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Wie entsteht Demenz Ursachen: wissenschaftliche Medizin

Demenz ist ein Oberbegriff vieler unterschiedlicher schwerer Gehirnerkrankungen .Wenn von Demenzerkrankungen gesprochen wird ist meist die Alzheimer Demenz gemeint. Diese ist auch tatsächlich die häufigste Form der Demenzerkrankungen.

Die Verlaufsformen dieser Alzheimererkrankung werden grob in drei Erkrankungs- Phasen eingeteilt:

  • Frühstadien
  • mittlere Stadien
  • Spätstadien

Alle drei Stadien sind von Patient zu Patient vollkommen verschieden lang und können sehr unterschiedliche Verlaufsformen in den Erkrankungsbildern haben. Wir sehen hier in unseren durchgeführten Hypnosetherapien, Hypnoanalysen und Regressionshypnosen seit über vierzig Jahren äußerst individuelle Verläufe dieser Erkrankungen, da es schon einen großen Unterschied in Diagnostik und Therapie bedeutet wann und in welchen Stadien die Patienten zu uns kommen.

Die Entstehung der Demenzerkrankungen und hier ist die Mehrzahl der Erkrankungen gemeint wird in der wissenschaftlichen Forschung äußerst kontrovers diskutiert.

Was bekannt ist das Nervenzellen im Gehirn absterben und die Verbindungen von Nervenzellen untereinander mehr und mehr verloren gehen. Wichtige Übertragungsbotenstoffe werden nicht mehr hergestellt oder können Funktionen nicht mehr erfüllen, da entsprechende Gehirnempfangszellen verloren gegangen sind. Es gibt eine Eiweißablagerungstheorie die letztendlich allerdings wissenschaftlich nicht belegt werden konnte. An dieser Theorie wurde lange festgehalten obwohl es auch deutliche Gegenbeweise gab.

So wurde eine Studie mit Nonnen durchgeführt, die sich einverstanden erklärten nach dem Tode ihre Gehirne zur Untersuchung zur Verfügung zu stellen. Diese Studie war gut betreut und wurde bis ins hohe Alter der Nonnen durchgeführt.

Alle der untersuchten Nonnen waren in den kognitiven Leistungen absolut bis ins hohe Alter fit. Keiner der Untersucher wäre auf den Gedanken gekommen das hier irgendeine der vielen Demenzen noch nicht mal in Anfangsstadien einer der Nonnen befallen hätte.

Zur großen Überraschung zeigten nach dem Tode die Gehirne der Nonnen massive morphologische Alzheimerveränderungen inklusive starke Eiweißablagerungen in den Gehirnen Nach diesem morphologischen Bild der Gehirne wären die Nonnen alle im Spätstadien der Alzheimer Erkrankungen gewesen und hätten ohne intensive pflegerische Betreuung nicht leben können. Diese und ähnliche Studienergebnisse zeigen das Dilemma, da wir bei den Demenzerkrankungen in der Forschung nach wie vor am Anfang stehen. Wir wissen dass es in Familien mit Demenzerkrankungen ein deutliches Risiko gibt selbst auch zu Erkranken. Eine Vererbung bestimmter Gene wird hier diskutiert. Ein Risiko scheint auch zu sein, Alt zu werden.

Wie entsteht Demenz: biologische komplementäre Medizin

Auch hier gibt es keine eindeutigen Hinweise, da hierzu leider unter anderen die Forschungsgelder fehlen. Allerdings gibt es nicht nur von uns sondern auch von Fachkollegen bestimmte Indizien die tatsächlich Demenzerkrankungen fördern oder sogar auslösen können.

Als höchster Risikofaktor sind es Drogen, auch Alkohol gehört dazu. Besonders wenn Drogen in wichtigen Phasen des Gehirnumbaus eingenommen werden. Also junge Menschen die sich noch in der Entwicklung befinden. Das Gehirn vergisst nie!

Hinzu kommen viele Medikamente incl. deren Nebenwirkungen. leider auch Psychopharmaka (Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Aufputschmittel etc.)

Ernährung: hoher Zuckerkonsum, Fastfood, chemische Zusätze in den Nahrungsmitteln, Mikrobiom gleich verkehrte und / oder Darmbakterienzusammensetzung, Aluminium- Kochgeschirr aber auch Alu-Folien in denen Essen hergestellt werden.

Psyche: negativer Stress, Burnout, ständige Partnerschaftsprobleme,(dieses gilt auch für Berufskollegen, Nachbarn etc.) zu wenig Erholungszeit hier gehört auch falsch verstandener Urlaub, chronischer Schlafmangel, Schichtarbeit und alles was das Leben nicht lebenswert macht.

Umweltgifte: Alle - bis hin zur Überdüngung, Trinkwasser (-Blei- ) etc.

Psychische Infektiosität der Demenzerkrankungen für Angehörige

Je länger ein Demenzerkrankter sich durch die oben genannten drei Phasen quält, umso belastender für die unmittelbaren Angehörigen.

Da die drei Phasen äußerst individuell in Länge und Schwere sind erträgt der Betroffene diese entsprechend des augenblicklichen Beschwerdebildes. Sehr Schlimm sind anfangs für den Betroffenen die Erkenntnis das mehr und mehr die Steuerung seines eigenen Lebens verloren geht. Er geht als Kapitän seines Lebens-Schiffes langsam von Bord, darf manchmal noch zurückkehren und umso schlimmer als Erkenntnis niemals mehr zurück kehren zu können.

Es gibt angebliche Fachleute die tatsächlich behaupten, dass in den Spätstadien der Erkrankung dieser den Verlust nicht mitbekommen würde. Wir wissen aus der Hypnoseforschung, dass man mit einem solchen Standpunkt sehr vorsichtig sein sollte, da wie oben ausgeführt wir von Demenzerkrankungen nicht viel verstehen!

Es bestehen viele Gemeinsamkeiten zum Locket -in -Syndrom. Hier dachte man auch lange das der Erkrankte nichts mit bekäme, musste sich dann aber von belgischen Neurologen eines Besseren belehren lassen.

Tatsächlich ist die Demenzerkrankung für den Betroffenen und die nächsten Angehörigen ein langer Abschied für immer. Die Hauptlast liegt erst einmal bei beiden Beteiligten. Je länger die Erkrankungsphasen aber dauern umso mehr sind die Angehörigen damit konfrontiert mehr und mehr mit einem neuen, fremden Menschen umzugehen, frühere Phasen von vertrauten Gesten, Blicken, Lächeln verschwinden, zurück bleibt ein hilfloser, einsamer Mensch der ganz besonders die Hilfe, Zuneigung und Liebe braucht. Dieser Prozess ist für Angehörige so schwer das diese sich meist überfordern und viel zu spät sich fachliche Hilfe holen. Dieses wird als psychische Infektiosität bezeichnet mit allen entsprechenden psychischen und körperlichen Konsequenzen.

Wir achten also nicht nur auf den Demenzerkrankten sondern richten ein besonderes Augenmerk auf die pflegenden Angehörigen und versuchen diesen beizubringen das weniger mehr ist und das der Demenzerkrankte gar nichts davon hat wenn dessen Angehörige selber erkranken. Entsprechende Hilfen werden angeboten von der Tagesbetreuung über kurzfristige Heimunterbringungen bis hin zu gemeinsamen Urlauben in entsprechenden auf Demenzerkrankte spezialisierten Einrichtungen. Leider sind in vielen ländlichen Gebieten diese Angebote häufig nicht zu finden. Hier liegt es am Therapeutenteam trotzdem entlastende Lösungen zu finden.

Therapie: Schulmedizin Medikamente

Es werden Antidementiva, Antidepressiva, Neuroleptika und bei starken Erregungszuständen Tranquilizer bzw. bei nächtlichen herumirren Hypnotika. Da alle diese Medikamente Neben- und teilweise schwere Wechselwirkungen mit anderen einzunehmenden Medikamenten haben ist häufig das zu erreichende Ziel enttäuschend. Sicher kann man in Frühstadien teilweise das Fortschreiten der Erkrankung hinauszögern. In den Mittleren - oder Spätstadien ist eine herauszögerung mit oben genannten Medikamenten meist nicht mehr möglich.

Der viel bessere Ansatz sind nicht nur medikamentöse Maßnahmen sondern auch kognitives Training, Ergo- und Musiktherapie, Psychotherapie und Hypnosetherapien, Hypnoanalysen und Regressionshypnosen.

Biologische komplementäre Medizin Hypnosetherapie bei Demenz, wissenschaftliche Hypnosetherapie, Hypnoanalyse, Regressionshypnose, Psychotherapie.

Auch in diesen Therapien ist die wichtigste Devise, so früh wie möglich entsprechende Hypnosetherapien durchzuführen. Länge und Dauer dieser Therapien richten sich individuell an den augenblicklichen Beschwerdebildern und werden während der Therapie immer wieder aufs Neue angepasst. Die Hauptaufgabe dieser Hypnosen besteht darin möglichst dem Demenzerkrankten so lange wie irgend möglich ein eigenständiges, freudvolles und selbstbestimmtes Leben zu erhalten, da es KEINE Heilung gibt.

Wie schon ausgeführt werden belastete Angehörige selbstverständlich in die Therapieplanung mit einbezogen.

Wir versuchen auch ambulant betreutes Wohnen in Wohngemeinschaften zu fördern, da diese Form des Wohnens eine positive, stützende Auswirkung hat, da die Demenzerkrankten gefördert und gefordert werden den Alltag mitzugestalten.

Hilfe: Wegweiser Demenz, Arbeitsgemeinschaft für Hypnose, Hypnosetherapie und Psychotherapie e. V. Sitz Köln, Beratungsstellen für Demenzerkrankungen, Wohngemeinschaften für Demenzerkrankungen.

Autor: Gert Frost
Thema: Wie entsteht Demenz
Webseite: http://www.Heilpraktiker-Frost.de

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