Ratgeber Lifestyle

Beim Essen sind nicht nur die Kalorien von Bedeutung und was wir zu uns nehmen, sondern auch die Zeiten, zu denen wir essen.

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Richten wir uns nach festen Essenszeiten oder essen wir spontan nach Hungergefühl? Letztendlich muss jeder individuell nach seinem Essensmuster oder Vorlieben entscheiden, dennoch möchte ich auf ein paar Punkte über gesunde Essenszeiten eingehen.

Eher morgens oder abends die Hauptmahlzeit einnehmen?

Es gibt Menschen, die gerne morgens frühstücken und auch viel essen können und es gibt jene,  die gar nicht frühstücken und erst gegen Mittag mit dem Essen beginnen. Das Sprichwort: ,,Morgens essen wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettler” stimmt soweit, dass man am Abend nicht die Hauptmahlzeit zu sich nehmen sollte. Große Mahlzeiten bringen den Hormonhaushalt durcheinander, u.a. das Hormon Melatonin, welches für den Schlafrhythmus zuständig ist und dafür sorgt, dass man schlecht schläft bzw einschläft. Wissentschaftlich bewiesen ist, dass Mahlzeiten morgens und mittags besser verstoffwechselt werden als abends. Fazit: Wer morgens noch nichts essen kann, verlegt es auf später. Wichtig ist, nicht am Abend zu viel und zu schwer zu essen.

Sind Pausen zwischen den Hauptmahlzeiten wirkungsvoll?

Ein weiterer Aspekt für gesunde Essenszeiten sind die Pausen zwischen den Mahlzeiten. Isst man zwischen den drei Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittagessen und Abendbrot) zuviel zwischendurch, werden die Vorräte in den Zellen nicht verbraucht. Alle zusätzlichen aufgenommenen Nährstoffe landen in den Fettspeichern und in der Leber.

Der Grund dafür ist, dass der Insulinspiegel durch die Hauptmahlzeiten erhöht wird und in einer 4-5 stündigen Pause bis zur nächsten Mahlzeit wieder absinkt. Isst man aber zwischendurch immer mal wieder, bleibt der Insulinspiegel permanent erhöht und der Körper baut die überschüssige Nahrung als Fett auf. Außerden hemmt ein ständig erhöhter Insulinspiegel viele Hormone, die den Körper vor Entzündungen und dem Altern schützen. Durch die ständige Verstoffwechselung verringert sich die Leistungsfähigkeit und man fühlt sich ständig müde. Fazit: Bei drei Mahlzeiten am Tag wären 4-5 Stunden Pause bis zur nächsten Mahlzeit gesünder und effizienter für den Stoffwechsel. Zusätzlich ist die Nachtruhe eine natürliche längere Pause mit Nahrungskarenz.

Ist Fasten eine Alternative?

Wie gerade erwähnt, sind Pausen zwischen der Nahrungsaufnahme empfehlenswert. Wie sieht es dann mit Fasten aus? Durch Phasen, in denen keine Nahrung aufgenommen wird, wird der Stoffwechsel positiv unterstützt. Anstatt Nährstoffe in Form von Fett einzulagern,wird die Nahrung in der Zeit der Nahrungskarenz verarbeitet. Es kommt eher zu einer Fettverbrennung statt Fetteinlagerung, da der Körper  in den Pausen von Reserven lebt. Auf diese Weise kann man durch Fasten kalorienreiches Essen wieder wettmachen und somit erfolgreich überschüssiges Gewicht abbauen.

Ein neuer Trend ist das Intervall-Fasten, ein stunden- als auch tageweiser Verzicht auf Speisen,  Getränke und Genussmittel. Bei der Methode ,,16:8” beschränkt man das Essen auf 8 h täglich, anschließend folgen 16 h fasten. Bei der ,,5:2” Methode beschränkt man sich auf zwei volle Fastentage pro Woche. Während der Fastenzeit ist nur  das Trinken von kalorienfreien Getränken erlaubt wie z.B. Wasser, ungesüßter Tee und schwarzer Kaffee.

Entscheidend ist, dass beide Fasten-Methoden keine kurzweilige Diät ersetzen, da sie erst über einen längeren Zeitraum und mit Einhaltung der vorgegebenen Pausen funktionieren.

Fazit:

Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Essenszeiten für ihn in Frage kommen und wie er Mahlzeiten am Besten in seinem Alltag einbaut.

Zu empfehlen wären drei Hauptmahlzeiten, wobei zum Abend hin nicht die größte Mahlzeit sein sollte. Ebenso sind längere Pausen zwischen den Mahlzeiten vorteilhaft für den Stoffwechsel und somit für einen gesunden Körper.

Bei gesunden Essenszeiten bleibt es aber auch wichtig, darauf zu achten, welche Lebensmittel ausgesucht werden. Es sollte eine ausgewogene Ernährung sein mit Vollkornprodukten, frischem Obst und Gemüse, gesunden Fetten und reichlich zu Trinken von ungesüßten und alkoholfreien Getränken.

Autor: Heilpraktikerin Dorothee Kolinski
Thema: Gesunde Essenszeiten
Webseite: http://www.dorothee-kolinski.de



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