Kommunikation ist das beste Mittel, um Missverständnisse zu verursachen. Und ein angemessenes Mittel, um diese auszuräumen.

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Menschen kommunizieren miteinander und indem sie dies tun, stellen sie durch den Austausch von Informationen Beziehung her.

Das Wort Kommunikation stammt aus dem lateinischen „communicare“ und bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“.

Wir kommunizieren um uns zu verstehen

Der Mensch ist ein soziales Wesen. In diesem Zusammenhang teilt er in den dabei existierenden Beziehungen durch seine Art der Kommunikation seine Gefühle, Gedanken, Wünsche und Visionen  seinem Umfeld mit.

Ein solch soziales System setzt sich aus Personen zusammen, die durch eine spezifische Interaktion miteinander in Beziehung treten und auf diese Weise soziale Strukturen schaffen. In diesen Strukturen entsteht eine Dynamik in der Beziehungsgestaltung, die ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von der Persönlichkeit darstellt.

Wir wollen mit Menschen in Kontakt treten.

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Schaubild 1: Speaker Heiko Zentner für Motivation & Inspiration    © Bild D. Pfau

Mit der ursprünglichen Bedeutung des Wortes „communicare“ ist eine Handlung in einem sozialen System gemeint, in dem mindestens zwei Menschen miteinander interagieren. Wesentliche Aspekte dieser sozialen Handlung sind zum einen Anregung durch Signalsetzung und zum anderen Teilhabe. Aus beidem kann etwas Gemeinsames entstehen. (lateinisch communio: „Gemeinschaft“, communis: „gemeinsam“).

Menschen wachsen in der Regel in Gemeinschaften auf. Daraus ergeben sich Beziehungen, Kommunikationsverhalten, und Verhaltensmuster. Diese haben in menschlichen Gesellschaften eine ordnende Funktion.

In einer solchen gesellschaftlichen Struktur werden dem einzelnen Menschen Beziehungs,- Kommunikations,- und Verhaltensmuster „angeboten“ bzw. „auferlegt“, die unterstützend oder einschränkend wirken können.

Treffen nun unterschiedlich geprägte Persönlichkeiten aufeinander, so kann es vorkommen, dass die Kontaktaufnahme durch missverständliche Interpretation, zu Konflikten führt.

Um mit unseren Mitmenschen zu sprechen.

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Schaubild 2: Experten beim "round table" Pausengespräch    © Bild: D. Pfau

Die Sprache ist unser wichtigstes Mittel der Verständigung. Doch funktioniert Sprache nur dann, wenn alle am Gespräch beteiligten die gleiche Syntax, die gleiche Grammatik in soweit verstehen, dass Missverständnisse ausgeschlossen werden können.

Auf unserem blauen Planeten gibt es heute in etwa 6500 Sprachen. Diese lassen sich vereinfacht in 120 grundlegende Sprachen einteilen. Anhand dieser Zahlen lässt sich schon erahnen, wie komplex das Thema Sprache mit der geographischen und kulturellen Verteilung einher geht.

Um sich zu verstehen und sich zu verständigen.

Kommunikation ist das Mittel der Verständigung. Dies umfasst die Körpersprache (non verbaler Ausdruck), das gesprochene Wort (verbale Artikulation) und die Intonation (sprachliche Melodie).

Währenddessen die Körpersprache in Sachen Gestik und vor allem Mimik in nahezu alle Kulturen von den Grundmustern identisch sind (Angst , Ekel, Freude, Trauer, Überraschung, Verachtung, Wut), ist die gesprochene Sprache doch erheblich vielseitiger.

Um ein verstehen und verständigen zu ermöglichen, ist es unumgänglich, dass sich die Kommunikationspartner, unabhängig ihrer Kulturzugehörigkeit, aufeinander einlassen wollen, sich gegenseitig wahrnehmen.

Sobald ein wie auch gearteter Konsens gefunden wurde, sei es durch Gesten, Symbole oder sprachliche Verbundenheit, kann das verständigen beginnen.

Solange beide Seiten die Verständigung mit Interesse verfolgen und hinhören kann sich aus der Verständigung auch das verstehen entwickeln.

Doch leider gibt es da auch die „Schwätzer“. Diese sind in ihrem Wesen diejenigen, die ihre Zunge dazu nutzen, um in aller Ohren zu sein und die selber nicht in der Lage sind, den Worten anderer das nötige Gehör zu schenken. So kann aus dem Ziel der gegenseitigen Verständigung die reine Selbstdarstellung, das übertönen aller anwesenden erfolgen.

Nur wer den geschwätzigen hinterfragt, wird seine Absichten, sein Wesen erkenn und ggf. ergründen können.

Um herauszufinden wie jemand seine Wahrnehmung interpretiert.

Jede Wahrnehmung ist nur eine individuelle Interpretation des erlebten. Das wusste schon der Grieche Epiktet, als er vor mehr als 2000 Jahren formulierte:

„Erfahrung ist nicht das, was mit einem Menschen geschieht. Sie ist das, was ein Mensch aus dem macht, was mit ihm geschieht, und wie er das Geschehene bewertet.“

Somit ist Wahrnehmung niemals gleichzusetzen mit Wahrheit.

Eine respektvolle Art der Kommunikation wird von der persönlichen Präsenz und dem Verantwortungsbewusstsein und der Achtung der Werte, Gefühle und Bedürfnisse der Anderen getragen. Durch eine möglichst neutral formulierte Botschaft kann erreicht werden, dass sich der Gesprächspartner nicht angegriffen fühlt und beginnt, sich auf das Gespräch einzulassen.

Die bewusste Wahrnehmung des ICH und des DU ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Interpretation der Botschaft des Gesprächsteilnehmer. Aus dem Gespräch kann etwas Verbindendes, ein wir entstehen. All das ist dann eingebettet in das Wissen, dass wir alle Teil eines größeren Ganzen sind. Eine gelungene Kommunikation ist dann am wahrscheinlichsten, wenn beide Parteien alle vier Seiten der Kommunikation beherrschen.

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Schaubild 3: Das Vier-Seiten-Modell nach Friedemann Schulz von Thun

Um Fragen zu beantworten und Klärungen herbeizuführen

Unsere Gesellschaft basiert auf dem gesprochenen Wort, der Sprache. Mit ihr ist es einfach, Fragen zu stellen, diese zu beantworten und bei Unstimmigkeiten oder fehlenden Informationen diese auf einfache Weise zu klären.

In der Kommunikation ist die Frage das beste Mittel um ein Klärung zu erzielen. Doch ist die Frage falsch gestellt, so wird Widerstand oder Verwirrung verursacht.

Fragen sind ein Wundermittel: Mit ihnen eröffnen wir Gespräche, können ihren Ablauf kontrollieren und führen sie schließlich zu einem bestmöglichen Ergebnis.

Fragen helfen den Gesprächspartner besser einschätzen zu können und verhelfen uns zusätzliche Informationen über den Gesprächspartner, seine Interpretation der Wahrnehmung einzuholen. Nur durch die richtigen Fragen erfahren wir, ob der oder die Zuhörer den vortragenden verstehen und die Art der Gesprächsführung den Bedürfnissen des Gegenüber entspricht.

Wir dürfen an dieser Stelle nicht vergessen, dass jede Frage, jede Aussage beim Kommunikationspartner nicht nur logische Antworten oder Aussagen sondern vor allem auch emotionale Regungen hervorrufen kann und wird.

Je nachdem wie die Frage oder Aussage übermittelt wird, werden die Reaktionen des Gegenüber andere sein.

Wie wichtig ist unsere Sprachfähigkeit?

Unter sprechen versteht man die Vermittlung, die Aufnahme und den Austausch von Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen.

Sprachliche Kommunikation bedeutet grundsätzlich:

  • gestatten der Herstellung und Aufrechterhaltung von Beziehungen.
  • dient der Regelung des menschlichen Zusammenlebens.
  • erhöht das Wissen und die Fähigkeit, angemessen zu handeln.
  • ermöglicht die Verringerung und Vermeidung von Angst und Unsicherheiten.
  • erlaubt das Erfüllen von bestimmten Erwartungen.
  • dient der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse und der des bzw. der anderen.

Wer seine Sprachfähigkeit nicht voll entwickeln kann oder verliert, ist hochgradig gefährdet, aus der ihn umgebenden Gesellschaft, dem Freundeskreis und auch aus dem gewohnten Berufsleben ausgeschlossen zu werden.

Dementsprechend ist es erstrebenswert seine sprachlichen Fähigkeiten ein Leben lang weiter auszubauen, zu verfeinern, zur gewünschten Umgebung hin mehr und mehr auszurichten.

Autor: Heiko Zentner
Thema: Warum kommuniziert der Mensch?
Webseite: http://www.helixeye.de

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