Home / Thema: Krisen

Diagnose ist kein Wunschkonzert: Warum die Realität keine Gefühle hat

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In modernen Debatten lässt sich ein faszinierendes Phänomen beobachten: Wer einen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder politischen Zustand nüchtern und sachlich beschreibt, erntet zunehmend keine Gegenargumente mehr, sondern moralische Empörung. Die bloße Feststellung von Fakten wird mit der politischen Gesinnung des Sprechers gleichgesetzt. Wer das Problem benennt, gilt plötzlich als dessen Befürworter. Dieses Phänomen ist als moralistischer Fehlschluss bekannt. … Weiterlesen

Politik und Psychotherapie

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Psychische Erkrankungen sind z. Zeit der häufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit. Im Vordergrund stehen dabei Angststörungen und Depressionen. Jährlich erkranken ca. 28 % der Erwachsenen an einer psychischen Erkrankung. Aktuelle Daten zur psychischen Gesundheit liefert regelmäßig die Mental Health Surveillance (MHS) des RKI. Schon jetzt ist die Situation der Betroffenen, um einen kassenärztlichen Therapieplatz zu finden, … Weiterlesen

Wenn „Faktenchecker“ uns die Welt erklären

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Haben Sie in letzter Zeit mal versucht, sich eine eigene Meinung zu bilden? Gar nicht so einfach. Zum Glück leben wir im Zeitalter der betreuten Meinungsforschung. Früher brauchte man für eine persönliche Weltsicht noch ein funktionierendes Gehirn, etwas Lebenserfahrung und die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten. Heute läuft das viel entspannter. Heute gibt es schließlich „Faktenchecker“. Diese … Weiterlesen

Betreutes Denken vs. Weltuntergangs-Rundfunk – Eine Bastelanleitung für die Realität

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Willkommen im Jahr 2026. Echte Information ist inzwischen wie ein Einhorn: Jeder redet davon, aber wer eins sieht, hat wahrscheinlich zu viel am Klebstoff geschnüffelt. Wenn Sie heute Nachrichten konsumieren, haben Sie im Wesentlichen die Wahl zwischen zwei kulinarischen Köstlichkeiten: Entweder Sie löffeln die weichgespülte FSK-12-Märchenstunde der öffentlich-rechtlichen Erziehungsberechtigten, oder Sie fressen die apokalyptische Schaum-vorm-Mund-Hysterie … Weiterlesen

Der blinde Fleck der Emanzipation

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Warum wir patriarchalem Konservativismus überall entgegentreten müssen Die europäische Linke hat in den letzten Jahrzehnten Historisches geleistet. Der Kampf für die Gleichberechtigung der Geschlechter, die Akzeptanz von LGBTQ+-Lebensentwürfen und die sexuelle Selbstbestimmung hat unsere Gesellschaft freier und gerechter gemacht. Diese Errungenschaften sind das Fundament einer progressiven, offenen Gesellschaft. Doch genau diese Werte stehen heute vor … Weiterlesen

Homo Egoismus: Wieviel Fairness verträgt eine Spezies, die im Supermarkt die letzte Packung Toilettenpapier klaut?

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Der Gerechtigkeits-Irrtum: Warum wir für das Paradies einfach zu schlecht programmiert sind. Es ist das Lieblingsthema auf jeder linksintellektuellen Party, sobald der Rotwein fließt und der erste Gast seinen Che-Guevara-Pulli zurechtrückt: Die fundamentale Ungerechtigkeit unserer Welt. Macht und Besitz sind in unserer Gesellschaft hochgradig pervers verteilt. Jeder, der bei klarem Verstand ist, sieht das. Wir … Weiterlesen

Wenn Erfolg nicht mehr trägt – und die Leere ruft

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Ein exemplarischer Wendepunkt: Was geschieht, wenn das erfüllte Leben plötzlich leer wirkt – und alte Träume wieder zu sprechen beginnen. Er hatte alles richtig gemacht. Ein Unternehmen aufgebaut, das mit seinen Werten im Einklang war – tief, sinnvoll, kraftvoll. Kein leeres Streben, kein Getrieben-Sein. Sondern echte Verwirklichung. Und doch meldete sich mitten in diesem gelungenen … Weiterlesen

Die Illusion der moralischen Überlegenheit. Warum unser „Gutsein“ ein Luxusprodukt ist

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Stell dir vor, du sitzt mit einem Glas Bio-Wein auf der Dachterrasse, blickst auf die Stadt und philosophierst über soziale Gerechtigkeit. Du bist gegen Gewalt, gegen Ausbeutung, für fairen Handel und globale Gleichheit. Das fühlt sich gut an. Es fühlt sich richtig an. Was dabei gerne vergessen wird: Genau dieser moralische Kompass ist oft kein Zeichen … Weiterlesen

Können wir wirklich aus der Geschichte lernen? Eine Illusion auf dem Prüfstand

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Der Satz klingt wunderbar auf feierlichen Reden und in politischen Talkshows: „Wir müssen aus der Geschichte lernen.“ Er schenkt uns das beruhigende Gefühl, dass die Menschheit durch das Studium vergangener Katastrophen klüger, reifer und immun gegen alte Fehler wird. Doch wenn wir die Komfortzone der Sonntagsreden verlassen und den Blick auf die Realität richten, bleibt … Weiterlesen

Hat sich der Mensch wirklich verändert? Zivilisation, Moral und die „Maske“ der Gesellschaft

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Wer unter Beiträgen über das Mittelalter oder die frühe Neuzeit scrollt, stößt fast immer auf denselben Kommentar: „Gut, dass wir uns weiterentwickelt haben, damals war alles so grausam.“ Das wirkt selbstverständlich. Öffentliche Hinrichtungen, Folter, brutale Strafen, all das erscheint uns heute wie ein Beweis dafür, dass der Mensch früher „barbarischer“ war. Doch diese Schlussfolgerung wirft … Weiterlesen