Tattoos liegen nach wie vor voll im Trend. Etwa 17 Prozent der Bundesbürger sind aktuell tätowiert, und die Tendenz scheint weiterhin zu steigen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat zuletzt 2025 seine Bewertung zu Tätowiermitteln aktualisiert und dabei wichtige Hinweise zu den Farben und Standards herausgegeben. Tätowierer sollten also gerade bei der Auswahl des Zubehörs auf eine hohe Qualität achten. Doch was bracht man eigentlich genau?
Die Grundausstattung für sicheres Tätowieren
Eine gute Ausrüstung sorgt nicht nur für qualitativ hochwertige Ergebnisse, sondern sie schützt auch die Gesundheit des Kunden und die des Tätowierers. Diesbezüglich gibt es verschiedene Richtlinien und Vorschriften, die von den Studios eingehalten werden müssen. Dazu gehören insbesondere der Paragraf 43 des Infektionsschutzgesetzes, die Länderverordnungen, aber auch die EU-REACH-Verordnung. Tätowierer, die sich an diesen Leitlinien orientieren, schaffen Vertrauen und sichern sich rechtlich ab.
- Tattoomaschinen sind das Herzstück des Equipments und haben Einfluss auf die Präzision sowie den Arbeitskomfort. Sie sollten erstklassig verarbeitet sein und sich einfach bedienen lassen.
- EU-konforme Farben ohne verbotene Stoffe minimieren potenzielle Risiken und Belastungen. Laut BfR können problematische Verunreinigungen in Tätowiermitteln im schlimmsten Fall gesundheitliche Folgen haben. Tätowierer sollten sich bei der Auswahl unbedingt die genaue Zusammensetzung anschauen.
- Sterile Einweg-Cartridges sind das wichtigste Werkzeug beim Tätowieren. Je nach gewünschtem Effekt kommen hier unterschiedliche Ausführungen zum Einsatz: zum Beispiel Liner für feine und präzise Linien, Shader für weiche Schattierungen sowie Magnum-Nadeln für größere Farbflächen. Die Nadeln transportieren die Farbe mit hoher Frequenz in die mittlere Hautschicht. Dort werden die Pigmente dann dauerhaft eingelagert. Kwadron Nadeln sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich und stellen eine gleichmäßige Farbabgabe sicher.
- Ebenso ist eine stabile Stromversorgung mit einer exakt einstellbaren Spannung unverzichtbar, denn sie beeinflusst die Geschwindigkeit und die Schlagkraft der Tattoomaschine. Je nach Technik bewegen sich professionelle Geräte heute meist in einem Bereich von etwa fünf bis zwölf Volt. Hochwertige Netzteile sorgen hier für eine konstante Leistungsabgabe ohne Spannungsschwankungen. Das wiederum unterstützt saubere Linien sowie gleichmäßige Schattierungen und trägt gleichzeitig zu einer geringeren Belastung der Haut bei.
Die Verbrauchs- und Hygienematerialien: Was gehört dazu?
Wie schon erwähnt, ist Hygiene beim Tätowieren keine Option, sondern ein Muss. Studios sind dazu verpflichtet, sowohl die Handhygiene als auch die Flächen- und Instrumentenhygiene penibel zu überwachen und sicherzustellen. Um die Keimbelastung deutlich zu reduzieren und das Infektionsrisiko zu minimieren, müssen Desinfektionsmittel für die Haut und den Arbeitsbereich vor jeder Sitzung frisch angewendet werden. Schutzfolien und spezielle Bezüge dienen dazu, Kreuzkontaminationen zu vermeiden, denn sie schützen die Oberflächen vor einem Blut- oder Farbkontakt. Falls wiederverwendbare Instrumententeile zum Einsatz kommen, müssen diese in geeigneten Sterilisationsbehältern fachgerecht aufbereitet werden. Allerdings setzen die meisten Studios konsequent auf Einwegprodukte, was die Sicherheit auf ein höchstmögliches Level hebt. Für die unmittelbare Versorgung der frisch tätowierten Haut werden zudem sterile Tupfer, Pflaster und spezielle Folien gebraucht. Sie schützen den Hautbereich und unterstützen den Heilungsprozess. Darüber hinaus zählen Hilfsmittel wie Hautmarker zum Vorzeichnen des Motivs sowie Übungshäute für Trainingszwecke zur Standardausstattung eines Tätowierers.
Thema: Welches Zubehör braucht man zum Tätowieren?









