Angst gehört zur Natur des Menschen, um Situationen richtig einschätzen zu können. Sehr selten wird jedoch über Angst gesprochen, da sie meist belächelt und die Betroffenen oft nicht ernst genommen werden.

maedchen traurig hand vor gesicht

Wo jedoch eine natürliche Angst endet und eine krankmachende (pathologische) Angst anfängt, lässt sich nicht genau abgrenzen, denn die Übergänge sind fließend. Häufig beginnen Ängste mit Situationen in denen man sich machtlos, überfordert oder auch unverstanden fühlt. Da im Laufe der Zeit nicht selten ähnliche Erfahrungen und Situationen hinzukommen, manifestieren sich Ängste und andere negative Gefühle immer mehr. Betroffene beginnen entsprechende Situationen zu meiden, später ziehen sie sich immer weiter zurück. 

Wird direkt zu Beginn einer Angst nicht dagegen an gearbeitet, folgt die Ausbreitung von Angstgefühlen auf verschiedene Bereiche. Soziale Isolation und auftretende psychosomatische Beschwerden, wie zum Beispiel: Herzrasen, Übelkeit, Durchfälle, Schlafstörungen, Zittern oder Schwindelattacken schränken die Lebensqualität stark ein. 

Doch was steckt hinter der Angst?

Ängste und Panikattacken entstehen nicht ohne Sinn und Grund, was steckt dahinter, was sind die Ursachen von Ängsten? Evolutionär betrachtet gehören Angstgefühle zu unseren Grundgefühlen. Sie sollen uns vor Gefahren warnen und schützen. Angstgefühle werden in dieser Hinsicht jedoch erst durch ganz bestimmte und komplexe Vorgänge im Gehirn aktiviert. Alle Einflüsse von außen, die uns verletzen oder schaden könnten stellen eine Gefahr dar. Unser Bewusstsein und unser Unterbewusstsein filtern diese Einflüsse von außen, damit Angstgefühle nur im richtigen Augenblick auftauchen. Unser Gehirn vergleicht daher permanent aktuelle Erlebnisse mit vergangenen Situationen und ordnet sie entweder ein oder verwirft sie, wenn sie nicht wichtig genug sind. So entstehen im Laufe der Zeit viele verschiedenen innere Netzwerke zu den unterschiedlichsten Themen.

Man kann dieses Vorgehen grob mit dem Sortieren von Fotos vergleichen, die in verschiedene Fotoalben einsortiert werden sollen. Unscharfe oder nichtaussagekräftige Bilder werden hier in der Regel aussortiert, während ausdrucksvolle und aussagekräftige Bilder passend einsortiert werden. So entstehen Alben zu verschiedenen Themen. Neue Fotos können dank dieser Aufteilung immer schneller und besser einsortiert werden.

Aufgrund dieses natürlichen Vorganges tauchen Angst- oder Panikgefühle in der Regel dann nur in den Momenten auf, in denen wir uns tatsächlich in Gefahr befinden, wie beispielsweise bei einem Raubüberfall, Unfall, oder ähnlichen Extremsituationen.

Im normalen Alltag können solche Beschwerden auch vor wichtigen Aufgaben oder Ereignissen wie beispielsweise Geburten oder Prüfungen auftreten. Nahezu jeder Mensch hat schon einmal solche belastenden Gefühle von Angst, Nervosität oder Anspannung in Bezug auf Situationen und Ereignissen erlebt. Wie man solche Erfahrungen verarbeitet hängt stark von den körpereigenen Bewältigungsstrategien ab. Nicht immer sind die eigenen Fähigkeiten stark genug, um das Gefühlsgleichgewicht in Balance zu halten. 

Bei Angstpatienten ist das Auftreten der Angstgefühle jedoch verändert. Zwar läuft hier im Gehirn der gleiche komplexe Prozess ab. Doch die Art und Weise wie aktuelle Situationen mit vergangenen Erlebnissen verglichen werden ist verändert. Das kann verschiedene Gründen haben.

Zum einen können erlebte Extrem-Situationen unser inneres Netzwerk sensibilisieren. In diesem Fall findet der Vergleich von momentan erlebten und vergangenen Ereignissen viel detaillierter statt. Statt zu einem größeren Netzwerk bilden sich viele kleine spezifischere Netzwerke, die untereinander ebenfalls verbunden sind. Wie fein diese Aufteilung ist, hängt von der Höhe der Sensibilität ab.

Auf den Alltag übertragen werden hier Erlebnisse viel weiter unterteilt und abgespeichert als bei Menschen, die nicht unter übermäßigen Ängsten leiden. So besteht bei Angstbetroffenen nicht nur das Netzwerk „Ängste“, sondern viele detailliertere Netzwerke. Jede Situation, die eine noch so winzige Gemeinsamkeit mit bereits abgespeicherten Erfahrungen aufweist wird sofort zugeordnet. So wachsen diese Netzwerke immer schneller.

Wie Ängste entstehen und sich ausbreiten

Ein Beispiel:

Sie fahren im Fahrstuhl und hatten bisher noch nie Probleme damit. Nun ruckelt der Fahrstuhl etwas stärker als sonst hin und wieder. Sie erschrecken sich etwas und sind recht froh als Sie aussteigen, denken jedoch nicht weiter an den Vorfall.

Bei Ihrem nächsten Fahrstuhlbesuch ist Ihnen jedoch schon etwas mulmig, als die den Fahrstuhl betreten. Sie erinnern sich an das stärkere Ruckeln letztes Mal und hoffen, dass es dieses Mal nicht wieder vorkommt. Unbewusst fokussieren Sie sich auf jede untypische Bewegung des Fahrstuhls. Dazu nehmen Sie die Größe des Fahrstuhls deutlicher wahr.

Jedes noch so kleine Ruckeln wird wahrgenommen und das Netzwerk „Fahrstuhl“ wird mit den ganzen negativen Gefühlen dazu genährt und wächst. Nach und nach wird aus dem Netzwerk „Fahrstuhl“ so, das Netzwerk „Angst im Fahrstuhl“. Je sensibler Sie die ganze Situation wahrnehmen und je größer Ihr Netzwerk dazu wird, desto häufiger versuchen sie diese und ähnliche Situationen zu meiden. Sie nehmen immer öfter lieber die Treppe und versuchen auch Räume die eine ähnliche Größe haben eher zu meiden.

Je mehr Raum Sie diesen negativen Gedanken und Gefühlen geben, desto stärker empfinden Sie sie. So geben Sie Ängsten Nahrung, um sich immer weiter zu manifestieren.

Aus der Angst vorm Fahrstuhlfahren kann so schnell die Angst vor engen Räumen werden.

Die weitere Folge: Angstgefühle werden bereits in Situationen ausgelöst, in denen für Körper und Psyche eigentlich keine Gefahr besteht. Die inneren Netzwerke dieser Menschen sind im Laufe der Zeit immer sensibler geworden und leuchten nicht selten bereits hell auf, sobald nur der Gedanken an die beiden genannten Situationen auftaucht. Das dieses übermäßige Angstverhalten die Lebensqualität immer weiter einschränkt, ist nur logisch.

Andere Ursachen von  Ängsten sind „vergessene Erfahrungen“.

Manchmal erleben wir Situationen in den wir uns machtlos und überfordert fühlen. Unabhängig vom Alter ist man in solchen Situationen nicht in der Lage diese richtig zu verarbeiten. Um uns damit nicht vollkommen zu überfordern, wird das Erlebte mit all den dazugehörenden Gefühlen erst einmal tief in unseren Erfahrungsspeicher des Unterbewusstseins gepackt und die Verbindung zum Bewusstsein gekappt. Die Erinnerung an das Erlebte scheint vergessen, sie ist es jedoch nicht. Wir können bloß nicht mehr direkt und bewusst auf diese Informationen zugreifen. Das ist eine natürliche erste Schutzmaßnahme unseres Gehirns um uns vor übermäßiger Belastung zu schützen.

Nahezu jeder kennt solche Ereignisse: Man kann sich an bestimmte Details von Situationen nicht mehr vollkommen erinnern oder die bewusste Erinnerung ist eine ganz andere als das tatsächlich Erlebte. Oft erfahren wir solche Dinge im Gespräch mit Familie oder Freunden.

Da diese „versteckten“ Erfahrungen noch korrekt verarbeitet werden müssen reicht es bei vielen Menschen aus, fehlende Informationen aus eben solchen Gesprächen zu erhalten, um die Verbindung zu dem scheinbar Vergessenen wiederherzustellen. So kann das Erlebte oftmals noch korrekt zugeordnet und verarbeitet werden.

Doch dieser reibungslose Ablauf funktioniert nicht immer.

Je nach Umfang und Schwere der vermeintlich vergessenen Informationen kann es passieren, dass der unterbewusste Anteil unseres Gehirns uns daran erinnern möchte, dass da noch etwas im Speicher liegt, das noch verarbeitet werden muss. Da jedoch die Verbindung gekappt ist, kann diese Information nicht einfach wieder hochgesendet werden um sie zu verarbeiten.

Stattdessen werden Signale gesendet um dem Bewusstsein zu zeigen, dass es noch etwas zu verarbeiten gibt. Diese Signale machen sich in der Regel körperlich oder psychisch bemerkbar. Meist fangen diese Signale ganz klein an, sodass man sie erst gar nicht richtig wahrnimmt. Man kann es als ein inneres Flüstern betrachten. Man fühlt sich ab und an unwohler als sonst. Bekommt hin und wieder stärkeres Herzklopfen, jedoch ohne körperlicher Ursache.

Je länger dieses innere Flüstern ignoriert wird, desto lauter wird es jedoch mit der Zeit. Aus einem Flüstern wird so mit der Zeit ein Schreien. Aus dem Herzklopfen wird ein Herzrasen, das immer öfter auftritt. Nach und nach bekommt man zwischendurch leichte Panikgefühle. Werden diese Signale noch länger ignoriert entstehen so manifestierte Ängste und schwere Panikattacken, die ohne erkennbaren Grund ausgelöst werden. Es muss sich jedoch nicht immer um eine manifestierte Angststörung handeln, auch starke nervöse Beschwerden, körperliche Anspannungen und innere Unruhe gehören zu diesem Bereich.

Unser Unterbewusstsein schreit nun förmlich ins Bewusstsein. Doch ohne die passenden Verbindung können die Beschwerden nicht der tatsächlichen Ursache zugeordnet werden.

Selten hat man selber die Fähigkeit die gekappte Verbindung eigenständig wiederherzustellen. Auch viele der gängigen Therapiemethoden kratzen hier eher an der Oberfläche.

Dabei gibt es Behandlungsmöglichkeiten, die Betroffenen dabei helfen können genau diese gekappten Verbindungen wiederherzustellen, negative und einschränkende Gefühle wieder zu normalisieren und das innere Gleichgewicht wiederaufzubauen.

Die Ursachen von Ängsten finden und auflösen

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Die Mittel der Wahl sind bei Angststörungen immer noch Medikamente und Psychotherapie. Doch meiner Erfahrung nach helfen diese Methoden oft nicht dauerhaft. Medikamente unterdrücken in der Regel nur die bemerkbaren Symptome, beseitigen jedoch nicht die Ursachen von Ängsten. Auch die meist sehr langen Wartezeiten und die zeitlich begrenzten Termine in der gängigen Psychotherapie ziehen eine rasche Problemlösung oft lange hin. Sicherlich reichen diese üblichen Therapiemethoden vielen Angstpatienten. In meinem Praxisalltag habe ich jedoch fast ausschließlich mit Angstpatienten zu tun, die bereits mehrere Psychotherapien hinter sich haben und verschiedene Medikamente ausprobiert haben – ohne dauerhaften Erfolg.

Da ich mich in meiner Praxis auf den Bereich der Ängste, Phobien, Panikattacken und Psychosomatik spezialisiert habe bevorzuge ich Therapiemethoden die die Hintergründe, die Ursachen von Ängsten aufdecken. Eine dieser alternativen Therapiemöglichkeiten, die ich in meiner Praxis anwende, ist die speziell entwickelte Lichtwiesen®-Hypnosetherapie.

Die selbstbestimmte Lichtwiesen®-Hypnosetherapie bietet als vermutlich einzige ganzheitliche psychotherapeutische Behandlungsmethode effektive Wege zur Bewältigung von Angstgefühlen unterschiedlichster Art und die damit verbundene Symptomatik. Da ich selber Heilpraktikerin bin und aus der Schulmedizin komme, habe ich diese Methode als ganzheitliche Therapie entwickelt, in der ich die Behandlung auch naturheilkundlich unterstütze. So kann ich nicht nur auf die psychischen Angstgefühle eingehen, sondern auch auf die damit einhergehenden körperlichen Beschwerden.

Hypnose gegen Angst

Hypnose ist nicht gleich Hypnose. Die übliche Hypnosetherapie arbeitet ausschließlich im Bereich der Psyche. Auf körperliche Beschwerden wird nicht gar nicht oder nur oberflächlich über die Psyche eingegangen. Bei deutlichen körperlichen Angstbeschwerden wie Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Reizdarm, Bluthochdruck oder Schmerzen, ist eine direkte Behandlung auf medizinischer Ebene unumgänglich.

In meiner langjährigen Praxiserfahrung hat sich daher diese besondere Form der Hypnose in der ganzheitlichen Lichtwiesen-Hypnosetherapie als Kurzzeit-Therapie besonders erfolgreich bewährt.

Insbesondere bei komplexen Problematiken von Angst-, Panikstörungen und Phobien im Zusammenhang mit psychosomatischen, anderen seelischen Beschwerden sowie körperlichen Problemen hat die spezielle Lichtwiesen®-Hypnosetherapie die Möglichkeit die Ursache der Angst herauszufinden. So kann nicht nur ursachenorientiert sondern auch Symptombezogen behandelt werden.

Hierbei macht es keinen Unterschied, ob es sich um spezielle Ängste wie beispielsweise Flugangst, Autofahrerangst und andere Angstgefühle und Phobien oder um generalisierte Angststörungen handelt, denn jedes Problem wird hier eingehend besprochen, um die Therapie individuell zu planen und lösungsorientiert zu arbeiten.

Angst vorbeugen

Liegt keine diagnostizierte Angststörung zugrunde und handelt es sich um anfängliche Sorgen und negative Gedanken kann bereits im Bereich des ganzheitlichen Lichtwiesen-Coachings sowie der Lichtwiesen-Tiefenentspannung vorbeugend gearbeitet werden. Zu diesen anfänglichen Problemen zählen leichte Problematiken von Nervosität, Anspannung, Unruhe, mangelndes Selbstwertgefühl, sowie „Lampenfieber“ vor Prüfungen, Vorträgen oder Terminen und auch Muskelverspannungen durch inneren Druck.

Als Hypnosecoach und Heilpraktikerin für Physiotherapie unterstütz meine Kollegin Britta Cornelsen in diesem besonderen Coaching die Aktivierung körpereigener Ressourcen und stärkt damit die eigenen Strategien zur vorbeugenden Angstbewältigung.

Da jeder Mensch und jede Problematik einzigartig ist, muss jede Therapie und jedes Coaching ganz individuell auf den Betroffenen abgestimmt werden, um dauerhafte Ergebnisse zu erreichen. Im Rahmen ganzheitlicher Behandlungsmethoden hat bei uns im tranceVital Gesundheitszentrum nicht nur die Ursachenorientierte Behandlung von Ängsten, sondern nachhaltige Auslösung von Angstgefühlen sowie die vorbeugende Arbeit einen hohen Stellenwert. Das Ziel unserer Lichtwiesen-Hypnosetherapie als auch unseres ganzheitlichen Coachings ist es, eine dauerhafte Problemlösung zu erreichen, die auch bei zukünftigen ähnlichen Problemen helfen kann. Weitere Infos zu den Ursachen von Ängsten sowie zur Angstbewältigung erhalten Sie auf www.angstfreileben-nrw.de und www.lichtwiesentherapie.de.

Autor: Marianne Schraps und Britta Cornelsen
Thema: Ursachen von Ängsten
Webseite: http://www.trancevital.com

Hinweis:
Die Lichtwiesen-Hypnosetherapie, sowie das Lichtwiesen-Coaching und die Lichtwiesen-Tiefenentspannung wurden speziell von Marianne Schraps und Britta Cornelsen entwickelt und werden ausschließlich im tranceVital Gesundheitszentrum angewandt. ®lichtwiese und tranceVital sind patentrechtlich geschützt.

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