Wer sich selbst bei seinen Aufgaben gut motivieren kann, wird sein Ziel schneller und besser erreichen können. Egal ob beruflich, sportlich, in privaten Angelegenheiten oder bei bestimmten Herausforderungen – dein Eigenantrieb entscheidet mit darüber, wie erfolgreich du sein kannst und wirst.

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Keine Chance dem „Blues“

Wer kennt nicht die Momente, in denen der Antrieb fehlt. Wo das Wetter oder schlechte Laune einem einen Strich durch die Rechnung machen. Wo man sich einfach nicht aufraffen kann und auf der Stelle tritt. Wenn wichtige Aufgaben geschoben werden, anstatt sie direkt zu erledigen. Damit ist jetzt Schluss! In diesem Beitrag erhältst du viele praktische Tipps, die du leicht umsetzen kannst. Ziel dieser ist es, dich selbst richtig gut motivieren zu können, um alle deine Lebensaufgaben und -tätigkeiten erfolgreich absolvieren zu können. Wir starten:

Was genau muss ich tun? 

Oftmals entscheiden wir uns, Unsinniges zu machen, während die wirklich wichtigen Dinge liegen bleiben. Daher solltest du immer, bevor du etwas Neues startest, genau überlegen: Wie wichtig ist das? Muss, soll oder kann es erledigt werden? Die Aufgaben, welche in dieser rein sachlichen Betrachtung die höchste Priorität einnehmen, sind die wichtigsten. Diese heißt es anzupacken. Gerne kannst du auch alle To Do´s, die dir einfallen, auflisten. Danach bewertest du jede Aufgabe einzeln. 5 Punkte bedeuten sehr wichtig. 1 Punkt bedeutet relativ unwichtig. So siehst du schnell, was wirklich getan werden muss. Damit startest du. Unwichtigeres kannst du abdelegieren, verschieben oder gar streichen.

Was ist meine größte Motivation?

Weißt du das überhaupt? Strengst du dich an für Geld, für Anerkennung, für Ruhm, für Wissen, um dir selbst oder anderen etwas zu beweisen? Es muss einen Haupttriebauslöser in dir geben, der dir bisher in deinem Leben geholfen hat, schon so vieles zu erreichen. Definiere ihn. Und nutze ihn. Diese Ressource gibt dir die Kraft und den Willen, deine Ziele zu erreichen, sie motiviert dich. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch demotivierende Faktoren, die dir das Leben schwer machen und deinen Arbeits- und Entwicklungsprozess hemmen. Diese gilt es ebenso zu definieren. Sie tun dir nicht gut, also verbanne sie aus deinem Leben. Greife auf die positiven Motivationshelfer zurück, sie helfen dir in Form einer Selbststeuerung, deine Aufgaben so zu gestalten, dass du sie mit Spaß und Freude schaffst.

Helfen mir Visualisierungen?

Die Kraft der Visualisierung ist eine sehr mächtige. Unter Visualisierung verstehen wir das bildliche Vorstellen einer bestimmten Situation oder eines konkreten Zieles. Zum Beispiel, wie du deine Aufgabe X meisterst. Stelle dir hier, bevor du dich an jene Aufgabe machst, vor deinem geistigen Auge vor, wie du diese mit Freude und Elan erfolgreich anpackst und zu deiner und aller Zufriedenheit erledigst. Siehe dich als Sieger und nimm auch die Glücksgefühle in dir wahr, die bei der Vorstellung, dass du es geschafft hast, entstehen: Lob, Stolz, Jubel, Dankbarkeit, Freude etc. Auch eventuell auftretende Hindernisse, die dir auf deinem Weg entgegentreten werden oder könnten, kannst du visualisieren. Stelle dir vor, wie du alle ggf. auftretenden Probleme überwindest und gestärkt weiter deinen Weg zum Ziel gehst.

Wie optimiere ich meine inneren Programme?

Dein Denken bestimmt dein Handeln. Suggestionen sind stärker als du denkst. Negative Suggestionen wie „Ich schaffe das sowieso nicht“ oder „Ich kann mich nicht konzentrieren darauf“ behindern und blockieren dich. Sie schwächen deine Leistungsfähigkeit und deine Motivation. Wenn du zu viel negatives Gedankengut hast, programmierst du dich fehl, all deine Aufgaben nicht zu schaffen, zu scheitern, keine Lust darauf zu haben, unmotiviert zu sein etc. Wir brauchen genau das Gegenteil. Um die negativen Programme in dir loszuwerden, kannst du diese destruktiven Glaubenssätze aufschreiben und danach das Blatt Papier zerreißen oder verbrennen. Stattdessen prägst du dir neue, positive Suggestionen in dein Denken ein. Optimiere deine inneren Programme mit den Formeln, wie es sein soll: „Ich schaffe das“ oder „Ich erreiche meine Ziele“ oder „Motiviert und voller Tatendrang gelingt mir alles, was ich mir vornehme“ können hilfreiche Standard-Positivprogramme sein, oder du entwickelst gezielte positive Formeln auf deine jeweiligen Aufgaben hin. Je öfter du dir diese positiven Suggestionen vorsagst, desto besser kannst du sie verinnerlichen und desto effektiver können sie wirken.

Helfen mir Belohnungen?

Und wie! Motivieren durch Belohnungen ist eine sehr effektive Technik. Überlege, mit was du dich bei erfolgreichem Abschluss deiner Aufgabe belohnen möchtest: Ein Kinobesuch, eine DVD, ein Thermenabend, eine Massage, ein neues Kleid, ein Körperpflegeset etc. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Setze die Dinge ein, auf die du dich wirklich freust und dir du dir sonst vielleicht nicht einfach so mal gönnst. Um dem ganzen noch mehr Schwung zu verleihen, verschriftliche den Deal. Auf der linken Seite formulierst du kurz, knapp und präzise deine Aufgabe, und rechts daneben deine Belohnung, die du dir gönnst, wenn du die Aufgabe erfolgreich gemeistert hast. Und setze das dann feierlich in die Tat um. Belohnungen stimulieren und motivieren uns ungemein, daher nutze dieses Goodie-Prinzip und schlage somit zwei Fliegen mit nur einer Klappe.

Soll ich mir Zeitdruck schaffen?

Eine Deadline ist sehr empfehlenswert, denn sie hilft dir, deine Aufgabe nicht ewig zu schieben, sondern mit einem Zieltermin zügig anzupacken. Zeitdruck lässt besondere Kräfte freiwerden und walten. Wenn es wirklich eng wird und du dir oder anderen etwas bis zu einem Fixtermin versprochen hast, wirst du dir keine Blöße geben wollen, und schon widmest du dich gezielt und effektiv deiner Aufgabe. Dazu musst du natürlich im Vorfeld entsprechende Termine setzen. Überlege gut, für welche Aufgabe welches Zeitfenster angemessen und machbar ist, und halte sowohl die Aufgabe als auch das Erledigungsdatum schriftlich fest. Somit gibt es keine Ausreden mehr. Selbstgesetzte Termine motivieren stärker als von außen gesetzte oder gar keine. Eine gute Idee ist es, größere Projekte in Teilaufgaben zu unterteilen und auch für diese einzelne Termine festzulegen. So bist du stets im Zeitplan und kannst pünktlich mit allem fertig werden.

Wie sieht ein Tages- oder Wochenplan aus?

Ein Tages- oder Wochenplan ist im Zeitmanagementsektor ein wichtiges Utensil, um 1. einen guten Überblick über alle Termine zu bewahren und 2. eine effiziente Struktur in den Tag zu bekommen. Plane den nächsten Tag bereits am vorigen Abend genau: Welche Termine und Aufgaben hast Du? Welche sind wichtig, welche sind freiwillig? Welche lassen sich kombinieren, welche nicht? Welche sind termingebunden, welche sind flexibel? Dann stelle dir den Tagesplan zusammen. Wenn du weiter planen magst und kannst, empfiehlt sich ein Wochenplan, wo du bereits ein Grundgerüst für die gesamte siebentägige Woche erstellst, das du natürlich täglich updaten und ergänzen kannst. Geschafftes kannst du streichen oder mit einem fetten Häkchen versehen. Plane auch stets eine kleine Pufferzeit zwischen den Terminen ein, sodass du nicht in Zeitdruck oder Stress kommst.

Welche Rolle spielt dabei meine eigene Wertschätzung?

Anerkennung und Wertschätzung sind zwei grundlegende Faktoren, die über deine Motivation mitentscheiden. Applaus von außen ist zwar schön, aber nicht jederzeit zu erwarten. Daher ist es wichtig, dass du dich selbst wertschätzt und dich selbst loben kannst, wenn du eine Aufgabe erfolgreich abgeschlossen hast. Erkenne deine Leistungen an, vor allem, wenn du eine schwierige Sache erledigt hast. Nur wenn du dich selbst loben kannst, können und werden dies auch andere tun. Ein eigenlöblicher Abschluss einer Aufgabe macht gleich Mut, mit der nächsten Herausforderung zu beginnen. Du kannst das positive Gefühl weitertransportieren.

Was soll ich tun, wenn einmal alles nichts hilft?

Nehmen wir an, du hast obige Punkte gut in dein Leben integrieren können. Herzlichen Glückwunsch dazu. Sie haben dir enorm dabei geholfen, dich besser und zielstrebiger motivieren zu können. Aber dieses eine Mal helfen sie – verdammt noch mal – leider nicht. Vielleicht liegt es an der blöden Aufgabe, vielleicht an dir, vielleicht an etwas ganz anderem. Was dann tun? Nichts, ist die befreiende Antwort. Bevor du stundenlang dich quälst und zu keinem Ziel kommst, ist es manchmal klüger, damit aufzuhören und abzuschalten. Gönne dir eine wohlige Auszeit: Gehe zum Beispiel früher schlafen, nimm ein warmes Bad, höre eine tolle CD, lies ein spannendes Buch, lasse dir die Haare schneiden, mache eine Entspannung, einen Spaziergang etc. Nimm Abstand vom Projekt und widme dich dann später oder am nächsten Tag in aller Frische und mit neuer Motivation und klarem Kopf der Angelegenheit. So sind dann wieder die gewohnten Erfolge möglich.

Fazit

Die hohe, aber dennoch für alle (willigen) Menschen gut umsetzbare Kunst der Selbstmotivation kann auch dir dabei helfen, deine Ziele besser zu erreichen. Prüfe, welche Punkte dich am meisten ansprechen und integriere diese ab heute in dein Leben. Mit jenem neuen Input hast du viel bessere Voraussetzungen als bisher. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Umsetzung!

Autor: Abbas Schirmohammadi
Thema: Wie kann ich mich motivieren
Webseite: http://www.abbas-schirmohammadi.de

Autorenprofil Abbas Schirmohammadi:

Abbas Schirmohammadi Heilpraktiker für Psychotherapie, High Performance Coach, Mentaltrainer. Arbeitet mit seiner eigenen Methode der Lösungsorientierten Visuellen Psychotherapie. Autor zahlreicher Entspannungs- und Coaching-CDs sowie psychologischer Fachbücher. Assistent der Geschäftsleitung und Dozent der Paracelsus Heilpraktikerschulen für Naturheilverfahren. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! http://www.abbas-schirmohammadi.de

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