Die Zivilisationskrankheiten haben längst auch unsere Haustiere erreicht. Schätzungsweise jeder 5. Hund ist Allergiker.

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Plötzlich reagiert das Tier auf harmlose Stoffe wie Pollen, Stäube oder Nahrungsmittelbestandteile allergisch. Die Ursachen dafür liegen - wie beim Menschen auch - oft in die Lebensbedingungen unserer Zeit. Ein sehr großer Anteil daran hat die falsche Ernährung. Eine Futtertüte mit Trockenfutter aus dem Supermarkt aufzureißen, ist sehr bequem und geht schnell, hat aber nicht viel mit artgerechter Fütterung zu tun. Solch eine Tierernährung ist eine Art Hund-Fast-Food, sie enthält nichts Frisches. Herkunft und Qualität der Rohstoffe kann aufgrund der fehlenden Transparenz bei vielen Produkten nicht wirklich beurteilt werden. Was an Nährstoffen fehlt oder durch den Produktionsprozess verloren geht, wird künstlich zugesetzt. Auf Dauer ersetzt dies aber nicht eine natürlich und damit artgerechte Ernährung der Tiere.

Jedes Kind lernt schon im Kindergarten, dass die Nahrung frisch und bunt sein sollte, also abwechslungsreich mit hohen Anteil unverarbeiteten Zutaten, also so natürlich wie möglich. Warum glauben wir eigentlich, dass es bei unseren Hunden anders wäre? Die Werbung für die schnelle Hundeernährung schaut einfach so toll aus: gesunde, fitte Hunde mit ihren glücklichen Besitzern. Und alles nur, wenn man dieses oder jenes Futter füttert. 

Die Realität sieht leider anders aus. Viele Hunde zeigen Beschwerden wie Juckreiz, ständige Ohrentzündungen, Haut- und Fellprobleme, Verdauungsprobleme wie Blähungen, Durchfall oder Erbrechen. Oft ist die Ursache eine Futtermittel-Allergie oder Futtermittel- Unverträglichkeiten. Im Unterschied zur Unverträglichkeit ist bei der echten Allergie das Immunsystem mitbeteiligt. Die Symptome unterscheiden sich aber nicht.

Juckreiz – das häufigste Symptom

Der Hund knabbert an seinen Pfoten, kratzt sich ständig an den Ohren oder schleckt sein Fell immer wieder ab. Der Juckreiz alleine wäre ja schon schlimm genug, doch gesellen sich sehr oft auf die angegriffene Haut auch noch Erreger, die eine Infektion mit sich bringen. Durch das ständige Kratzen kann die Haut nicht heilen, ein Teufelskreis beginnt. Medikamente dagegen helfen oft nur kurzfristig. Für die dauerhafte Genesung muss die Ursache gesucht werden.

Der tierische Organismus reagiert oft auf die Proteine des Futters (Rind, Huhn, Ente, Pute, …), aber auch auf Stoffe, die aus anderen Gründen Futterbestandteil sind wie z. B. Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Aromen, Verdickungsmittel, Geliermittel, …. Viele Stoffe sind nicht oder erst ab einer bestimmten Menge deklarationspflichtig und müssen daher nicht aufgeführt werden. Dies gilt ebenso, wenn der Hersteller fertige Mischungen (z. B. zur Vitaminisierung) verwendet. 

Meist ist die Futtermittelunverträglichkeit erst das vorläufige Ende einer Ursachenkette. Es beginnt mit den Nähr- oder Vitalstoffen (Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen). Der Hund bekommt nicht alle Nährstoffe in ausreichendem Maße oder in der richtigen bioverfügbaren Form. Ein Mangel entsteht. Enzyme haben unter anderem als Bausteine Vitalstoffe und Aminosäuren. Sind diese nicht als Rohstoff im Körper in der richtigen Menge vorhanden, werden die Enzyme nicht ausreichend gebildet oder ihre Wirksamkeit ist herabgesetzt. Das führt z. B. im Verdauungstrakt dazu, dass die Futtermittel nicht in dem erforderlichen Maß zerkleinert und aufgeschlossen werden können, um vom Darm vollständig ausgewertet zu werden. So werden Nahrungsbestandteile in den Darm transportiert, der sie in dieser Form nicht ausreichend weiterverarbeiten kann. Oft entstehen dadurch chronischen Entzündungen im Verdauungstrakt. Die Beschwerden sind häufig Juckreiz, wiederkehrende Durchfälle, Blähungen und/oder auch Erbrechen. Die Folge dieser schlechten Nahrungsauswertung verstärkt wiederum den Vitalstoffmangel, selbst bei gut gefülltem Napf.

Dazu kommen die vielen Medikamente und Chemikalien, die der Hund geradezu ständig verabreicht bekommt. Wurmkuren, die ohne Grund verabreicht werden, schädigen in hohem Maße den Darm und seine wichtigen Bewohner: die Darmbakterien (Mikrobiom). Viele Tierbesitzer wissen auch nicht, dass diese Kuren nicht vorbeugend helfen und auch keinen Langzeitschutz bis zum nächsten Termin haben. Wurmkuren wirken bestenfalls nur gegen Parasiten, die sich zum Zeitprunkt der Einnahme im Körper befinden. Nimmt der Hund beispielsweise zwei Wochen nach der Wurmkur durch Beschnuppern des Kots eines Eidgenossen wieder Wurmeier auf, ist der Hund schon nicht mehr durch die Kur geschützt. Außerdem züchten wir uns mit diesem Wurmkuren-Konzept nach dem Gießkannenprinzip eine große Zahl an Resistenzen gegenüber den Parasiten. Viele Präparate haben jetzt schon nur noch eine geringe Wirkung gegen die Schädlinge. 

Alternativ gibt es das Konzept der selektiven Entwurmung. Dabei wird erst eine Kotprobe ins Labor eingeschickt und auf Wurmeier untersucht. Erst bei dem Nachweis eines Befalls wird eine Wurmkur gegeben. So bekommt das Tier die Entwurmung nur, wenn sie auch wirklich gebraucht wird: bei einem Wurmbefall. Der beste Schutz gegen Würmer und andere Erreger ist ein intaktes Immunsystem mit einem gesunden Magen-Darm-Trakt durch artgerechte Ernährung. Wurmkuren gibt es erst seit ca. 50 Jahren, ebenso die industrielle Hundenahrung. Ein zufälliges Zusammentreffen? Die Natur hat sich vorher auch selbst geholfen. Hätten die Hunde sonst bis in die heutige Zeit überlebt?

Auch die häufigen Impfungen belasten den Organismus der Hunde sehr. Bei vielen Präparten reicht die Wirksamkeit der Impfung weit über das jährliche Auffrischen hinaus und müsste demnach nicht so oft verabreicht werden. Manche Impfungen schützen auch nachweislich nicht sicher vor der Infektion. Hier sollten wir Halter uns gut informieren und dann ganz bewusst Abwägen zwischen möglichen Nutzen und möglichen Schaden. 

Auch die Umweltverschmutzung und die Schädlingsbekämpfungsmittel in der Landwirtschaft und auch in den privaten Gärten haben immer mehr zugenommen. Diese Belastungen müssen nicht nur vom Hund verkraftet werden.

Selten ist es eine Ursache, die eine Allergie oder Unverträglichkeit auslöst. Meist ist es ein Sammelsurium verschiedenster Gründe, die irgendwann je nach Lage des Immunsystems und der Gesamtkonstitution des Tieres zu den allergischen Reaktionen führt. Dann ist es der berühmte Tropfen, der zu viel ist und das gutgefüllte (Belastungs-) Fass zum Überlaufen bringt.

Bei der Suche nach der Ursache leistet die Bioresonanzanalyse sehr gute Dienste. Dadurch können Erreger- und Schadstoffbelastungen erkannt werden, ebenso wie Ungleichgewichte in den Vitalstoffen oder im Säuren-Basen-Haushalt. Die verschiedenen Organsysteme können energetisch auf Blockaden getestet werden. Das liefert wertvolle Hinweise auf die Ursache der vorliegenden Allergie oder Unverträglichkeit. Außerdem zeigt ein BioresonanzFuttermitteltest, welche Futter- bzw. Nahrungsmittel für das Tier geeignet sind oder welche das Tier eher belasten. Auch wenn die Bioresonanztherapie von der Schulmedizin (noch) nicht anerkannt wird, kann sie vielfach den Tieren helfen, wieder ins gesundheitliche Gleichgewicht zu kommen.

Autor: Ulrike Müller
Thema: Allergien und Futtermittelunverträglichkeiten beim Hund
Webseite: http://ulrike-mueller.com

Autorenprofil Ulrike Müller:

Tierheilpraktikerin, Bioresonanztherapeutin und Tier-Ernährungsberaterin

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