Neulich ist es mir wieder passiert: Eine Nudelsoße, die ich wirklich liebe, war im Angebot. Zwei Monate haltbar – perfekt, dachte ich – und habe gleich alle Gläser gekauft.

Das Ergebnis: Seitdem stehen sie im Regal, und ich habe null Lust darauf. Ein Déjà-vu, das ich schon einmal erlebt habe: Einige Wochen zuvor war es Fisch, diesmal sogar in der Dose. Begeistert gekauft und kurze Zeit später war das „Oh wow, ist das lecker!“-Gefühl verschwunden.
Wann Genuss bleibt und wann er verschwindet
Interessant ist: Dieses Phänomen passiert mir nicht bei Lebensmitteln, die ich regelmäßig esse. Ein Beispiel: Erdnüsse. Jeden Abend eine halbe Packung, proteinreich, knackig, einfach perfekt als Snack. Wenn sie im Angebot sind, kann ich problemlos 10–20 Packungen kaufen und die Lust bleibt unverändert.
Der Unterschied liegt also nicht in der Menge oder Haltbarkeit, sondern im Gefühl, das ein Lebensmittel auslöst: Vorfreude, Begeisterung, das kurze „Wow!“. Sobald man zu viel besitzt, verschwindet dieses Gefühl, und das Besondere wird alltäglich.
Drei – der magische Punkt
Erstaunlicherweise wiederholt sich dieses Muster bei mir fast immer bei drei. Drei Gläser Soße, drei Dosen Fisch, ab da ist der Reiz weg, die Begeisterung verpufft. Vielleicht steckt hinter dem alten Spruch „Alle guten Dinge sind drei“ mehr als Glück: Vorfreude hat Grenzen, Begeisterung braucht Raum, und zu viel Besitz kann genau das zerstören, was man sichern wollte.
Die Lektion für Alltag und Genuss
Seitdem überlege ich mir öfter, nicht alles zu kaufen, nur weil es im Angebot ist. Stattdessen genieße ich gezielt den Moment, in dem ich wirklich Lust auf etwas habe. Zwei Gläser reichen und das Gefühl, sich darauf zu freuen, bleibt erhalten.
Manchmal ist weniger eben mehr. Auch wenn es schwerfällt, besonders bei Angeboten, die zu gut erscheinen, um sie stehen zu lassen.
Thema: Alle guten Dinge sind drei
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