Kindererziehung: 7 Dinge, die Kinder von ihren Eltern wollen

[Anzeige] Gerade junge Eltern stehen manchmal vor dem ein oder anderen Problem. Die Erziehung führt nicht nur in der Beziehung regelmäßig zu Konflikten, sondern stellt sich manchmal auch als wirklich schwer heraus.

kinder spielen am teich an

Natürlich gibt es Dinge, die beachtet werden sollen, doch jeder Ratgeber hat eigene Ansichten dazu, was wirklich notwendig ist. In diesem Artikel soll es um sieben Dinge gehen, die sich alle Kinder von ihren Eltern wünschen. Natürlich nicht im Sinne von Geschenken oder Ähnlichem. Letztendlich sind wir als Eltern dafür verantwortlich, dem Nachwuchs alles Notwendige mit an die Hand zu geben, damit das spätere Leben möglichst reibungslos gelingt. Hier also die wichtigsten Dinge, die Sie Ihren Kindern mitgeben können.

1. Verständnis

Dieser Punkt liegt im ersten Augenblick auf der Hand. Natürlich wollen wir unseren Kindern Verständnisentgegenbringen. Wir möchten, dass sie das Gefühl haben, uns alles erzählen zu können. Am Ende sind wir allerdings alle auch nur Menschen. Wir können unsere eigenen Überzeugungen und Gefühle nicht immer hinten anstellen. Was also kann man machen, um das Verständnis zwischen Eltern und Kindern zu fördern?

Insgesamt geht es häufig einfach oft darum zuzuhören und eigene Erwartungen nicht zu sehr auf das Kind zu übertragen. Dass das nicht einfach ist, liegt auf der Hand, ist aber absolut notwendig für eine gute Erziehung von Kindern. Besonders im Bereich Schule fehlt Eltern häufig das Verständnis. Sie erwarten, dass das Kind den von den Eltern präferierten Weg geht. Versuchen Sie ein offenes Ohr zu haben und übertragen Sie nicht zu viel ihrer eigenen Vorstellungen auf ihr Kind.

Hören Sie zu und versuchen Sie wirklich zu verstehen, was ihr Kind bewegt. Ein Wundermittel, wie dies gelingen kann, gibt es nicht. Am Ende   die eigene Selbstreflexion und auch das eigene Verhältnis zu sich selbst häufig entgegen dem Bedürfnis, tatsächlich verstehen zu wollen. Machen Sie am besten einen Schritt zurück. Geben Sie sich ein wenig Zeit und haben Sie keine Angst davor, über Situationen, in denen Sie selbst vielleicht wenig Verständnis gezeigt haben, zu sprechen.

2. Geduld

Geduld ist ein besonderer Aspekt, denn er ist für beide Parteien von Nöten, um tatsächlich zu wachsen. Schon dem Sprichwort nach ist Geduld eine Tugend. Sie ist leider niemandem in die Wiege gelegt. Die gute Nachricht ist allerdings, dass viele der Spiele, die Kinder spielen, genau darauf abzielen. Beim Verstecken spielen beispielsweise wartet das Kind geduldig ab und erlernt somit ganz unbewusst, dass es Vorteile haben kann, geduldig zu sein.

Aber auch die Geduld der Eltern ist wichtig. Kinder können noch nicht alles, sie lernen noch. Wer schnell ungeduldig wird, kann bei Kindern negative Reaktionen hervorrufen und Sie unnötig unter Druck setzen. Achten Sie selbst bei sich darauf, ihre Gefühlswelt zu regulieren.

Versuchen Sie im Alltag Zeiten klar zu definieren, denn für Kinder vergeht die Zeit viel langsamer als für uns Erwachsene. Geduld muss erlernt werden und der Umgang mit dem Faktor Zeit hilft vielen Kindern dabei. Vergessen Sie aber niemals sich selbst, denn Geduld bedeutet nicht nur, dass das Kind sich in die Zeiteinteilung des Erwachsenen einfügt, sondern auch, dass dieser sich die Zeit für die Bedürfnisse des Kindes nimmt.

3. Sicherheit

Kinder benötigen ganz unterschiedliche Formen von Sicherheit. Zum einen brauchen sie eine sichere Bindung zu ihren Eltern und Vertrauenspersonen, um sich richtig zu entwickeln. Diese Bindung beginnen sie bereits von Beginn an zu formen. Sie gibt ihnen die Möglichkeit, sich selbst zu entfalten und zu wachsen, Neues zu entdecken und sich selbst zu verwirklichen.

Sicherheit beinhaltet allerdings weiterhin den physischen Aspekt. Natürlich wollen wir alle, dass unsere Kinder nicht zu Schaden kommen. Sie sollen sich nicht verletzten. Wenig förderlich ist allerdings, sie in Watte zu packen und ihnen nichts zu erlauben. Desto älter sie werden, desto wichtiger ist es, dass sie lernen, selbst einzuschätzen, was gefährlich ist und was nicht. Das ist ein ganz natürlicher Prozess, wobei das Kind lernt, was seine eigenen Grenzen sind. Diesen Freiraum müssen Sie ihren Kindern unbedingt ermöglichen.

4. Voraussicht

Natürlich sind Eltern zunächst einmal verpflichtet, ihren Kindern das Notwendige beizubringen, um in dieser Welt gut zurechtzukommen. Dass Eltern sich um ihre Kinder sorgen und ihnen das nötigste zur Verfügung stellen, sollte selbstverständlich sein. Wahrscheinlich hören wir auch niemals auf unsere Kinder auf diese Art und Weise zu unterstützen, auch wenn der Zeitpunkt kommt, an dem sie sich aus dem Nest lösen und ihre eigenen Wege gehen.

Auch zu diesem Zeitpunkt können wir allerdings weiterhin für sie da sein. Ein Startkapital für die erste eigene Wohnung, den Führerschein oder die Ausbildung ist etwas, was Eltern bereits früh anlegen können, ohne sich finanziell zu sehr zu belasten. Ihr Spross wird es ihnen danken. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, von Sparplänen bei der ansässigen Bank, über Investmentfonds bis hin zu nachhaltigen Lösungen, mit denen Sie weiterhin gutes tun. Eine Überlegung ist das definitiv wert.

5. Akzeptanz

Kinder möchten akzeptiert werden. Eltern auch. Das führt immer wieder zu Streitpunkten im familiären Verhältnis. Kinder möchten sich nämlich genauso verwirklichen wie ihre Eltern, weshalb es früher oder später immer den Punkt geben wird, an dem man aneinander gerät.

Häufig erwarten Eltern, dass ein Nein einfach akzeptiert wird. Sie fühlen sich im Recht. Lebenserfahrungen und das Machtmonopol sind auf ihrer Seite. Letztendlich handelt es sich bei erfolgreicher Kommunikation allerdings um das Kommunizieren von Bedürfnissen. Das Nein, das absolut ist und keinen Spielraum ermöglicht, ist wenig förderlich für die Akzeptanz.

Natürlich gibt es Entscheidungen, die vollkommen im Ermessensspielraum des Erziehungsberechtigten sind und die ebenso unumstößlich sind. Es ist zweifelsohne so, dass Kinder eben nicht alles machen können, was sie wollen. Trotzdem sollte darüber gesprochen werden. Gründe sollten erörtert werden und das Kind stets angehört werden. Beide Meinungen müssen kommuniziert und angehört werden. Nur so kann es zu einem konstruktiven Austausch mit Akzeptanz auf beiden Seiten kommen.

Nebenbei bemerkt. Klare Kommunikation ist bereits mit kleinen Kindern möglich. Natürlich verstehen sie Argumente noch nicht so, wie ältere Kinder es tun, aber Gefühle und Bedürfnisse verstehen sie bereits genauso gut. Machen Sie klar, wieso sie Nein sagen.

6. Konflikte

Konflikte sind im Familien-Alltag vollkommen normal und sie sind unglaublich wichtig für die Entwicklung von Kindern. Eine gute Streitkultur in der Familie zu pflegen ist unabdingbar für das spätere Leben. Zurückweisungen zu erfahren, ohne darüber sprechen zu können, ohne die eigenen Gefühle kommunizieren zu dürfen, ist das schlimmste, was man Kindern antun kann.

Streiten ist normal, genauso wie geschlagene Türen und das wütende Stampfen auf den Boden. Natürlich sind solche Situationen unangenehm. Wichtig ist allerdings das, was im Anschluss passiert. Gefühle müssen aufgearbeitet werden, das Kind muss angehört werden und letztendlich muss sich auch entschuldigt werden. Einem Kind all das beizubringen ist mit das Wichtigste, was wir als Eltern tun können.

7. Zuwendung

Liebe und Geborgenheit sind ausschlaggebende Faktoren in der Entwicklung. Sie legen den Grundstein für viele der anderen angesprochenen Punkte. Nicht jeder Mensch kann seine Gefühle gut körperlich ausdrücken, das ist aber auch nicht unbedingt notwendig. Aufmerksamkeit und Wohlwollen sind bereits Aspekte, die diesen Punkt bedienen, wobei gerade Kleinkinder noch viel körperliche Zuwendung brauchen.

All diese Aspekte fließen in das eigene Selbstwertgefühl mit ein. Es geht darum, klar zu machen, dass das Kind wichtig ist. Dass seine Gefühle wichtig sind. Nur wer lernt, sich selbst zu lieben, kann später als vollkommener Mensch durchs Leben gehen und nur ein Kind, dem Aufmerksamkeit geschenkt wird, kann lernen, sich selbst zu lieben, denn tatsächlich kann sich niemand von uns ohne die soziale Interaktion, die um ihn herum geschickt definieren.

All das hier sind natürlich nur Facetten einer erfolgreichen Erziehung. Erziehung besteht aus vielen verschiedenen Faktoren und jedes Erziehungsverhältnis wird von anderen Dynamiken bestimmt. Die Forschung hat der Kindererziehung heute bereits viele Impulse gegeben, die dazu führen können, dass die nächste Generation stärker und gesünder ist, als wir selbst es sind. Wir sind dazu imstande, die Zukunft zu formen, indem wir versuchen, unsere Kinder möglichst gut zu erziehen.

#Erziehung, #Familie, #Finanzen, #Schule

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