Gehen Sie mit Ihren Ängsten gut um

Eines vorneweg, Ängste sind wichtig, richtig und gehören zu unserem Leben dazu!

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Eben genauso, wie andere Emotionen (Freude, Wut, Trauer, usw.) auch. Die Ausprägung sollte jedoch in solch einem Maß sein, dass wir uns damit wohl fühlen. Wie können wir also lernen mit unseren Ängsten umzugehen?

In einer Gesellschaft, die mehr und mehr durch Medien, Schlagzeilen und vermeintliche Normen von außen gesteuert wird, ist es eine große Aufgabe, die eigenen Ängste überhaupt wahrzunehmen. Hier beginnt häufig schon das erste Problem. Nur wenn wir etwas kennen, können wir einen Weg finden, um damit umzugehen.

Jeder hat sicherlich seine ganz eigenen Ängste. Manche spüren sie ganz bewusst, andere merken sie eher unterschwellig. Häufige deutlich wahrnehmbare Ängste sind zum Beispiel:

  • Angst vor Bestrafung
  • Angst vor Arbeitslosigkeit
  • Angst vor Krankheit
  • Angst vor dem Tod
  • Angst, nicht geliebt zu werden
  • Angst, alleine zu sein
  • Angst vor unberechenbaren Gefahren

Unbewusste Ängste sind solche, die uns beeinflussen, ohne dass wir sie überhaupt kennen oder benennen können. Sogenannte Urängste sind eine Art der unbewussten Ängste.

Plötzlich sind sie da! Woher kommen Ängste überhaupt?

Ängste können aus negativen Erfahrungen resultieren

Wenn wir Schlechtes erlebt haben und dies in uns abspeichern, dann wird uns das lange Zeit begleiten. Wird beispielsweise einem Kind bei einer schlechten Benotung in der Klassenarbeit mit unverhältnismäßigen Konsequenzen gedroht, sitzt ihm bestimmt bei weiteren Klassenarbeiten immer die Angst im Nacken, wieder großen Ärger zu bekommen. Dies ist sicherlich nicht förderlich um Gelerntes während der Arbeit aufs Papier zu bringen.

Ängste können entstehen, weil wir etwas noch nicht erlebt haben, es für uns also unbekannt und neu ist.

Erleben wir eine Situation zum ersten Mal kann es für uns beängstigend sein, da wir uns auf unbekanntem Terrain bewegen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn wir eine Krankheitsdiagnose gestellt bekommen. Viele Krebspatienten berichten, dass sie bei der Diagnose aus Angst in eine regelrechte Schockstarre verfallen sind. Es kann jedoch auch etwas scheinbar Banales sein, wie der erste Kindergartentag eines Kleinkindes.

Ängste können uns auch von außen aufgedrängt werden.

Diese aufgedrängte Angst hat ihren Ursprung häufig in der Angst anderer Menschen. Sie versuchen uns damit bewusst oder unbewusst zu beschützen, auszubremsen oder einfach nur aufmerksam zu machen. Wenn die Mutter zu ihrem Kind ständig sagt, dass es aufpassen soll, dass es nicht stürzt, wird irgendwann das Kind selbst diese Angst übernehmen.

Haben wir einen Chef, der mit Kündigung droht, wenn wir nicht bereit sind Überstunden zu machen, dann kann die Angst vor Erwerbslosigkeit so groß werden, dass wir nicht mehr in der Lage sind, frei zu entscheiden, ob das Arbeitspensum für uns erträglich ist oder nicht. Der Chef hat uns also mit seiner Drohung dahingehend manipuliert, dass wir aus Furcht bereit sind, unsere Grenzen zu überschreiten um unsere Angst vor Arbeitslosigkeit zu überspielen.

Ängste können uns bereits in die Wiege gelegt werden.

In diesem Fall sind die Ängste von unseren Vorfahren übernommen. Wenn der Vater im Krieg Hunger leiden musste und er diese Angst ein Leben lang in seinen Zellen trägt, dann ist es möglich, dass er sie an seine Kinder überträgt, ohne dass diese jemals hungern mussten. Die Angst steckt tief in den Zellen der Nachkommen und könnte zum Beispiel beim kleinsten Anzeichen von Knappheit veranlassen unverhältnismäßige Vorräte anzuschaffen.

Vor Angst erstarren – mehr als ein Sprichwort

  • Angst hält uns klein, lähmt uns und wirkt bedrohlich.
  • Sie schwächt uns, macht angreifbar und manipulierbar.
  • Zudem schränkt sie unser freies persönliches Leben ein.
  • Angst führt zu unkontrollierten Handlungen.
  • Im Übrigen schwächt sie unser Immunsystem.
  • Angst kann psychische Störungen nach sich ziehen.
  • Ebenfalls kann sie körperliche Begleiterscheinungen mit sich bringen.

Die Angstreaktion ist ein lebenserhaltender Reflex und soll uns vor Bedrohung schützen. Beim Auftreten wird unser Körper sofort in den Kampf- und Fluchtmodus umgeschaltet. Er bekommt eine Extraportion Energie bereitgestellt, damit wir im Ernstfall kämpfen oder flüchten können. Wir handeln also nicht mehr überlegt und logisch, sondern agieren aus der Angst heraus, als würde es ums blanke Überleben gehen. In unserem normalen Alltag ist diese Reaktion jedoch oft überzogen und unangebracht. Im Nachhinein ist häufig unklar, warum wir so reagiert haben, obwohl das möglicherweise gar nicht uns entspricht.

Es gibt vielerlei Methoden, um Ängste aufzuspüren und ins zu Bewusstsein bringen – eine davon ist die Kinesiologie. Dank dem Muskeltest können hier auch Zugänge zum Unbewussten geschaffen und Hintergründe aufgezeigt werden.

Während der kinesiologischen Balance wird die Angst mit allen Facetten wahrgenommen, akzeptiert und im Detail gefühlt. Auftretende Gedanken und Gefühle werden zugelassen und benannt. Durch Halten individueller Punkte innerhalb des Meridiansystems wird die Selbstregulation angeregt, damit ein guter Umgang mit der Angst möglich werden kann.

Betroffene können sich danach wieder frei fühlen und ihr Leben bewusst in die Hand nehmen.

Es kann das Leben also ungemein erleichtern, sich seiner Ängste bewusst zu werden, diese anzuschauen, zu lösen und auf ein gutes Maß zu regulieren. Dafür gibt es viele Ansätze, die sicherlich auch je nach Ausprägung der Ängste mehr oder weniger geeignet sind. Die kinesiologische Begleitung kann schulmedizinische Maßnahmen unterstützen, jedoch nicht ersetzen.

Bei so viel Negativem hat jede Angst jedoch auch etwas Positives.

Sie schützt uns! Sie lässt uns vorsichtig sein und realistisch abwägen, was richtig und was falsch ist, was uns gut tut oder schadet.

Angst gehört zu unserem Leben dazu wie andere Gefühle auch. Sie möchte ernst genommen werden und dann haben wir es in der Hand, wie wir damit umgehen.

Sie möchten Ihre Ängste bewusst kennenlernen?

Notieren Sie sich doch mal eine Woche lang alle Situationen in denen Sie sich unwohl fühlen, ein mulmiges Gefühl haben, vielleicht sogar Angst verspüren. Steckt hinter manch einer unangenehmen Situation eine Angst?

Versuchen Sie mal von außen darauf zu schauen und die Angst einzuordnen:

  • Woher kommt das ungute Gefühl?
  • Haben Sie eine negative Erfahrung erlebt?
  • Wird eine Angst ausgelöst, weil Ihnen etwas noch nicht bekannt ist?
  • Wurde Ihnen diese Angst von außen aufgedrängt? Und wenn ja, zu welchem Zweck?
  • Ist es eine Angst, die bereits andere in Ihrer Familie hatten?

Die intensive Wahrnehmung und das Zulassen der ggf. unangenehmen Gefühle ist der erste Schritt, etwas zu verändern. Sollten Sie an dieser Stelle Unterstützung benötigen, scheuen Sie sich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen, egal in welcher Form.

Autor: Tanja Kappel
Thema: Gehen Sie mit Ihren Ängsten gut um
Webseite: https://www.tanjakappel.de

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