Man kennt das ja: Mal eben zum Sport aufbrechen oder freudig der Gartenarbeit frönen. Es macht einen Heidenspaß und du denkst dabei kein bisschen an Schmerzen. Eben weil es sich so easy anfühlt.

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Am nächsten Tag kommt Katerstimmung auf. Es zwickt und zwackt oder anders gesagt: Heftiger Muskelkater plagt dich. Auch wenn der recht harmlos ist, schmerzt er ganz schön. So mancher kann sich dabei sogar kaum bewegen.

Die gute Nachricht vorweg: Es gibt Mittel und Wege, wie du ihn schnell wieder loswerden kannst. Dazu gleich mehr. Viel schöner aber wäre es doch, wenn er gar nicht erst anklopft. Und dafür kannst du im Vorfeld prophylaktisch einiges tun. Darunter mit Sicherheit Dinge, auf die du so nicht gekommen wärst.

Was genau ist Muskelkater eigentlich?

Ganz einfach: eine schlichte Übersäuerung. Und die muss dein Körper nun irgendwie loswerden. Daher möchte ich dir zunächst die Zusammenhänge erklären, wie der menschliche Körper mit Übersäuerung grundsätzlich umgeht.

Dein pH-Wert im Blut liegt zwischen 7.36 – 7.44. Nun ist der Körper ja aber ständigen Einflüssen ausgesetzt. Da er den Pegel im Blut aber konstant auf diesem Niveau halten muss, hat er sich etwas Cleveres einfallen lassen. Es nennt sich Puffersystem. Damit wird dein pH-Wert intelligent reguliert. Und das geschieht über das Blut, die Lunge, Niere, Leber und Knochen. Das kannst du durch dein Verhalten unterstützen – im Gegensatz dazu aber auch durch Unwissenheit und gewisse Gewohnheiten „boykottieren“. Im letzten Fall kriegst du bei körperlicher Anstrengung schneller Muskelkater.

Ein Auto ohne Öl pfeift aus dem letzten Loch

Wenn deinem Körper wichtige Dinge fehlen, ist das wie bei einem Auto ohne Öl. Damit kannst du vielleicht noch eine Weile fahren. Das geht aber doch sehr an die Gesamtsubstanz und irgendwann eben gar nichts mehr.

Daher hier meine Tipps, mit denen du Muskelkater langfristig verringern bzw. ganz vermeiden kannst. Damit sorgst du sozusagen für immer guten „Ölstand“ – und alles läuft wie geschmiert. Auch dann, wenn dein Körper bei Sport Höchstleistung erbringen soll:

1. Trinkverhalten

Achte darauf, ausreichend zu trinken, und zwar stilles Wasser, gern mit frischen Kräutern wie Minze, Zitronenmelisse usw. aufgepeppt – oder auch Kräutertee. Alles andere schmeckt zwar lecker, unterstützt deinen Körper im Sinne von „hochwertigem Öl“ jedoch nicht – das gilt auch für Mineralwasser mit Kohlensäure. Kohlensäure ist im Sinne des Basen-Säurehaushalts eher kontraproduktiv.

2. Kaffeegenuss

Ohne Kaffee bist du nur ein halber Mensch? Ja, das geht vermutlich den meisten so und natürlich sollst du deinen Kaffee weiterhin genießen. Wie bei allem kommt es hier auf die Dosis an. Schaue lediglich, dass die Gesamtmenge pro Tag nicht überhandnimmt.

3. Weißmehlprodukte, Zucker, Fleisch

Ähnlich wie beim Kaffee. Reduziere das ein bisschen oder ersetze es durch Alternativen.

4. Mineralstoffe und Vitamine

Volle Leistung braucht die volle Ladung Energie. Sorge durch eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung für einen täglich ausreichende Aufnahme aller Vitamine und Mineralstoffe. Ergänzen kannst du das mit hochwertigen Nahrungsergänzungsmittel.

Soforthilfe bei Muskelkater – so wirst du ihn los

Vermutlich wirst du genau in diesem Moment von Muskelkater geplagt. In dem Fall nützen dir die prophylaktischen Ratschläge erst mal nichts. Soforthilfe ist gefragt, und die bekommst du jetzt:

1. Trinke viel!

Das wirkt wie eine Art Verdünnung der übersäuerten Muskeln und die Abfallprodukte können deinen Körper schneller verlassen.

2. Sauna / Dampfbad

Gehe in die Sauna oder ins Dampfbad. Auch dadurch finden die Abfallprodukte der Übersäuerung schneller ihren Weg aus deinem Körper.

3. Fußbad / Vollbad

Gönne dir ein Vollbad oder Fußbad mit basischem Salz. Falls du keines zu Hause hast: Besorge dir das für den Notfall. Das kannst du immer gut gebrauchen.

4. Igelball

Massiere die schmerzende Stelle mit dem Igelball, mache dabei kreisende Bewegungen. Du hast außer Muskelkater auch noch Rückenschmerzen? Dann hier ein Geheimtipp für dich: Durch deine Fußsohlen verlaufen zahlreiche Akupressurpunkte. Wenn du diese stimulierst (massierst), lassen die Schmerzen im Rücken meistens nach. Lege den Igelball dazu auf den Fußboden, stelle den linken Fuß darauf und massiere deine komplette Fußsohle durch kreisende Bewegungen. Es darf ruhig Schmackes dahinter sein, also gern mit etwas Druck. Bestimmte Punkte an der Fußsohle tun dir dabei weh? Das ist gut, denn dann bist du an der richtigen Stelle angekommen. Verweile an diesen ca. 30 - 60 Sekunden. Versuche dabei, mit so viel Druck zu massieren, dass du es gerade noch gut aushalten kannst. Danach wechsele zur rechten Fußsohle – pro Seite insgesamt etwa 3 - 5 Minuten.

5. Leichte Aktivität statt Schonung

Auch wenn du dich am liebsten im Bett verkriechen würdest und dich so wenig wie möglich bewegen magst. Leichte Bewegung wird dir helfen. Mache beispielsweise einen Spaziergang. Dein Stoffwechsel kommt in Gang und dankt es dir damit, dass er die übersäuerten Abfallprodukte schneller abbaut.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Umsetzen. Wenn du Fragen hast, kannst du mich jederzeit kontaktieren.

Autor: Frank Pudel
Thema: Wie bekommt man Muskelkater schnell weg
Webseite: https://fragdenpudel.de

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