Ratgeber Lifestyle

Teil 3 „... Hilfe! ...“

Nun gut, mögen manche sagen, bei der Durchsetzung gegenüber Behörden und Ämtern ist es alles recht nett, wenn ich auf Höflichkeit, Respekt (Teil 1) und die ansehnliche Optik (Teil 2) meiner Dokumente achte. Wirklich erreicht habe ich damit (noch) nichts. Diese Meinung kann ich sehr gut nachvollziehen, weil sie teils berechtigt ist. Gleichzeitig schaffe ich eine Basis, die ich selbst zu meinen Gunsten beeinflussen kann.

helfen hilfe

Jetzt stehe ich aber an einem Punkt, wo ich selbst nicht (mehr) weiter weiß. Entweder muss ich die Initiative ergreifen oder ich werde aufgefordert etwas zu tun. Wir wissen, dass behördliche Angelegenheiten meistens nicht viel zeitlichen Spielraum lassen, wenn die Behörde etwas von uns will. Beim umgekehrten Fall regieren oft eigene Gesetze ...

Was kann ich also tun, wenn ich mich überfordert fühle und zu einer Klärung nicht in der Lage bin? Der einfachste Weg – und manchmal der mutigste Schritt: Vertrauen Sie sich Ihrem nahen Umfeld an. Haben Sie keine Scheu. Ihr Ego sollte dabei nur Mittel zum Zweck sein: einzig Ihrer Sache dienen – alles andere ist nebensächlich.

Es gibt immer jemanden, der Ihnen zur Seite steht und agiert – oder wiederum jemanden kennt, der Sie unterstützen kann. Gestehen Sie sich ein, dass Sie Hilfe benötigen und seien Sie „mutig“ sie einzufordern. Viele Menschen helfen gerne, weil es in unserer Natur liegt. Manchmal nutzt ein Gespräch und Sie sind bereits einen wichtigen Schritt weiter.

Eine andere Möglichkeit: Wenn Sie niemanden haben, den Sie direkt fragen können, erkundigen Sie sich, wo es Beratungsstellen gibt. Glücklicherweise existieren viele kostenlose oder kostengünstige Möglichkeiten. Diese können Sie über das Internet herausfinden, bei Ihrer Stadt / Gemeinde; bei Verbraucherzentralen; bei sozialen Einrichtungen der Kirche; bei der Rechtsberatung von Gerichten; bei Genossenschaften oder bei gemeinnützigen Verbänden …

Selbst bei Fernseh- und Radiosendern können Probleme auf seriöse Art und Weise angegangen werden. Die Frage einer möglichen Veröffentlichung ist selbstverständlich vorab zu klären.

Die Themen sind vielfältig und umfassen das normale Leben. Viele kennen es durch die tägliche Nutzung des Internets, dass unendlich viele  Optionen bei nur einem Begriff angezeigt werden. Probieren Sie es aus.

Ein sehr effektiver Ansatz ist übrigens „Ihre Behördennummer 115“. Hier erreichen Sie unter der Telefonnummer 115 (ohne Vorwahl) einen staatlichen Service, der gut angenommen wird und weiter wächst. Die 88 Bundesbehörden sind vollständig integriert. Einzelne Bundesländer - Bayern, Berlin, Niedersachsen, Thüringen - haben sich dem Service für den Bürger noch nicht angeschlossen. Alle 12 anderen sind zumindest durch das Land im Verbund vertreten. Genaue Angaben bekommen Sie durch das Internet heraus… oder wenn Sie einfach mal die Nummer wählen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es immer eine Herausforderung ist, wenn man mit Behörden und Ämtern zu tun hat. Lassen Sie sich nicht abwimmeln oder hinhalten. Wehren Sie sich! Zeigen Sie, dass man mit Ihnen rechnen muss.

Hören Sie sich unterschiedliche Meinungen an, reden Sie mit mehreren Personen, holen Sie sich Hilfe und Unterstützung. Notfalls auch direkt bei dem zuständigen Sachbearbeiter oder dessen obersten Vorgesetzten. Lassen Sie sich bei Gesprächen begleiten. Viele Ohren hören mehr als zwei.

Uns ist allen klar, dass gewisse Regeln und Gesetze eingehalten werden müssen, damit ein Zusammenleben möglich ist. Uns ist genauso bewusst, dass wir nicht immer Recht bekommen – auch wenn das Recht auf unserer Seite ist.

Bitte wägen Sie ab, ob es die (Lebens-)Zeit, die Energie und vielleicht sogar das Geld wert ist, eine Durchsetzung erzwingen zu wollen. Hier geht es nicht darum, klein bei zu geben, sondern zu erkennen, wann es nichts mehr bringt. Gute Berater werden Ihnen entsprechend beistehen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

Mein Wunsch für Sie: Bleiben Sie respektvoll und lassen Sie sich gleichermaßen so behandeln!

Autor: Susanne Faber
Thema: Durchsetzung gegenüber Behörden und Ämtern

Webseite: http://www.erkennen-handeln-leben.de

 

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