Die nahende Adventszeit ist nicht zu übersehen; die ersten Weihnachtsmärkte sind geöffnet und überall duftet es nach Mandeln, Glühwein und Currywurst.

Längst sind die Fasten-Regeln der Großeltern überholt. An der Weihnachtstafel wird richtig gefeiert, geschmaust und getrunken. In Privathäusern, Gaststätten und Kantinen sind die Tische festlich gedeckt und weihnachtlich geschmückt. Es glitzert und funkelt, und man muss aufpassen, dass man sich vor lauter Deko nicht am Besteck des Tischnachbarn vergreift.

weihnachtstafel

Wohl dem, der gute Tischmanieren hat und weiß, dass Messer, Suppenlöffel und Gläser auf der rechten Seite, Gabeln und Brotteller auf der linken Seite des Gedecks liegen. Die Serviette dient häufig als zusätzliches Deko-Element. Sie kommt gefaltet, drapiert, gefächert daher und liegt auf, neben oder über dem Teller.

Sobald mit dem Servieren begonnen wird, nimmt man die Serviette vom Tisch und legt sie sich einmal aufgefaltet quer über den Schoß. Dort bleibt sie erst einmal liegen. Muss man während der Mahlzeit aufstehen, hebt man sie auf und legt sie locker gefaltet links vom Gedeck auf dem Tisch ab. Die Serviette dient dazu, sich ab und zu den Mund abzutupfen. Das sollte man auch machen, bevor man zum Trinken ansetzt. Damit vermeidet man unschöne Fettspuren auf dem Glas.

Das Besteck wird von außen nach innen benutzt und nach jedem Gang wieder auf dem Teller abgelegt. Möchte man weiteressen, legt man Messer und Gabel gekreuzt mit der Spitze nach oben auf dem Teller ab. Das ist das Signal für den Kellner, dass er noch etwas nachreichen soll. Liegen Messer und Gabel parallel nebeneinander auf 10 vor 4, bedeutet es, dass abgeräumt werden kann. Die scharfe Seite der Messerklinge zeigt immer zur Gabel.

Auf einer gut bestückten Weihnachtstafel stehen 3 Gläser rechts oben neben dem Gedeck. Sie sind für Rotwein, Weißwein und für Wasser gedacht. Weingläser haben gewöhnlich einen Stiel, und an diesem sollte man sie anfassen. Getrunken wird natürlich erst, nachdem der Gastgeber das Zeichen dazu gegeben hat.

Der kleine Teller links vom Gedeck ist für das Brot vorgesehen, das häufig vor der eigentlichen Mahlzeit gereicht wird. Dazu gibt es meistens Butter oder Aufstrich, gelegentlich auch ein fruchtiges Olivenöl. Wenn das Brot nicht vom Kellner angereicht wird, bedient man sich aus dem allgemeinen Körbchen. Es zeugt von guten Tischmanieren, wenn man sich hier nicht mehr als ein Stück auf einmal nimmt. Mit Butter und Aufstrich bedient man sich mittels Vorlegemesser. Man bricht vom Brot mundgerechte Stücke ab und bestreicht diese nach und nach mit dem eigenen kleinen Buttermesser. Olivenöl wird gewöhnlich für jeden Gast in ein eigenes flaches Schälchen gegossen. Dort kann man sein Brotstückchen dann einstippen.

Bei einem traditionellen Weihnachtsessen darf die Gans nicht fehlen. Vogelgrippe hin oder her, vom 11.11. an gibt es allenthalben Gänsebraten. Dass man die Gänsekeulen nicht aus der Hand ißt, sollte jeder halbwegs zivilisierte Mensch wissen. Die Regel besagt: Geflügel, das größer ist als eine Wachtel, wird mit Messer und Gabel gegessen. Ausnahmen sind Grillfeste im Freien, Jahrmärkte und andere rustikale Veranstaltungen. Ein klarer Hinweis darauf, dass man ein Geflügelteil in die Hand nehmen darf, ist die kleine Wasserschale mit der Zitronenscheibe.

Nach der Mahlzeit wird auch hierzulande oft Kaffee gereicht. Zum Abschluss eines schweren Essens passt am besten ein starker Kaffee ohne Milch, vorzugsweise Espresso. Trinkt man ihn mit Zucker, ist darauf zu achten, dass man nicht allzu heftig umrührt, und dass man den Löffel nach Gebrauch wieder auf der Untertasse ablegt.

Nach dem Speisen sollte man die Weihnachtstafel ordentlich hinterlassen. Die Serviette wird locker gefaltet auf den Tisch gelegt, und den Stuhl schiebt man nach dem Aufstehen wieder an seinen Platz zurück.

Autor: Bettina von Oertzen
Thema: Tischmanieren an der Weihnachtstafel

Webseite: http://www.cosa-etikette.de
Blog: http://www.immermitstil.com

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