Guter Schlaf ist essentiell, um unsere Leistungsfähigkeit zu erhalten. Darüber hinaus, hilft er frühzeitige, körperliche und  geistige Alterungsprozesse zu verzögern. Erholsamer Schlaf erneuert die Zellen.

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Informationen werden im Gehirn verarbeitet und Erinnerungen werden gebildet. Deshalb ist gesunder Schlaf gerade für das Gehirn unerlässlich. Der Körperstoffwechsel wird reguliert. Das Immunsystem gestärkt. Körperliche Folgen durch Schlafstörungen können vielzeitig sein. Wer unzureichend schläft muss mit ernsten, gesundheitlichen Folgen rechnen. Schlafentzug kann auf lange Sicht sogar zum Tode führen.

Ursachen von Schlafstörungen

Schlafstörungen können multifaktoriellen Ursprungs sein. Psychische Belastungen haben einen starken Einfluss auf den Schlaf. Belastende Lebensereignisse, wie zum Beispiel Stress, Trennung, Todesfall, Arbeitsplatzverlust, finanzielle Probleme, Krankheit, Konflikte etc..

Auch äußere Einflüsse durch Medikamente (z.B. Betablocker,  bestimmte Antidepressiva, Schilddrüsenhormone) wirken ebenfalls auf den Schlaf. Licht, Lärm und zu warme Zimmertemperatur, auch Alkohol, Drogen und koffeinhaltige Getränke können einen angenehmen, erholsamen Schlaf stören.

Zu den möglichen organischen Ursachen von Schlafstörungen können, wie beispielsweise die neurologischen (das Nervensystem betreffend) und psychiatrische Erkrankungen gehören. Hierbei sind die Übergänge oft fließend. Zu den neurologischen Erkrankungen zählen unter anderem  Formen der Demenz, Parkinson-Syndrom, ‚Restless-legs‘-Syndrom und Multiple Sklerose. Angststörungen, Depressionen, Schizophrenie und Psychosen etc. sind psychiatrische Erkrankungen.

Andere organische Ursachen können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, schlafbezogene Atmungsstörungen (Schlafapnoe-Syndrom), Schilddrüsenfunktionsstörungen (Überfunktion), Krebs und Rheuma sein.

Körperliche Folgen von Schlafstörungen

Herz- Kreislauf-System

Im Schlaf regeneriert der Körper. Fehlt die ausreichende, nächtliche Ruhe wird eine erhöhte Konzentration an  Stresshormonen frei gesetzt, die sich negativ auf das Herz auswirken können. Der Körper produziert größere Mengen an Entzündungsbotenstoffen die den Blutdruck steigen lassen können. Der Stoffwechsel kann negativ beeinflusst werden und somit die hormonelle Balance stören.

Schlafstörungen und Schlaflosigkeit beeinträchtigen das Herz-Kreislaufsystem. Im engen Zusammenhang stehen Schlaf mit Herzkreislauferkrankungen, besonders Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen.

Ein erhöhtes Risiko eine Herzinsuffizienz (Herzleistungsschwäche) zu bekommen, kann möglich sein, wer Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen hat.

Gewichtszunahme, Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit)

Schlaflosigkeit steigert das Risiko für Übergewicht. Wer unter Schlafstörungen leidet, neigt häufig zu gesteigertem Appetit, vor allem auf Fettes und Süßes. Was auch zu Stoffwechselstörungen führen kann. Ein kurzer oder gestörter Schlaf treibt nicht nur das Körpergewicht in die Höhe, sondern bringt den Stoffwechsel direkt durcheinander. Es besteht die Gefahr an Diabetes Mellitus Typ 2 zu erkranken.

Demenz und Alzheimer Demenz

Die Schlaf-Apnoe, meist eine Folge von Übergewicht oder Veränderungen im Nasenrachenraum,  ist eine häufige Form der Schlafstörung. Im Schlaf verschließt sich immer wieder kurzzeitig die obere Luftröhre, dadurch ist der Nachtschlaf weniger tief und erholsam. Diese Atemstörung während der Nacht ist mit einem erhöhten Risiko auch für kognitive Beeinträchtigungen und Demenz verbunden.

Der Schlaf scheint wie ein aktives Drainage-System im Gehirn wichtig zu sein. Es werden schädliche Stoffwechselprodukte entsorgt, die neurodegenerativen (Nervenzellen im menschlichen Gehirn betreffend) Krankheiten, entstehen lassen.

Menschen mit Demenz leiden häufig an Schlafstörungen.

Frühzeitige Alterung der Haut

Chronischer Schlafmangel lässt die Haut altern. Die Regeneration der Haut, somit die Zellerneuerung, die für eine gesunde Haut beiträgt, kann leiden. Der Körper schüttet in der Tiefschlafphase das Wachstumshormon aus, welches die Körperzellen erneuert. Schlafmangel spiegelt sich im Gesicht durch einen fahlen und blassen Teint wider. Augenringe können sich entwickeln, auch gerötete Augen und Fältchen.

Zu wenig Schlaf kann das Stresshormon Cortisol ansteigen lassen, was zu einer vermehrten Talgproduktion führen kann, die Pickelbildung begünstigt.

Infektanfälligkeit

Das Immunsystem braucht Ruhephasen, um Abwehrkräfte zu mobilisieren, die Krankheitserreger abwehren. Die Antikörper, die im Schlaf produziert werden, um schädliche Viren und Bakterien einzufangen, werden dem Immunsystem als Killerzellen  zugeführt.

In diesem Beitrag wurde nur kurz auf die körperlichen Folgen von Schlafstörungen eingegangen. Es können sich ebenfalls auf der psychischen und psychiatrischen Ebene Krankheiten bzw. Störungen entwickeln.

Autor: Jutta Reinhardt, Heilpraktikerin für Psychotherapie
Thema: Gesunder Schlaf und seine Wirkung auf unseren Körper
Webseite: https://www.hypnose-plus-therapie.de

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