Erfüllende Arbeit – sich finden und leben

Wir alle wünschen uns ein erfülltes Leben. Eine Arbeit die Freude macht, die die Seele zum Ausdruck bringt oder einfach auch sich selbst, und bei der man sich nicht verstellen muss.

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Doch die Realität sieht oft gänzlich anders aus. Es ist das Gefühl in einem Hamsterrad zu sein und in der Struktur von arbeiten, schlafen, arbeiten gefangen zu sein. Und das Gefühl dieses gefangen seins, womöglich noch in einem unangenehmen Umfeld lässt das Lebensgefühl drastisch sinken.

Die große Frage, die du dir wahrscheinlich jetzt stellst ist: wie kann ich das ändern?

An dieser Stelle greifen oft die vielen Erfolgscoaches ein und sagen dir das mit dem entsprechenden Mindset alles zu erreichen ist. Bis zu einem gewissen Grad stimme ich dem auch zu, doch es geht tiefer und sollte authentisch sein. Denn sich Affirmationen vor zu sagen und so sein Mindset zu verändern ist nur ein Teil davon.

Der nächste wichtige Teil der unabdingbar mit den Gedanken verbunden ist und zusammenhängt sind die Gefühle. Denn nur wenn Gedanken und Gefühle zusammenpassen, in Resonanz sind, denkst, fühlst und handelst du anders und ziehst so neues und anderes in dein Leben. Im Grunde geht es um die Reise zu dir selbst, dich zu entdecken, dich anzunehmen und dich zum Ausdruck zu bringen.

Beginnen wir also noch mal von vorn. Du hängst in diesem Hamsterrad fest machst eine Arbeit, die dir keine Freude macht und du deshalb dumpfen, tristen Gefühlen und Gedanken nachhängst. Du lebst von Wochenende zu Wochenende und bereits am Sonntag Mittag sinkt die Laune auf den Nullpunkt. Deine Gedanken kreisen darum wie schlimm es doch ist, dort zu arbeiten, darum, was dich ärgert, dich einschränkt und es sich einfach leblos anfühlt. Und dann gibt es ja auch in jedem Betrieb den einen Kollegen oder die eine Kollegin mit der es einfach nicht passen will. Beide sind unzufrieden beide möchten sich profilieren und einander ausstechen. Und dies verschlimmert die Sache ungemein, so sehr das ist einfach kaum noch auszuhalten ist.

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Wenn du dich auch nur in einem Teil davon wieder finden kannst ist die Sache schon unangenehm. Und es gibt verschiedene Ansätze hier was zu verändern. Doch es braucht Willen, es braucht Geduld und den Mut sich seinem Inneren und seinen Ängsten zu stellen.

Und nun kommen wir zu dem Teil in dem wir beginnen die Lösungsansätze zu finden. Das was du denkst und was du fühlst kreiert deine Realität. Das ist weithin bekannt und, ich glaube, fast alle wissen es, aber der Weg diese Macht, die wirklich jeder hat, für sich zu nutzen ist weitestgehend unbekannt. Und nun setzen wir da an, wo auch diese Coaches ansetzen. Aber, und das ist mir wichtig, geht es hier nicht um Leistung oder Erfolg, sondern darum authentisch sich zu leben. Das ist ein großer unterschied in der Zielsetzung. Weg vom funktionieren, hin zum Leben.

Als erstes ist es wichtig die Gedanken zu betrachten, also eine Bestandsaufnahme zu machen. Beobachte deine Gedanken, schreib sie dir auf, und dann überlege dir und wähle, ob du so wie diese Gedanken sind dein Leben kreieren und leben willst.

Hierzu möchte ich dir ein Bild geben. Wir alle haben eine Großhirnrinde, sie ist wie eine große Leinwand auf die du die Bilder wirfst, die du in deinem Kopf entstehen lässt. Diese Bilder entstehen aus dem Zusammenspiel deiner Gedanken und deiner Gefühle. Diese Bilder kreieren dein Leben. Deshalb ist es so ungemein wichtig, dass du dir bewusst wirst was du denkst und was du fühlst.

Ja, wirst du jetzt fragen, aber wenn mein Leben und die Arbeit so unangenehm sind für mich, wie soll ich denn dann positiv denken und fühlen?

Das, und da gebe ich dir recht, geht nicht von heute auf morgen und braucht deine Geduld und deinen Willen. Der Schlüssel ist die Aufmerksamkeit. Worauf lenkst du deine Aufmerksamkeit hauptsächlich? Und ich glaube, da ist die Antwort ganz einfach: auf den großen Leidensdruck in deinem Leben.

Das Prinzip ist: die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Das heißt, je mehr du dich diesem schlimmen dumpfen Gefühl hingibst, desto mehr ziehst du es in dein Leben.

Und der Schlüssel ist, damit zu beginnen deine Aufmerksamkeit auf das zu lenken was in deinem Leben gut ist. Und das können manchmal erst mal, auch nur ganz kleine Sachen sein. Denn es geht darum den Hauptfokus wegzunehmen von deinem Leid und dir bewusst zu machen, das es auch noch was anderes gibt.

Also, es gibt da ja auch etwas, das Privatleben heißt. Natürlich ist mir bewusst, dass viel Kraft durch dieses gefangen sein verloren geht. Doch ein wenig davon bleibt über und dieses Quäntchen Kraft darfst du für dich nehmen. Überlege was dir gut tut und wenn es eine Zeit lang das ausruhen am Abend ist, so ist dies eine bewusste Wahl die du triffst.

Und sobald dir klar ist, dass das eine bewusste Wahl von dir ist, wie du mit dieser Zeit und deiner Kraft umgehst beginnst du die Zügel deines Lebens in die Hand zu nehmen.

Der erste Schritt ist, so hart es auch klingt, anzunehmen wie es ist. Erst wenn du akzeptierst wie deine Lebenssituation wirklich ist und herausfindest welchen Anteil du selbst daran hast, dieses Leben so kreiert zu haben, kannst du es verändern. Das soll jetzt nicht heißen, dass du an allem selbst schuld bist, oder irgendeine Form von Bewertung sein. Denn das Leben ist ein Konglomerat aus inneren und äußeren Lebensumständen und du lebst was du als Kind gelernt hast. Der Trick ist nun, herauszufiltern, wo du einfach das erlernte weiter lebst, um es zu entdecken, neu zu betrachten und dann dorthin zu gelangen wo du wirklich dich lebst.

Als nächstes betrachten wir die Gedanken. Als Kind erlernen wir durch das, was die Eltern Vorleben, wie das Leben das Miteinander, Beziehung, Arbeit, und das Wertgefüge zu sein hat. Dazu gehören auch Sätze, die wir immer wieder hören und die die Eltern leben.

Das können Sätze sein, wie:

  • Nur der Harte kommt in den Garten.
  • Wenn es Spaß macht, ist es keine Arbeit.
  • Nur wer viel arbeitet bringt es zu was.
  • Was Dich Quält macht dich nur noch stärker.

Und dazu kommt dann noch das Bild, welches vorgelebt wird. Die Eltern gehen arbeiten, sind müde, meckern über den Job, ergeben sich aber ihrem Schicksal. Und das Kind, dem das jeden Tag vorgelebt wird, geht davon aus, dass so das Leben richtig ist, hinterfragt es nicht und lebt es so weiter.

Die Aufgabe ist nun genau dieses, was dir vorgelebt wurde wieder ins Bewusstsein zu rufen und zu betrachten, in wie weit du es selbst nun auch lebst. Da werden dir bestimmt gleich Sätze einfallen, die du als Kind immer wieder gehört hast, oder die dir immer wieder gesagt wurden damit du die erwünschte Leistung bringst, oder den von den Eltern gewünschten Berufs und / oder Lebensweg einschlägst. Diese Sätze sind zu der Grundlage deiner inneren Wahrheit und deines Unterbewusstseins geworden. Die gute Nachricht ist, dass du sie ändern kannst.

Und hier kommen die Affirmationen zum Einsatz. Ein extrem wichtiger Punkt in der Arbeit mit Affirmationen ist: die innere Wahl für dieses innere Gesetz aktiv zu treffen.

Es hat wenig Auswirkungen und macht wenig Sinn sich eine Affirmation zu nehmen, sie zu üben, nur weil ein anderer gesagt hat sie wäre gut, ohne innerlich von ihr überzeugt zu sein. Wenn du eine Affirmation wählst, ist es wichtig in dich zu spüren und zu entscheiden, ob dies ein inneres Gesetz ist, mit dem du leben willst und zu spüren, ob es dich unterstützt in deinem sein. Du liest also die Affirmationen und denkst dir klasse, die bringt mich weiter. Und dann beginnst du sie zu denken, und wenn du damit beginnst, schließe die Augen und spüre in dich: Was für ein Gefühl hast du im Bauch? Geht er auf oder verkrampft er sich, was macht dieser Satz mit dir? Frage dich: will ich damit leben? Und je nach Gefühl trifft die Entscheidung tief in dir.

Ist die Entscheidung positiv ausgefallen beginnst du diese Affirmation zu üben und nach einer Weile werden sich Widerstände einstellen, dass kann Wut, Unglaube und alle möglichen Gefühle sein. Wenn du an diesem Punkt bist, bist du auf dem richtigen Weg und es geht darum so lange weiter zu machen und die Affirmation zu üben bis der Widerstand überwunden ist.

Noch ein wichtiger Punkt ist, nicht einfach das Gegenteil von dem zu wählen was du gerade hast. Wenn du dir also einzureden versuchst, dass deine Arbeit wunderbar ist, obwohl du sie gerade als äußerst unangenehm empfindest, stellst du dir selber ein Bein, denn es entspricht nicht der Wahrheit und ist nicht authentisch. Das entlarvt dein Unterbewusstsein sofort und es wird dich nicht weiterbringen.

Also geht es darum die Sätze nicht zu 100 % umzudrehen, sondern in eine positive Richtung zu lenken, so, dass sie die Möglichkeit eines neuen Weges eröffnen.

Es geht also nicht darum die negativen Gedanken und Gefühle einfach weg zu drängen, sondern, im Gegenteil, sie genau zu betrachten und damit zu erfahren was die Grundlage deines jetzigen Lebens ist. Sie haben also durchaus ihre Berechtigung und ihr Dasein als Ausgangspunkt. Und es ist auch nicht möglich einfach so zu tun als wären sie nicht da. Hier braucht es zweierlei, einmal sich zwischendurch immer wieder die Zeit zu nehmen, in sich hinein zu fühlen und zu schauen was denkt und was fühlt es in mir.

Der nächste Schritt ist herauszufinden wo du denn hin willst. Denn hierbei sind ja andere Faktoren wichtig. Es braucht die genaue Unterscheidung in der Situation. Ist es die eigentliche Arbeit, die unglücklich macht und dir nicht entspricht? Oder ist es das Umfeld, ist es die Firma, die Kollegen, die dir unangenehm sind? Oder ist es vielleicht beides? Ein wichtiger Aspekt ist auch dein Anspruch an deine Arbeit. Reicht es, wenn du sie magst, du Frieden damit hast und lebst dich im Alltag aus? Oder ist es dir wichtig, dich über deine Arbeit auszuleben? Denn jedes Szenario hat einen anderen Handlungsbedarf und eine andere innere Ausrichtung.

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Manchmal braucht es einen neuen Arbeitsplatz, manchmal die Kraft für sich einzustehen und sich Konflikten zu stellen und manchmal eine tiefe Innensicht, um zu entdecken was du wirklich willst. Wenn du das herausgefunden hast, dann beginne dir vorzustellen wie denn ein angenehmes, für dich optimales Szenario wäre. Versuche es dir immer wieder vorzustellen und auszumalen und beobachte deine Gefühle während du das tust. Es ist wichtig, dass du dich freust und dich dabei wohl fühlst während du diese Bilder im Kopf hast. Denn hier kommen wir zu den nächsten Blockaden, oder Widerständen.

Denn, um in einem Umfeld zu leben in dem wir glücklich sind, brauchen wir die innere Erlaubnis und die innere Freiheit, dies auch zu tun. Und in unserer Gesellschaft gibt es eine Prägung, die auf Leid und Drama ausgerichtet ist. Deshalb ist es in den meisten Köpfen kaum vorhanden, oder erlaubt, eine Arbeit zu machen die Freude bereitet und in der man sich wohl fühlen kann.

Es ist ja auch noch zu bedenken, dass durchaus auch Widerstände von außen kommen können. Wenn du zum Beispiel einen neuen Arbeitsplatz anstrebst und dich bewirbst und im Bewerbungsgespräch sagst wie du es dir wünscht und gerne hättest, kann es sein das du erst einmal belächelt wirst. Und damit meine ich nicht überhöhte Gehaltsvorstellungen, sondern Umstände, wie: im eigenen Tempo zu arbeiten, oder ein gut zu bewältigendes Pensum.

Oder Kollegen mit einem anderen inneren Mindset verstehe nicht, warum du in Ruhe arbeiten kannst, während sie im Dauerstress sind. Doch das ist genau der Punkt an dem du dann zu dir stehen kannst, um schlussendlich dann dorthin zu gelangen wo du hinmöchtest.

Auch im privaten Umfeld kann es sein, dass innere Veränderungen Widerstände im persönlichen Umfeld hervorrufen. Denn plötzlich gehst du mit Situationen anders um, denkst anders und reagierst anders, als dein Umfeld es gewohnt ist. Hier ist es wichtig deine Wahrheiten zu überprüfen und wenn es sich richtig in dir anfühlt diesen Weg dennoch weiter zu verfolgen. Hier ist es wichtig dir selbst zu vertrauen. Denn eine Entscheidung zu treffen, in Zweifel zu geraten, die Entscheidung wieder zu verändern, raubt dir jegliche Kraft. Deshalb höre hier auf dein Bauchgefühl, auf das was ich für dich richtig anfühlt und lasse es dein Kompass sein. An den du dich hältst und dem du folgst.

Ein weiterer Aspekt ist die Frage auf welche Art du dich lebendig fühlst? Horche in dich, fühlst du dich lebendig über Leid, über Aufregung, über Sorge? Oder ist es dir möglich dich über Freude und Frieden lebendig zu fühlen? Wenn es beides ist schaue was überwiegt und richte deine Aufmerksamkeit immer mehr auf das, was dir Freude bringt.

Es ist nicht jedem möglich ein Herzensbusiness zu leben und auch nicht immer die Aufgabe. Viel wichtiger ist es wahrhaftig mit dir selbst zu sein, zu finden und zu leben was deine Lebendigkeit weckt.

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Es spielen noch viele Faktoren eine weitere Rolle, die in der Betrachtung dessen wie sehr du dich als Kind zum Ausdruck bringen konntest und angenommen wurdest zum Vorschein kommen. Das sind viele persönliche Aspekte, die in dieses Thema durchaus mit hineinspielen. Deshalb ist es, um tiefer zu gehen, wichtig zu schauen was ist mit dir macht und wie du dich fühlst, wenn du dich zeigst und dich liebst. Denn die Ängste und der Schmerz, der dich zurückhält dich zu leben, will angesehen und aufgelöst werden, damit du frei dich selbst leben kannst. Mache dich auf die Reise zu dir und erkenne dich selbst.

Autor: Sandra Rasch - Psychotherapeutische Heilpraktikerin, Energetikerin
Thema: Erfüllende Arbeit
Webseite: https://www.raschheilen.de

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