Diagnose ist kein Wunschkonzert: Warum die Realität keine Gefühle hat
In modernen Debatten lässt sich ein faszinierendes Phänomen beobachten: Wer einen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder politischen Zustand nüchtern und sachlich beschreibt, erntet zunehmend keine Gegenargumente mehr, sondern moralische Empörung. Die bloße Feststellung von Fakten wird mit der politischen Gesinnung des Sprechers gleichgesetzt. Wer das Problem benennt, gilt plötzlich als dessen Befürworter. Dieses Phänomen ist als moralistischer Fehlschluss bekannt. … Weiterlesen