Wenn man von Reizüberflutung spricht, dann meint man in der Regel, dass zu viele Reize über unsere Sinne auf einmal in einem bestimmten Zeitraum auf uns einstürmen.

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Wir nehmen ein zu viel zum Beispiel von Geräuschen und Bildern auf und können diese nicht mehr verarbeiten. Dadurch können wir uns selbst sehr belastet und überfordert fühlen. Jede Person empfindet diese Situationen jedoch anders und jeder hat eine andere Aufnahmefähigkeit. Was dem einen als zu viel erscheint, kann der andere gut verarbeiten.

Was versteht man überhaupt unter Reizüberflutung?

Dies bedeutet, dass zu viele Eindrücke auf den Menschen einwirken, so dass das Gehirn die Palette der Informationen nicht mehr verarbeiten kann. Besonders durch die aktuelle Entwicklung von Handy und Internet und der dadurch bestehenden derzeitigen Informationsflut ist dies ein großes Thema.

Da wir die Welt über unsere verschiedenen Sinne wahrnehmen, sind wir immer wieder großen Reizen ausgesetzt. Wir sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Wenn hier zu viele Sinne auf einmal und zu intensiv angesprochen werden, kann man sich überfordert fühlen. Da jedes Sinnesorgan einem eigenen Zentrum im Gehirn zugeordnet ist, können im Normalfall mehrere Eindrücke verschiedener Sinnesorgane gleichzeitig verarbeitet werden. Wir können also unterschiedliche Erfahrungen parallel verarbeiten. Wenn es jedoch zu einer überhöhten Wahrnehmung an Sinneseindrücken kommt, dann kann dies zu unterschiedlichen negativen Auswirkungen führen.

Was bewirkt die Informationsflut und was kann ich selbst gegen ein zu viel tun?

Wir leben in einem digitalen Zeitalter und sind dadurch mit vielen Geräten wie Handy, Computer, Fernseher und Radio verbunden. Bei manchen Menschen gibt es sogar eine Dauerberieselung. Jedoch können wir uns alle selbst entscheiden, wie viel uns gut tut und wie viel wir auf uns einwirken lassen wollen. Viele sehen diese Alternative jedoch nicht oder sind nicht bereit, sich eine sogenannte Auszeit von den Medien zu gönnen. Das kann sich irgendwann zu einer chronischen Reizüberflutung ausbauen und sich auf die physische und psychische Gesundheit auswirken.

Als Gegenpol gibt es eine große Palette von Entspannungsübungen, wie zum Beispiel Yoga oder Meditation. Diese sind ein gutes Mittel, um immer wieder herunterzufahren und zu sich selbst zu kommen. Hier kann wieder ein mentaler Ausgleich stattfinden und uns gut tun.

Auch ein Kurzurlaub, der natürlich nicht im Stau stattfinden sollte, kann uns zum Aufatmen bringen. Hier kann in einer ruhigen Umgebung die Balance wieder hergestellt werden. Am besten ohne Handy, Computer und Fernsehen.

Welche Symptome können sich durch Reizüberflutung zeigen?

Zu viele Reize und Erfahrungen auf einmal können sich auf die physische und psychische Gesundheit auswirken. Hier können sich zum Beispiel folgende Symptome zeigen:

  • Tinnitus
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Suchtverhalten
  • Vergesslichkeit
  • Ticks
  • Essstörung
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Erschöpfung
  • Hyperaktivität
  • Reizbarkeit
  • Aggression

Vor allem in der heutigen Zeit sind Schlafstörungen oft eine Nachricht des Körpers, dass er nicht mehr zur Ruhe kommen kann. Fernseher oder Handys im Schlafzimmer können zu einem unruhigen Schlaf führen. Jeder von uns ist deshalb in der heutigen Zeit aufgefordert, für sein eigenes mentales und körperliches Gleichgewicht zu sorgen, damit sich viele Symptome erst gar nicht zeigen.

Welche Möglichkeiten zur Korrektur gibt es, wenn ich mich angespannt fühle?

Eine gute Option sind Pausen, die man sich je nach Menschentyp immer wieder gönnen sollte. Kleine Auszeiten vom Alltag und der Arbeit wirken manchmal Wunder. So kann ein Spaziergang, eine sportliche Tätigkeit oder eine Meditation wieder in den Entspannungsprozess führen. Geist und Körper haben in diesem Fall wieder die Möglichkeit, sich zu regenerieren, um weitere Informationen und Sinneseindrücke aufzunehmen.

Vor allem der Aufenthalt in der Natur reguliert das Spannungsgefühl. Vielen ist bekannt, dass der Wald eine positive Auswirkung auf den Mensch hat. Dies gilt es zu nutzen. Auch das aktuelle Thema Waldbaden trägt dazu bei.

Warum nein sagen vor allem hochsensiblen Menschen so gut tut

Viele Menschen können das Wort nein nicht aussprechen. Vor allem, wenn man sich schnell überfordert und überanstrengt fühlt, sollte man verstärkt darauf achten, welche Dinge wirklich für einen wichtig sind. Man sollte lernen öfters zu dem nein zu sagen, was uns persönlich nicht gut tut oder uns überfordert. Sich bewusst Freiräume zum Nichtstun freizuhalten ist hier eine gute Option, um sich wieder auf einen Normalzustand herunterzufahren.

Nein zu sagen will gelernt werden. Vor allem, wenn man das seither nicht so gut konnte und eine Hemmschwelle hat, ein klares nein anderen Menschen gegenüber zu äußern. Hierzu gibt es Seminare oder man kann zur Unterstützung einen Coach aufsuchen, der einen dabei unterstützt seine eigenen Grenzen wahrzunehmen und anderen gegenüber zu äußern.

Fazit: Jeder Mensch sollte die Möglichkeit nutzen gut für sich selbst zu sorgen. Denn wir merken oft erst, wenn sich Symptome zeigen oder sich eine Krankheit meldet, dass wir uns um unser Wohlergehen besser kümmern sollen. Wir können jedoch bereits als Präventivmaßnahme verschiedene Möglichkeiten im Vorfeld nutzen, um es gar nicht so weit kommen zu lassen.

Autor: Christine Riemer-Mathies
Thema: Was tun bei Reizüberflutung?
Webseite: https://www.lebensfreudefinden.de

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