Wenn bei einem Paar der Kinderwunsch keimt ist das etwas Wunderschönes und Verbindendes. Im gleichen Maße belastend kann es für die Beziehung sein, wenn sich dieser Wunsch nicht erfüllt.

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Ab wann gilt ein Paar als unfruchtbar?

Die WHO (world health organisation) definiert ein Paar als unfruchtbar, wenn sich nach einem Jahr regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft einstellt. Fakt ist jedoch auch, dass in jeder dritten Beziehung mehr als ein Jahr vergeht bevor die Frau schwanger wird. Unter 5% der Paare bleiben tatsächlich dauerhaft ungewollt kinderlos. Ab wann ist eine Unterstützung also sinnvoll? In erster Linie hängt das vom Zeitpunkt der Familienplanung ab. Bei der Frau gilt es als gesichert, dass die Fruchtbarkeit bis zur Menopause stetig abnimmt während die Komplikationen in der Schwangerschaft und unter der Geburt zunehmen. Doch auch beim Mann wird eine Abnahme der Spermienqualität mit dem Alter diskutiert. Daraus lässt sich ableiten: Je später der Zeitpunkt der Familienplanung, desto wichtiger ist der Gesundheitszustand der Wunscheltern und damit die Vorbereitung auf eine mögliche Schwangerschaft.

Kann man sich auf eine Schwangerschaft vorbereiten?

Es ist interessant, dass diesem Gedanken hierzulande verhältnismäßig wenig Beachtung geschenkt wird, obwohl gleichzeitig das Zeitfenster zum Kinderkriegen aufgrund des späteren Berufseintritts, der Berufstätigkeit der Frau und der Ansprüche an Karriere und Freizeit immer enger wird und sich immer weiter nach hinten verschiebt. Aus Sicht der TCM (traditionelle chinesische Medizin) beispielsweise ist die Vorbereitung auf eine Schwangerschaft ein wesentlicher Aspekt. Denn das Paar möchte nicht einfach nur ein Kind zeugen, sondern in dieses Kind das Beste hineinlegen. Bis zu einem Jahr bereitet sich ein Paar durch gesunde Lebensführung auf eine Schwangerschaft vor. Welche Maßnahmen können Sie also konkret umsetzen?

Sorgen Sie für Ihre seelische Ausgeglichenheit.

Insbesondere die Stimmungslage und psychische Belastung der Frau wirkt sich nicht nur unter der Schwangerschaft auf das Ungeborene aus, sondern auch direkt auf die Chancen, schwanger zu werden. Daher empfiehlt es sich, einen konstruktiven individuellen Umgang mit Stress zu entwickeln, denn ganz vermeiden lässt er sich bekanntlich nicht. Es ist wichtig, zu verstehen, dass schon der übermäßige Kinderwunsch ein wesentlicher Stressor sein kann. Nicht umsonst stellt sich regelmäßig eine Schwangerschaft in dem Moment ein, in dem das Paar den Wunsch ad acta gelegt hat. Das Angebot im Stressmanagement reicht von Achtsamkeitstraining über professionelle Beratung bis hin zum täglichen Journaling und hält mit Sicherheit für jeden etwas bereit.

Ernähren Sie sich ausgewogen und vor allem naturbelassen.

Die Ernährung lässt sich inzwischen aus vielerlei Warten betrachten – ob gesundheitlich, ethisch oder ökologisch motiviert, jeder hat seine eigene Philosophie. Als gesichert gilt, dass eine abwechslungsreiche, frisch zubereitete Küche, reich an Ballaststoffen (Gemüse), gesunden Proteinen (Fisch, Eier, Nüsse, Linsen) und mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega 3) eine gesunde Basis ist. Fleisch sollte selten und in guter Qualität (weidegefüttert oder wild) verzehrt werden. Auch der Milchkonsum sollte eingeschränkt werden, während Produkte wie Joghurt oder Quark weniger problematisch sind. Kohlenhydrate können in Form von Vollkornprodukten zu sich genommen werden und im Umgang mit Zucker und schlechten Fetten (Transfette und gesättige Fettsäuren) ist Sparsamkeit geboten. Das Würzen mit frischen Kräutern ist dem übermäßigen Salzen vorzuziehen und entfaltet darüber hinaus auch therapeutische Wirkung. Das so genannte Intervallfasten kann zur Entlastung des Stoffwechsels beitragen.

Achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge.

Die individuelle Trinkmenge lässt sich einfach nach der Formel ein Liter pro 25 Kilogramm Körpergewicht ermitteln. Idealerweise setzt sie sich aus stillem Wasser und ungesüßten Tees (es gibt spezielle Fruchtbarkeitstees) zusammen. Je nach Wasserqualität kann die Verwendung eines Wasserfilters sinnvoll sein. Genügend Flüssigkeit ist wesentlich für eine gesunde Nierenfunktion und somit für die Entgiftungskapazität unseres Körpers.

Optimieren Sie Ihren Stoffwechsel durch gezielte Nahrungsergänzung.

In meiner Praxis haben sich als wirksame Basissubstitution die Omega 3-Fettsäuren, das Vitamin D3, Jod sowie die B-Vitamine 12 und 9 (Folsäure) herausgestellt. In ihrer Gesamtheit regulieren sie das Hormon-, Nerven- sowie Immunsystem. Zellteilungsprozesse laufen mit ihrer Hilfe geordneter ab und die Versorgung der Fortpflanzungsorgane verbessert sich. Der individuelle Bedarf lässt sich auch labortechnisch bestimmen. Es gibt sie einzeln im Handel oder als Kombinationspräparate in verschiedenen Darreichungsformen. Auf eine gute Qualität und Bioverfügbarkeit der Produkte ist unbedingt zu achten.

Vermeiden Sie Schadstoffe.

Nikotin, Alkohol und andere Drogen haben in der Vorbereitung auf eine Schwangerschaft nichts zu suchen. Auch Medikamente sollten gemieden und bei Notwendigkeit auf ihre Störwirkung hin überprüft werden. Weitere Schadstoffe sind verschiedenste Umweltgifte, die sich leider heutzutage nicht gänzlich vermeiden lassen. Sie verstecken sich nicht selten in Kosmetika, behandeltem Obst und Gemüse sowie als Konservierungsstoffe und Weichmacher in stark verarbeiteten Lebensmitteln und Verpackungen.

Gönnen Sie sich wohltuende Bewegung, besonders in der Natur.

Die Gesundheit hängt wesentlich von unserem Bewegungsverhalten ab. Moderater Sport im Ausdauer- und Kraftbereich (zum Beispiel Yoga, Wassergymnastik oder Nordic Walking) bereitet den Körper wunderbar auf eine bevorstehende Schwangerschaft vor, macht ihn belastbarer und steigert die Stresstoleranz. Extremsport hingegen wird vom Körper als Stress empfunden und ist somit kontraproduktiv. Darüber hinaus hat sich bei Männern gezeigt, dass das Radfahren zu einer Überhitzung der Hoden und einer Kompression der Samenstränge führen kann. Bei Frauen steigert hingegen häufiges und intensives Radfahren während der Schwangerschaft das Risiko für Komplikationen.

Setzen Sie sich keinem unnötigen Elektrosmog aus.

Dieses Thema wird nach wie vor kontrovers diskutiert während andere Strahlenbelastungen wie beispielsweise das Röntgen längst als schädigender Faktor anerkannt sind. In jedem Fall schadet ein vernünftiger Umgang mit Elektrosmog nicht und ist aus meiner Sicht sogar unverzichtbar. Die einfachsten Regeln sind: keine Elektrogeräte im Schlafzimmer, nachts den Router ausschalten, unnötige und lange Gespräche am Mobiltelefon vermeiden, das Handy nicht am Körper tragen und wenn möglich auf Flugmodus oder ausschalten. Da Elektrosmog sich besonders stark auf die Körperdrüsen auswirkt, sollten Männer das Handy nicht in der Hosentasche tragen. Hier sei auch noch erwähnt, dass insbesondere das Abstellen des Laptops auf einem schwangeren Bauch verheerende Folgen für das ungeborene Kind haben kann. Da der Schädel des Kindes noch nicht knöchern durchbaut ist und es im Fruchtwasser schwimmt, kann die Strahlung ungehindert bis tief ins Gehirn durchdringen. Handys und das wachsende Gehirn geben genug Stoff für einen gesonderten Beitrag.

Achten Sie auf eine gute Schlafhygiene.

Im Leben gilt es, Abwechslung zu schaffen und Routinen zu durchbrechen. Die einzige Ausnahme ist der Schlaf. Ein gesunder Organismus ist nach ca. sieben Stunden Schlaf erholt und frisch. Zu wenig sowie zu viel Schlaf wirken sich hingegen negativ aus. Versuchen Sie zu einer geregelten Uhrzeit ins Bett zu gehen und vermeiden Sie Blaulicht (Fernseher, Computer) am Abend. Beachten Sie Ihre innere Uhr – sind Sie eher eine Lerche oder eine Eule? Auch wenn diese so genannten Chronotypen als genetisch determiniert gelten, ändern sie sich sowohl im Laufe eines Lebens als auch bei Optimierung des Stoffwechsels oftmals in Richtung Frühaufsteher.

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Zu guter Letzt: Beleben Sie Ihre Partnerschaft.

Weniger messen, mehr spüren. Es ist sicherlich sinnvoll, als Frau den eigenen Zyklus über eine Zeit zu beobachten und die Zeichen der fruchtbaren Tage erkennen zu können. Mindestens so wichtig ist es aber, die eigene Lust zu erkennen und beim Geschlechtsverkehr nicht stur nach dem Kalender zu gehen. Die Lust auf Intimität ist – wie sollte es anders sein – in den Tagen um den Eisprung am größten. In dieser Zeit sollten insbesondere die Frauen ihren Partner besonders gut riechen können. Unbewusst empfindet eine Frau einen Mann als attraktiv wenn seine Botenstoffe verraten, dass er ein möglichst anders aufgestelltes Immunsystem besitzt. Die Kombination zweier unterschiedlicher Immunsysteme bedeutet für den Nachwuchs bessere Überlebenschancen. Übrigens: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine Frau, die sich in ihrer Weiblichkeit begehrt und geliebt fühlt robustere Nachkommen zur Welt bringt.

Welche Ursachen kann ein unerfüllter Kinderwunsch haben?

Wie in der Medizin üblich, ist auch bei diesem Thema in den meisten Fällen von einer Summation diverser Faktoren auszugehen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass circa zu einem Drittel der Fälle die Ursache bei der Frau und zu einem Drittel beim Mann zu finden ist. Im letzten Drittel sind entweder beide am unterfüllten Kinderwunsch beteiligt oder es kann keine Ursache ausfindig gemacht werden. Es wird deutlich, dass in jedem Fall sowohl die Frau als auch der Mann untersucht und in den Prozess miteinbezogen werden sollte.

Manche Zusammenhänge liegen auf der Hand und sind leicht zu identifizieren. Diese sind auch meistens die ersten, die im Falle einer ausbleibenden Schwangerschaft abgeklärt werden. Zu ihnen zählen vor allem Störungen der Fortpflanzungsorgane bei der Frau und beim Mann, so zum Beispiel:

  • Eileiterverklebungen
  • Fehlbildungen von Eierstöcken und Uterus
  • Samenleiterverschluss
  • gestörte Hodenfunktion bzw. schlechte Spermienqualität

Darüber hinaus werden bei ausbleibender Schwangerschaft in der Regel genetische Faktoren, hormonelle Fehlfunktionen, Genitalinfektionen sowie Stoffwechselerkrankungen (Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion) als mögliche Ursachen in Betracht gezogen. Auch Erkrankungen wie das PCO-Syndrom (polycystisches Ovarial-Syndrom) und die Endometriose rücken immer mehr in den Fokus.

Es gibt aber auch Ursachen, die subtiler sind und daher oftmals übersehen werden, so zum Beispiel multiple Toxinbelastungen, Elektrosmogexposition, Betriebsmittelmangel, latente Zuckerstoffwechselstörungen wie die Insulinresistenz, chronisch niedriggradige Entzündungen, Parasitenbelastungen sowie psychoemotionaler Stress. Es wird Ihnen auffallen, dass hier eine große Übereinstimmung mit den weiter oben beschriebenen Maßnahmen zur optimalen Vorbereitung auf eine Schwangerschaft bestehen. Das verwundert nicht, denn es ist in aller Regel viel einfacher, Gesundheit zu erhalten als Krankheit zu beheben.

Warum einen naturheilkundlichen Ansatz wählen?

Im Idealfall ergänzen sich Naturheilkunde und Allopathie optimal im Sinne der Hilfesuchenden. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden ist die Grundannahme, was Krankheit ist. Während in der konventionellen Medizin Krankheit als eine Fehlfunktion eingestuft wird und die Behandlung sich daher an der Beseitigung von Symptomen orientiert, ist den meisten naturheilkundlichen Methoden die Idee gemein, dass Krankheit bereits ein Lösungsversuch des Körpers ist. Wir gehen davon aus, dass dieses komplexe und in sich stimmige System unter den gegebenen Umständen, die oftmals suboptimal sind, eine folgerichtige Entscheidung trifft. Daraus ergibt sich ganz automatisch ein ursächlicher Therapieansatz. Es werden die Voraussetzungen für Heilung geschaffen, indem zum Beispiel Belastungen beseitigt oder Betriebsmittel zur Verfügung gestellt werden. Ein stufenweises und zweckorientiertes Vorgehen ist meiner Auffassung nach immer sinnvoll. Von weniger belastenden und non-invasiven Methoden, die die Selbstregulation unterstützen hin zu solchen, die aufwendiger und oftmals auch kostspieliger sind. Dieses Vorgehen lässt sich natürlich nicht auf alle, vor allem nicht auf anatomische Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch anwenden. Außer Frage steht, dass zum Beispiel bei einem undurchlässigen Eileiter schon die erste Option die operative Öffnung oder gegebenenfalls eine IVF (in vitro Fertilisation) sein kann. Ich gehe also im Folgenden davon aus, dass derartige Ursachen bereits hinreichend abgeklärt worden und gegebenenfalls behandelt worden sind.

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Welche naturheilkundlichen Ansätze gibt es?

Auf welchem Gebiet auch immer ein naturheilkundlich aufgestellter Therapeut sich spezialisiert hat, jede Maßnahme welche die Gesundheit fördert bietet grundsätzlich die Chance, auch die Fruchtbarkeit zu erhöhen. Die Palette ist weit gefächert. Jeder Bereich hat seinen eigenen Stellenwert und kann passend sein. Meiner Erfahrung nach ist bei der Auswahl wesentlich, dass das ungewollt kinderlose Paar sich sowohl auf den Therapeuten als auch auf die Methode einlassen kann. Meine positiven Erfahrungen begründen sich vor allem auf die Arbeit mit der so genannten Vitalfeldtechnologie. Es handelt sich um ein informationsmedizinisches Verfahren, welches sich sowohl bei der Suche nach Ursachen als auch therapeutisch einsetzen lässt. Es verbindet unter anderem Erkenntnisse aus der Homöopathie, Osteopathie, TCM, Phytotherapie sowie orthomolekularen Medizin. Zur Verdeutlichung einige ganz unterschiedliche Fälle aus der Praxis:

1. Fall – Unerfüllter Kinderwunsch bei erhöhter Schwermetallbelastung.

Eine junge Patientin suchte mich zunächst aufgrund anhaltender Nackenverspannungen auf. In der Anamnese stellte sich heraus, dass sie und ihr Partner bereits seit Jahren erfolglos versuchten, schwanger zu werden. Wir beschlossen, eine Vitalfeldmessung vorzunehmen, um mögliche Ursachen eingrenzen zu können. Die Messung zeigte neben einer suboptimalen Nährstoffversorgung vor allem eine deutliche Schwermetallbelastung. Ein derartig belasteter Körper entscheidet sich aus gutem Grund gegen eine Schwangerschaft, denn die Mutter entgiftet zu einem guten Teil über das Kind, sowohl vorgeburtlich über die Plazenta als auch postpartum über die Muttermilch. Ich leitete die Patientin zu einer Entgiftungskur mit pflanzlichen Mitteln an und empfahl ihr, die Defizite über Nahrungsergänzungsmittel auszugleichen. Das freudvolle Ergebnis: Schon nach der ersten Behandlungsperiode war die Patientin schwanger. Die Schwangerschaft verlief reibungslos und bescherte dem Paar einen gesunden Sohn.

2. Fall – Wiederholte Schwangerschaftsabbrüche, vermutlich durch Parasitenbelastung.

Auch hier war der bislang unerfüllte Kinderwunsch zu Beginn ein Randthema der Behandlung. Besonders tragisch und belastend stellte sich heraus, dass das betroffene Paar zwar fruchtbar war, es jedoch bereits mehrfach hintereinander zu ganz verschiedenen Zeitpunkten der Schwangerschaft zu Spontanaborten gekommen war. Die Vitalfeldanalyse wies bei der an sich sehr gesunden Patientin als einzigen markanten Befund eine starke parasitäre Belastung auf. Dies passte insofern ins Bild, da ein Fötus oder Embryo prinzipiell nichts anderes ist als ein Parasit im weiblichen Körper. Schließlich handelt es sich um Fremd-DNA, die im Körper der Frau für die Zeit der Schwangerschaft toleriert werden muss. Kommt es nun je nach parasitärer Aktivität zu einer Immunantwort, kann es passieren, dass das ungeborene Kind mit angegriffen wird. Leider schloss sich an die Analyse keine Behandlung an, sodass die theoretische Ursache bis auf weiteres unüberprüft bleibt.

3. Fall – Geschwisterchen mit genetischer Chancenminderung.

In diesem glücklichen Fall hatte die Familie bereits ein gesundes Kind zur Welt gebracht. Erst beim Versuch, ein Geschwisterchen zu zeugen kamen Schwierigkeiten auf. Bei der gynäkologischen Ursachenforschung wurde schließlich eine genetische Eigenart der Mutter festgestellt, welche die Schwangerschaftswahrscheinlich deutlich reduzierte. Gerade diese gesicherte Diagnose und die damit zusammenhängende Aussicht auf ein Einzelkind erzeugten emotional starken Stress. Als wir einen Versuch wagten, war zuvor bereits eine Akupunkturbehandlung erfolglos verlaufen. Bei der Untersuchung in meiner Praxis stellte sich lediglich eine starke emotionale Stressbelastung heraus sowie eine leichte hormonelle Verschiebung. Die Behandlung bestand aus einer Beratung zum Einfluss von Stress auf die Fruchtbarkeit und der Verordnung eines speziellen Kombinationspräparates, welches den Progesteronspiegel auf natürliche Weise anhebt. Heute ist die Familie vierköpfig.

4. Fall – Kinderwunsch erfüllt mit Hilfe einer Stoffwechseloptimierung.

Als die junge Patientin mich aufsuchte, verhüteten sie und ihr Mann bereits nicht mehr. Um mögliche Hindernisse auszuschließen führte ich eine Vitalfeldmessung durch. Neben Nährstoffdefiziten stellten sich auch hier eine Schwermetallbelastung sowie eine latente Schilddrüsenunterfunktion heraus. Da zu diesem Zeitpunkt nicht sicher war, ob wohlmöglich schon eine Befruchtung stattgefunden hatte, habe ich von einer Ausleitung der Schwermetalle abgesehen und mich auf die oben beschriebenen Nährstoffsubstitutionen sowie die weitere Abklärung der Schilddrüsenfunktion beschränkt. Bei der Gynäkologin bestätigte sich die latente Unterfunktion und wurde entsprechend eingestellt. Tatsächlich wurde die Patientin auf Anhieb schwanger und ich hörte erst wieder von ihr nachdem es leider zu einem Spontanabort mit Ausschabung kam. Nun konzentrierte sich die Therapie schwerpunktmäßig auf die Stabilisation der Psyche und die Patientin führte die Schwermetallentgiftung mittels pflanzlicher Präparate durch. In der Zwischenzeit ist die werdende Mutter im letzten Trimenon der Schwangerschaft – gesund, munter und glücklich. Speziell in diesem Fall lässt sich nur schwer abschätzen, wie groß der Einfluss der Therapie war und ob es nicht auch ohne Intervention beim zweiten Anlauf geklappt hätte.

5. Fall –Optimierte Spermienqualität durch Reduktion der Elektrosmogexposition.

Ein Paar mit bislang unerfülltem Kinderwunsch suchte mich auf, um alternativmedizinische Unterstützung einzuholen. Der bei Weitem auffälligste Befund war eine massive Elektrosmogbelastung des Mannes, beide Hoden zeigten als anatomische Strukturen an und der so genannte oxidative Stress war maximal erhöht. In der Anamnese deckte sich diese Erkenntnis mit dem Handyverhalten des Ehemannes. Er trug über viele Stunden am Tag sein Smartphone in der vorderen Hosentasche, in der anderen seinen Autoschlüssel mit keyless go-Funktion. Er war beruflich im Außendienst tätig und daher viel in seinem voll ausgestatteten Firmenwagen unterwegs. Die Sitzheizung nutzte er gerne. Darüber hinaus diente das Handy auch als Wecker im Schlafzimmer. Neben den oben genannten allgemeinen Maßnahmen wurde das Paar über Elektrosmog-Hygiene aufgeklärt. Der Ehemann erhielt hochdosierte Antioxidantien sowie Selen für die Prostatadrüse. Parallel erfolgte eine Behandlung mittels Vitalfeldtherapie zur Ausleitung der Strahlenbelastung. Eine weitere Messung zeigte einen deutlichen Rückgang der Belastung. Die Schwangerschaft lies nicht mehr lange auf sich warten.

6. Fall – Schwanger trotz PCO-Syndrom.

Eine junge Frau mit Kinderwunsch stellte sich mir vor, da ihr aufgrund eines bestehenden PCO-Syndroms wenige Aussichten auf eine natürliche Schwangerschaftsentstehung gemacht wurden. Die Vitalfeldanalyse zeigte Probleme im Kohlenhydrat- sowie Fettstoffwechsel auf, eine Aluminiumbelastung und Darmdysbiose. Darmbeschwerden waren der Patientin schon lange bekannt, sie hatte mit ihrem Gewicht zu kämpfen und einen Fabel für Kosmetika, aggressive Putzmittel und Kaffe aus Kapseln. Die Behandlung bestand in einer Änderung der Nutzung bestimmter belastender Haushaltsprodukte, einer Ernährungsberatung sowie einer Kur zur Sanierung des Darmes. Die Patientin wurde bereits kurze Zeit später schwanger. Interessanter Weise ist das PCO-Syndrom heute nicht mehr nachweisbar.

7. Fall – Begleitung einer künstlichen Befruchtung bei Endometriose.

Im letzten der vorgestellten Fälle fand eine Patientin zu mir, die sich zusammen mit ihrem Partner aufgrund ihrer Endometriose bereits in Kinderwunschbehandlung befand. Bisher wollte sich kein Erfolg einstellen, sodass wir gemeinsam überlegten, wie wir sie auf dem Weg unterstützen könnten. Wir entschieden uns neben den Maßnahmen, die die Vitalfeldmessung ergab, für eine Behandlung mittels IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training). Diese passive Trainingsform entstammt dem Leistungssport und fördert die Zellkraftwerke (Mitochondrien) in ihrer Funktion. Zu Beginn der zweiten Behandlungsperiode von je zehn Sitzungen wurde die Patientin glücklicherweise schwanger.

Fazit und Ausblick

In meiner täglichen Arbeit haben mir die Erkenntnisse aus der Vitalfeldtechnologie, der kPNI (klinische Psychoneuroimmunologie) sowie der Osteopathie bislang die schlüssigsten Ansätze geliefert. Alle drei Sichtweisen habe ich in diesen Artikel einfließen lassen. Ich hoffe, aufgezeigt zu haben, dass es schonende Mittel und Wege gibt, den Körper auf eine Schwangerschaft vorzubereiten und die Fruchtbarkeit zu erhöhen. Wir sollten uns immer bewusst sein, dass wir durch ein kleines Fenster in die Vielschichtigkeit unserer eigenen Innenwelt blicken. Unsere Aufgabe als Therapeuten liegt im Versuch des Verstehens. Nur so können wir die Weichen stellen, die dem Körper zurück in seine Selbstregulation verhelfen. Unsere moderne Kinderwunschbehandlung mit ihren ausgefeilten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten ist dabei ein ebenso wertvolles Werkzeug wie die komplementärmedizinischen Ansätze. Wenn wir uns jeweils an den individuellen Gegebenheiten orientieren und vor allem das Paar aktiv in den Prozess mit einbeziehen sehe ich gute Chancen, gemeinsam in vielen Fällen den Kinderwunsch erfüllen zu können. Gleichzeitig hat die Auseinandersetzung mit dem Thema das Potential, über den Kinderwunsch hinaus zum Lehrmeister der eigenen Gesunderhaltung zu werden.

Autor: Alice Lormann (Heilpraktikerin)
Thema: Natürlich helfen bei unerfülltem Kinderwunsch
Webseite: https://www.rundum-osteopathie.de

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