Am Häufigsten werden psychosomatische Verspannungen im Nacken- und Rückbereich wahrgenommen. Der Arzt verschreibt Massagen, vielleicht auch manuelle Therapie oder Fango.

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Dies trägt zur Linderung der schmerzenden Bereiche bei, behebt bei psychosomatischen Verspannungen jedoch nicht deren Ursache. Psychosomatische Verspannungen werden – wie das Wort schon sagt – von der Psyche verursacht. Man kann sagen, dass die Psyche um Hilfe ruft und über die Verspannungen ein Signal an den Körper sendet, dass Etwas in unserem Leben nicht stimmt oder passt.

Im Laufe unseres Lebens haben wir durch Erfahrungen, Erlebnisse oder Ereignisse gelernt, nicht unbedingt immer nur Positives, oftmals auch Negatives. Leider prägt sich das Negative in unserem Gedächtnis und Unterbewusstsein besonders ein, wodurch wir Gedankenmuster und Gefühle entwickeln, die zum Problem für uns werden.

Die Verspannungen in der Wirbelsäule sind dafür ganz typisch. Louise L. Hay beschreibt in ihrem Buch „Heile deinen Körper“  (J. Kamphausen/Mediengruppe, ISBN 978-3-8991-256-9) mögliche Ursachen für psychosomatische Verspannungen in diesem Bereich. Dabei unterteilt sie die verschiedenen Bereiche der Wirbelsäule:

Verspannungen im Halswirbelbereich stehen für:

Angst und Verwirrung. Man läuft dem Leben davon, fühlt sich nicht gut genug, hat Schuldgefühle und macht sich selbst nieder. Hat Angst vor Lächerlichkeit und Demütigung, fühlt sich überlastet, versucht andere zu verändern und fühlt sich hilflos.

Verspannungen in der Brustwirbelsäule deuten darauf hin:

dass man Angst hat vor dem Leben und man sehr viel bewältigen muss. Man verschließt sein Herz, will nicht fühlen, weil man schon so sehr und oft verletzt worden ist. Die Verarbeitung von Emotionen wird abgelehnt, die Gefühle stauen sich an, man ist unfähig zur Kommunikation. Das Selbstbild ist schwach, man hat Angst vor Beziehungen und fühlt sich als Opfer.

Verspannungen im Bereich der Lendenwirbelsäule lassen darauf schließen:

dass man sich nach Liebe sehnt und dennoch das Bedürfnis hat, alleine zu sein. Der Schmerz der Kindheit sitzt tief, evt. sexueller Missbrauch und Selbsthass. Man ist unfähig, Lust anzunehmen, hat Schwierigkeiten in der Kommunikation, fühlt sich machtlos, mach sich selbst Vorwürfe und bleibt auf dem alten Schmerz sitzen.

Diese Gedanken und Emotionen verursachen neben psychischen Stress, auch körperlichen Stress. Daher gilt es, diese Gedanken - man spricht von Gedankenmustern - und Emotionen aufzulösen, los zu lassen oder zu verändern, nach dem Motto „Ich lasse das Alte los und schaffe Platz für das Neue.“ Erst dann werden die Verspannungen nachlassen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um dieses Ziel zu erreichen.

Psychotherapie

Innerhalb einer Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers werden die Gedanken besprochen, deren Ursachen erforscht und die Emotionen verarbeitet. Negative Gedanken rücken in den Hintergrund, positive Gedanken werden hervorgehoben.

Klangschalenmassage

Die Klangschalenmassage aktiviert die Selbstheilungskräfte im Körper. Durch das Anschlagen der Klangschalen, werden deren Schwingungen auf den Körper übertragen, wodurch jede einzelne Körperzelle in Schwingung gerät. Die Klänge beruhigen unseren Geist und wir kommen zur Ruhe.

Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobsen

Progressive Muskelentspannung verringert Schmerzzustände, spürt Muskelverspannungen auf und lockert diese, durch das willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen des ganzen Körpers. Ziel ist es, die Muskelspannung auf ein normales Niveau zu senken und die Körperwahrnehmung zu verbessern. Man lernt, muskuläre Entspannung herbeizuführen, wann immer man möchte.

Auch Meditation, Atemübungen, Hypnose, energetische Verfahren (Quantenheilung, Clearing, Reiki etc.) sind Verfahren, die bei psychosomatischen Verspannungen Linderung verschaffen.

Fazit:

Psychosomatische Verspannungen haben ihre Ursache in falschen Gedankenmustern und Stress. Es gilt die Gedankenmuster aufzulösen und den Stress zu reduzieren. Welches Verfahren dabei hilft, liegt in der Entscheidung des Betroffenen. Eine Kombination zwischen Psychotherapie und Entspannungsverfahren hat sich in der Praxis bewährt.

Autor: Monika Knapp
Thema: Psychosomatische Verspannungen Symptome
Webseite: http://www.heilpraktiker-psychotherapie-mk.info

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