Kinesiologie ist eine ganzheitliche Methode zur Gesundheitsförderung, um Blockaden zu lösen und ein energetisches Gleichgewicht zu erlangen. Sie hilft Entwicklung und Potenziale zu fördern.

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Kinesiologie ist eine Synthese aus überlieferter östlicher Energielehre aus der traditionellen chinesischen Medizin mit Erkenntnissen moderner westlicher Medizin und Forschung, Pädagogik, Stressmanagement und Ernährungswissenschaften.

Sie hat inzwischen Einzug in viele Bereiche gehalten und wird professionell von Ärzten, Heilpraktikern, Psychotherapeuten, Kinesiologen, Beratern, Trainern und Coaches genutzt.

Je nach Qualifikation des Anwenders unterscheidet man Medizinisch- Therapeutische und Begleitende Kinesiologie.

Im privaten Bereich wird sie als Selbsthilfemethode geschätzt und kinesiologische Übungen werden von vielen Menschen praktiziert.

Kinesiologie bedeutet Bewegungslehre - Leben ist Bewegung

Der Begriff setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern „kinesis“ - Bewegung und „logos“ - Lehre.

Es geht um Bewegung und Beweglichkeit, Innen wie Außen.

Der Mensch bewegt sich mit und in der Außenwelt und er bewegt sich ständig im Inneren. Auch wenn man scheinbar reglos ist oder schläft, Organe und Zellen sind aktiv, die Lebensenergie fließt.

Auch der Geist, Gedanken und Gefühle sind dauernd in Bewegung.

Sind wir in allen Bereichen beweglich und können unsere Energien frei fließen, geht es Körper, Geist und Seele gut.

Ist die Bewegung irgendwo blockiert, sind Energieflüsse gestört, kann sich dies durch körperliches, geistiges oder seelisches Unwohlsein, Beschwerden und Krankheiten  ausdrücken.

Ziel der Kinesiologie ist die Gesunderhaltung und Gesundung, das Ausgleichen von Ungleichgewichten, Stressreduktion und das Erkennen von Blockaden und Chancen. Durch verschiedene Methoden und Techniken soll wieder Beweglichkeit hergestellt werden, körperliche und geistige Starren gelöst und ein inneres und äußeres Gleichgewicht erlangt werden.

Kinesiologische Sitzungen oder Behandlungen werden auch Balancen genannt und sind für Erwachsene und Kinder geeignet.

Entstehung und Entwicklung der Kinesiologie

Begründer der Kinesiologie ist der amerikanische Chiropraktiker Dr. George Goodheart. Er entdeckte in den 1960er Jahren, dass sich körperliche und psychische Vorgänge in der Funktion der Muskeln zeigen. 

Er konnte u.a. einen Zusammenhang zwischen Muskeln, der Meridian- und Akupunkturlehre aus der traditionellen chinesischen Medizin und den Organen herstellen. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte Goodheart die  „Angewandte Kinesiologie“ mit einem Muskeltest als Kommunikationsmittel mit dem Körper.

Kinesiologie befasst sich nicht nur mit Bewegung, sie ist in Bewegung.

Offen für neue Erkenntnisse und unabhängig von bestimmten Philosophien, entwickelt  sie sich stetig weiter.

Im Laufe der Zeit sind basierend auf den Erkenntnissen von Goodheart viele weitere teilweise sehr unterschiedliche kinesiologische Methoden entstanden.

Es gibt körperbezogene Techniken, bei denen mit Akupunkturpunkten, Reflexzonen oder Bewegungen gearbeitet wird, beispielsweise das Touch for Health.

Andere Methoden wie z.B. Psychokinesiologie oder Three in one Concepts® beziehen mehr Emotionen und psychische Komponenten mit ein.

Die Edukinestetik mit den BrainGym®-Übungen befasst sich mit Gehirnintegration und enthält Bewegungs- und Energieübungen, die das Lernen erleichtern sollen. Und es gibt noch zahlreiche Weitere.

Allen Methoden gemeinsam ein Muskeltest als Biofeedback und ein ganzheitliches Menschenbild.

Körperliche und emotionale Zustände beeinflussen die Muskulatur. Im Alltag hat das jeder schon einmal erlebt.

Wenn wir krank sind, sind auch die Muskeln oft kraftlos und wir fühlen uns schlapp. Ausgeruht und fit fühlen wir uns stark und leistungsfähig.

Eine schlechte Nachricht lässt uns die Knie weich werden.

Eine gute Neuigkeit dagegen gibt uns das Gefühl, wir könnten Bäume ausreißen. Denken wir an etwas belastendes, fühlen wir uns niedergeschlagen, lassen im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf hängen.

Denken wir an etwas schönes, fühlen wir uns stark und sind auch körperlich aufgerichtet.

Ein Muskeltest als Handwerkszeug der Kinesiologie

In der Kinesiologie dient ein Muskeltest als subjektives Feedbacksystem des Körpers.

Er ermöglicht eine Kommunikation mit dem Körper.

Beim Test wird ein Muskel in eine bestimmte Position gebracht und der Tester übt einen leichten Druck auf den Muskel aus. Die Testperson versucht dem Druck standzuhalten. Dabei geht es nicht um ein Kräfte messen, sondern die Fähigkeit des Muskels zu sperren und  in der Testposition einzurasten.

Ein starker Muskel kann mühelos in der Ausgangsposition gehalten werden, ein schwacher Muskel gibt dem Druck nach und bewegt sich in die Druckrichtung.

Je nach Methode gibt es verschiedene Verfahren.

Oft wird mit einem oder beiden Armen getestet, manchmal werden mehrere unterschiedliche Muskeln benutzt.

Mit dem kinesiologischen Muskeltest kann der Körper sozusagen befragt werden.

Negative Reize wirken sich schwächend auf den Energiefluss und den Muskeltonus aus, während positive Reize stärkend wirken.

Reize können sowohl physischer als auch psychischer Art sein.

Beispiele sind: Nahrungs- und Arzneimittel, Essenzen, sonstige Stoffe, Körperhaltungen, Bewegungen, Gedanken, Worte und Tätigkeiten…..

Wird ein Muskel nun im Bezug auf einen Reiz getestet zeigt er durch Schwäche oder Stärke an, was gut tut und was nicht, was stresst und was ausgleicht.

Der Muskeltest schafft einen Zugang zur inneren Weisheit des Körpers und gibt Aufschluss über den energetischen Zustand.

Auch unbewusste Muster, Stressauslöser und Glaubenssätze können damit bewusst gemacht werden.

Die Selbstwahrnehmung und Eigenverantwortung werden geschult.

Wird er verantwortungsvoll und richtig angewandt liefert er wichtige Hinweise darauf, wo Ungleichgewichte bestehen, wo Starren und Blockaden sind. Er kann zeigen, wo und welche Unterstützung zur Lösung benötigt wird, was jetzt hilft um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Verantwortungsvoll eingesetzt bedeutet für mich, dass der Tester sich der Möglichkeiten, aber auch Grenzen des Testes bewusst ist und diese bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt.

Es gilt zu beachten, dass der Test immer subjektiv ist und eine Momentaufnahme darstellt. Die eigenen Erfahrungen und Wahrnehmungen der Beteiligten, also Testperson und Tester, fließen in den Test ein.

Er zeigt nicht die allgemeingültige Wahrheit und ist kein objektives Diagnoseverfahren. Wissenschaftlich ist er bislang nicht anerkannt.

Zum richtigen Testen gehört das richtige Know How

Bevor man mit der eigentlichen Balance beginnt muss sicher gestellt werden, dass die Testperson auch wirklich testbar ist.

Manchmal sind Muskeln blockiert oder die Person ist gerade nicht in der Lage oder bereit dazu getestet zu werden und braucht vorab eine Unterstützung und Stabilisierung.

Es kann auch sein, dass im Verlauf einer Balance kurzzeitig Testblockaden auftreten. Werden diese nicht erkannt, kommt es zu falschen Ergebnissen.

Gut ausgebildete Kinesiologieanwender erkennen Blockaden und können diese meistens durch geeignete Korrekturen lösen.

Neben Wissen und Techniken spielt auch Erfahrung eine Rolle.

Jeder Mensch hat seinen eigenen Muskeltonus. Manchmal gibt ein Muskel nur sehr wenig nach, der Unterschied zwischen stark und schwach ist Minimal.

Die Wahrnehmung feiner Unterschiede wird durch häufiges Testen geschult.

Muskeltesten sollte richtig erlernt werden, am Besten in einem Kurs unter qualifizierter Anleitung, in dem sowohl Theoretische Grundlagen als auch praktische Übung vermittelt werden.

Man findet zwar zahlreiche  Anleitungen zum Lernen in Eigenregie oder es wird bei Vorträgen mal eben auf die Schnelle gezeigt, aber davon rate ich dringend ab. Ohne ausreichendes Hintergrundwissen und Übung kommt es schnell zu fehlerhaft ausgeführten Tests und Fehlinterpretationen. „Hobbykinesiologen“ testen leider oft falsch.

Kinesiologische Übungen als Selbsthilfemethode

Kinesiologische Übungen sind die Korrekturen, die in einer Balance eingesetzt werden um das System zu stärken.

Zu den bekanntesten zählen die BrainGym®-Bewegungsübungen, die Lernen leichter machen sollen.

Andere Bewegungen oder die Massage von Akupressur- und Reflexpunkten dienen der Harmonisierung des körpereigenen Energieflusses.

Positive Affirmationen helfen hinderliche Glaubensätze oder Verhaltensmuster zu verändern. Visualisierungen stärken ein neues Selbstbild. Auch Stressreduktionstechniken spielen eine große Rolle und es gibt noch viele weitere.

In einer Balance werden sie passgenau ausgetestet und meistens gibt zur Vertiefung und Stabilisierung ein kleines Übungsprogramm als Hausaufgabe.

Unabhängig vom Muskeltest oder einer Balance können sie wunderbar zur Selbsthilfe angewendet  werden:

BrainGym® Übungen tun immer gut, beim Lernen und bei der Arbeit.

Was den Energiefluss im Körper anregt, kann auch ohne Defizit oder Anlass vorsorglich angewendet werden und so die Gesundheit fördern.

Akupressur oder andere Techniken zur Stressreduktion helfen viele kleine und größere Herausforderungen zu meistern und daran zu wachsen.

So vielfältig wie die kinesiologischen Methoden sind auch die Übungen und jeder kann darunter etwas für sich finden.

Sie können ohne spezielle Hilfsmittel von Kindern wie auch Erwachsenen durchgeführt werden.

Sie können hilfreiche Begleiter in vielen Lebenslagen werden.

Sie fördern die Gesundheit, die Selbstwirksamkeit und Selbstwahrnehmung und ein eigenverantwortliches Handeln.

Kinesiologie in der Praxis

In der kinesiologischen Arbeit wird der Mensch ganzheitlich betrachtet. Alle Ebenen des Menschen werden einbezogen.

Die Struktur ( der Bewegungsapparat), die biochemische Ebene (der Stoffwechsel) und die  Psyche mit ihren Emotionen und Denkmustern sind untrennbar verbunden.

Jeder Bereich beeinflusst den anderen.

Egal ob eher körperlich gestärkt oder ob die Psyche unterstützt wird, alle Ebenen profitieren gleichermaßen davon.

Mit Hilfe des Muskeltestes wird erfragt, was die Klient / Patient gerade braucht. Welches Thema steht im Vordergrund, wo wird eine Unterstützung gebraucht, welche Methode ist hilfreich, welche Korrektur wird benötigt.

Potenziale, Fähigkeiten und Selbstheilungskräfte können aktiviert und aufgezeigt werden, Stressoren und hinderliche unbewusste Muster können bewusst gemacht und bearbeitet werden.

Nicht der Kinesiologe oder Therapeut gibt vor, was gemacht wird sondern der Patient oder Klient.

So wird gemeinsam eine Sitzung, Balance oder Behandlung erarbeitet. Jede ist anders und individuell auf den Einzelnen abgestimmt.

Oft tritt schon nach kurzer Zeit eine tiefgreifende Veränderung ein, manchmal genügt sogar schon eine einzige Sitzung.

Anwendungsgebiete im Medizinisch-Therapeutischen Bereich sind u.a. Schmerzen, Allergien, Arzneimitteltestungen, Störungen des Bewegungsapparates, psychosomatische Beschwerden, Süchte, emotionale Belastungen und Stress.

Anwendungen für Begleitende Kinesiologie sind z.B. Förderung von Potenzialen, Zielfindung, Stressabbau, Unterstützung beim Lernen und Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit, Prävention und Gesundheitsbildung.

Meine persönlichen Erfahrungen mit Kinesiologie

„Ich liebe die Kinesiologie.“

Sie bereichert und erleichtert meine Arbeit als Heilpraktikerin und im Coaching Bereich, auch privat nutze ich die Übungen gerne für mich.

Durch das individuelle Austesten verkürzen sich oft die Behandlungszeiten.

Man kommt sehr effektiv und schnell damit auf den Punkt.

Es kommt immer wieder vor das etwas anzeigt, an das ich ohne Test gar nicht gedacht hätte, sich aber als sehr wirksam und passend herausstellt.

Auch meine Patienten haben häufig Aha-Erlebnisse, wenn über den Muskeltest unbewusste Muster klar werden, es so zu einem tieferen Verständnis einer Situation kommt und sich dadurch neue Lösungswege öffnen.

Überhaupt ist das Erleben der Kommunikation mit dem Körper und dadurch das Erkennen des eigenen inneren Wissens für viele sehr beeindruckend.

Kinder finden es spannend und toll, dass „die Arme sprechen können“.

Das körperliche Erleben von positiven Veränderungen, ein vorher schwacher Muskel ist nach einer Korrektur stark, verstärkt den positiven Effekt einer Behandlung. Die Akzeptanz Übungen zu Hause eigenverantwortlich durchzuführen oder ein verordnetes Mittel einzunehmen wird dadurch ebenfalls erhöht.

Umgekehrt fällt es leichter bestimmte Dinge wegzulassen, wenn mit dem Muskeltest eindrücklich veranschaulicht wird, das etwas dem Körper nicht gut tut und vorher starke Muskeln dadurch geschwächt werden. Besonders Kinder sprechen darauf gut an.

Da die Kinesiologie offen und vielfältig ist, kann ich sie gut mit meinen anderen Behandlungsmethoden kombinieren. Die individuelle Zusammenstellung einer spagyrischen Mischung etwa, wird durch den Muskeltest einfacher und passgenauer.

Der Muskeltest ist, wie weiter oben schon beschrieben, kein objektives Verfahren und ersetzt weder Fachwissen noch eine ausführliche Anamnese und ein Gespräch.

Diagnosen stelle ich damit nicht.

Die von Patienten immer wieder gestellte Frage ob ich nicht einfach abfragen könnte ob er diese oder jenen Krankheit habe, muss ich leider mit Nein beantworten.

Der Muskeltest liefert mir und meinen Patienten aber wertvolle Hinweise darauf wo die Ursachen eines Problems liegen.

Durch die partnerschaftliche Arbeit ist der Patient unmittelbar an der Behandlung beteiligt, er gibt den Weg vor.

Da mir das Vermitteln von Selbsthilfemethoden, die Stärkung der Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit meiner Patienten am Herzen liegen, ist die Kinesiologie mit der Vielzahl an Übungen für zu Hause eine geniale Methode für mich. Ich arbeite nicht ausschließlich, aber oft und gerne damit.

Autor: Monika Weber-Lambert, Heilpraktikerin
Thema: Was ist Kinesiologie?
Webseite: http://www.mowela.de

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