Ratgeber Lifestyle

Welche Besonderheiten sind bei der Ernährung Alzheimer und Demenz-Betroffenen zu beachten

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Machen Sie aus dem Essen ein Ritual. Schaffen Sie eine ruhige Atmosphäre. Lassen Sie den Kranken soweit er kann bei den Vorbereitungen teilhaben.

Die Essenszeiten sollten möglichst immer zu den gleichen Zeiten eingehalten werden. Die innere Uhr hier tickt anders. Oft wird vergessen, dass gerade eben gegessen wurde, oder Mahlzeiten werden verweigert.

Schön ist es immer am gleichen Platz zu essen. Bei Bettlägerigen könnte z.B. eine bunte (immer die Gleiche) Tischdecke/Serviette genommen werden, die die Zeit zum Essen ankündigt. Die gut behütete Leinendecke mit Stickerei aus guten alten Zeiten und  die Lieblingsmusik dazu kann Wunder bewirken. 

Vergewissern Sie sich, dass der Toilettengang schon erledigt ist, die Hände gewaschen sind, dass alles wie Prothese, Brille, Hörgerät e.c.t vorhanden und griffbereit ist.

Der Tisch sollte möglichst spartanisch eingerichtet werden. Salzstreuer, Catchup, Blumenvasen, Kerzen, Zeitschriften e.c.t aufräumen. Nichts sollte die Aufmerksamkeit ablenken.

Besorgen Sie, wenn nötig ergonomisches Besteck. Tiefe Teller und Schüssel in bunten Farben (rot und blau) haben sich als geeigneter erwiesen, als flache.

regal teller tassen

Sollte das Essen länger als 20-30 Minuten dauern, servieren Sie in kleinen Portionen nacheinander, damit nichts kalt wird.

Leisten Sie Gesellschaft – essen Sie auch selbst mit. Das Gericht ist schmackhaft, „Mm-m ist das lecker!“ … animieren Sie zum Essen. Vergessen Sie nicht, dass der Geschmacksinn nachlässt. Haben Sie immer Kräuter zum Nachwürzen dabei. Keine Gewürze. Bleiben Sie konzentriert. Vermeiden Sie, dass Sie von Dritten, Vorbeigehenden angesprochen und von langen Telefonaten abgelenkt werden.

Lassen Sie die leeren Teller auf dem Tisch, bis der Kranke mit allen Gängen fertig ist. Das Aufräumen eines Tellers kann er als Signal deuten, dass das Essen beendet worden ist.

Helfen Sie wo nötig, aber lassen Sie die Person möglichst alleine und so lange es geht essen. Auch wenn es kleckert und krümelt ist es die aller beste Variante.

Ist eine Entsäuerung und Entschlackung bei Demenz sinnvoll?

Wenn „die Säfte“ frei fließen können, ist die Versorgung des Organismus mit Näherstoffen gesichert.

Die Entgiftungskur soll auf alle Fälle vorher mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Bei Patienten mit Herz-oder Nierenerkrankungen, Störungen in der Funktion des Magen-Darm-Trakts ist auf ganz sanften Methoden zu zugreifen.

Säuere-Basen-Haushalt regelmäßig  testen und effektiv regulieren.

Die weitverbreiteten Tabellen über „sauren“ und „basischen“ Lebensmittel sind überholt. Der Ph-Wert der Nahrung allein für sich ist nicht ausschlaggebend. Wichtig ist es, wie die Nahrung vom Körper aufgenommen und verstoffwechselt wird. Zitronen zum Beispiel schmecken sauer, liefern aber dem Organismus Basen.

Eine leichte Orientierung bieten die neuen PRAL-Werte (Potential renal acid load) oder PRAL-Tabellen. Nahrungsmittel werden nach ihrer potenziellen Säurebelastung der Niere eingeteilt und in Milliäquivalent pro 100 g Lebensmittel (mEq/100 g) angegeben.

Einige Tage bei Obst und Gemüse, Flohsamen, Leinsamen, Weizenkleie, Heilerde bleiben. Bäder und/oder Fußbäder mit Basenpulver, und/oder Umschläge mit Meersalz sind leicht durchzuführen.

Im Idealfall ist die Kur mit regelmäßigen Einläufen zu kombinieren.  

Viel Flüssigkeit zu sich nehmen in Form von Wasser oder Kräutertees. Obstsäfte sind im Anfangsstadium zu vermeiden wegen des relativ hohen Zuckergehalts und sei es Obstzucker. Krautsaft und Rote-Beete-Saft dagegen sind mit Nachdruck zu empfehlen.

Hier einige Kräuter, die Mutter Natur speziell für das Gehirn in unseren Breitengraden wachsen ließ - Salbei, Rosmarin, Melisse,  Thymian, Oregano, Basilikum, Minze, Petersilie, Dill.

Bei einer frisch diagnostizierten Demenz kann es sich nach der Entgiftungskur herausstellen, dass es gar keine Demenz war.

Wenn der Betroffene „alles“ essen darf.

Leider nein, alles kann kein Mensch und besonders der Demente nicht essen.

Zu vermeiden sind hochgradig verarbeitete und überhaupt verarbeitete Lebensmittel wie Fertiggerichte, Chips, Kekse, Wurstwaren, Salami wie auch Milchprodukte. Weizenbrot, Weizennudeln, Gebäck und Süßigkeiten sind wenn möglich ganz zu lassen.

Der Großanteil der Nahrung sollte aus Gemüse in Form von Salate, Suppen, Aufläufe und Eintöpfe bestehen. Dazu bis zu drei Mal die Woche Fisch und/oder mageres Fleisch. Als Zwischenmahlzeiten zwei Mal am Tag eine Handvoll Obst.

beerenmix

Obst wird überall als gesund empfohlen. Ist es auch. Weil Obst einen hohen Anteil an Fruchtzucker aufweist, ist es nach dem Trennkostprinzip zu verfahren. Es geht um Menge und Zeit. Deswegen am besten zwei Stunden nach dem Frühstück und vor dem Mittagessen und zwei Stunden nach dem Mittagsessen und vor dem Abendessen als Zwischenmahlzeit jeweils eine Handvoll. Besonders zu empfehlen sind Beeren im Allgemeinen und Blaubeeren im Besonderen.

Und hier einige Irrtümer.

Eine kleine Tasse Kaffee am Tag schadet nicht nur, sondern hilft nachweislich. Das Koffein im Kaffee stimuliert die Produktion von Acetylcholin – ein neuroprotektiver Wirkstoff. Außerdem sind im Kaffee wertvolle Antioxidantien, die jung halten.

Dunkle Schokolade mit einem höheren Anteil an Kakao enthält wertvolle  Flavanole, die die Arterien und die Blutgefäße im Gehirn entspannen und die Versorgung mit Nährstolle sichern.

Die guten Fette in kaltgepressten Pflanzenöle wie Olivenöl, Leinöl, Walnuss öl u.a. sind nachweislich unentbehrlich. Das Gehirn braucht diese Fette. Bis zu zwei Suppenlöffel am Tag sind zu empfehlen.

Butter ist als tierisches Fett schlecht. Stimmt nicht. Reine Butter ist viel besser als jede Margarine oder minderwertiges Speiseöl. Das Gehirn besteht aus Fetten und bracht dieses Fett. Ein Teelöffel am Tag macht es glücklich.

Nüsse machen nicht dick. Besonders die Königin der Nüsse – die Walnuss. Schauen Sie sich bitte die Form einer von den Schallen befreiten Walnuss an. Ist das nicht ein Gehirn….!? Ein Paar solche „kleine Gehirne“ zum Salat ersetzen das Fleisch und komplettieren eine leicht bekömmliche und nahrhafte Mahlzeit.

walnuss gesicht

An der Stelle ist es zu erwähnen, das bei oft auftretenden Kau-und Schluckstörungen die Nüsse gemahlen und wenn nötig überhaupt zur flüssigen Nahrung zu übergehen ist. 

Salz sollte vermieden oder gar nicht genommen werden. Falsch. Salz ist gut. Jedenfalls geht es um reines, unraffiniertes Salz, das die wertvollen Elementen wie  z.B. Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink und weitere noch enthält. Nur wenige Discounter führen herkömmliches Salz.  Täglich höchstens 6 Gramm Kochsalz, so lautet die Empfehlung für Erwachsene der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Dabei ist es auf die versteckten Salze im Brot u.a. zu achten. Um sicher zu gehen – ein Teelöffel reines Salz am Tag versorgt den Organismus ausreichend.

Sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Und ob. Bis Obst und Gemüse ihren Platz in den Super-Markt-Regale finden, vergeht so viel Zeit, dass wir nicht mehr wissen, welcher Nährwert darin zu erwarten ist.

Neben Vitamin C, die Vitamine der B Gruppe, Omega-3-Fettsäuren und Q10 sind einige weniger Bekannte zu erwähnen, die nicht nur für das allgemeine Wohlbefinden, sondern speziell für Nervenbahnen und Gehirn nachweislich mit Erfolg anzuwenden sind.  

Organisches Germanium stärkt die Wirkung von Immuninterferon und die Produktion der natürlichen Killerzellen.

Propolis ist bekannt durch seine antioxidantive und Zell verjüngende Wirkung.

Gelee Royale reguliert den Blutdruck und spendet Vitalität der Zellen.   

Kurkuma – Wunder für das Gehirn.

Strophanthin – auch die Milch des Alters genannt. Erfolgreich gegen Abfall der Gedächtnisleistung angewandt.

Knoblauch – der einheimische Ginseng&Gingko. Kann man fasst zu jeder Speise kurz vor dem Ende der Kochzeit hinzufügen. So wird der Geruch gemildert und die Wirkungsstoffe bleiben erhalten.

Die Dosierung ist individuell je nach Situation und Fall an zu passen.

Einem Betroffenen bei zu stehen ist eine Herausforderung. Nehmen Sie jede Hilfe, die Sie können dankbar an. Vernachlässigen Sie möglichst nicht Ihre eigene Wünsche und Bedürfnisse.

In jeder Krise steckt eine Chance.

Die Wahl des Essens bei einem Betroffenen ist auch Anlass über die eigenen Essgewohnheiten nach zu denken. Sie müssen nicht extra für ihn/sie kochen. Ein gesundes Essen und Essverhalten ist gut als liebevolle Prävention für die ganze Familie. 

Autor: Maria Kokalova
Thema: Ernährung bei Alzheimer und Demenz
Webseite: http://www.psycho-hilfe.de

Autorenprofil Maria Kokalova:

Heilpraktikerin Psychotherapie und staatlich anerkannte Drogistin.



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