Wie verbessere ich meine Intuition?

Wir Menschen haben nur Einfluss auf unser Denken, Fühlen und Handeln. Also auf die Dinge, die aus unserem Inneren kommen. Äußere Geschehnisse können wir nicht beeinflussen.

buddah-chackra

Dennoch ist unser Denken mit Glaubenssätzen, Dogmen und Verhaltensweisen beschäftigt, die wir aus unserem sozialen Umfeld (Eltern, Vorfahren, Lehrer etc.), dem Außen, übernommen bzw. erlernt haben. Wie gelingt es uns nun, wieder mehr auf diese kleine Stimme im Inneren, unsere Intuition, zu hören? (Englisch: inner tuition = innerer Lehrer/innere Führung). Der beste Lehrer ist in uns, im Inneren. Denn diese innere Stimme sagt uns, was uns gut tut und was nicht. Jeder von uns kennt diese innere Stimme, intuitive Geistesblitze, deren Ursprung wir nicht erklären können, die sich nicht rational erklären lassen und doch schicksalsentscheidend sein können. Wie glücklich wären wir, frei das tun zu können, was unser Herz (bzw. Bauch) uns sagt. Wir könnten unser volles Potential entfalten und höheres Wissen leben, in der Familie, beruflich und im Alltag.

Chakralehre

Erlauben Sie mir einen kurzen Exkurs in die Chakralehre, um die Bedeutung der Ganzheitlichkeit, dem ausgeglichenen Zusammenspiel aller Chakras, des Ganzen, bewusst zu machen: Im Englischen wird von einem "guts feeling", dem Instinkt bzw. Bauchgefühl gesprochen. Dabei sind "guts" wörtlich übersetzt die Eingeweide.

In der Chakralehre werden die Eingeweide mit dem zweiten Chakra und der Farbe Orange assoziiert. Orange setzt sich zu gleichen Anteilen aus den Farben Rot (Wurzelchakra, 1. Chakra) und Gelb zusammen und mag einen Hinweis darauf geben, wie wichtig es ist, gut geerdet zu sein, um seinem "guts feeling" trauen zu können.

Das zweite Chakra wird Sakralchakra genannt, also durchaus ein Hinweis darauf, dass wir aus einem sakralen, heiligen Ort heraus entscheiden.

Der Bauch wird dem dritten Chakra, Solarplexuschakra, und somit der Farbe Gelb zugeordnet. Hier, in der Mitte, laufen alle "Fäden" zusammen, daher auch "Spaghettikreuzung" genannt. Es ist unser Machtzentrum, unser zweites Hirn, das Bauchhirn.

Nehmen wir nun das Herz dazu, so wird das mit dem vierten Chakra, dem Herzchakra, assoziiert und der Farbe Grün. Die Farbe Grün setzt sich wiederum zu gleichen Anteilen aus den Farben Blau und Gelb zusammen und gibt einen Hinweis darauf, wie wichtig ein ausgeglichenes Miteinander von Kopf (Verstand) und Gefühl (Herz) ist. Intuitiv scheint in allen Kulturen das Wissen vorhanden zu sein, wie wichtig es ist, den Kopf im Himmel (blau), die Füße fest auf der Erde (rot) und die Mitte (gelb) im Fluss zu haben.

Die Medialität geht über die Intuition hinaus in die feinstofflichen Bereiche unserer Wahrnehmung hinein. (Um bei den Chakras zu bleiben, könnte man Medialität mit einem geöffneten 6. Chakra in Verbindung bringen und Intuition mit dem zweiten Chakra.)

Wer mit Energien arbeitet, kennt den Unterschied zwischen (Englisch: psychic) intuitiver Wahrnehmung und (mediumistic) medialer Wahrnehmung. Für mich persönlich fühlt sich die Energie während medialer Arbeit leichter, wie viele pulsierende Seifenblasen, an und im intuitiven Bereich empfinde ich die Blasen bildlich gesprochen etwas langsamer und schwerfälliger. Das möge jeder für sich herausfinden und anders wahrnehmen. Intuition und mediales Wahrnehmen (Hellsehen, Hellhören, Hellfühlen, Hellriechen, Hellschmecken) können geschult werden.

Sie sind bei der Geburt vorhanden, verkümmern jedoch oftmals, da diese Erfahrungen meist ausgeblendet werden. Unsere Kinder erinnern uns häufig daran und leben es vor. Leider gerät dieses Wissen auch bei ihnen meist mit Schulbeginn schnell in Vergessenheit, da physische Sinne und Intellekt zu stark betont werden. Auch das Hellwissen (clair knowing) wird übrigens seit einiger Zeit zu den Hellsinnen gezählt.

Körper, Seele und Geist

Körper, Seele und Geist in Einklang zu halten, sind die besten Voraussetzungen für eine verbesserte Intuition. In der heutigen oberflächlichen, schnelllebigen und leistungsorientierten Zeit und einer Gesellschaft, die alle gleich machen will und einem häufig das Gefühl gibt, nur durch Leistung und Erfolg überhaupt eine Daseinsberechtigung zu haben, ist das nicht immer einfach zu erreichen. Dennoch kann jeder einzelne die Verantwortung für sich übernehmen und etwas tun. Hier sind einige Beispiele:

Sorgen Sie für ausreichend Entspannungs- und Auszeiten

Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, ein Spaziergang in der Natur gehören genauso dazu, wie Dinge zu tun, die man liebt. Das kann Marmelade einkochen sein, ein Mantra singen oder einfach die Füße von einem Steg ins Wasser baumeln zu lassen und nichts weiter zu tun. Jede Art von Meditation, die Sie anspricht, ist ebenfalls geeignet.

Es gibt geführte Meditationen; Meditationen, die mit dem Atem arbeiten oder dem Fokussieren auf einen Gegenstand, z. B. einer Kerze. Eine der für mich effektivsten Übungen ist die "objektlose Meditation"/das Sitzen in der Kraft: Nehmen Sie sich regelmäßig 10-15 Minuten Zeit, um sich an einen Ort der Stille zurückzuziehen und beobachten Sie sich. Versuchen Sie, nichts zu denken und sich auf nichts zu fokussieren, nehmen Sie einfach wahr und seien Sie achtsam. Wenn der Kopf leer wird, Frieden eintritt, bekommt die innere Stimme den Raum, sich zu zeigen und wir sind in der Lage den leisen Ruf des Unbewussten, die kleine innere Stimme, bewusst wahrzunehmen.

Nehmen Sie "Tempo" aus Ihrem Leben

Entwickeln Sie ein Gefühl für Ihre Bedürfnisse. Weniger ist mehr. Muss es der 10-Kilometerlauf sein oder ist ein einstündiger Spaziergang in der Natur besser für mich? Möchte ich zu der Geburtstagsfeier oder sehne ich mich in Wirklichkeit nach Zeit, um in Ruhe ein Buch zu lesen? Muss ich auf den Elternabend oder kann mein Partner gehen?

Bauen Sie Übungen zur Schulung der Intuition in Ihren Alltag ein

Wer ist am anderen Ende des Apparats, wenn das Telefon klingelt?

Mit welcher Haarfarbe wird mich die Kollegin dieses Mal nach Ihrem Friseurbesuch überraschen?

Wie wird der Vertragsabschluss laufen?

Wie wird die Stimmung auf der Party sein, wenn ich dazu komme?

Wird der Wagen vor mir geradeaus weiterfahren oder an der nächsten Kreuzung links oder rechts abbiegen?

Überlegen Sie, was der Absender geschrieben hat, bevor Sie den Umschlag öffnen und nachschauen, was in dem Brief drin steht, den Sie gerade erhalten haben.

Das sind nur einige Beispiele. Ihnen fallen bestimmt noch mehr ein.

Schließen Sie sich mit Gleichgesinnten zusammen

Gründen Sie einen Kreis (englisch: Circle) zur Verbesserung der Intuition. Sie sollten sich regelmäßig treffen. Seien Sie offen und neugierig. Begrenzen Sie sich nicht selber und spielen Sie mit Ihrer Intuition:

Stecken Sie Bilder oder Gegenstände in einen Umschlag oder eine Dose und verschließen Sie diese. Lassen Sie Freunde raten, was darin ist.

Nehmen Sie den alten Ring ihrer Freundin, halten ihn, und warten Sie auf die Bilder, Farben oder Gefühle, die in Ihrem Unbewussten entstehen und fassen Sie sie in Worte. Leiten Sie reihum Meditationen an...

Suchen Sie sich einen erfahrenen Gruppenleiter, der Übungen zur Energiearbeit und das Erlernen von verschiedenen Techniken zur Entfaltung der eigenen intuitiven und medialen Fähigkeiten anbietet. Mit ihm zusammen werden Sie erarbeiten, wie Sie arbeiten und welcher der fünf feinstofflichen Sinne bei Ihnen besonders ausgeprägt ist. Neben Meditationen wird er sicherlich auf die Macht der Gedanken und die positiven Qualitäten von Visualisieren und Affirmationen (Bestehende Glaubenssätze auf Gültigkeit überprüfen und ggf. positiv neu formulieren!) eingehen.

Gute Literatur zu diesen Themen

Besorgen Sie sich ein Buch, das Sie anspricht.

Es folgt ein Beispiel aus meinem Buch: "Die heilige Segenskette", welches Übungen und Meditationen zu 22 Perlen in Anlehnung an Kabbalah, Tarot, Numerologie und Chakras enthält:

Die folgende Übung dient der Schulung Ihrer fünf Sinne: Dem Hören, Sehen, Fühlen, Riechen und Schmecken.

Treffen Sie die üblichen Vorbereitungen und versetzen Sie sich in einen meditativen Zustand. In Ihrer Vorstellung gehen Sie heute in einem Obst- und Gemüseladen einkaufen. Sie betreten den Laden. Achten Sie genau darauf, wie sich die Tür öffnet und ob sie Geräusche macht. Nehmen Sie wahr, welcher Geruch Ihnen entgegenkommt, als Sie den Laden betreten. Vielleicht kommt Ihnen auch ein Schwall warmer Luft entgegen.

Ist es der Supermarkt um die Ecke, in dem Sie regelmäßig einkaufen? Schauen Sie sich um, ob der Laden voll ist. Gleichzeitig registrieren Sie, ob es ein großer oder kleiner Laden ist. Achten Sie darauf, welche Gemüse- und Obstsorten angeboten werden. Im Hintergrund hören Sie leise Musik. Sie fühlen sich angezogen von einem großen geflochtenen Korb voller Zitronen. Das reife Gelb der Schale lockt Sie an. Ein Schild an dem Obststand preist Zitronen in roter Schrift als Sonderangebot an.

Sie bücken sich und nehmen eine besonders schöne Zitrone in die Hand. Wie fühlt sich die Zitrone an: Ist sie kalt, groß, weich oder hart? Welche Form hat sie? Wie ist die Schale? Sind vielleicht sogar noch Stiel und ein Blatt daran? Klebt ein Aufkleber daran, aus dem das Herkunftsland ersichtlich ist? Sie riechen an der Zitrone. Sie beobachten dann, wie eine Verkäuferin eine der gelben Zitronen aus dem Korb in die Hand nimmt. Die Zitrone hat noch einen Stängel und ein einzelnes grünes Blatt. Sie haben den frischen, spritzigen Geruch der Zitrone in der Nase.

Die Verkäuferin legt die Zitrone auf ein Schneidebrett, das auf einem Tresen liegt, mit einem Messer daneben. Sie halbiert die Zitrone mit einem geschickten Schnitt. Hören und sehen Sie, wie das Messer sich einen Weg durch das Fruchtfleisch schneidet und zuletzt auf das Brett trifft. Der Saft der Zitrone spritzt und zerläuft auf dem Brett. Die Zitrone riecht noch intensiver. Die freundliche Dame schneidet eine weitere Scheibe ab und reicht Ihnen ein Stück und bittet Sie, zu probieren.

Achten Sie auf die Stimme der Frau. Hören Sie ihren Klang. Sie bedanken sich und nehmen ein Stück. Als sie die Scheibe zum Mund führen, riechen Sie die Frische der Zitrone. Sie beobachten wie sich Speichel in Ihrem Mund sammelt. Wie fühlt es sich an, als der Fruchtsaft Ihre Lippen benetzt? Dann drücken Sie auf die Frucht und trinken den Saft. Was geschieht? Als das Stück Zitrone auf Ihre Zunge trifft, zieht sich Ihr Gesicht zu einer Grimasse zusammen. So sauer ist die Frucht. Und gleichzeitig erfrischend.

Sie lauschen auf eine Lautsprecherdurchsage, die die saftigen Zitronen anpreist. Sie kaufen ein paar Zitronen, bezahlen und verlassen dann den Laden. Sie registrieren, wie die Tür sich hinter Ihnen automatisch schließt und gehen langsam nach Hause.

Das war ein kurzer Ausflug in einen Obst- und Gemüseladen, indem Sie all Ihre Sinnesorgane benutzt haben: Ihre Augen, um zu sehen. Ihre Ohren, um zu hören. Ihre Haut, um zu fühlen. Ihre Zunge, um zu schmecken und Ihre Nase, um zu riechen. Bitte öffnen Sie die Augen nun wieder in Ihrem eigenen Tempo.

Fragen Sie sich, wie Sie sich erlauben, Ihre Sinne zu benutzen. Gibt es Einschränkungen? Dinge, die Sie nicht ansehen bzw. sehen wollen, Gerüche, die Sie nicht riechen, Dinge, die Sie nicht fühlen? Wie frei sind Sie, Ihre fünf Sinne zu benutzen? In welchem Gesundheitszustand sind Ihre Sinnesorgane? Sinnliche Nahrung, die wir über unsere Sinnesorgane erfahren, ist ein Lebenselixier. Diese Übung war ein erster Weg, Ihre Sinne zu entwickeln und sich ihrer Bedeutung bewusst zu werden.

Der bewusste Umgang mit Farben kann zur Verbesserung der Intuition beitragen

Ohne Farben können wir die Welt um uns herum nicht wahrnehmen. Wir drücken den Einfluss, den Farben täglich auf uns haben, durch Sprache aus: So sind wir grün vor Neid oder rot vor Wut. Wir wissen, dass die rote Ampel „Stopp, Gefahr“ bedeutet.

Bei Grün haben wir freie Fahrt oder denken an die grüne Tonne und Natur, Bio.

Orange verbinden wir vielleicht mit der Müllabfuhr oder mit einer saftigen Apfelsine.

Das Blau des Himmels steht für Weite und Unendlichkeit.

Das Wissen um Farbe ist ein sehr altes Wissen, was zurück ins alte Ägypten führt und auch Psychologen wie Jung haben das uralte Wissen von Farbe einfließen lassen. Denken Sie an die Heilwirkung der Bio-Farb-Sauna. In Gefängnissen werden Zellen rosa gestrichen, da diese Farbe antiaggressiv wirkt. An einem Morgen greifen wir zum roten Pulli, an einem anderen Tag käme der gar nicht in Frage. Auf einmal gefallen uns die grünen Kissen und blauen Gardinen nicht mehr und unser Zuhause bekommt neue Farbe. Intuitiv wählen wir die Farben, die die Bedürfnisse unserer Seele spiegeln.

Machen Sie sich bewusst, welche Begriffe Sie persönlich mit einer Farbe assoziieren. Beobachten Sie sich und andere. Welche Farbe dominiert Ihre Garderobe? Mit welchen Farben haben Sie Ihr Zuhause ausgestattet? Welche Farbe mögen Sie gar nicht? Haben Sie die Farbe Rosa vielleicht in einer besonders verletzlichen Phase Ihres Lebens getragen? Wählen Sie dunkelblau, um bei einem Geschäftstermin seriös zu wirken? Muss eine gelbe Kerze her, um etwas Licht und Sonne in einen trüben Tag zu bringen?

Sicherlich ist Ihnen nun bewusst geworden, wie Farben und Chakras miteinander in Verbindung stehen. Und der Weg über Farben und Chakras mag Sie zu Numerologie, Tarot, Kabbalah o. ä. führen. Alles Hilfsmittel auf dem Weg der Bewusstwerdung.

Bauen Sie Ihr neues Wissen über Farben in Ihre Treffen mit Gleichgesinnten ein und spielen Sie damit. Sie werden staunen, wenn Sie auf einmal 5 Minuten lang oder gar länger über eine Farbe reden können.

Viel Freude und Leichtigkeit auf Ihrem Weg, Ihr inneres Wissen, die Intuition, wieder zu entdecken!

Autor: Iris Bauer
Thema: Verbesserung der Intuition
Webseite: http://www.iris-bauer.com

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