Unsere heutige Lebensweise macht es uns nicht gerade leicht, den Säure-Basen-Haushalt und den Stoffwechsel im Gleichgewicht zu halten.

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Basenarme Ernährung, Mangel an Bewegung und chronischer Stress führen oftmals zu einer schleichenden Übersäuerung und Überlastung des Organismus und rufen gesundheitliche Störungen hervor.

Warum die Ernährung so viel Einfluss besitzt

Im Körper entstehen Säuren und Basen als Zwischen- oder auch Endprodukte der Stoffwechseltätigkeit. Denn alles, was wir essen oder trinken, wird im menschlichen Organismus ab- und umgebaut. Brauchbares wird verwertet, Unnötiges oder Schädliches wird neutralisiert und ausgeschieden. Im Idealfall befinden sich in unserem Körper die sauren und basischen Stoffwechselprodukte in einem sorgfältig ausgewogenen Gleichgewicht. Doch durch die moderne Ernährungsweise mit reichlich tierischen Produkten und vor allem industriell verarbeitete Nahrung belasten den Stoffwechsel. Auch Fast Food und Soft Drinks sind klassische Säurebildner. Gleichzeitig machen die basenbildenden Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Kartoffeln, Kräuter und Pflanzenöle einen immer kleineren Anteil in unserer Ernährung aus.

Oft unspezifische Symptome

Ein gestörter Säure-Basen-Haushalt beeinträchtigt unser gesamtes Befinden. Häufig tauchen unspezifische Beschwerden auf, die mit dem Säure-Basen-Haushalt zunächst gar nicht in Verbindung gebracht werden. Wer sieht schon gleich einen Zusammenhang zwischen Energiemangel, gestörtem Schlaf, einer erhöhten Allergiebereitschaft und einer Säure-Basen-Dysbalance?
In der Säureforschung weiß man schon lange, dass folgende Beschwerden in Verbindung mit einem gestörten Säure-Basen-Haushalt stehen können: Antriebslosigkeit, Müdigkeit, brüchige Nägel, Haarausfall, empfindliche Haut, Muskelverspannungen, saures Aufstoßen, Sodbrennen oder Bindegewebsschwäche, um nur einige zu nennen. Es ist wichtig, die eigentliche Ursache anzugehen und nicht nur die Symptome zu behandeln. Wer beispielsweise Sodbrennen nur mit synthetischen Anti-Säure-Medikamenten abblockt, wird die eigentliche Übersäuerung nicht auflösen.

Sauer ist nicht lustig

Weil der Säure-Basen-Haushalt zu den übergeordneten Grundregulationssystemen des Körpers gehört, ist es möglich, dass ganz verschiedene Bereiche wie Haut, Psyche oder Verdauung von der Dysbalance betroffen sind. Sogar das vegetative Nervensystem (das unserem Willen nicht unterliegt) mit seinen Gegenspielern Sympathikus und Parasympathikus wird aus dem Gleichgewicht gebracht. Andererseits bilden sich durch innere Anspannung vermehrt Adrenalin und Stresssäuren. Dauerstress verstärkt die saure Stoffwechsellage, weil vermehrt basische Mineralstoffe wie Magnesium verbraucht werden. Denn es sind die Mineralstoffe, die der Körper einsetzt, um überschüssige Säuren abzupuffern. Bei einer chronischen Säurebelastung benutzt er seine Basenreserven zum Ausgleich. Die Natrium-, Calcium-, Magnesium-, Eisen- und Kaliumvorräte gehen bei einer Übersäuerung nach und nach verloren. Basenreiche Ernährung hilft die Depots wieder aufzufüllen.

Anzeichen für ein saures Milieu im Körper:

  • Saures Aufstoßen, Sodbrennen
  • lästiges Magen- und Darmdrücken, gereizter Darm
  • Nervosität, Energiemangel, Antriebslosigkeit, rätselhafte Müdigkeit
  • Gereizte Stimmung, stressempfindlich
  • Fahle Haut, stumpfes Haar
  • Sprödes, glanzloses und mattes Haar
  • Kalte Hände und Füße
  • Intensiver Körpergeruch, saurer Schweiß
  • Teigiges, schlaffes Bindegewebe
  • Schmerzhafte Gelenkprobleme
    Gallen- und Nierensteine
  • Gewichts- und Flüssigkeitseinlagerungen

Basenreich essen

Durch basenreiches Essen lässt sich der Säure-Basen-Haushalt wieder in Balance bringen. Zwei von drei Mahlzeiten am Tag oder gerne mehr sollten pflanzlich orientiert sein.

Stark basisch sind:

  • Gemüse wie Karotten, Fenchel, Spinat, Brokkoli, Kohlrabi, Blumenkohl, Grünkohl, Frühlingszwiebeln, Radieschen, Mangold, Sellerie, Zucchini, Topinambur.
  • Frische Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Basilikum und Dill.
  • Frische Sprossen, Ingwer, Meerrettich.
  • Kartoffeln, v.a. Pellkartoffeln
  • Basenbrühe, Gemüsesuppe
  • Salate mit Bitterstoffen: Endivie, Chicorée, Radicchio, Feldsalat
  • Frisches, reifes Obst, Himbeeren, Johannisbeeren, Birnen, Bananen, Kirschen
  • Frische Gemüse- und Obstsäfte: Karottensaft, Tomatensaft, Apfelsaft
  • Sojabohnen, Maronen, ungeschwefelte Trockenfrüchte, Mandeln, Sesam.

Autor: Maria Lohmann
Thema: Symptome eines gestörten Säure- Basen- Haushalts
Webseite: https://www.maria-lohmann.de

Literatur:

  • Lohmann, Maria: Die 50 besten Säure-Killer, Trias Verlag, 2. Auflage; Stuttgart 2019
  • Lohmann, Maria: Detox für Eilige. Soforthilfe & Express-Rezepte. Trias Verlag, Stuttgart 2018
  • Lohmann, Maria: Laborwerte verstehen. Mankau Verlag, Murnau, 6. Auflage 2020
  • Lohmann, Maria: Natürliche Hausmittel. Bewährte Erfolgsrezepte aus der Naturheilkunde. BC Publications, München 2013
  • Lohmann, Maria: Gelenkschmerzen. Gelenkbeschwerden vorbeugen und richtig behandeln. Nikol Verlag, Hamburg 2019
  • Lohmann, Maria: Naturmedizin für Frauen, 1. Auflage, Mankau Verlag, Murnau 2019
  • Lohmann, Maria: Einstieg in die Naturheilpraxis, Verlag Urban & Fischer, München 2007
  • Lohmann, Maria: Heiltees, die wirklich helfen. Weltbild Verlag, Augsburg 1999
  • Lohmann, Maria: Natürlich schön mit Schüßler-Salzen, Trias Verlag, Stuttgart 2012

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