Jeder von uns erlebt das dann und wann: Man kommt schlecht aus dem Bett, ist mürrisch und möchte am liebsten den ganzen Tag auf dem Sofa verbringen. Wir können uns nicht motivieren. Wir sind antriebsschwach. Was steckt dahinter?

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In der heutigen Zeit, in der uns der Beruf und der Alltag viel Kraft kosten, können wir leicht in eine Überforderung geraten. Wir möchten möglichst alles „unter einen Hut bringen“.

Unseren Job perfekt ausführen, unseren Kindern viel bieten, unsere Freizeit sinnvoll gestalten und dazu noch einen perfekten Haushalt haben und ein großes soziales Netz pflegen.

Bei diesen persönlichen Anforderungen bleibt wenig Zeit, um die Akkus aufzuladen und sich längere Zeit zu entspannen.

Antriebslosigkeit ist ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung.

Gründe für Motivationslosigkeit und Antriebslosigkeit

Hinter einer Antriebsschwäche können verschiedene Ursachen stecken. Von seelischen bis zu körperlichen Faktoren oder Erkrankungen.

Neben Bewegungsmangel können Untersuchungen zufolge permanente Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder Antriebslosigkeit auch durch einen Vitamin D-Mangel verursacht werden. Die Wissenschaft geht davon aus, dass 60 Prozent der Bevölkerung einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel aufweisen. Das bedeutet, dass der Körper zu wenig Sonnenlicht empfängt und seine Energiereserven herunterfährt.

Ein weiterer Grund für Antriebslosigkeit kann ein Nährstoffmangel sein. Zum Beispiel zu wenig Vitamin B12, Jod oder Eisen.

Eisenmangel ist ein sehr häufiger Auslöser für körperliche und seelische Abgeschlagenheit. Zum Glück ist dieser leicht zu diagnostizieren, leicht zu behandeln und leicht zu kurieren.

Weiterhin kann eine Schilddrüsenkrankheit, eine depressive Verstimmung oder auch eine Krebserkrankung dahinterstecken.

Deshalb sollte bei einer Antriebslosigkeit über einen längeren Zeitraum immer ärztlich geprüft werden, ob ein Nährstoffmangel oder sogar eine Krankheit vorliegt.

Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge steckt häufig hinter einer chronischen Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder fehlender Entschlusskraft, Stress. Wichtig ist, dass man auf seine Grenzen achtet und in seiner Balance bleibt.

Durch Antriebslosigkeit gerät man schnell in einen Teufelskreis. Keine Lust auf Bewegung führt dazu, dass der Antrieb weiter geschwächt wird. Vor allem Bewegung an der frischen Luft ist eines der effektivsten Mittel gegen Antriebslosigkeit. Tägliche Bewegung lockert automatisch die starren und negativen Gedanken und stärkt den Körper. Tankt man dabei noch Sonne, erhöht das dadurch produzierte Vitamin D den Antrieb.

Auch eine ausgewogene und leichte Ernährung kann glücklich und fit machen. Fettiges Essen und viel Zucker dagegen, sind eine häufige Ursache für Antriebslosigkeit. Nimmt man hingegen genug Vitamin B 12, Eisen und Folsäure zu sich, kann das den Antrieb steigern und einer Antriebslosigkeit vorbeugen. Allein das Zubereiten leckerer und gesunder Speisen, mit dem Partner oder Freunden, kann die Lust und Motivation erhöhen.

Wege aus der Antriebslosigkeit

Sorgen Sie für einen erholsamen Schlaf. Gehen Sie früh genug ins Bett, damit Sie ausreichend Schlaf bekommen. Ein Schlafdefizit sorgt dafür, dass wir morgens schlecht aus dem Bett kommen. Gewöhnen Sie sich einen Schlafrhythmus an. Gehen Sie abends zu einer bestimmten Zeit ins Bett und stehen Sie morgens dementsprechend zu einer regelmäßigen Zeit auf. Der Körper tickt wie ein Uhrwerk und merkt sich die Zeiten. Diese Routine erleichtert Ihnen das Einschlafen.

Falls Sie schlecht einschlafen können, wälzen Sie sich nicht endlos im Bett herum, sondern stehen Sie noch einmal auf. Lesen Sie ein paar Seiten in einem Buch oder einer Zeitschrift oder gehen Sie ein wenig im Zimmer umher. Legen Sie dann erneut ins Bett und versuchen Sie einzuschlafen.  

Sollte Ihnen das nicht weiterhelfen, lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Zum Beispiel könnten Sie Ihre Einschlafprobleme mit Johanniskraut lösen.

Versuchen Sie morgens sofort nach dem Wecker klingeln aufzustehen.

Duschen Sie warm und abschließend brausen Sie sich kühl ab. Das kurbelt Ihren Kreislauf an.

Hören Sie auf zu Grübeln. Grübeln löst keine Probleme. Sind Sie mit einem konkreten Problem beschäftigt, versuchen Sie es anzugehen und zu lösen. Falls Sie sich dazu außerstande fühlen, fragen Sie jemanden, der Ihnen helfen könnte Ihr Problem mit Ihnen gemeinsam zu lösen.  

Stecken Sie sich kleine Ziele. Nehmen Sie sich täglich eine kleine Aufgabe vor, die Sie auch realistisch erreichen können. Beispielsweise: Ein Zimmer aufräumen, einen 30minütigen Spaziergang machen, einen Freundschaftsbesuch, Sport treiben…

Haben Sie Ihr Ziel erreicht, führt das automatisch zu einem Erfolgserlebnis, also zu positiven Gefühlen, wobei die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin angeregt wird.

Wichtig ist dabei, dass Sie sich realistische Ziele stecken. Ein Nichterreichen des Ziels führt automatisch zu weiterem Frust.

Verabreden Sie sich ganz gezielt mehrmals pro Woche mit Ihrer Familie, Freunden und Kollegen. Versuchen Sie, möglichst mit jemanden gemeinsam zum Sport zu gehen.

Machen Sie Pläne für die nächste Woche und bringen Sie Struktur in Ihren Alltag. Das wirkt sich positiv auf Ihre Motivation aus.

Sprechen Sie mit Ihren Freunden oder Partner über die Belastungen in Ihrem Alltag.

Seien Sie neugierig und probieren neue Dinge aus. Sagen Sie sich selbst: Ich bin gespannt, was mich an diesem Tag schönes erwartet. Das unterbricht Ihre negativen Gedankengänge.

Schreiben Sie ein Tagebuch, in das Sie täglich 3 Dinge schreiben, die Ihnen im Laufe des Tages gut gefallen haben, gut getan haben oder wofür Sie dankbar sind.

Lernen Sie dankbar zu sein. Wer dankbar ist, ist glücklicher.

Stoppen Sie alle Vergleiche mit anderen Personen, die Ihnen scheinbar glücklicher erscheinen. Jeder Mensch hat seine Vergangenheit, seine Ängste und seine Sorgen.

Werden Sie sich Ihrer Schwächen und Stärken bewusst. Schreiben Sie Ihre Erfolgserlebnisse auf.

Befreien Sie sich von Energieräubern.  Menschen, die sich ständig beklagen, sich als Opfer fühlen, verbreiten Negativität, bringen Sie um Ihre Lebensenergie. Deshalb sollten Sie sich unbedingt von solchen Menschen trennen oder einen großen Bogen um sie machen.

Entwickeln Sie eine positive Denkweise. Das ist nicht so schwer, wie man vielleicht denkt. Fangen Sie damit an, ganz bewusst Ihre Ängste zu hinterfragen. Meistens stecken dahinter Glaubenssätze, die man schon vor Jahren verinnerlicht hat. Getreu nach dem Motto: „Du bist, was Du denkst“ – sollten Sie sich auf Dinge konzentrieren, die Sie gut können, sich damit stärken und Ihre Batterien auffüllen.

Nutzen Sie verschiedene Entspannungsübungen. Sie helfen nicht nur dabei, die Antriebslosigkeit zu überwinden. Sie schärfen auch Ihre Wahrnehmung der eigenen Gefühle. Nehmen Sie sich Zeit, die Signale Ihres Körpers kennenzulernen, damit Sie lernen, wann Sie Abstand zu Stress und Druck benötigen.

Lassen Sie längst vergangene negative Erlebnisse, Wunden oder Gefühle los. Durch regelmäßiges Meditieren entspannen Sie Ihren Geist und kommen Ihren Wünschen und Zielen näher.

Visualisieren Sie Ihre Träume, Ziele und Wünsche. Durch die Bilder erzeugen Sie positive Gedanken und diese lösen wiederum positive Gefühle aus.

Pflegen Sie Rituale. Beginnen Sie Ihren Tag in dem Bewusstsein, welche Möglichkeiten Sie wieder haben, sich einen schönen Tag zu gestalten. Beenden Sie Ihren Tag immer im Bewusstsein, was Sie schönes erlebt haben.

Hören Sie auf Ihre Intuition. Unser Bauch weiß ganz genau, womit wir glücklich werden. Schärfen Sie Ihre Sinne dafür.

Lernen Sie mit Ihren Schwächen umzugehen und sich Ihre Stärken bewusst zu machen. Nehmen Sie sich an, wie Sie sind und fühlen Sie sich gut damit.

Autor: Silke Ludwig, Kinesiologin, Trainerin und Coach
Thema: Motivationslos und Antriebslos
Webseite: https://www.kinesiologie-isernhagen.de

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