Stress ist eines der größten Gesundheitsrisiken in der heutigen Arbeitswelt geworden. Zunehmende Arbeitsverdichtung, Kurzzeitarbeit, Angst vor Arbeitsplatzverlust, Multitasking, Zeitnot und immer wieder neue Regelungen und Anforderungen an den Einzelnen erfordern Anpassung von Arbeits- und Familienprozessen. Das Stresspotential nimmt stetig zu.

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Stresssituationen zehren an Körper, Geist und Seele. Die Lebensqualität wird nachhaltig beeinträchtigt. Wenn keine Möglichkeit der Stressbewältigung gefunden wird, wächst das Risiko gesundheitlicher, auch chronischer Probleme stak an. Herzinfarkt, Burnout und andere psychosomatische Erkrankungen sind die Folge.

Mangelnde Regeneration nach der Arbeit

Mangelnde Einflussnahme über Arbeitsabläufe oder Aufgaben, ständige Erreichbarkeit – auch nach getaner Arbeit – löst zusätzlichen Druck und Stress aus. Das bedeutet, dass der Betroffene selbst zu Hause kaum in der Lage ist, abzuschalten und sich auszuruhen.

Die Folgen von zu viel Stress am Arbeitsplatz

Wer ständig unter Strom steht, der brennt sich dauerhaft aus. Der Organismus versucht sich an die stressige Situation anzupassen und feuert ständig die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol. Diese machen den Körper kampf- oder fluchtbereit.

Für eine kurze Zeitspanne kann man hochkonzentriert arbeiten. Werden diese Hormone jedoch ständig abgefeuert, brennt man regelrecht aus und fühlt sich dauerhaft erschöpft. Man spricht dann auch vom Erschöpfungszustand oder einem Burnout-Syndrom.

Dieses ist gekennzeichnet durch eine Reihe verschiedener Symptome wie Bauch- und Kopfschmerzen, Tinnitus, Migräne, Herz-Kreislaus-Erkrankungen, Rückenschmerzen, Unzulänglichkeitsgefühle, Ängste, Unsicherheit, Depression, Suizidgedanken, Gereiztheit, Aggressionen, Schlafstörungen usw.

Tipps gegen Stress

Es gibt einige ganz wirkungsvolle Maßnahmen gegen zu viel Stress bei der Arbeit. Mit den folgenden Tipps können Sie den Stress vermeiden und gleichzeitig effektiver arbeiten.

  • Belastungen reduzieren, z.B. Zeit besser einteilen, störende Faktoren abstellen
  • Entspannungsmethode erlernen, Z.B. Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR), Autogenes Training usw.
  • Sport treiben, sich zumindest regelmäßig bewegen
  • Regelmäßige Pausen machen
  • Sich Zeit für Familie und Hobby nehmen
  • Nach Feierabend sollte das Handy aus sein und Sie sollten sich mit anderen Dingen als der Arbeit beschäftigen
  • Freundeskreis aufbauen und pflegen
  • Manche Aufgaben zu Hause und bei der Arbeit delegieren
  • To-do-Liste anfertigen


Autor:
Friederike Sohn
Thema: Stress am Arbeitsplatz
Webseite: http://www.praxis-gesundheit-sucht.de