Ob im Kundengespräch, beim Mitarbeiter-Feedback oder in der Kaffeepause – Kommunikation im Beruf findet an vielen Stellen statt. Die Kommunikation kann mal einfach sein und mal schwieriger, je nachdem mit welchem Gegenüber wir es zu tun haben. Je höher Ihre Postion ist, die Sie im Unternehmen einnehmen, desto wichtiger wird eine gute Kommunikation für die weitere Karriere.

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Wenn wir Führungspositionen innehaben oder anstreben, müssen wir mit Kollegen, Chefs und Mitarbeitern Wege zu einer angenehmen und gewinnbringenden Kommunikation finden. Treffen wir auf ein Gegenüber, kommunizieren wir sofort miteinander, bevor wir auch nur das erste Wort miteinander gesprochen haben. Wir klären über die Körpersprache, wer in dem Moment stärker und wer schwächer ist.

Dieses Status-Verhalten ist auch in Gesprächen zu beobachten: mal hat die eine Person für einen Moment die Oberhand, mal die andere. Je einfacher wir hin- und her wechseln können, desto sympathischer und kompetenter wirken wir und desto leichter fällt uns die Kommunikation mit dem Gegenüber.

Regeln für die Kommunikation im Beruf

Begegne anderen auf Augenhöhe!

Egal ob du mit dem Praktikanten oder der Chefin sprichst - jeder Mensch hat es verdient, mit Freundlichkeit und Respekt behandelt zu werden. Aggressives Verhalten ist zwar bei Führungskräften oft an der Tagesordnung, sorgt aber nur dafür, dass die Mitarbeiter aus Angst Befehle befolgen.

Andere zu stärken und in ihren Ideen zu unterstützen, ist jedoch die langfristig bessere Alternative, denn die Mitarbeiter fühlen sich wohl und arbeiten gern. Das verringert den Krankenstand, erhöht die Kreativität, Flexibilität und Innovationskraft im Unternehmen.

Drücke dich klar und verständlich aus!

Wenn eine neue Idee überzeugen soll, wenn wir unter Zeitdruck unser Team anleiten oder wenn eine wichtige Mail verschickt wird, dann brauchen wir eine klare und eindeutige Ausdrucksweise. Formuliere deine Sätze vorher im Kopf und überlege, ob sie genau das transportieren, was du ausdrücken möchtest. So vermeidest du, dass dein Gegenüber aus Unverständnis das Interesse verliert oder Aufgaben falsch verstanden werden und zu Fehlern führen. Tipp: Notiere dir vor wichtigen Gesprächen passende Formulierungen und übe sie.

Zuhören ist das A und O!

Zu einer guten Kommunikation im Beruf gehört natürlich nicht nur das Sprechen, sondern vor allen Dingen auch das Zuhören. Damit unser Gegenüber sich wohl fühlt, ist es wichtig, entspannt und genau zuhören zu können und nach Möglichkeit nicht zu unterbrechen. Wenn uns etwas unklar ist, sollten wir nicht versuchen, die Aussagen frei zu interpretieren, sondern lieber nachfragen, was genau gemeint ist. Dabei hilft es, das Gehörte noch einmal in eigenen Worten zusammenzufassen.
Wer gut zuhören kann, bekommt außerdem viel vom Firmengeschehen mit und ist in der Lage Probleme frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Spiele mit offenen Karten!

Intrigen, Lästereien, Mobbing und Lügen sind zwar ein gern genutztes Mittel, um sich Vorteile in der Firma zu erschaffen, sind aber nur kurzfristig gewinnbringend und fallen letztendlich negativ auf einen zurück. Zudem widersprechen sie allen obigen Regeln. Offenheit und Ehrlichkeit sind langfristig sinnvoller. Dazu gehört auch das Zugeben von Fehlern. Nur so können wir uns anderen als ernstzunehmendes und zuverlässiges Gegenüber präsentieren.

Tue Gutes und sprich darüber!

Ein Klassiker im Bereich der Kommunikation im Berufsleben, aber immer noch absolut wahr. Wir können die tollsten Ideen haben, die erstklassigste Arbeit leisten oder das beste Gespür für die Mitarbeiter haben - wenn niemand davon weiß, bringt es uns nicht weiter. Unsere Stärken zu kennen und diese offen zu kommunizieren, zeigt unsere Kompetenz und verschafft uns Anerkennung. Wichtig: auch die gute Arbeit anderer loben! Wenn die Lorbeeren nicht allein erarbeitet wurden, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, sie mit den Kollegen zu teilen.

Die Umsetzung dieser Tipps und letztendlich jede gelungene Kommunikation im Beruf hängt auch mit dem eigenen Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zusammen. Wenn wir unsere Stärken und Schwächen kennen und uns trauen, zu beiden offen zu stehen, ist es auch leichter die Eigenarten anderer zu akzeptieren und in der Kommunikation aufeinander einzugehen. Möchte man die Tipps auf neutralem Boden üben, bietet sich Theater hervorragend an. Durch das Spielen wird uns ermöglicht, neue Verhaltensweisen und Reaktionen auszuprobieren, die wir im beruflichen Umfeld noch nicht wagen. Besonders das Status-Training aus dem Improvisationstheater kann dabei helfen, offener und flexibler zu kommunizieren.

Autor: Sarah Bansemer
Thema: Kommunikation im Beruf

Webseite: http://www.sarah-bansemer.de
Blog: http://www.theaterberlin.blogspot.de