Ratgeber Lifestyle

da Sie diesen Beitrag hier lesen, haben Sie bereits eine wichtige Hürde übersprungen. Denn Sie sind sich im Klaren darüber, dass Sie selber für ihre Zukunft vorsorgen müssen. Weder der Staat noch ihr Arbeitgeber (falls Sie angestellt sind) kümmert sich um Ihr finanzielles Wohlbefinden im Alter. Dies ist aber kein Grund, sich zu sorgen oder gar den Kopf in den Sand zu stecken. Denn es ist viel einfacher als Sie wahrscheinlich vermuten, clever zu sparen, vorzusorgen und angespartes Kapital sicher und rentierlich in Sachwerte wie Aktien anzulegen.

geldanlegen aktien

Leider sind die allermeisten Deutschen ausgesprochene Investitions- und Aktien-Muffel und legen ihr sauer verdientes Geld lieber in niedrigverzinste Sparbriefe und Versicherungsprodukte an - also in die Schulden anderer Menschen und Organisationen. Wirklich tragisch ist aber meiner Meinung nach, dass speziell Deutschland mit seinen vielen Weltmarktführern zu denjenigen Ländern gehört, in denen die Bürger jahrzehntelang systematisch durch teure und teils staatlich geförderte Bankprodukte davon abgehalten worden sind, sich am Produktivkapital zu beteiligen. Die daraus resultierende Suppe müssen wir leider heute auslöffeln, da wir Deutsche vor allem Sparbücher, Versicherungen und festverzinsliche Anlagen besitzen, die mittlerweile kaum noch Zinsen abwerfen - dafür aber viele Risiken bieten.

Die meiner Meinung nach einfachste und sogar günstigste Methode clever in Aktien, Wertpapiere und sogar verbriefte Immobilien zu investieren, sind passive Investmentfonds, so genannte ETF`s . Insbesondere wenn Sie sich für einen regelmäßigen Sparplan . Bevor ich in die Praxis einsteige, will ich rasch zwei Begriffe erläutern. Gegebenenfalls überspringen Sie bitte den folgenden Absatz.

Exkurs ETF gegen aktive Fonds

Ein Investmentfonds bietet Ihnen die Möglichkeit, sich bereits mit einem überschaubaren Geldbetrag an einer großen Anzahl von Aktien oder auch festverzinslichen Papieren zu beteiligen. Ein Aktienfonds z. B. investiert ausschließlich in Aktien, z. B. in deutsche oder internationale Firmen. Dabei unterscheiden wir aktive und passive Fonds (ETF`s). Bei einem aktiven Fonds identifiziert ein Fondsmanager/In nach bestimmten Kriterien die seiner Meinung nach attraktivsten Aktien. Umgekehrt ist es bei einem passiven Fonds. Hier kaufen Sie mit wenigen Klicks anteilig einen ganzen Index wie z.B. das bekannte deutsche Börsenbarometer DAX. Der Vorteil ist, dass Sie auf diese Weise in vielen unterschiedlichen Top Firmen engagiert sind, Sie investieren also breit gestreut und legen nicht „alle Eier in einen Korb“. Ganz nebenbei sparen Sie sich sogar die teuren Verwaltungs- und Managementgebühren und sind dabei mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent kein bisschen schlechter als bei einem relativ teuren aktiven Aktienfonds investiert.

Wie oben bereits kurz erwähnt, ist der einfachste Einstieg in die Welt der Aktien und des Investierens ein regelmäßiger Sparplan, zum Beispiel in einen weltweit anliegenden ETF. Dann werden Sie in steigenden Märkten für ihren fixen Sparbetrag weniger Anteile erhalten als in fallenden Märkten - und natürlich umgekehrt. Darunter versteht man übrigens den so genannten „Cost-Average-Effekt“. Da aber die globalen Aktienmärkte im Durchschnitt der letzten Jahrzehnte einen moderaten Aufwärtstrend von etwa 7-8 % pro Jahr zeigen, bei gleichzeitig nur kurzen Verlustphasen, werden auch Sie mit etwas Geduld und Disziplin zu den langfristigen Gewinnern an der Börse zählen.

Wie finde ich einen günstigen Einstiegszeitpunkt für die Eimalanlage?

Vielleicht befinden Sie sich aber auch in der angenehmen Situation, einen größeren Geldbetrag anlegen zu wollen. Obwohl das Thema „Market-Timing“ umstritten und auch nicht in nur wenigen Sätzen abgehandelt werden kann, will ich Ihnen hier eine relativ einfache Technik dafür zeigen. Mit dieser können Sie sich in kurzer Zeit einen guten Einblick verschaffen, ob wir uns aktuell in einer günstigen oder eher ungünstigen Phase für eine größere Einmalanlage befinden.

Ich spreche von einer Systematik, die ihnen grafisch und systematisch veranschaulicht, ob der wichtigste Aktienmarkt der Welt eher überhitzt oder eher „überverkauft“ ist. Dabei untersuche ich hier beispielhaft, wieviel Prozent der im wichtigen amerikanischen S & P 500 Index enthaltenen Aktien sich heute oberhalb oder unterhalb des Durchschnitts der vergangenen 150 Tage aufhalten.

spxa150r stockchartsImage: Chart courtesy of StockCharts.com

Die Idee dahinter ist folgende: wenn weniger als 30 Prozent der im Index notierten Aktien oberhalb ihres gleitenden Durchschnitts der vergangenen 150 Tage handeln, ist die Stimmung schlecht. Dann sind die Medien und die wichtigsten Analysten skeptisch, viele Anleger haben nur wenig Interesse an Aktien und sind kaum investiert. Auch die großen Anleger halten eine nur geringe Aktienquote. Dies hört sich zwar negativ an, ist aber Ihre große Chance, systematisch und günstig in den Aktienmarkt einzusteigen. Denn nichts dreht sich schneller als die Stimmung an der Börse. Dann steigen die Kurse wieder und das Interesse der Anleger und der Medien nimmt zu. Natürlich genau zum verkehrten Zeitpunkt - denn oberhalb der wichtigen Marke von 70 % beginnt der Aktienmarkt allmählich wieder heiß zu laufen.

Ein Indexstand von mehr als 70 % ist zwar noch kein Verkaufsgrund - vor allem nicht, solange sich der Index noch nach oben bewegt. Grundsätzlich finden Sie die guten Einstiegsgelegenheiten aber in der unteren extremen Zone unterhalb von 30 %. Im Idealfall, wenn sich der Index langsam wieder nach oben bewegt. Denn dann ist die Stimmung nach wie vor schlecht, kaum ein Anleger vertraut in den zarten Aufschwung und nur die hart gesottenen Investoren erhöhen von der Masse unbemerkt ihre Aktienquoten.

Die Justierung des Indikators habe ich mit 150 (Handelstagen) gewählt, da dieser Zeitraum ungefähr dem eines halben Jahres entspricht. Falls Sie eher kurzfristig orientiert sind, ist die 50 -Tage- Durchschnittslinie für Sie interessanter. Als langfristiger Investor sollten Sie sich mit der auch in den Medien vielfach verfolgten 200- Tage- Linie vertraut machen.

Ich bin mir bewusst, dass es sehr viele verschiedene Techniken und Methoden gibt um an der Börse erfolgreich zu sein. Es ist aber sehr schwierig, diese in einem einzigen Gastbeitrag darzustellen. Der große Vorteil der von mir hier gezeigten Systematik ist aber, dass Sie damit ihre Emotionen im Griff behalten.

Ganz egal, was an der Börse geschieht und aus welchen Gründen die Kurse angeblich steigen oder fallen. Die Emotionen der Menschen - vor allem Angst und Gier- verändern sich nicht. Deswegen unterscheidet dieses System für Sie als privater Anleger die guten von den schlechten Einstiegsgelegenheiten und bewahrt Sie vor größeren Fehlgriffen. Vor allem schützt es Sie davor, sich von dem Getöse in Medien hin- und her schubsen zu lassen. Denn dann finden Sie niemals einen guten Einstieg in die Welt der Aktien. Und dies wiederum fände ich sehr schade, da es keinen leichteren und effizienteren Weg gibt sich an den Erfolgen und Ausschüttungen der besten Sachwerte der Welt (Aktien) zu beteiligen.

Viel Erfolg beim Investieren und herzliche Grüße aus dem Rheinland,

Ihr fairer Berater Klaus Buhl

PS: Bitte kontaktieren Sie mich, wenn Sie Fragen zum Text oder zu meinen Dienstleistungen haben. Gerne nehme ich mir auch mindestens 20 Minuten Zeit für ein Telefonat mit Ihnen, falls Sie die aktuellen Chancen und Risiken in ihrem Depot von mir überprüfen lassen wollen. Natürlich völlig unverbindlich. Hier können Sie sich auch mein Gratis-E-Book über die Philosophie des inneren Marktes abholen.

Autor: Klaus Buhl
Thema: Investieren in Aktien

Webseite: http://libra-invest.de

 

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