Das kennen Sie auch! Diese Person, die vom Bäumchen zum Ästchen zum Blättchen kommt.

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Vielleicht möchten Sie nur wissen, ob Ihr „Augenstern“ wirklich wieder Single ist?

Um das zu erfahren führt kein Weg an dieser Cousine vorbei, bei der ein „wie geht’s Dir denn“ mindestens 1 Stunde am Telefon kostet. Nun denn, irgendwann fassen Sie sich ein Herz und rufen an.

Die Kernfrage, in diesem Fall das Wesentliche, haben Sie gut im Kopf.

Bewaffnet mit einer großen Tasse Kaffee lassen Sie die komplette und sehr ausführliche Krankengeschichte mit sämtlichen Details über sich ergehen. Sie wissen nun, welcher Arzt völlig inkompetent und unfreundlich ist, auch was sie noch an Medikamenten schlucken muss und noch viele andere Dinge mehr. Die Sie aber nur sehr am Rande interessieren.

Wir erinnern uns an die Kernfrage?

Prima, jetzt sind wir bei der Verwandtschaft angekommen. Diese Richtung ist ja schon mal gut. Es wird gelästert, was das Zeug hält. Sie halten sich tunlichst zurück, werfen höchstens mal ein „das gibt’ s doch gar nicht“ ein.Und nach geschlagenen 90 Minuten sind wir endlich bei unserer Kernfrage angelangt.

„Stell Dir vor, Thomas ist wieder Single“, na endlich, dann hat sich das Gespräch schon einmal gelohnt.

Auch im Beruf kennen Sie bestimmt die Situation, bei der Sie eigentlich nur wissen möchten, ob Ihr Urlaubsantrag genehmigt ist.

Sie sprechen Ihren Chef darauf an und was bekommen Sie zu hören? Einen Vortrag über die Firmenpolitik, einen ausführlichen Bericht von der letzten Familienfeier nebst vielen Episoden von den lieben Enkelchen. Interessiert Sie im Augenblick nicht übermäßig. Die Kernfrage war doch? Genau, der Urlaub.

Sie hören sich all diese Geschichten an, vor Ihrem geistigen Auge stapelt sich der Berg an Arbeit minütlich und sie wissen noch immer nicht, ob sie buchen können oder nicht.

Endlich, beim Verabschieden kommt das Abnicken Ihres Antrages.

Und jetzt kommen wir zu unserer Kernfrage. Wie erkenne ich das Wesentliche?

Bestimmt können Sie sich Ihr Gehirn mit vielen Schubladen vorstellen. Und schon beim Zuhören wird sortiert. Was ist für mich gerade wichtig? Was möchte ich mir für später merken? Und was kann ich überhaupt nicht mehr gebrauchen? Was könnte nun die größte Schublade sein? Genau. Die, mit „weg damit“.

Natürlich interessiert uns Cousinchens Gesundheitszustand, wir bedauern, dass sie schlecht behandelt wurde und sie noch mehr Tabletten schlucken muss. Das kommt in die Abteilung: „merken für später“, sprich, wenn wir wieder einmal miteinander sprechen, dann kann man dahingehend nachfragen. Aber bitte gut zusammengefasst!

Auch die Verwandtschafts-Lästerei kommt da hinein. Wobei da auch ein großer Teil in die Abteilung „weg damit“ kommt.

Auch das Gespräch mit dem Chef wird sortiert. Für uns gerade relativ unwichtige Dinge kommen weg, vieles wird in „wird später wichtig“ abgelegt.

Wir selektieren also schon beim Zuhören. Da wird schon sortiert, was für uns gerade sehr wichtig ist, was wir uns für später merken und was weg kann.

Das Dumme an diesen Schubladen ist nur, dass sie irgendwann überquellen und sich nicht mehr schließen lassen. Dann wird es höchste Zeit, wieder auszumisten und alles neu zu sortieren.

Vieles, was uns wichtig erschien, ist jetzt schon überholt oder hat sich geändert.

Da hilft es oft, sich die Zeit zum Nachdenken zu nehmen. Die Schubladen aufmachen und hineinsehen.

Was brauche ich davon noch? Was nicht mehr? Eben, was kann weg? Oder sortiere ich manches um? In von „später wichtig“ in „jetzt aktuell?“ 

Vielleicht haben Sie in Ihrer Nähe einen kleinen See oder Bach? Einfach auf das Wasser sehen und die Gedanken kommen lassen. Ohne Ablenkung, ohne Handy und schon gar nicht mit der Cousine oder dem Chef.

Einfach nur Sie alleine. Mit ganz viel Ruhe. Jetzt, in diesen Momenten sind nur Sie wichtig.

Sie werden feststellen, dass die sich die Schubladen von ganz alleine öffnen werden. Und Sie werden staunen, was sich da alles angesammelt hat.

Misten Sie ordentlich aus, dann ist auch wieder Platz für die Dinge, die aktuell für Sie wichtig sind. Sie werden merken, wie befreiend das sein kann!

Autor: Renate Ullrich
Thema: Wie erkenne ich das Wesentliche?
Webseite: http://www.psychotherapeutin-ullrich.de

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