ich bin wertvoll so wie ich bin.
  • Nehmt mich bitte genauso an wie ich bin.
  • Vergleicht mich bitte nicht mit anderen Kindern.
  • Unterstützt mich, so wie ich es brauche.
  • Lasst mich auch selbst Dinge ausprobieren.
  • Macht mir Mut, ich schaffe es.
  • Fördert das, was ich gut kann.
  • Helft mir, Neues zu lernen.
  • Seid mir ein Vorbild, damit ich von Euch lerne.
  • Lasst mich spielen. Ich brauche meine Spielpartner*innen in Kita und Schule.
  • Parkt mich nicht vor dem Fernseher.
  • Helft mir dabei Langeweile als etwas Gutes zu entdecken.
  • Gebt mir Gesundes wie Obst/Gemüse zum Naschen.
  • Seid ganz da in den Momenten, wo wir zusammen lachen, kuscheln, lesen, spielen, malen!
  • Hört mir bitte zu! Ohne viele Worte zeig ich Euch, wie es mir geht und was ich brauche.
  • Bitte lasst mir Zeit.
  • Lasst uns auch mal eine kleine Pause machen. Das hilft uns allen!
  • In klein(st)en Schritten lerne ich jeden Tag Neues dazu.
  • Glaubt mit mir daran, dass in jedem Tag auch eine neue Chance liegt.
  • Auch Erwachsene können nicht alles wissen, holt Euch bitte Unterstützung.

Eine gute Haltung in der Erziehung!

Ein guter und vertrauensvoller Beziehungsaufbau ist eine wertvolle Basis, um Kindern gute Begleiter und Unterstützer zu sein. Die ungeteilte Aufmerksamkeit meint wirklich genau die Momente, wo ich nur dem Kind zuhöre und mit ihm spiele und nicht noch eben eine Whats App schreibe oder telefoniere. Gute Strukturen, verständliche Regeln sowie Rituale, die sichere und vorhersehbare Abläufe für ein Kind erfahrbar machen, helfen dabei eine Wertehaltung in der Familie zu erfahren und zu leben. Das geht natürlich nicht von einem Tag auf den anderen! Gerade jetzt in dieser besonders schwierigen Zeit, wo so vieles, was vorher gut integriert war, nun auch noch weggefallen ist! Dann ist es hilfreich Zuversicht zu entwickeln und das anzupacken, was gerade in diesem Moment »Hier und Jetzt« geht und hilfreich ist – für das Kind und für die Eltern.

Dann werden auch wieder Momente in der Erziehung spürbar leichter, wenn der Blick der Eltern auf das Verhalten und Tun des Kindes gelenkt wird, z.B.: »Was macht das Kind gerade gut?« Erhält das Kind hierzu die Rückmeldung der Eltern, was es genau gut gemacht hat, kann an dieses Verhalten positiv angeknüpft werden. So gelingt es von Moment zu Moment davon ein kleines Stückchen in den Alltag zu integrieren. Jeder Tag kann damit wieder mehr zu einer neuen Chance werden und dabei helfen, kleine Ressourcen aufzuspüren, sichtbar und schließlich nutzbar zu machen. Eine Orientierung an den Bedürfnissen des Kindes und mit ihm den Weg der kleinen Schritte zu gehen, seiner Spur und seinem Rhythmus zu folgen, unterstützt dabei, seine Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und vor allem Lernfreude weiter auszubauen.

Für ein familiäres Miteinander!

In den Beratungen der letzten Wochen habe ich Eltern immer wieder gefragt, wovon sie selbst profitieren und was sie auch für sich für ihren Familienalltag aus einem Coaching mitnehmen. Das familiäre Miteinander ist deutlich in den Fokus gerückt, die Begegnung der Familie auf Augenhöhe, eine Kommunikation, die gelingt und das zum Ausdruck bringt, was im Miteinander mehr gegenseitiges Verstehen bringt - bedeutende Themen.

Es ist nach wie vor der Weg der kleinsten Schritte, den ich immer wieder beschreibe. Er hat die Fähigkeit eine große Kraft entfalten zu können. Weil er nachhaltig ist, und seine Wirkung in jedem kleinsten Schritt tatsächlich entfalten kann und damit ist Nachhaltigkeit keine Trendbewegung, sondern eine Entscheidung für ein gutes familiäres Miteinander – gerade jetzt in der herausfordernden Corona-Zeit.

Autor: Marie-Anne Raithel, Heilpraktikerin für Psychotherapie
Thema: Was macht eine gute Erziehung aus?
Webseite: https://www.herzwesen.de