Unter dem Begriff des sogenannten Stoffwechsels, auch als Metabolismus bezeichnet, werden alle chemischen und physikalischen Prozesse im Körper zusammengefasst.

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Darunter fallen biochemische Abläufe, welche Aufbau- und Abbauvorgänge durch Energiegewinnung zur Aufrechterhaltung des Lebens betreffen. Kurz zusammengefasst: beim Stoffwechsel geht es um die Aufnahme und die anschließende Verwendung diverser Inhaltsstoffe aus unserer Ernährung.

Die Anzahl der Menschen mit einem schwachen Stoffwechsel steigt stetig: inzwischen leiden sogar immer mehr jüngere Menschen bereits unter den Auswirkungen eines langsamen Stoffwechsels, der sich häufig durch diverse Symptome bemerkbar macht. In der Regel sind diese relativ unspezifisch, wodurch der Betroffene oftmals keine Lösung für seine Befindlichkeitsstörungen finden kann und auch in der Medizin, aufgrund der unspezifischen Symptome, häufig mit einem Achselzucken reagiert wird.

Wie äußert sich ein langsamer Stoffwechsel?

Die Symptome beginnen mit verstärkter Müdigkeit, Energie- und Antriebslosigkeit und verminderter Stresstolerant. Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden und Herz-Rhythmusstörungen können im weiteren Verlauf ebenfalls auftreten und sich stetig weiter ausprägen. Ebenso ist die Gewichtszunahme ein deutliches Zeichen, zumal es den Betroffenen auch immer schwerer fällt das zunehmende Gewicht zu stoppen oder gar abzunehmen. 

frau mit kissen im einkaufszentrum

Zu diesem Zeitpunkt hat sich meist schon ein Hamsterrad in Bewegung gesetzt, weshalb die Beschwerden immer breiter gefächert auftreten und den Betroffenen immer mehr einschränken. Hierdurch kommen in der Folge meist noch psychische Beeinträchtigungen zum Tragen, was auch den Begriff des „BurnOut“ in den letzten Jahren unter anderem so stark in den Fokus gebracht haben dürfen. Die hier zugeordneten Patienten können auch durchaus an einem reduzierten oder blockierten Stoffwechsel leiden.

Was sind die Ursachen eines langsamen Stoffwechsels?

Ebenso wie die Symptome, sind auch die Ursachen eines langsamen Stoffwechsels breit aufgestellt und damit nicht klar eingrenzbar. In unserer heutigen Zeit ist natürlich die Ernährung ein Hauptverursacher, zumal diese nicht nur immer denaturierter wird, sondern auch immer belasteter mit Pestiziden, Medikamentenrückständen und vielem mehr. Doch wenn man über den Tellerrand hinausblickt, gibt es noch etliche weitere Ursachen, die unsere Körperfunktionen ausbremsen und auf Dauer auch zum Erliegen bringen können.

Die steigenden Umweltbelastungen durch Gifte in der Luft, Rückstände im Trinkwasser, Elektrosmog und Stress in Arbeit und auch privat sorgen dafür, dass unser Körper immer mehr entgiften muss und dadurch irgendwann anfängt, sich Depots zu schaffen. Das passiert vorsätzlich dann, wenn die Gifte unsere Entgiftungsleistung übertreffen und hierdurch „gepuffert“ werden muss. Das Problem dahinter ist lediglich, dass der Körper mit dem Vorsatz der späteren Bearbeitung nie die Leerlaufzeiten bekommt, um die Giftspeicher anzugehen und abzuarbeiten. Und schon beginnt sich das Hamsterrad zu drehen, denn die Speicher werden nun immer weiter gefüllt – hierbei ist es entscheidend, wie groß das Speichervolumen des jeweiligen Menschen ist, denn mancher reagiert früher auf diese Überlastung als andere und zeigt demnach auch zeitiger diffuse Symptome. Wichtig hierbei ist das Verständnis, dass alles, was den Körper in Stress versetzt eine Übersäuerung des Gewebes zufolge hat. Das bedeutet, wir werden langsam sauer – der pH-Wert verändert sich in einen Bereich, der es allen Ebenen unseres Körpers schwerer macht, ihrer regulären Funktion nachzugehen.

Hiervon sind meist zunächst die Ausleitungsorgane betroffen: die Leber ist das wichtigste Stoffwechselorgan, aber um unsere Stoffwechselvorgänge durchzuführen sind ebenfalls noch Darm, Nieren und nicht zu vergessen das Transportmedium dazwischen relevant: die Lymphe.

Welche Stoffwechselbereiche gibt es?

Im Körper werden verschiedene Stoffwechsel unterschieden: im Kohlenhydratstoffwechsel werden die Zuckerarten wie beispielsweise Fruktose oder Glukose aus unserer Nahrung aufgeteilt und dem Körper zur Energiegewinnung bereitgestellt. Wenn dies nicht mehr funktioniert, entsteht die Krankheit Diabetes mellitus, welche inzwischen stetig zunehmende Erkrankungszahlen vorzuweisen hat.

Eiweißstoffwechsel und Fettstoffwechsel dienen vorsätzlich ebenfalls der Energiegewinnung und zur Speicherung für „schlechte Zeiten“. Außerdem spielen sie eine größere Rolle beim Muskelzellen- und Hormonaufbau. Zuletzt sollte noch der Mineralstoffwechsel erwähnt werden, bei dem unter anderem Kalzium für Knochen und Muskeln bereitgestellt wird.

Was kann man über die Ernährung beeinflussen?

Wichtig ist es immer, den gesamten Körper dort abzuholen, wo er sich befindet. Oftmals wird der Fehler gemacht, lediglich an einer Stellschraube zu drehen und das restliche Uhrwerk nicht zu beachten. Das funktioniert dann oft für kurze Zeit ganz gut, aber recht schnell stehen, bildlich gesprochen, die Zeiger der Uhr wieder, weil eine Kette immer nur so stark ist, wie ihr schwächstes Glied. Und demnach sollte die Vorgehensweise sein, das gesamte Uhrwerk anzukurbeln.

Wichtigste Stellschraube ist dabei natürlich unsere Ernährung: die Zufuhr von Kohlenhydraten sollte reduziert und durch gutes Eiweiß und Fett ersetzt werden. Hierbei eignen sich nicht-tierische Produkte am Besten, weil sie in der Regel leichter aufzuspalten sind. Vermehrt gute Öle wie Leinöl, Hanföl, Walnussöl und bedingt auch Olivenöl in die Speisen geben, des Weiteren über 70 Gramm Nüsse täglich. Außerdem sollten jeden Tag Salat, Gemüse, diverse Beeren und viele Kräuter und Gewürze auf dem Speiseplan stehen. Auch Eier und Hochseefisch sollten ab und an auf den Teller kommen. Ganz wichtig ist dabei auch die Herkunft: umso natürlicher, umso mehr Inhaltsstoffe findet unser Körper in den Lebensmitteln. Es sollte also auf Bio-Produkte oder besser noch Demeter-Anbau geachtet werden.

gemuese nuesse und kraeuter

Zusätzlich sollten am Tag in Summe zwischen zwei und drei Liter stilles Wasser und Kräutertee getrunken werden. Mehr ist oftmals wegen der hierdurch entstehenden Herz- und Nierenbelastung nicht zu empfehlen.

Gibt es noch weitere Möglichkeiten, um den Stoffwechsel anzuregen?

Damit die Tätigkeit des Stoffwechsels auch anderweitig unterstützt wird, sollte man seinen Stresslevel herunterschrauben. Das kann über geregelten und ausreichenden Schlaf erfolgen, wenn möglich etwa acht Stunden täglich. In diesen Stunden entgiftet unser Körper und kümmert sich um die Prozesse, für die untertags keine Zeit blieb. Demzufolge sollten wir uns zumindest auch nächtlich möglichst von Elektrosmog jeglicher Art fernhalten, weil dieser die genannten Prozesse deutlich ausbremst. Das Handy sollte also in den Flugmodus gestellt werden, WLAN und DECT-Telefone könnten ausgeschaltet werden. Dann bleibt zu bedenken, ob weitere Faktoren, wie ein Fernsehapparat im Schlafzimmer oder ein Babyphone tatsächlich notwendig sind. Allein diese Maßnahmen bewirken bei vielen Menschen schon einen erholsameren Schlaf, weil Stoffwechsel- und Entgiftungsprozesse ungestörter ablaufen können.

Moderate Bewegung bis hin zu leichtem Sport regt ebenfalls die Körpersysteme an. Tägliche zügige Spaziergänge an der frischen Luft tun dem Körper gut, aber auch das Schwimmen bietet sich als Bewegungsmethode an. Einerseits schonen wir damit die Gelenke, andererseits ist der Wasserdruck dem unserer Lymphe ähnlich, was sich durch vermehrten Harndrang bei oder direkt nach einem Badebesuch bemerkbar machen sollte.

Wenn sich Menschen sehr gestresst fühlen, gibt es in der heutigen Zeit auch ein breites Spektrum an Methoden zur Stressreduktion. Meditation oder Yoga sind mittlerweile sehr verbreitete und beliebte Formen, um den Stresslevel zu reduzieren. Das bewirkt in der Folge den Abbau von Säurealtlasten und eine verminderte Neuproduktion von Säure. Dadurch wird der Stoffwechsel zusätzlich entlastet.

Eine kurze Radikalkur von vier Wochen bringt zwar oft schnelle Veränderungen, reicht aber meist nicht für eine dauerhafte Entwicklung aus. Demnach bietet es sich nach einem konsequenten Start mit einer Dauer von etwa vier Wochen an, gemäßigt auf Dauer fortzufahren. Grundsätzlich ist es sinnvoll, lieber weniger der genannten Punkte umzusetzen, aber diese dafür dann dauerhaft und nachhaltig in den Tagesablauf zu integrieren.

Mit den genannten Methoden gelingt es oft, das Hamsterrad zum Stoppen zu bringen und dem Körper wieder die Regulationsfähigkeit zu verschaffen, damit sein inneres Uhrwerk wieder richtig ticken kann.

Autor: Mario Bossert
Thema: Langsamer Stoffwechsel Symptome
Webseite: https://www.mb-naturheilpraxis.de

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