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Was bedeutet für dich inneren Frieden finden? Diese Frage habe ich den Menschen in meinem Umfeld gestellt. In einer Zeit, in der wir täglich von Terror, Flucht und Konflikten hören, stellen wir uns diese Frage vielleicht öfter. Für manche Menschen scheint es gar unmöglich, in sich selbst Frieden und Ausgeglichenheit zu empfinden, ohne Friede in der Welt.

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Doch unser Inneres ist der Bereich, den wir wirklich beeinflussen können. Der Platz, an dem wir ein Zuhause und Frieden finden können. Mit meinem Artikel möchte ich Ihnen Impulse dafür geben. Dabei bin ich mir bewusst, dass es viele Einflüsse gibt, die inneren Frieden verhindern können. Lassen Sie uns zunächst schauen, was die Antworten auf meine Frage waren.

  • Weniger Selbstkritik
  • In der Gegenwart leben können, keine Sorgen haben
  • Die eigene Vergangenheit integriert zu haben
  • Gesund sein
  • Gut damit umgehen können, wenn es nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle


Was bedeutet für Sie innerer Friede?

Die meisten Menschen wünschen sich mit sich im Reinen zu sein, Gelassenheit zu spüren, ein Gefühl zu spüren, wie: Es ist gut so, wie es ist. Ein Leben im Einklang mit sich selbst.

Stellen Sie sich vor, Sie sind an ihrem Lieblingsort, das Wetter passt. Sie sind gesund und mit Menschen umgeben, die Ihnen guttun. Vielleicht haben Sie Urlaub, es gibt gerade nichts zu tun, und Sie können Ihr Dasein genießen. Da ist es leicht, ein Gefühl wie inneren Frieden und „Es ist gut so, wie es ist", zu empfinden. Doch wie sieht es im Alltag mit Ruhe und Ausgeglichenheit aus?

Miesmacher, Anrempler, Vordrängler und Falschparker – wieviel Einfluss haben diese Zeitgenossen auf Ihr Gefühlsleben?

Vielleicht kommt Ihnen folgende Situation bekannt vor. Sie möchten Ihr Auto parken. Eigentlich wäre genug Platz, doch jemand anderes hat sein Auto so geparkt, dass mindestens zwei Parkplätze blockiert sind. Wenn es genügend andere Parkplätze gibt – kein Problem. Doch zumindest in Großstädten oder auf dem Parkplatz des Supermarktes, ist die Situation so, dass die Parkplätze knapp sind. Was denken Sie, wenn Sie nun Ihr Auto weiter weg parken dürfen oder noch eine Runde fahren, weil es einfach keinen Platz für Ihr Auto gibt?

Oder Sie stehen in einer Schlange, vielleicht beim Bäcker, und warten, bis Sie bedient werden. Da kommt von hinten eine andere Person, schubst Sie beim Vorbeigehen an, und stellt sich ganz selbstverständlich nach vorne. Dabei schaut dieser Mensch so, als hat er oder sie gar nicht gesehen, dass es eine Warteschlange gibt.

Es gibt vermutlich einige solcher Beispiele, die in uns Gefühle wie Ärger oder Wut hervorbringen können und an unserer Geduld nagen. In Wirklichkeit ist es jedoch nicht die Situation, die die Gefühle auslöst. Sondern Ihre Bewertung der Situation. Gefühle werden durch Gedanken, durch die Bewertung einer Situation erzeugt. Wenn also Gedanken der Empörung (Was fällt denn dem ein, wieso parkt der so…), Gefühle wie Ärger und Wut hervorrufen können, dann liegt der Schluss nahe, dass andere Gedanken, andere Gefühle erzeugen.

Zunächst ist es daher sinnvoll, in Distanz zu den eigenen Gedanken zu gehen. Sagen Sie zu sich selbst „Stopp“. Natürlich steht es Ihnen frei, ob und wie stark Sie sich in solchen Situationen ärgern möchten. Wenn Sie Ausgeglichenheit und Inneren Frieden finden wollen, ist es gut, sich zunächst der eigenen Gedanken und Bewertungen der Situation bewusst zu werden. Es ist wirklich nur ein Moment, in dem Sie sich dazu entscheiden, sich entweder dem Ärger hinzugeben. Oder, einen anderen Weg zu gehen. Dieser Moment ist magisch, denn er entscheidet darüber, wie Sie sich fühlen.

Wie könnte dieser magische Moment aussehen?

Wenn Sie also gedanklich einen Schritt beiseite getreten sind, haben Sie Zeit sich neu zu sortieren. Aus der nun entstandenen inneren Distanz, können Sie erst einmal wahrnehmen, was geschieht jetzt gerade. In dem ersten Beispiel von oben, hat eine Person ihr Auto so geparkt, wie es für die Person passend erschien. Sie kennen diesen Menschen nicht, und es könnte vielleicht gute Gründe geben, dass das Auto so geparkt ist, wie Sie es sehen können. Vielleicht ist das Auto neu, und die Abmessungen sind dem Fahrer / der Fahrerin noch nicht so vertraut. Oder es ist ein Fahranfänger. Oder jemand hat schlechte Erfahrungen gemacht, wenn sein Auto dicht an einem anderen Auto steht.

Oder es gibt einen anderen wichtigen Grund für die Parksituation. Natürlich kann es auch sein, dass es sich wirklich um einen rücksichtlosen Menschen handelt. Doch auch dann, ändern Ihre schlechten Gefühle nichts an der Situation. Nur Ihnen geht es nicht gut dabei. Stellen Sie sich selbst die Frage, ob es vielleicht ganz anders sei könnte, als Sie im ersten Moment gedacht haben. Dann wählen Sie Ihre neuen Gedanken. Wie wollen Sie sich jetzt fühlen, sind Sie bereit sich gut zu fühlen oder möchten Sie lieber in die Wut und den Ärger versinken?

Es geht vor allem darum, einen Abstand zwischen Bewertung und Reaktion zu erreichen. Probieren Sie es aus, und lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es nicht beim ersten Mal klappt. Je häufiger Sie es anwenden, desto besser wird es funktionieren. Ein Zitat von Viktor Frankl beschreibt unsere Wahlmöglichkeit sehr gut.

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit „

- Viktor Frankl -

blume violett gelbe stempel

Die Erwartungshaltung an andere, kann unserem inneren Frieden im Weg stehen. Jemand hätte Ihrer Meinung nach, etwas tun sollen, und hat es nicht getan. Oder hat es anders getan, als Sie es erwartet haben. Lassen Sie Erwartungen an das Verhalten anderer Menschen los. Fragen Sie sich stattdessen, warum sollte sich der andere so verhalten, wie ich das möchte? Versuchen Sie, zu verstehen, warum sich andere so verhalten, wie sie es tun.

Und wie ist das mit der Erwartungshaltung an uns selbst?

Doch neben der Erwartungshaltung an andere, dem Verständnis dafür, dass andere sich nicht immer so verhalten, wie wir es gerne möchten, gibt es noch eine andere wichtige Haltung für inneren Frieden. Es ist der Umgang mit uns selbst.

Sich selbst ein guter Freund zu sein, verlässlich, empathisch, die eigenen Bedürfnisse zu kennen und ihnen nachzugehen – sind Sie für sich selbst ein guter Freund? Wenn das nicht so ist, können Sie sich jeden Tag neu entscheiden.

Liebevoll zu sich selbst zu sein, kann man üben. In der Gesellschaft und den Medien wird uns oft vermittelt, dass perfekt zu sein, immer Leistung zu bringen und sich hohe Ziele zu stecken, wichtig sind. Kein Wunder also, dass viele Menschen an sich selbst sehr hohe Erwartungen haben. Möglichst immer perfekt zu sein, immer alles zu 100% erledigen, sich keine Fehler erlauben, das kann sehr anstrengend sein. Wenn wir mal scheitern, stehen wir ganz schnell auf, richten die Krone, und versichern, dass wir ab jetzt nur noch motivierter sind. Nur ja nicht zugeben, dass es nicht gut anfühlt, etwas falsch gemacht zu haben, oder auch sich einzugestehen, überfordert zu sein, nicht 100% geschafft zu haben.

Wie würde sich dagegen ein wirklich guter Freund verhalten?

Er würde Verständnis zeigen, und zugestehen, dass da vielleicht Tränen sind und auch das Bedürfnis einfach mal laut das Wort mit „Sch…“ zu sagen.

Und genau darum geht es, wenn Sie sich selbst ein guter Freund sein wollen. Selbstmitgefühl bedeutet, auch unsere Schattenseiten anzunehmen. Dem eigenen Schmerz nicht aus dem Weg gehen, sondern ihm freundlich, mitfühlend zu begegnen, ist eine Frage der inneren Haltung. Dabei geht es auch darum, zu akzeptieren, dass es vermutlich immer jemanden geben wird, der schöner, jünger, erfolgreicher ist, als man selbst. In dem wir uns mit anderen vergleichen, bewerten wir uns automatisch selbst. In dieser Bewertung steckt dann oft Selbstkritik wie „Die Präsentation war mal wieder nicht so toll. Würde ein guter Freund so mit uns reden? Vermutlich nicht, er würde eher Verständnis dafür zeigen, dass die Vorbereitungszeit zu kurz war, und dass es Ihnen bestimmt gelungen ist, das Wesentliche in der Präsentation rüber zu bringen.

Eine Frage, die ich oft meinen Klienten in der Praxis mitgebe ist,

„Wenn sie sich selbst ein guter Freund sind, was würden Sie jetzt tun? Was würden sie zu sich selbst sagen? „Die Antworten darauf dürfen auch ganz einfach sein, wie zum Beispiel „Mach doch mal eine Pause „oder „Gönn Dir einen Abend nur für dich„.

Was kann man täglich tun, um inneren Frieden zu finden?

Meine Überzeugung ist, dass wir bereits alles in uns haben, was wir brauchen. Unser inneres Potenzial ist größer, als wir oft denken. Wir haben eine innere Stimme, ein Bauchgefühl, das uns den Weg, der für uns richtig ist, zeigt. Oft sind wir im Alltag so beschäftigt, dass wir die innere Stimme nicht mehr hören. Eine gute Möglichkeit um uns wieder zu orientieren, ist die Meditation.

Es gibt viele gute Bücher zum Thema Meditation, in denen Sie nachlesen können, wenn Sie das Thema tiefer interessiert. In diesem Artikel kann ich eine kurze Beschreibung aus meiner Erfahrung mit Ihnen teilen. Außerdem möchte ich erwähnen, dass Meditation bei bestimmten psychischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Psychosen, nicht geeignet ist.  Bitte fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich unsicher sind.

Lassen Sie sich einladen, Meditation einfach einmal auszuprobieren. Bereits 10 Minuten täglich, die Sie sich Zeit für für Ihr Inneres nehmen, können Ihnen mehr Gelassenheit und inneren Frieden schenken. Sie können erfahren, wie Sie Kraft aus Ihrer inneren Quelle schöpfen. Dabei ist es nach meiner Erfahrung nicht wichtig, ob Sie auf einem Meditationskissen sitzen, das Sofa oder ein Stuhl gehen auch. Es gibt viele verschiedene Arten zu meditieren, ich möchte hier nur eine Möglichkeit aufzeigen.

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Sie können sich einen Wecker oder Ihr Smartphone auf 10 Minuten einstellen, oder auf Ihre Wahrnehmung vertrauen.

Setzen oder legen Sie sich bequem hin und schließen Sie die Augen. Atmen Sie einige Male bewusst ein und aus. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihr Inneres.

Wenn Sie die Meditation morgens machen, können Sie sich die Frage stellen, was Ihnen heute wichtig ist, worauf möchten Sie heute achten? Was kann Sie heute glücklich machen? Wenn Sie die Meditation abends machen, können Sie sich die Frage stellen, wofür Sie heute dankbar sind, was ist heute gut gelaufen? „Oder auch die Frage von weiter oben im Text „Was sagen Sie zu sich selbst, wenn Sie es gut mit sich meinen „. Natürlich können Sie auch ohne eine konkrete Frage meditieren und einfach gespannt sein, was aufkommt, die Stille genießen.

Es geht um die Fokussierung nach innen und darum, dass Sie sich selbst Aufmerksamkeit schenken. Wenn ablenkende Gedanken aufkommen, lassen Sie diese weiterziehen und fokussieren sich wieder auf ihre Frage. Bewerten Sie nicht, welche Gedanken Ihnen kommen, und auch nicht, wenn Ihnen keine Antwort auf die Fragen einfällt. Beobachten Sie einfach und nehmen Sie wahr. Seien Sie freundlich mit sich selbst.

Nach den 10 Minuten kommen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit wieder in den Raum zurück und öffnen die Augen. Spüren Sie dem nach, was gerade war.

Passend dazu das Zitat von Ralph Waldo Emerson:

„Wahren Frieden findest du nur in dir selbst"

Autor: Petra Staab
Thema: Inneren Frieden finden
Webseite: http://www.petra-staab.de

Autorenprofil Petra Staab:

Petra Staab / Heilpraktikerin für Psychotherapie - Praxis für inneres Potenzial

 

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