Erfolg beschreibt im Wesentlichen, dass eine Konsequenz oder ein Effekt durch Handeln „erfolgt“.

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Der Begriff „Erfolg“ scheint sehr stark geprägt zu sein durch gesellschaftliche, wirtschaftliche oder wissenschaftliche Mythen oder Trends. Glaubt man soziologischen Erkenntnissen galt man vor bis zu 20 Jahren noch als erfolgreich, wenn durch die Handlungen Reichtum, Statuts, Prestige und Autorität erfolgten. Scheinbar trat in den letzten Jahren eine Veränderung ein: Menschen empfinden sich als erfolgreich, wenn ihre Kreativität ausgeschöpft werden kann oder wenn sie selbstbestimmter arbeiten dürfen.  Ein wichtiges Messkriterium für Erfolg scheint auch ein Mehr an Zeit zu sein, die immer mehr Menschen für sich nutzen wollen.

Ich wollte in der Vorbereitung für diesen Blogartikel einmal eine Stimmung zum Thema „Erfolg“ und „wie wird man im Beruf erfolgreich“ auffangen. Interessant dabei war, dass keine von den 31 Personen, die mir geantwortet haben, geäußert haben, dass Geld, Ansehen oder eine wichtige Position in ihrem Beruf wichtig wären. Vielmehr traten Themen wie Sinn, Erfüllung, Hingabe, Kongruenz, Wertschätzung in den Vordergrund. Auch wenn diese Umfrage natürlich nicht aussagekräftig ist, zeigt sie jedoch eine Tendenz, die durch eine Studie an 1500 Studenten in den USA in den 60er Jahren bis in die frühen 80er Jahre durchgeführt wurde. 1.500 erfolgsorientierte Studienabsolventen wurden nach ihrem erfolgreichen Examensabschluss interviewt. Man wollte erfahren, was diese Menschen in ihrem künftigen Beruf und Leben erreichen wollten, was ihre Ziele waren.

Im Wesentlichen ergaben sich zwei unterschiedliche Aussagen, sodass man die 1.500 Studienabsolventen in zwei Gruppen unterteilen konnte. Die Gruppe A wollte künftig viel Geld verdienen, einen guten Status, Ansehen und Reichtum erreichen – also möglichst finanziell unabhängig werden. Für die Gruppe B war Geld sekundär, sie wollte vor allem Spaß, Freude und Zufriedenheit an der Arbeit und in ihrem Leben. Man hat diese insgesamt 1.500 Studienabsolventen nun beobachtet, um nach 20 Jahren zu sehen, was aus ihnen geworden war. Lediglich ein Student, der ursprünglich der Gruppe A angehörte, wurde Millionär. Weitaus mehr Millionäre resultierten aus der Gruppe B, denen Spaß, Freude und Zufriedenheit das Wichtigste war – nämlich genau 100 Millionäre. Noch interessanter wird dieses Ergebnis, wenn Sie erfahren, wie die Anzahl der Absolventen sich in beiden Gruppen verteilte: Die Gruppe A, die Geldorientierten, bestand aus der großen Mehrheit der Studenten, nämlich aus 1.245 Personen. Die Gruppe B, für die Spaß, Freude und Zufriedenheit das Wichtigste war, bestand aus lediglich 255 Personen. Wer rein geldorientiert in seinem Leben vorgeht, hat nach dieser Studie noch nicht einmal eine Chance von 1 zu 1.000 (1:1245), um finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen beziehungsweise Millionär zu werden. Und wer Freude, Begeisterung, Spaß und Zufriedenheit bei seiner Arbeit und in seinem Leben anstrebt, hat eine Chance von knapp 40% (100:255), Millionär zu werden. Das bedeutet, dass nach dieser Studie fast jeder Zweite die Chance hat, finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, sofern Zufriedenheit, Freude, Begeisterung, Liebe und Hingabe im Mittelpunkt des Wirkens stehen.“

Erfolg ist nicht nur materiell

Woran liegt das? Auch hier zeigte die Studie eine Tendenz, die sich auch in Psychotherapie, Coaching, Beratung, usw. seit einiger Zeit abzeichnet: Der Zugriff auf unsere Ressourcen. Sie haben mit Freude und Begeisterung, Liebe und Hingabe einen Zugriff auf Ressourcen in Ihrem Inneren, die Sie andernfalls nicht anzapfen können. Wichtig hierbei ist die Fokussierung. Wir haben jederzeit die Möglichkeit, in der schier unendlichen Zahl von Reizen, Erfahrungen, Objekten, usw. zu wählen, was gut – oder auch – was schlecht für uns ist. Wenn ich Sie bitten würde, in den nächsten fünf Minuten auf ein Blatt Papier all das aufzuschreiben, was Negativ in Ihrem Leben war, fühlen Sie sich sicherlich dementsprechend schwach, schlecht, klein, und was noch alles dazu gehört. Aber ich kann Sie genauso bitten, dass Sie sich bitte fünf Minuten Zeit nehmen und einmal aufschreiben, was Gutes, Positives in Ihrem Leben passiert ist – und Sie werden die entsprechenden emotionalen und körperlichen Empfindungen wahrnehmen. „Die Energie folgt der Aufmerksamkeit“ ist dabei ein hilfreiches Zitat. Vermeiden Sie negatives Denkverhalten und praktizieren Sie täglich ein bewusst positives Denkverhalten. Programmieren Sie Ihr Unterbewusstsein somit immer positiver. Statt negativem Denken: ‚Das ist unmöglich!‘ positiv denken: ‚Irgendwie finden wir schon einen Weg. Oder statt „das kann ich nicht“ ergänzen Sie einfach das Wörtchen „Noch“: „das kann ich NOCH nicht“. Nur durch ein Wort bekommt der Satz eine ganz neue Bedeutung.

Diese Art der Fokussierung hat zudem auch noch einen hilfreichen Nebeneffekt: Sie schaffen es, mehr auf sich zu schauen – und vielleicht damit auch weniger auf andere. Hiermit will ich nicht sagen, dass man nur auf sich schauen sollte, aber sicherlich kennen Sie Situationen, in denen Sie fast nur an andere gedacht haben, weil Ihnen die Bedürfnisse der anderen wichtiger waren als die Ihren.  Ein gesunder Egoismus ist positiv. Das bedeutet, dass wir eine Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen unserer persönlichen Umwelt anstreben. Das macht letztendlich den Grad Ihrer sozialen Kompetenz aus. Allein die Kenntnis dieser Gesetzmäßigkeiten auf der Grundlage ethischer Aufrichtigkeit trägt dazu bei, dass mehr Gutes in die Welt getragen wird. Und Sie können sich jederzeit und immer wieder bewusst dafür entscheiden. Wenn Sie mögen, legen Sie sich, die Bedürfnispyramide nach Maslow neben sich auf den Tisch, während Sie diesen Artikel lesen. Wenn wir mit anderen jederzeit höflich, zuvorkommend und mit Respekt umgehen, dann befriedigen wir unsere sozialen Bedürfnisse. Konstruktiver und respektvoller Umgang mit anderen Menschen – auch wenn diese unterschiedliche Auffassungen oder Meinungen haben – ist Voraussetzung, um letztlich erfolgreich zu kommunizieren. Somit können wir durch Wertschätzung anderer auch unsere eigenen sozialen Bedürfnisse befriedigen. Auf der vierten Ebene der Pyramide wollen wir das Bedürfnis nach Wertschätzung und Anerkennung befriedigen, sowohl von anderen gewertschätzt und anerkannt zu werden, als auch, dass wir uns wertschätzen und anerkennen. Denn der Fokus auf Gutes und Positives erzeugt die Energie, die unweigerlich zu uns zurückkehren wird. Damit können wir unsere Wertschätzungsbedürfnisse befriedigen. Nur ein einziges Lächeln einem Fremden gegenüber – das erwidert wird – befriedigt schon die Wertschätzungsbedürfnisse zweier Menschen. Dadurch können wir uns der fünften Ebene, der Selbstverwirklichung widmen. Das Bedürfnis der Selbstverwirklichung können wir befriedigen, indem wir in Aufgaben, Projekten oder Lebensinhalten Begeisterung, Hingabe und Liebe empfinden. Die Folge wird sein, dass wir dann die erste und zweite Ebene der Pyramide abschließen und befriedigen. Der Aufbau der Bedürfnispyramide von der unteren Stufe – den physiologischen Bedürfnissen – bis zu der obersten Stufe – den Selbstverwirklichungsbedürfnissen – bedeutet nicht, dass nur in dieser hierarchischen Reihenfolge Bedürfnisse entstehen und befriedigt werden können. Die Bedürfnisse können isoliert für sich in unterschiedlicher Reihenfolge entstehen und auch befriedigt werden.

Zum Beispiel ein 14-jähriger Junge, der bereits ein musikalisches Genie ist und bereits seine Selbstverwirklichungsbedürfnisse befriedigt, kann unter Umständen auf den unteren Stufen durchaus noch Defizite haben, weil er die menschliche Reife noch nicht hat. Er musste bisher auch nicht die Zusammenhänge von Persönlichkeit und Erfolg verstehen lernen und auf die Suche nach seinen verborgenen Talenten gehen. Seine Talente waren offensichtlich und drängten nur danach, nach draußen zu können. Dieser Blogartikel „wie werde ich erfolgreich im Beruf“ zeigt auf, wie wichtig es für Ihren individuellen Erfolg ist, herauszufinden, was Ihre innere Zufriedenheit stärkt. Das klingt eigentlich ganz einfach, ist aber nicht immer leicht. Deshalb ist es von Bedeutung, dass Sie sich mit Ihren eigenen Stärken und Schwächen auseinandersetzen.

Fragen Sie sich selbst: Wer bin ich? Was kann ich? Welchen Mehrwert kann ich einem Unternehmen bieten? Was habe ich im Gepäck, das für einen Personalentscheider so interessant sein kann, dass es ihn dazu bewegt, sich gerade für Sie zu entscheiden? Wenn Sie sich diese Fragen immer wieder ehrlich beantworten, werden Sie sich über sich selbst bewusster werden. So gewinnen Sie Selbst-bewusst-sein: „Dies bin ich, das kann ich. Dies sind meine Stärken und an diesem oder jenen Punkt werde ich mich noch weiter verbessern.“

Autor: Benjamin Lang
Thema: Wie werde ich erfolgreich im Beruf?
Website: https://www.benjamin-lang.org

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