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Mobbing, ein Begriff, der fast schon in aller Munde ist und tatsächlich sind sehr viele Menschen davon betroffen. Der Begriff Mobbing wirkt leider fast schon verniedlichend. Jedoch handelt es sich hierbei um ein sehr ernstes Thema. Viele Mobbingopfer gehen durch ihre Mobber vollkommen zugrunde – bis hin zum Suizid.

stopp mobbing

In diesem Artikel wollen wir auf die Häufigkeit und Verteilung von Mobbing eingehen. Zudem wollen wir aufzeigen, in welcher Form mobben betrieben wird und wie man sich davor schützen kann, beziehungsweise was man tun kann, um erst gar nicht Opfer einer Mobbing-Attacke zu werden. Wie viele Menschen sind denn nun von Mobbing betroffen? Hierzu existiert eine aufschlussreiche wissenschaftliche Studie aus Schweden, die interessante Ergebnisse zum Thema liefert.

Laut der statistischen Analyse dieser Studie, sind etwa 3,5% aller Menschen von Mobbing Attacken betroffen. Bei dieser Analyse wurde festgestellt, dass der Täter bei Frauen meistens Frauen und der Täter bei Männer meistens Männer sind.

Hier finden Sie die prozentuale, geschlechtliche, Verteilung von Opfer und Täter bei Mobbingfällen:

Männer werden angegriffen

  • von Männern 76%
  • von Frauen 3%
  • von beiden 21%


Frauen werden angegriffen

  • von Frauen 40%
  • von Männern 30%
  • von beiden 30%


(Dass Frauen prozentual mehr von Männern angegriffen werden, liegt daran, dass Frauen meistens einen Mann als Vorgesetzten haben)

Gehen wir nun darauf ein wie Mobbing oder aus dem engl. Bullying betrieben wird. Hier gibt es diverse Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen sind beim Mobbing meist „grausamer“ zu ihrem Mobbingopfer, da sie ihr Gegenüber versuchen lächerlich zu machen, während Männer beim Mobben eher passiv angreifen. In folgendem Absatz stellen wir Euch die häufigsten Mobbinghandlungen vor, von denen Gebrauch gemacht wird.

Mobbinghandlungen von Frauen

  • Über jemanden schlecht reden und Gerüchte verbreiten
  • Eine Person vor anderen lächerlich machen
  • Lustig machen über eine Einschränkung oder Behinderung
  • Andeutungen machen ohne diese zu konkretisieren
  • Verhindern, dass sich eine betroffene Person zu Vorwürfen äußern kann


Mobbinghandlungen von Männern

  • Verbale Drohungen
  • Man spricht nicht (mehr) mit einer Person
  • Angriff auf politische oder religiöse Einstellungen
  • Ständiges Unterbrechen
  • Angriffe, die das Gegenüber erniedrigen (Bsp.: Schikane-Arbeiten von Vorgesetzten)


Die Gründe für Mobbing sind natürlich vielschichtig und können durch verschiedene Faktoren oder Ereignisse ausgelöst werden. Bemerkenswert ist, Je stärker folgende Faktoren ausgeprägt sind, desto geringer ist das Risiko, Opfer einer Mobbing-Attacke zu werden.

Persönliche Faktoren um das Risiko von Mobbing zu minimieren 

  • Gute physische und psychische Konstitution
  • Selbstvertrauen
  • Ansehen bei anderen Personen
  • Stabile wirtschaftliche Verhältnisse
  • Problemlösungsstrategien
  • Gesellschaftliche Orientierung


Was kann man gegen Mobbing tun?

Der beste Tipp um sich vor Mobbern zu schützen, ist es, die zuvor aufgezählten Punkte seiner Persönlichkeit zu stärken, um sich so gar nicht erst angreifbar zu machen.

Was kann man aber nun tun, wenn man akut von Mobbing betroffen ist? Da Mobbing eine sehr starke psychische Belastung für das Opfer darstellt und schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann, welche auch vereinzelt zum Suizid führen, sollte hier sehr schnell gehandelt werden. Wenn sich die Mobbing-Attacken noch im Anfangsstadium befinden, gibt es Möglichkeiten diesen entgegen zu wirken.

Der wichtigste Ratschlag bei ausgeprägtem Mobbing ist, sich dem Mobbing komplett zu entziehen, da diese Attacken schlicht schwer bekämpfen sind. Selbst wenn Sie alles richtig machen, liegt ihr Handeln immer im Auge des Betrachters und diesem können Sie es in diesem Falle nie richtig genug machen.

Sollte sich das „fortgeschrittene“ Mobbing auf der Arbeitsstelle zutragen, sollten sie sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben und sich parallel um eine neue Beschäftigung bemühen. Wichtig! Nicht kündigen oder den Arbeitsvertrag auf beidseitigem Einverständnis kündigen, hierdurch bekommen Sie eine Sperre, falls sie nicht schnell genug eine neue Arbeitsstelle finden und auf Übergangsgeld angewiesen sind – immer vom Betrieb kündigen lassen (Schwierigkeiten beim Arbeitgeber offen benennen). Viele sind auf ihren Arbeitsplatz angewiesen und scheuen daher diesen Schritt. Aber bei festgefahrenem Mobbing am Arbeitsplatz wird es ohnehin darauf hinauslaufen – Ziehen Sie daher die Reißleine und schonen Sie Ihre Gesundheit, Sie werden sich besser fühlen!

In der Schule gestaltet es sich ein wenig schwieriger, da Schulpflicht besteht. Sollten Sie in einer Stadt wohnen, ist es jedoch sinnvoll sich nach einer alternativen Schule umzusehen, um sich dem Druck zu entziehen. Falls das Mobbing „lediglich“ von einem Mitschüler innerhalb der Klasse durchgeführt wird, kann es wirkungsvoll sein, sich zurückstufen zu lassen und/oder eine Therapie zu machen. Mit den Lehrern zu sprechen oder die Eltern hinzuzuziehen, um auf den Mobber einzuwirken, führt meist zu noch mehr Angriffen.

Sollten Sie in einem Dorf oder in einer kleinen Stadt wohnen, in der sich die Dorfgemeinschaft auf Sie „eingeschossen“ hat, ist es ebenfalls ratsam diese zu verlassen. Selbst bei Eigentum wird dazu geraten, dieses zu veräußern und sich aus der „Gefahrenzone“ zu begeben, denn Sie werden mit Sicherheit nicht mehr glücklich werden. Die Fronten werden sich erfahrungsgemäß weiter verhärten.

Wichtig im Falle einer Mobbing Attacke ist es, sich seelischen Beistand zu holen. Wie anfangs erwähnt schlägt Mobbing sehr stark auf die Psyche, Mobbingopfer fühlen sich oft so hilflos, dass diese sich das Leben nehmen.

Sollte sich das Mobbing erst im Anfangsstadium befinden, wirken Sie dem schnell (!) entgegen. Am besten ist es sich so viele Personen wie nur möglich ins eigene Boot zu holen – gehen Sie auf Fischfang! Reden Sie dann mit diesen Personen und bitten Sie sie, ein gutes Wort bei mitlaufenden „Mobbern“ für Sie einzulegen,um weitere Personen für sich zu gewinnen. Passen Sie jedoch auf es hier nicht zu übertreiben. Viele Menschen sind schnell genervt, wenn man sie mit seinen Problemen zu sehr belastet.

Um seine Kräfte für den Kampf gegen das Mobbing aufrecht zu erhalten, empfiehlt es sich eine Selbsthilfegruppe zu besuchen. Hier können Sie bei ebenfalls Betroffenen Frust ablassen. Weitere hilfreiche Aktivitäten sind Sport, um Aggressionen abzubauen. Weiter kann es hilfreich sein, im Theater oder Kino mal den Kopf frei zu bekommen und abzuschalten. Falls möglich, wäre auch eine Reise sinnvoll, um Abstand zu gewinnen.

Bei anfänglichem Mobbing auf der Arbeitsstelle sollten Sie zudem umgehend ihren Personalchef, Betriebsrat und die Gewerkschaft über den Umstand in Kenntnis setzen. Die genannten Personen sind der in Position, um dem Mobbing sehr effektiv entgegenwirken zu können.

Weitere Ratschläge, wenn Sie von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen sind, finden Sie in folgendem Artikel:


Zuletzt noch ein wichtiger Punkt für jeden interessierten Leser. Schauen Sie bei Mobbing nicht weg, denn der Hauptgrund warum Menschen an Mobbing zu Grunde gehen ist der, dass niemand rechtzeitig eingreift!

 

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