Zeckenjahr: Mit diesen hilfreichen Tipps sind Sie sicher unterwegs

|Anzeige| Bei schönem Wetter mit viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen verbringt man gleich noch mehr Zeit in der Natur.

zecken auf gelber blume

Ob es sich dabei um gemütliche Spaziergänge im Wald oder mehrtägige Wander-Touren in den Bergen handelt – bei beiden lauert dieselbe Gefahr: Zecken! Einmal zugebissen können die kleinen Tierchen gefährliche Krankheiten übertragen. Wie Sie sich davor bestmöglich schützen, erfahren Sie hier.

2020 – ein Zeckenjahr?

In einem sind wir uns wohl alle einig: Das Jahr 2020 hat es in sich. Neben allem anderen wird es auch als Zeckenjahr bezeichnet. Doch warum eigentlich?

‚Zeckenjahr‘ bedeutet nichts anderes als dass es in diesem Jahr besonders viele Zecken gibt. Laut Experten hängt das mit einem sehr milden Winter zusammen. So hat die Zeckensaison heuer aufgrund der ungewöhnlich warmen Temperaturen bereits im März begonnen. In Deutschland gibt es mittlerweile 164 sogenannter FSME-Risikogebiete. In diesen Gebieten wurde innerhalb einer Fünfjahresperiode eine bestimmte Häufigkeit an FSME-Fällen aufgedeckt, die auf Zeckenbisse aus diesen Stadt- und Landkreisen zurückzuführen sind.

FSME-Impfung – wann, wie oft, wozu?

Von einer Zecke gebissen zu werden, beinhaltet das Risiko der Ansteckung mit zwei gefährlichen Krankheiten: Borreliose und FSME. Während Borreliose durch Bakterien übertragen wird, ist FSME ein Virus. Gegen diesen Virus gibt es ebenso eine Impfung.

Die Abkürzung FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Dabei handelt es sich um eine Hirnhautentzündung, die sich aufs Gehirn sowie das Rückenmark ausbreiten kann. In den meisten Fällen verläuft die Krankheit ohne oder mit grippeähnlichen Symptomen, wie Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Bei einem schweren Verlauf kommt es zusätzlich zu Schluck- und Sprechstörungen, Krampfanfällen und sogar Lähmungen.

Bleibt eine FSME-Erkrankung zwar meistens ohne langfristige Konsequenzen, so kann sie trotzdem langanhaltende bis bleibende Schäden in Form von Lähmungen zur Folge haben. Entscheidend ist hierbei die Schwere des Krankheitsverlaufs. Um dieser Krankheit effektiv vorzubeugen gibt es die Möglichkeit sich dagegen impfen zu lassen. Die Grundimmunisierung geschieht mittels 3 Impfungen. Die erste Nachfolgeimpfung findet nach 1-3 Monaten, die zweite je nach verwendetem Impfstoff nach 5-12 bzw. 9-12 Monaten statt. Nach der Grundimmunisierung sollte die Impfung nach 3 Jahren aufgefrischt werden, danach reicht eine Auffrischung alle 5 Jahre. Ab dem 60. Lebensjahr wird erneut ein Abstand von 3 Jahren empfohlen.

Ob eine Auffrischung nötig ist, lässt sich anhand einer Titer-Bestimmung feststellen. Hier wird kontrolliert, wie viele Antikörper noch im Körper vorhanden sind und ob diese als Schutz vor einer möglichen Ansteckung ausreichen. Ein solcher Test ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Sie Ihren Impfpass verloren haben oder in der Vergangenheit in unregelmäßigen Abständen geimpft wurde.

Schutz vor Zeckenbissen

Ein genereller Schutz vor Zecken existiert leider nicht. Allerdings gibt es bestimmte Verhaltensweisen und Schritte, die Sie speziell bei Aufenthalten in Risikogebieten und Unternehmungen im Freien tätigen können und sollten. Im Folgenden habe ich Ihnen daher eine Liste mit Tipps bereitgestellt, die die Wahrscheinlichkeit in Zukunft von Zecken gebissen zu werden, verringert.

Tipp 1: Passende Kleidung wählen

Der wohl am einfachsten ausführbare und gleichzeitig dennoch wichtigste Tipp: Greifen Sie bei Spaziergängen und Wanderungen im Grünen zu dicht gewebter, langer Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt. Mit spezieller stichfester Kleidung reduzieren Sie die Angriffsfläche für Zecken und schützen sich gleichzeitig vor Sonnenbrand und Stichen anderer Tiere, wie etwa von Mücken.

Tipp 2: Socken über die Hosenbeine ziehen

Zecken halten sich vor allem in der Nähe des Bodens auf und sind im Grunde nicht auf einer Höhe von mehr als 1,5 Metern zu finden. Aus diesem Grund greifen sie sich überaus gern an Hosenbeinen fest, um sich von dort ausgehend ihren Weg zur Haut zu bahnen.

Um ihnen diesen Weg zu versperren, hilft es die Socken über die Hosenbeine zu ziehen. Das mag zwar modisch fragwürdig sein, doch bietet es effektiven Schutz vor Zecken. Immerhin geht Gesundheit vor Aussehen. Hochgeschlossene Wanderschuhe oder Gummistiefel schützen ebenso, nur sind Zweitere bei weiten Wanderungen nicht zu empfehlen.

Tipp 3: Hohe Gräser meiden

Gerne verstecken Zecken sich abseits von gefestigten Wegen. Eine besondere Vorliebe haben sie für hohes Gras und Unterholz. Dort ist quasi ein Zecken-Hotspot, weshalb man hier besonders vorsichtig sein sollte.

Tipp 4: Gesamter Körper-Check nach Aufenthalt im Freien

Nach einer Wanderung sollten Sie Ihren gesamten Körper einer sorgfältigen Kontrolle auf Zecken unterziehen. Speziell dünne, warme Hautstellen sind oft betroffen. Vergessen Sie deshalb nicht in den Kniekehlen, im Schritt sowie im Bauch- und Brustbereich zu schauen.

Bei Kindern sollte zusätzlich der Kopf und Nacken kontrolliert werden, da die Zecken aufgrund deren geringerer Körpergröße hier angreifen können.

Tipp 5: Zecken schnell entfernen

Um Zecken schnellstmöglich entfernen zu können, hilft es eine Zeckenkarte oder Pinzette mitzuführen. Das Tragen heller Kleidung macht Zecken zudem leichter sichtbar, wodurch sie schneller entdeckt werden können. Das ist im Zusammenhang mit Borreliose besonders wichtig, da sich deren Erreger erst nach mindestens 12 Stunden auf den Körper überträgt.

Fazit: Sicher durchs Zeckenjahr

2020 wird vermutlich nicht das letzte Zeckenjahr bleiben. Die Zunahme an milden Wintern aufgrund der Klimaerwärmung führt langfristig dazu, dass sich die Zecken weiter ausbreiten und sich auch in nördlichen Gebieten ansiedeln werden. Mit diesen Tipps sind Sie dafür bereit und wissen, wie Sie sich effektiv vor Zecken schützen. 

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