Rückenschmerzen sind laut einem DAK Gesundheitsreport die häufigste Ursache für Krankschreibungen. Rückenschmerzen gibt es akut, subakut (>6 Wochen) und chronisch (>3 Monate).

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Rückenschmerzen können ziehend, brennend, drückend, bohrend und schneidend sein. Sie können mit Missempfindungen, Taubheitsgefühlen oder sogar Lähmungserscheinungen in den Extremitäten verbunden sein. Vom Nacken bis zum Steiß kann der gesamte Rücken schmerzen.

Rückenschmerzen können verschiedene Ursachen haben:

  • Zu langes und/falsches Sitzen, Mangelnde Bewegung, Übergewicht und dadurch eine verspannte Rückenmuskulatur
  • Bandscheibenvorfälle
  • ein eingeklemmter Nerv
  • Zugluft
  • falsches Liegen in der Nacht
  • Unfälle/Verletzungen und z.B. daraus resultierendes Schleudertrauma
  • Tumore
  • Osteoporose
  • verschobene Wirbel
  • Morbus Bechterew
  • Hexenschuss
  • Verengung der Nervenkanäle im Wirbelkörper und dadurch Quetschung der Nerven

Aber nicht immer liegt die Ursache von Rückenschmerzen auch im Rückenbereich. Gallen- und Nierensteine (Galle Schmerzen besonders im Bereich des rechten Schulterblatts), Bauchspeicheldrüsenentzündungen oder auch Endometriose können Rückenschmerzen verursachen. Manche Frauen beschreiben ihre Periodenschmerzen als Rückenschmerzen. Auch Wehen können Rückenschmerzen verursachen. Bei hartnäckigen Schmerzen, die sich auch durch Physiotherapie oder Massagen kein bisschen bessern kann die Ursache auch in Darmproblemen oder einer Nebennierenschwäche liegen.

Viele Patienten in meiner Praxis klagen über Schmerzen im unteren Rücken, oft verbunden mit einem ausstrahlenden Schmerz in den hinteren Oberschenkel oder/und einseitigen Schmerzen in Knie oder Hüfte. Bei den meisten Patienten kann ich dann einen Beckenschiefstand feststellen, der dazu führt, dass sich durch eine Fehlhaltung bestimmte Muskeln verhärten. Besonders betroffen ist hier der Piriformis, (zieht sich vom Steißbein zum Oberschenkelknochen und löst ischiasartige Schmerzen aus), der Quadratus lumborum (zieht sich vom Beckenkamm zu den Rippen) und der Gluteus medius (zieht sich von der Beckenschaufel zum Oberschenkelknochen und kann Hüftschmerzen und Schmerzen im unteren Rücken auslösen).

Bei verspannten Nacken- und Kopfschmerzen finde ich oft einen verspannten Trapeziusmuskel, der die Schmerzen auslöst.

Auch Darmprobleme können Rückenschmerzen verursachen. Das können entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa genauso wie Nahrungsmittelintoleranzen und die dazugehörigen Darmreizungen. Gerade bei unteren Rückenschmerzen lässt sich der Darm häufig als Schmerzursache ausmachen, da durch die Reizung des Darms eine Verspannung und Verkürzung bestimmter Muskeln stattfindet, was dann wiederum zu Rückenschmerzen führen kann. Auch Verstopfungen oder Durchfall können durch Beteiligung von Nerven und Muskeln zu Rückenschmerzen führen. Deshalb bei anhaltenden Rückenschmerzen auch immer an den Darm denken und sich vom Arzt oder Heilpraktiker beraten lassen.

Eine weitere momentan immer häufiger auftretende Ursache für Rückenschmerzen kann eine Nebennierenschwäche oder Nebennierenerschöpfung sein. Die Nebennieren sitzen wie Mützen auf den Nieren und produzieren Hormone. Unter anderem das Cortisol – ein Stresshormon. Die Nebenniere schüttet bei zu viel Dauerbelastung Cortisol aus, wenn keins gebraucht wird und hat irgendwann keines mehr übrig, wenn es gebraucht wird. Die Nebenniere ist durch innere und äußere Stressoren ständig überlastet und erschöpft. Weitere Symptome für eine solche Überlastung der Nebenniere können sein: Sie kommen morgens schwer in die Gänge, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, Haarausfall, Zyklusprobleme, unerfüllter Kinderwunsch, Probleme in den Wechseljahren, Schlafprobleme, häufige Kopfschmerzen am Nachmittag, Schwindel… und eben auch Rückenschmerzen - um nur Einige zu nennen. Die Therapie besteht darin die Stressoren bestmöglich zu erkennen und auszuschalten und die Nebenniere mit verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren Hilfsmitteln zu regenerieren.

Das Wichtigste bei der Bekämpfung von Rückenschmerzen ist also zuerst die richtige Diagnose und das Finden der Ursache.

Autor: Yvonne Bayer
Thema: Ursachen von Rückenschmerzen
Webseite: http://sanigi.de

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