Immer häufiger erreichen mich in meiner Praxis Hilferufe dieser Art. Die Besitzer beklagen Fehlverhalten, angespanntes oder gar aggressives Verhalten anderen Tieren, oder aber noch viel schlimmer, sich selber oder Menschen gegenüber.

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Anfänglich kann es nur in bestimmten Situationen zu solchen Übersprungshandlungen kommen. Später treten diese Situationen immer öfter und auch unterschiedlich auf. Das Tier steigert sich also IMMER MEHR in sein „unerwünschtes“ Verhalten rein.

Dabei sollte doch unser Tier der Ruhepol in unserem Leben sein und uns Kraft und Energie geben. Statt sie uns zu nehmen.

Angespanntes Verhalten. Was ist das?

Angespanntes Verhalten kann sich zum Beispiel in Unruhe (umhertiegern), Schlaflosigkeit oder Schreckhaftigkeit äussern. Oft sind die Tiere auch immer „auf dem Sprung“ (Pferde die wie ein Flitzebogen unter dem Reiter gespannt sind) und können nie ganz Abschalten. Das lässt sich unter anderem am permanentem Ohrenspiel sehr gut erkennen. Bei einem Tier, welches der Meinung ist immer und auf jeden Aufpassen zu müssen, sind die Ohren immer auf Empfang gestellt und bewegen sich ohne Unterlaß in alle Richtungen.

Hunde, die ihre Herrchen oder Frauchen permanent Maßregeln, Bewachen und der Gleichen. Solch eine Maßregelung zeigt sich z.B. in Anspringen, in die Füße oder Arme beissen, wenn der Mensch in Bewegung ist.

Katzen zeigen ihren Unmut im Schlagen mit dem Schwanz, durch Knurren und Fauchen. Aber auch das allgemein beruhigende Schnurren kann ein Zeichen von Angespanntheit sein. Denn Katzen schnurren häufig um sich selber in Stresssituationen zu Beruhigen und zum Entspannnen.

Woher kommen solche gravierenden Veränderungen?

Als Ursache kommen viele verschiedene und nie nur ein Faktor allein in Frage. In der Regel ist Streß der häufigste Auslöser für ein unausgeglichenes und später auch gereiztes Verhalten.  Aber Streß ist nicht gleich Streß. Und auch hier muss man differenzieren woher der Streß ursächlich kommt.

Umwelteinflüsse

Den Einfluß unserer Welt in der wir heute leben darf man nicht unterschätzen. Geprägt von Hektik und Zeitmangel, umgeben von ungesunder Strahlung (WLAN, Elektrosmog, Bluetooth, Mobilfunk usw.) und auch Belastung durch geopathische Gegebenheiten (Wasseradern, Gesteinsverwerfungen) können zu solchem Verhalten der Tiere führen. Gerade die Strahlenbelastung und auch der Einfluss von Wasseradern lassen sich nicht wahrnehmen und werden daher häufig unterschätzt.

Auch ein hektischer Lebenswandel überträgt sich nur all zu gern.

Wie heißt es so schön, unsere Tiere spiegeln uns wieder.

Was aber auch nicht zu vernachlässigen ist, ist die Ernährung unserer Fellnasen. Gerade das konventionelle Futter der Industrie ist mit allen möglichen Zusätzen angreichert. Von Konservierungsstoffen über Geschmacksverstärker bis hin zu Zuckerbomben. Es kommt alles darin vor und kann schnell mal im Laufe eines Lebens zu Allergien und Futtermittelunverträglichkeiten führen. Nichts ist quälender als ein permanentes Jucken oder Bauchschmerzen die einen mürbe machen.

Organische Ursachen

Zum Faktor Streß gesellt sich in aller Regel auch eine oragnische Ursache. D.h es liegt eine Erkrankung vor die es mediznisch abzuklären gilt. Denn das kennen wir doch von uns selbst. Wenn wir uns körperlich eingeschränkt fühlen und es uns nicht gut geht legen auch wir Menschen ein unausgeglichenes und teilweise gereiztes Verhalten an den Tag.

Hierbei spielt Schmerz eine wichtige Rolle.

Also bitte auch immer an ein Schmerzgeschehen bei euren Tieren denken!

Genauso kann auch eine Störung der Schilddrüsenfunktion eine Ursache mit sein.

Denn ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt kann unter anderem zu Unruhe und eventueller Reizbarkeit führen.

Lebenswandel

Nicht nur Hektik im Alltag kommt als Auslöser in Frage. Vielmehr leiden unsere Haustiere oft unter Langeweile und Unterforderung. Spaziergänge die aus Zeitmangel möglichst kurz gehalten werden, Wohnungskatzen, die keine Beschäftigung durch den Besitzer als Ausgleich zum mangelnden Freigang bekommen. Pferde, die als Bewegungstiere stundenweise aufs Paddock oder Wiese dürfen. Oder noch schlimmer 24 Stunden in der Box gehalten werden und für 1 Stunde am Tag unter dem Reiter „arbeiten“ dürfen.

Stellt euch vor ihr müßtet so leben.

Da würden wir auch Verhaltensauffällig werden.

Auch das Miteinander in einer Pferdeherde oder dem Hunderudel kann Streß für den einen oder anderen Vierbeiner bedeuten.

Angeborenes Verhalten

Keiner kann aus seiner Haut flüchten. Auch nicht unsere Tiere. Was uns Vater und Mutter mit auf den Weg des Lebens geben bleibt uns für immer erhalten. Eine geringere Toleranz stressigen Situatuionen gegenüber kann auch angeboren sein. Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Angespanntheit, Explosivität und vieles mehr gehört auch zu dem Charakter eines Tieres.

Und mal ehrlich, wer möchte schon einen vierbeinigen Weggefährten ohne Charakter?

Also ich jedenfalls nicht!

Aber auch Erlebnisse in der kindlichen Prägephase beeinflussen das spätere Verhalten. Was in den ersten Lebensmonaten erlebt und erlernt wird bleibt ein Leben lang hängen. Positives wie negatives.

Was kann ich tun?

Nun, dauerhaftes, auffälliges Verhalten sollte immer medizinisch bzw. verhaltenstherapeutisch abgeklärt werden.

Als Besitzer kann man aber schonmal im Vorfeld für sich analysieren welche Streßfaktoren im Leben des Tieres eine Rolle spielen.

Ist es zum Beispiel die Haltungsform, so sollte diese überdacht und geändert werden.

Ist es die Konstellation der Herde? Dann zieht eventuell einen Stallwechsel in Betracht. Schläft der Hund oder die Katze direkt neben dem WLAN – Router? Dann wählt einen anderen Schlafplatz für euren Liebling.

Sicher kann man auch selber einiges an homöopathischen Medikamenten, Kräutern oder Bachblüten ausprobieren.

Langfristig gesehen ist es aber sinnvoll einen Therapeuten zu Rate zu ziehen. Durch Heilpraktik in all ihren Facetten und/oder Verhaltenstherapie kann Reizbarkeit, Anspannung, Ängstlichkeit usw. schnell und deutlich zum Positiven verändert werden.

Wie kann eine Behandlung aussehen?

Nun, die Behandlung kann sehr unterschiedlich ausfallen. Je nach Patient, Besitzer und Problematik gibt es verschiedene Ansätze. Denn eine Therapie sollte immer ursachenorientiert und individuell auf das Tier abgestimmt sein.

Eine Möglichkeit sind Bachblütenmischungen. Diese Essenzen wirken speziell bei psychischen Problemen.

Mit Homöopathie kann ein ganzer Symptomenkomplex, also mehrere Beschwerden auf einmal, teilweise erfolgreich therapiert werden.

Aber auch Bioresonanz, Phytotherapie (Kräuter), anthroposophische Medizin, Akupunktur,  Schüssler Salze, Aromatherapie usw. Es lässt sich für jedes Problem und Tier eine Methode der Behandlung finden. Oft ist es auch eine Kombination die den gewünschten Erfolg bringt.

Wichtig ist es nur nicht zu lange mit einer Behandlung zu warten. Je länger man wartet und überlegt ob ja oder nein, desto mehr und mehr festigt sich das Verhalten. Eine Behandlung dauert dann unter Umständen länger und wird erfahrungsgemäß auch kostenintensiver.

Autor: Birthe Ratzow, Tierheilpraktikerin
Thema: Hilfe, mein Tier ist unausgeglichen und gereizt
Webseite: https://thpnaturamedica.jimdo.com

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