Die Organsysteme in unserem Körper bestehen aus einzelnen Organen. Jedes hat spezifische Aufgaben und ist somit nahezu unersetzlich.

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Die einzelnen Organe bilden insgesamt zehn Körpersysteme, die sich alle gegenseitig benötigen und beeinflussen. So ist etwa das Atmungssystem auf das Kreislaufsystem angewiesen, weil dieses das mit Sauerstoff angereicherte Blut überall im Körper verteilt und das mit Kohlendioxid angereicherte Blut zur Reinigung in die Lungen transportiert. Damit der Körper perfekt arbeiten kann und gesund bleibt, müssen alle Organgruppen optimal funktionieren und zusammenwirken.

Wir beginnen die Reise durch unsere Organsysteme im zentralen Organ unseres Körpers, dem Herz. Es wird auch als Druck- und Saugpumpe bezeichnet und ist der Motor, der jede Minute fünf bis sechs Liter Blut durch unseren Körper pumpt. Die zwei das Herz umgebenden Koronararterien fördern das Blut in den Herzmuskel, die Vorhöfe und die Herzkammern, welche mit dem Körper- beziehungsweise dem Lungenkreislauf verbunden sind.

Die zahlreichen Arterien und Venen laufen in zwei nahezu parallel liegenden Gefäßsystemen durch unseren Körper. Sie sorgen - angetrieben durch die Pumpaktion des Herzens - dafür, dass all unsere Organe mit Blut versorgt werden. Außerdem transportieren sie gleichzeitig Sauerstoff, Nährstoffe sowie Stoffwechselendprodukte und versorgen unseren Körper mit Wärme. Das Lymphsystem bringt Elektrolyte, Proteine und die weißen Blutkörperchen in unseren Blutkreislauf. Damit alle Organe und lebenswichtigen Funktionen in unserem Körper aufrechterhalten werden, muss das System der Blut- und Lymphgefäße optimal arbeiten.
Die Milz zählt zwar nicht zu den lebensnotwendigen Organen, ihre Funktion besteht unter anderem in der Immunabwehr und der Blutreinigung.

Nun kommen wir zur Lunge, die unseren Körper regelmäßig mit Sauerstoff versorgt. Sie gibt den Sauerstoff an das Blut ab und dieser wird so zu den Körperzellen geleitet. Diese wiederum geben Kohlendioxid an das Blut ab. Über den Blutkreislauf gelangt dieses dann wieder in die Lunge und wird durch die Atmung nach außen abgegeben. Auch wenn wir es nur selten wahrnehmen, atmen wir ständig in einem der Situation angepassten Rhythmus. Bei Atemübungen im Yoga wird zunächst vier Sekunden lang eingeatmet und nach einer kurzen Pause acht Sekunden lang ausgeatmet. Damit kann u.a. der Puls vom Herz reduziert werden und der Körper kommt zur Ruhe.

Unterhalb des Herzens befindet sich das Verdauungssystem. Es umfasst die Organe, welche für die Aufnahme, die Zerkleinerung und dem Weitertransport der Nahrung zuständig sind. Das Verdauungssystem wird in den oberen und unteren Verdauungstrakt aufgeteilt. Am Anfang stehen die Mundhöhle mit der Zunge und den Zähnen, welche die Nahrung zerkleinern. Diese gelangt dann durch die Speiseröhre in den Magen, welcher bei sehr geringem pH-Wert die Nahrung verdaut und schädliche Bestandteile zerstört. Dann gelangt der Nahrungsbrei über den Zwölffingerdarm in den Dünn- und später dann in den Dickdarm.
Das zentrale Organ des gesamten Stoffwechsels ist die Leber, die im Körper auch die größte Verdauungsdrüse ist. Das größte Organ des Verdauungstraktes ist der Dünndarm, der eine Länge von fünf bis sechs Metern hat. Seine gefalteten Schlingen liegen in der Bauchhöhle verteilt und dienen vor allem der Aufnahme von Wasser und Substanzen, die über die Nahrung aufgenommen werden.         

Im Blutkreislauf ist auch das Hormonsystem mit eingebunden. Zu diesem gehören im Gehirn der Hypothalamus, die Hirnanhangsdrüse und die Zirbeldrüse, welche zusammen das übergeordnete endokrine System bilden. Die endokrinen Teilsysteme bestehen aus der Schilddrüse, der Bauchspeicheldrüse, den Nebennieren und den Geschlechtsorganen. Das Hormonsystem steuert verschiedenste Körperfunktionen (beispielsweise das Wachstum und die Fortpflanzung) mit Hilfe von Signal- und Botenstoffen, den Hormonen. Diese werden in Zellen oder Drüsen gebildet und in das umliegende Gewebe und die Blutgefäße abgegeben. So werden Informationen innerhalb des ganzen Körpers von einem Organ zum anderen übermittelt. Die jodhaltigen Schilddrüsenhormone wirken in fast allen Körperzellen und regen dort den Energiestoffwechsel an.

Unser Gehirn, welches zwischen 1.300 und 1.600 Gramm wiegt, wird als Steuerzentrale des Körpers bezeichnet. Zusammen mit dem Rückenmark bildet es das zentrale Nervensystem (ZNS), welches für die Reizverarbeitung und das bewusste sowie unbewusste Denken des Menschen zuständig ist. Verbunden ist das ZNS mit dem außerhalb des Schädels und des Wirbelkanals liegenden peripheren Nervensystem (PNS). Dieser Teil steuert u.a. die Skelettmotorik, Atmung, Verdauung und den Stoffwechsel. Unser Nervensystem besteht aus etwa 30 bis 40 Milliarden vernetzten Nervenzellen und bestimmt unser Verhalten auf äußere und innere Reize.

Die Haut ist unser Flächenorgan, welches sich aus mehreren Schichten zusammensetzt. Zudem werden hier die sogenannten Hautanhangsorgane (Nägel, Haare etc.), unzählige Nervenendigungen, Blutgefäße sowie Thermo- und Berührungssensoren beherbergt. Mit einer Fläche von ca. 1,8 m² und einem Gesamtgewicht von 3,5 bis 10 kg schützt sie den menschlichen Körper vor Keimen, Sonnenlicht und Austrocknung. Aber nicht nur der Schutz vor Umwelteinflüssen ist die Aufgabe der Haut, sondern als unser größtes Sinnesorgan ist sie auch zuständig für die Tastempfindung sowie für die Temperaturwahrnehmung und Wärmeregulierung. Zudem dient uns die Haut durch ihr gespeichertes Fett als großes Energiereservoir.

Durch unsere Sinnesorgane können wir die Informationen unserer Umwelt in Form von äußeren Reizen (Licht, Gerüche, Geräusche) aufnehmen und in elektrische Impulse umwandeln. Damit sie zu einer Wahrnehmung werden, müssen sie erst von Rezeptoren oder über die Nervenfasern als Erregung bis zum Gehirn weitergeleitet und dort umgewandelt werden. Dann erst hören, riechen und schmecken wir. Der Mensch besitzt fünf Sinnesorgane und sechs Sinne (Hören, Riechen, Schmecken, Sehen, Tasten, Fühlen und außersinnliche Wahrnehmungen). Wenn auch nur einer unserer Sinne nicht richtig funktioniert, leidet die Balance des ganzen Körpers darunter.

Die Nieren, die Harnleiter, die Harnblase und die Harnröhre bilden gemeinsam unser Harnsystem. Das zentrale Organ ist die paarige und bohnenförmige Niere. Sie ist für die Regelung des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie für das Säure-Basen-Gleichgewicht zuständig. In der Niere wird außerdem der Urin gebildet, über den Stoffwechselendprodukte wie Harnstoff und Harnsäure entsorgt und überschüssiges Wasser ausgeschieden werden. Der in der Blase gesammelte Urin ist bei einem gesunden Menschen keimfrei und wird erst in der Harnröhre, die beim Mann etwa 17-20 cm, bei der Frau aber nur 3 cm lang ist, kontaminiert.

Organuhr  

Die sogenannte Organuhr hat ihren Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), eine jahrtausendealte Heilweise, welche den Menschen in seiner Ganzheit betrachtet.

Die Organuhr zeigt in einem zwei Stunden Rhythmus den Fluss der Lebensenergie Qi an. Jedes Organ ist an einen von 12 Meridianen gekoppelt und erreicht zwei Stunden lang pro Tag seine maximale Leistung. In dieser Zeit fließt besonders viel Lebensenergie durch diesen Meridian. Das Qi fließt von einem zum anderen Organ und gibt dabei die aufgebaute Energie immer an das nächste Organ weiter. So durchfließt die Lebensenergie Qi innerhalb eines Tages den gesamten Körper in folgender Reihenfolge:

01 - 03 Uhr     Zeit der Leber
03 - 05 Uhr     Zeit der Lunge
05 - 07 Uhr     Zeit des Dickdarms
07 - 09 Uhr     Zeit des Magens
09 - 11 Uhr     Zeit von Milz / Pankreas
11 - 13 Uhr     Zeit des Herzens
13 - 15 Uhr     Zeit des Dünndarms
15 - 17 Uhr     Zeit der Blase
17 - 19 Uhr     Zeit der Niere
19 - 21 Uhr     Zeit des Kreislaufes / Perikard
21 - 23 Uhr     Zeit des Dreifachen Erwärmers
23 - 01 Uhr     Zeit der Gallenblase

Beschwerden, die zu einer bestimmten Uhrzeit auftreten, können auf eine Störung in einem dazugehörigen Organ hinweisen. Wenn man die Ursache der Störung nicht behebt, kann sich diese Störung in andere Funktionskreise ausbreiten.

Aus naturheilkundlicher Sicht haben alle Organe eine spezifische, individuelle Frequenz, bei der sie optimal und mit geringem Energieaufwand arbeiten können. Bei äußeren Einflüssen, wie Wasseradern oder Erdstrahlen im Bereich des Schlafplatzes, kann sich die Schwingung der Organe verringern. Bei elektromagnetischen Strahlungen kann sich diese aber auch erhöhen. Dann sind die Organe "außer der Mitte" und arbeiten nicht mehr optimal. Patienten berichten in solche Fällen über schlechten Schlaf in der Nacht. Dann ist es zunächst wichtig, die Ursachen zu ermitteln und nach Möglichkeit zu beseitigen. Ein Geopathologe kann bei Bedarf zu Rate gezogen werden. In der Naturheilkunde kommen teilweise physikalische Systeme zum Einsatz, um die betreffenden Organe zu harmonisieren und in die optimale Schwingung zurückzubringen.

Bei Langstreckenflügen nach Osten oder Westen kommen manche Organe aus dem Rhythmus. Um dies zu reduzieren, habe ich zum Abschluss noch folgende Tipps, die ich auch selbst praktiziere:

  • Schon beim Abflug die Uhr bzw. das Mobiltelefon auf die Zeitzone der Reiseziels umstellen und dann die neue Zeit auch schon "leben". Das hilft insbesondere bei Flügen gegen die Sonne in Richtung Osten.

  • Am ersten Morgen im Zielland vor dem Frühstück in die aufgehende Sonne Richtung Osten sehen. Dadurch kann der Körper neu kalibriert werden und der Jetlag fällt geringer aus. Bei starker Sonnenstrahlung sind die Augen natürlich mit einer Sonnenbrille zu schützen.

  • Bei Flügen, die länger als 4 Stunden dauern, lohnt sich zum Schutz der Blutgefäße das   Tragen von Stützstrümpfen, um das Versacken vom Blut in den Unterschenkelvenen zu verhindern.

Autor: Stefan Mattausch, Heilpraktiker und Ernährungsberater
Thema: Eine Reise durch die Organsysteme des menschlichen Körpers
Webseite: http://www.mattausch-hp.de

Quellenangaben:

Gesundheitsatlas Anatomie, NGV

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