(im folgenden Text benutze ich für Arzt, Therapeut und Klient/Patient die männliche Form wegen der leichteren Lesbarkeit. Selbstverständlich ist jeweils auch die weibliche Form gemeint).

lebensmittel-essen-platte

Lebensmittel-Allergien sind heutzutage sehr häufig geworden. Es gibt sie in allen möglichen Ausprägungen und  so vielfältig, wie das Leben eben ist. Lebensmittel-Allergien sind überschießende  Abwehrreaktionen gegen ein Nahrungsmittel. Der Körper hat sehr viel Stress beim Anschauen, Riechen oder vor allem beim Verkosten eines bestimmten Stoffes, der üblicherweise zu den gängigen oder auch gesunden Lebensmitteln gehört. Man könnte  eine allergische Reaktion vielleicht verstehen, wenn diese entsprechende Nahrung unbekömmliche Zutaten aufweist, wie etwa Lebensmittelfarben, Konservierungsstoffe oder  Pestizide.  Das kommt  sicherlich  auch vor . Aber eine Lebensmittel-Allergie  richtet sich auch gegen sehr gesundes Essen wie Nüsse, Früchte, Gemüse, Kräuter, Eiweiß, Milch oder Honig etc.

Wie zeigt sich eine solche Allergie?

a) Symptome

Anfangs sind die Symptome einer Lebensmittelalergie oftmals diffus. Das heißt, der Patient bekommt Kopfweh oder hat Magen-Darm-Probleme, etwa Druck, Blähungen, Krämpfe, Durchfall oder Verstopfung. Andere Patienten bekommen Hautausschläge, Pusteln, Herpes,  Nesselfieber oder Schwellungen, wieder andere Steifheit im Bewegungsapparat. Sie kann sich auch mit Müdigkeit oder schlechter Laune bemerkbar machen. Diese Liste ist bei weitem nicht vollständig. Da diese genannten Symptome auch eine ganz andere Ursache haben können, ist es manchmal ein langer Weg, eine Allergie auf Lebensmittel festzustellen.

b) Diagnostik

Wenn der Patient zum Arzt geht und über eines oder mehrere der genannten Krankheitszeichen berichtet, dann kann es sein, dass zuerst Salben oder Tabletten verschrieben werden, um z.B. die Haut zu behandeln. Falls das keine Verbesserung bringt, hilft es, ein Krankentagebuch zu führen, damit man mehr Klarheit bekommt, wann die Symptome auftauchen. Gegebenfalls müssen Untersuchungen durchgeführt werden, um schlimme Krankheiten auszuschließen. Und wenn der Verdacht auf eine Allergie fällt, gibt es Testverfahren um herauszufinden, auf welchen Stoff der Körper allergisch reagiert. Doch wie behandelt man nun die identifizierte Lebensmittelallergie in der Medizin?

a) medizinische Verfahren

Lebensmittelallergien werden auf dem medizinischen Weg nach ihren Symptomen beurteilt und der Arzt wird sich Mühe geben, dem Patienten dazu zu verhelfen, dass er kein Kopfweh, keine Müdigkeit oder Haut- bzw. Verdauungsbeschwerden mehr bekommt. Hier unterstüzt  er den Patienten mit den entsprechenden Medikamenten mit dem Ziel, dass dieses Symptom nicht mehr auftritt.

Es gibt allerdings eine sehr ausgeprägte, schlimme Form der Allergie: nämlich dann, wenn der Körper unendlichen Stress mit einem Nahrungsmittel hat und völlig überschießt: der anaphylaktische Schock. Hier muß der Patient in sofortige ärzliche Obhut, um notfallmäßig behandelt zu werden.

b) psychologisch/kinesiologische Heilverfahren

Der kinesiologische (naturheilkundliche) Ansatz ist hier ein völlig anderer. Da will man die Ursache der Allergie aufdecken und schließlich „ablösen“. Dabei hilft der kinesiologischen Muskeltest, alternativ die körblersche Einhandrute, um den Körper des Patienten zu befragen. So erhält der Therapeut ein Bündel von Antworten, die die Ursache aufdecken. Man weiß heute, dass bei fast jeder Allergie ein Trauma oder Schock, eine große Angst, Verzweiflung oder ein Verlust zugrunde liegt, verknüpft mit dem Lebensmittel, auf das die Allergie gerichtet ist.

Ein Beispiel:

Im Falle von Elias, (Name geändert), der stets auf Äpfel mit Symptomen reagierte,  bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Ich testete kinesiologisch und fragte nach Vermeidungen und Verleugnungen, um Schutzblockaden auszuschließen, die ggf. aufzulösen sind.  Weiter fragte ich nach dem Ursachenzeitpunkt der Allergie:  Jahr, Monat / nach beteiligten Personen / beteiligte Emotionen/ Bachblüten-Informatin / weitere Essenzen-Texte und beteiligte Glaubenssätze. Aufgrund dieser Informationen erinnerte sich der Junge an das über Jahre zurückliegende Ereignis:

Elias (er war damals 12 Jahre) brütet über seinen Hausaufgaben. Er sitzt alleine am Küchentisch, hat seine Bücher ausgebreitet, die er bearbeiten will und hat dafür die Schale mit den Äpfeln auf die Seite geschoben. Heute hat er eine 6 in der Matheschulaufgabe heraus bekommen. Eigentlich kein Wunder, weil er nichts verstanden, nichts gelernt hatte und weil er sich auch aller Hilfen verweigert hatte. Elias traut es sich zu Hause gar nicht zu sagen und macht derweil seine Kalligraphie-Hausaufgabe: Schriftübungen mit Tusche.

Dann aber kommt der Vater in die Küche und fragt nach dem Ergebnis der Schulaufgabe. Zögerlich zeigt er seine Arbeit mit den vielen roten Strichen und der roten 6. Der Vater fängt an zu schimpfen, wird lauter und wütender (denn er hatte es ihm ja schon im vorhinein gesagt, was ist, wenn er nicht lernt). Immer mehr steigert sich der Vater in seine Wut hinein und nennt ihn einen Versager und Taugenichts, unfähig und faul und in einer unkontrollierten Bewegung stößt er die Obstschale um und die Äpfel kullern über den Tisch. Dabei stößt ein Apfel das Tuschegefäß um – und ohweh, über das Hausaufgabenheft und die Bücher.  Elias ist in totalem inneren Aufruhr und versinkt in seiner Not.  Er weint bitterlich und ist todunglücklich.

Zwar hilft nun der Vater, den materiellen Schaden einzugrenzen und putzt die Tusche weg. Aber bei seinem Sohn sitzt der Schock tief, und in  seinem  Innern hat es in diesem Moment eine Symbiose ergeben aus den Gefühlen von Verzweiflung und innerer Wertlosigkeit, gebunden an den Geruch und Anblick von Äpfeln, denn die waren ja schuld an der Tuschekatastrophe. Das ist ein unbewußter Prozess, dieses Zusammenbrauen einer Allgergie. Und da sie nicht sofort in vollem Ausmaß erkennbar ist als solche, vergißt Elias den Vorfall. Erst nach wiederholten Situationen von Selbstzweifeln und Minderwertigkeitsgefühlen kommt die Allergie auf Äpfel zum Ausbruch.

Ein 2. Beispiel:

Irina (geänderter Name) arbeitet in einer Firma als Bürokauffrau. Sie ist engagiert und hat Karrierepläne und macht die Arbeit gerne. Nur leider hat sie seit kurzem eine Kollegin, die sie gerne stichelt und mobbt, weil sie die Strebsamkeit von Irina nicht leiden kann. Der Alltag bei der Arbeit ist dadurch oft eine Last und macht Irina traurig. Dazu kommt, dass sie immer öfter einen Schnupfen oder eine Erkältung bekommt und  auch mal ein paar Tage fehlt. Ihr Chef hat diesbezüglich auch schon eine Bemerkung gemacht, die Irina empfindlich getroffen hat.

Eines Tages, nach einer anstrengenden und stressigen Woche – insbesondere durch die ständigen Eifersüchteleien der Kollegin - erkrankt Irina und bekommt eine Kiefernhöhlenentzündung, die Antibiotika erfordert. Diese sind mit den Mahlzeiten einzunehmen. Und Irina nimmt also die Tablette zu ihrem Nudelgericht, während sie traurig, enttäuscht und verletzt über ihre Arbeit an der Seite dieser Kollegin nachgrübelt.

Gleichzeitig formt sich jetzt im Innern von Irinas Körper etwas ganz anderes zusammen: eine Allergie. Sie richtet sich gegen das Weizenmehl (Nudeln), welches gleichzeitig mit Antibiotika eingenommenen wurde (wogegen sich die Körperzellen wehren), zusätzlich informiert mit den tieftraurigen Gefühlen, von Kummer und entsetzlicher  Hilflosikgeit. Dieser Prozess findet gerade im Magen statt, und das “mag” der Magen gar nicht. Seit dem  reagiert der Verdauungstrakt abwehrend auf Weizenmehl  mit „Zöliakie“. (Hätte Irina etwas anderes gegessen, wäre sie höchstwahrscheinlich auf eben dieses andere Nahrungsmittel allergisch geworden. Denn dann wäre die Stressinformation mit jenem verknüpft worden.

Auch hier konnte ich durch gezieltes Testen die wahre Ursache der Allergie aufdecken und sie anschließend auflösen.

Auflösung einer Lebensmittelallergie

Wenn man um die Zusammenhänge einer Allergie und deren Entstehung weiß, dann geht es nun darum, die Verknüpfungen der Stressoren aufzulösen.

Naturheilkundler / Kinesiologen (oder Ärzte, wenn sie auf diese Art arbeitet) können  durch den kinesiologischen Körpertest herausfinden, welche Situation für die Allergie verantwortlich war und im Folgenden die Gefühle und Emotionen von dem verschränkten Nahrungsmittel trennen. Das geht gut mit EFT (Klopfakupressur), mit MFT (MentalFeldTechnik), mit BSFF (eine Weiterentwicklung von EFT).  

Im Beispiel von EFT (emotional freedom technik) wird der Klient die vom Therapeuten vorgeschlagenen, für das Stressthema relevante, Sätze aussprechen während der Therapeut sanft ausgewählte  Akupunkturpunkte eines jeden Meridians des Klienten klopft.  Das unterstützt den Körper und löst die Blockade auf, indem die auf das Thema der Allergie gestaute Meridianenergie wieder ins Fließen kommt . Das ist ein relativ kurzer Prozess und man kann direkt beobachten, wie die vorher automatisch ablaufenden Körperreaktionen (Schwitzen, Rotwerden, Unruhe, Muskelanspannung, allergische Symptome,  Atemstockung) verschwinden.  Die Emotionen und Gefühle  entkoppeln sich vom Ereignis in der Vergangenheit  und mit beruhigtem Körper erinnert sich der Klient danach an das Thema ohne Stress. Das heißt, er kann sich das vergangene Ereignis in der Vorstellung anschauen und als Erfahrung verbuchen (eine positive Bewertung wird bei der Arbeit installiert).

Am Schluß testet der Therapeut die Stressladungen nach. Die Sitzung ist beendet, wenn der Klient 0 % Stress auf das Ereignis, 0 % Stress auf das Nahrungsmittel in der Vorstellung und danach  0 % Stress auf die Nahrungsmittelprobe im Mund hat, und schließlich 100 % positive Energie auf das Nahrungsmittel und die damalige Gefühlslage.

Autor: Carola Pickenhan
Thema: Was ist eine Lebensmittelallergie
Webseite: http://www.heilpraxis-allgaeu.net

Autorenprofil Carola Pickenhan:

Seit 1996 in eigener Praxis tätig als Heilpraktikerin Psychotherapie / Kinesiologin. Seit 2010 Ausbilderin für Matrix-2-Point.

Expertenprofil:

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