Als Heilpraktiker für Osteopathie und Schmerztherapie ist mir der ganzheitliche Weg der Gesundung und Gesundheitspflege wichtig.

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In meinen Einzeltherapien und in meinen Seminaren erwecke ich die Teilnehmer zum ERLEBEN und führe sie allmählich und behutsam aus der Gefangenschaft der Beurteilung heraus. Heraus aus alledem, was gefürchtet und wonach gejagt wird. Letztendlich weg von dem, was einen dazu bringt, sich selbst zu vergessen und somit den Überblick zu verlieren. 

Leben ist ein dynamischer Prozess, ständige Veränderung und Anpassung. Unsere Zeit ist bewegt. Schnell. Rastlos - Eine Zeit unablässiger Veränderung. Immer mehr Menschen leiden unter stressbedingten Erkrankungen - Sie haben sich selbst und ihr Gleichgewicht verloren.

Gesundheit aus osteopathischer Sicht

Ich verstehe meine Arbeit als Heilpraktiker für Osteopathie und Schmerztherapie darin, einen Impuls zu geben und die dann stattfindende Selbstregulation des Körpers möglichst wenig zu stören. Priorität hat die Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers. 

Mit der richtigen Einstellung, einfachen Übungen und einer Fülle von Anregungen gelingt eine ausgeglichene und intelligente Lebensführung, die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensfreude schenkt. 

Um alle Aspekte des Lebens souverän zu handhaben, ist es notwendig anzunehmen –„Was ist.“ Und nach besten Möglichkeiten zu handeln.

Das fasziale Körpermodell

Der menschliche Körper ist so gebaut, dass sich eine auftretende Zugkraft einer Körperregion auf den gesamten Körper verteilend auswirkt. 

Ganzheitlich betrachtet ist der menschliche Körper ein gespanntes dreidimensionales Netzwerk aus unterschiedlichen Strukturen, ein selbststabilisierendes Gebilde. Die grundlegende Struktur für den Zusammenhalt des Körpers und seiner Form, egal in welcher Ausrichtung zur Schwerkraft er sich befindet ist das Fasziale Gewebe. 

Es besteht unter anderem aus Kollagenfasern, Wasser und verschiedenen Klebstoffen. Diese Kombination sorgt für Elastizität und Gleitfähigkeit. Das Fasziale Gewebe ist ein netzartiges, überaus komplexes Gewebe-System, das alle Teile des Körpers zusammenhält, sie am richtigen Platz fixiert und alles mit einander verbindet. So werden Muskeln, Sehnen, Knochen, Gefäße und Nerven erst durch das Fasziengewebe zu einem zusammenhängenden Organismus.

In meiner Naturheilpraxis arbeite ich mit osteopathischen Techniken am faszialem Netzwerk. Damit erreiche ich ein optimales Spannungsverhältniss innerhalb der Körperstruktur für eine Beschwerdelinderung und ein Aktivieren der Regulationssysteme für die Gesundung des Körpers.

Das kollagene Netzwerk spielt eine wesentliche Rolle bei der Kraftübertragung und bildet eine wichtige Grundlage für Flexibilität, Elastizität und Immunkraft.

Meine Erfahrungen mit den osteopathischen Behandlungsweisen zeigen häufig eine Veränderung schmerzhafter Körperregionen hinsichtlich der Verschieblichkeit und Spannkraft des Gewebes. Schon mit der Anamneseerhebung einer Behandlung wird oft ein Zuwenig an Flüssigkeitszufuhr im Alltag betont. Das allein ist für die körpereigene Gesundheitsregulation eine große Herausforderung und oft ein wesentlicher Störfaktor. Denn Fasziengewebe hat eine hohe Wasserbindefähigkeit und ist für unsere Gesundheit ein wichtiger körpereigener Wasserspeicher. 

Das ist bedeutend für die Abwehrfunktion des Körpers, als Barriere - Schutz vor dem Eindringen von Fremdkörpern. Zusätzlich befinden sich sogenannte Fresszellen im Fasziengewebe, die Mikroorganismen und Gewebetrümmer enzymatisch auflösen können. Das Fasziengewebe sorgt ferner dafür, dass alle unsere Organe und Körperteile immer an ihrem vorbestimmten Platz bleiben. Trotz dieser ordnenden Eigenschaft ermöglicht das fasziale Gewebe den Organen, ihre festgelegte Position bei Bedarf zu verschieben. Das ist die elementare Voraussetzung dafür, dass beispielsweise das Atmen, die Verdauung oder auch eine Schwangerschaft überhaupt möglich sind.

Die Gesundheit und die Spannungsverhältnisse in diesem Netzwerk sind entscheidend dafür, wie geschmeidig unsere Muskeln arbeiten, wie Knochen, Wirbel und auch Organe positioniert sind, wie unsere Gelenke belastet werden. Ein elastisches und zugleich festes Bindegewebe, es lässt dich einfach gut fühlen, beugt Verletzungen vor und steigert deine Leistungsfähigkeit enorm.

Einteilung der faszialen Struktur und osteopathische Symptomfelder

Faszien werden in drei Gruppen eingeteilt - in oberflächliche Faszien, tiefe Faszien und viszerale Faszien

Die oberflächlichen Faszien liegen im Unterhautgewebe und bestehen insbesondere aus lockerem Fasziengewebe und auch aus Fettgewebe. Sie verbinden sämtliche Organe und Gewebe miteinander, speichern Fett und Wasser, dienen als Puffer und ermöglichen die Verschiebbarkeit der Organe. Verklebungen sind in dieser faszialen Gewebestruktur nicht selten. 

mann anatomie muskeln

Die tiefen Faszien sind jene Faszien, die am meisten Fasern besitzen und jeden einzelnen Muskel, sämtliche Knochen und Gelenke umschließen. Innerhalb des Muskels trennen sie zudem die einzelnen Muskelfasern voneinander, so dass diese nicht aneinander reiben können. Zu den tiefen Faszien gehören auch die Sehnenplatten, Bänder, Sehnen und Gelenkkapseln. 

Darüber hinaus sind die tiefen Faszien mit zahlreichen sensorischen Rezeptoren ausgestattet. Diese reagieren auf mechanische und chemische Reize ebenso wie auf Temperaturschwankungen. Aus diesem Grund wird das Fasziengewebe häufig auch als Sinnesorgan bezeichnet. 

Neben den sensorischen Rezeptoren befinden sich in diesem Fasziengewebe auch alle peripheren Nervenenden, also jene Nerven, die außerhalb des Gehirns und Rückenmarks liegen. Daher weisen diese Faszien eine große Anzahl potentieller Schmerzrezeptoren auf, die unmittelbar sowohl auf Verletzungen der Faszien selbst, als auch auf die der Nerven reagieren. 

Viszerale Faszien sind für die Aufhängung und Einbettung der inneren Organe sowie des Gehirns verantwortlich. Jedes einzelne dieser Organe ist zum Schutz mit einer doppelten Faszienschicht ausgestattet. Zu den viszeralen Faszien gehören zum Beispiel die Hirnhaut des Gehirns, der Herzbeutel des Herzens, das Brustfell der Lunge sowie das Bauchfell.

Es handelt sich um eine ganzkörperweite Systemstruktur, die alles mit allem verbindet.  Sie gibt dem Körper seine Form, transportiert Informationen wie ein Datennetz, sorgt wie eine Sprungfeder für Elastizität und sie übernimmt wichtige Aufgaben im Stoffwechsel.

Nun kann es jedoch geschehen, dass diese Fasziale Gewebsstruktur verklebt, was ihre Verschiebbarkeit und Gleitfähigkeit und somit das Wohlbefinden massiv beeinträchtigt.

Wenn das Fasziengewebe verklebt

Blutgefäße und Lymphgefäße passieren das Fasziengewebe. Die Lymphflüssigkeit versorgt die Zellen mit Nährstoffen und transportiert Stoffwechselabfallstoffe sowie Schadstoffe von den Zellen weg. Der Lymphfluss ist auf Muskelbewegung angewiesen!

Besteht nun beispielsweise eine länger anhaltende Muskelverspannung, z. B. im Nacken-, Schulter- oder Rückenbereich, so kann aufgrund der fehlenden Muskelbewegung der Lymphfluss dort merklich beeinträchtigt werden.

Lymphe transportiert u. a. auch den Blutgerinnungsfaktor Fibrinogen, das kann jetzt problematisch werden:

Das Fibrinogen liegt normalerweise in der Lymphe gelöst vor. Bei einem Lymphstau jedoch reichert sich das Fibrinogen im Gewebe an und wird dort nun unter Einwirkungen anderer Substanzen zu Fibrin abgebaut. Fibrin aber ist ein körpereigener "Klebstoff", dessen Aufgabe normalerweise das Verschließen von Wunden ist.  Da keine Wunde vorhanden ist, verklebt das Fibrin nun stattdessen das umliegende Fasziengewebe. 

Verklebte Faszien Symptome aus osteopathischer Sicht

Die verklebten Faszienstrukturen führen nun zu zwei unterschiedlichen Problematiken: Durch den Verlust ihrer Zugkraft und Flexibilität wird die Bewegungsfähigkeit der betroffenen Muskelfasern deutlich eingeschränkt. 

Zusätzlich können die Nerven, die durch diesen Gewebebereich führen, gequetscht werden, was zu empfindlichen Schmerzen führen kann. Dabei handelt es sich um Schmerzen, deren Ursache auf einem Röntgenbild nicht ersichtlich ist, so dass bei undefinierbaren Schmerzen immer auch an die Faszien zu denken ist.

Neueste Erkenntnisse der Humanbiologie haben ergeben, dass bei Rückenschmerzen nur in 20 Prozent der Fälle die Bandscheiben verantwortlich sind.

Die übrigen 80 Prozent haben andere Ursachen, darunter nicht selten verklebte Faszien.

Wenn das Fasziengewebe verhärtet

Ältere Menschen weisen im Vergleich zu jüngeren generell einen wesentlich niedrigeren Flüssigkeitsanteil im Körper auf. Unter diesem Flüssigkeitsverlust leidet natürlich auch das Fasziengewebe. Das Verhältnis zwischen faserigen und wässrigen Anteilen verschiebt sich. 

So bestehen die Faszien älterer Menschen häufig aus überwiegend festen, unflexiblen Kollagenfasern. Mit der Veränderung der Flüssigkeitsanteile verändert sich auch die räumliche Struktur der Faszien. Die Folge davon ist die zunehmend eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit der Muskeln. Wenn das Fasziengewebe mehr und mehr verhärtet, wird die Bewegung im Gelenk immer schmerzhafter.

Das Fasziengewebe umspannt den gesamten Organismus wie ein Netz, daher ist es eine keine Frage ob, sondern wann die Organe von der Verhärtung der Faszien ebenfalls betroffen sind. Dies ist besonders problematisch für die Organe, weil die fasziale Organhülle die Nährstoffaufnahme in ausreichendem Maße behindert. Gleichzeitig werden Schadstoffe in unzureichenden Umfang abgegeben.

Die Blutzufuhr und die daraus resultierende Sauerstoffversorgung der Organe wird ebenfalls erschwert, so dass die Lebenskraft der betroffenen Organe stetig nachlässt. Es ist nicht unbedingt eine Altersproblematik, vielmehr geht es um die Folge eines Flüssigkeitsmangels und verklebter oder verhärteter Faszien.

Selbst das Fasziengewebe im Gehirn zieht sich bei Flüssigkeitsmangel zusammen.  Dadurch wird der Zwischenraum zwischen dem Schädelknochen und dem Gehirn immer grösser. Diese Entwicklung ist besonders gefährlich bei einem Sturz auf den Kopf. Die Folge eines solchen Sturzes ist häufig ein Schädel-Hirn-Trauma, was zu schweren Hirnverletzungen führen kann.

Zusätzliche Verletzungen des faszialen Gewebes

Verklebungen und Verhärtungen des Fasziengewebes können zu zusätzlichen Verletzungen führen. Sowohl übertriebene sportliche Aktivitäten als auch Fehlhaltungen können die kollagenen Fasern der Faszien schädigen.

Muskelkater, eine scheinbar harmlose Überdehnung, lässt feine Risse in den Faszien entstehen. Dadurch kann ein Entzündungsgeschehen ausgelöst werden. 

So betrachtet ist Muskelkater nicht so unbedenklich wie allgemein angenommen. Nach wenigen Tagen heilt der Entzündungsprozess aus. Bei einer Muskelzerrung oder beim Faserriss ist es weitaus schwieriger und daher auch die Heilung langwieriger. Zu klassischen Fehl- oder Überbelastungen betroffener Strukturen zählen Sehnenreizungen und -entzündungen, wie zum Beispiel der Fersensporn oder Tennisarm. Auch Schnittwunden, Knochenbrüche oder jede Art von Operation führt zu Verletzungen der Faszien.

Feinde der Faszien aus osteopathischer Sicht

Bewegung ist die Basis für die menschliche Körperstruktur und deren ungehinderte Funktion in allen Bereichen des Seins. 

Bewegung bildet das Fundament für die stabile und gleichzeitig geschmeidige Struktur der Faszien. Bewegungsmangel führt dazu, dass sich das Fasziengewebe pathologisch verändert.  Es verfilz, verklebt und verhärtet. Menschen mit sitzenden Berufen werden die Veränderung des Gewebes mit der Zeit in Form von Nacken-, Schulter- oder Rückenschmerzen zu spüren bekommen. 

frau stress hand ohren schwarz weiss

Stress wirkt sich auch auf das fasziale Gewebe aus. Die in Stresssituationen gebildeten Hormone sollen dem Körper  eine Anpassung an die veränderte Situation ermöglichen. Diese Hormone führen dazu, dass sich die Faszien anspannen, und zwar ohne dass die Muskeln in diesen Prozess involviert sind. Ist der Stress vorüber, entspannen sich auch die faszialen Strukturen. Bei chronischem Stress wird das zum Verhängnis. Dadurch verlieren sie ebenso wie ein dauerhaft gespanntes Gummiband ihre Flexibilität und verhärten schließlich. Daher können langanhaltende Stresssituationen die Beweglichkeit der betroffenen Personen stark beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass eine Verfilzung, Verklebung oder Verhärtung des Fasziengewebes immer eine Auswirkung auf die in diesem Gewebebereich verlaufenden Nervenenden hat. Das kann Schmerzen auslösen, ohne direkte Gewebsverletzungen aufzuzeigen. 

Anhaltender Stress, vor allem in beruflicher Hinsicht, ist für viele Menschen schon beinahe zu einem "normalen" Zustand geworden. Somit sind chronische Gelenk-, Nacken-, Schulter oder Rückenschmerzen nicht selten. Selbst wenn sich das gesunde Verhältnis zwischen Säuren und Basen im Körper zugunsten der Säuren verschiebt, schadet es dem gesamten Organismus.

Auslösende Faktoren die zur Übersäuerung beitragen sind:

  • Eine ungesunde Ernährungs- und Lebensweise,
  • Anhaltender Stress,  Psychische Probleme,
  • Körperliche Überforderung.

Das fasziale Gewebe hat aufgrund seines hohen Flüssigkeitanteils einen besonders intensiven Kontakt zu den in der extrazellulären Flüssigkeit anfallenden Säuren. Daher reagiert die Faszie als erstes auf eine Übersäuerung, es verliert seine Flexibilität.

Infolge dessen verhärtet es zunehmend und behindert dadurch den Blut- und Lymphfluss, aber auch die Muskelaktivitäten. Die Säure reizt das empfindliche Gewebe, dadurch können Entzündungen in allen Körperbereichen entstehen.

Die in den Faszien eingebetteten Nerven werden ebenfalls gereizt, was sich dann wieder in undefinierbaren Schmerzen äußern kann.

Beispiel einer osteopathischen Behandlungsindikation

Auslöser und fasziale Reaktionskette anhand eines Schleudertraumas.

Schnell kann im Berufsverkehr durch eine kurze Unaufmerksamkeit ein Auto – Auffahrunfall passieren. Es gibt einen deutlich spürbaren Ruck der rasant durch den gesamten Körper wandert. In diesem Moment werden alle Gewebearten beschleunigt – je nach Art des Gewebes unterschiedlich stark. Anschließend kommt alles wieder zur Ruhe – aber nicht gleichzeitig, sondern je nach Gewebestruktur zu einem anderen Zeitpunkt.

Diese Zeitverzögerung in der Reaktionskette löst ein Chaos im Körper aus.

Zunächst werden Kopf und Nacken stark nach hinten überdehnt und kurz darauf ruckartig nach vorn geschleudert. Das Sicherheitsgurtsystem sorgt dafür, das sich beim Aufprall der Rumpf innerlich verdreht – die rechte Schulter, die nicht vom Gurt gehalten wurde, wird erst nach vorne und dann nach unten gerissen. Dadurch wird das Zwerchfell abrupt auf die Leber  gedrückt, das wiederum kann die starken Bänder der Leber überdehnen und zerren. Diese Stoßkraft erreicht schließlich noch die Nieren.

Anders als die übrigen Organe sind die Nieren an keine starken Bänder befestigt, sie werden allein durch die Organfaszie der Niere und das Nierenfett geschützt. Wird nun die Niere nach unten gestoßen, verdreht sie sich dabei. Die Schubkraft wirkt sich auf das Innere der Wirbelsäule und des Schädels aus.

Die Auswirkungen des Unfalls übertragen sich auf das gesamte Fasziensystem und sind nach einiger Zeit überall im Körper verankert.

Die Schmerzbeschwerden nach einem derartigen Auto – Auffahrunfall betreffen am häufigsten den Nacken und den Kopf. Später können weitere schmerzhafte Symptome auftreten, die durch den ganzen Körper wandern – oftmals werden sie nicht mit dem „kleinen“ Schleudertrauma in Verbindung gebracht. 

Das kann dazu führen, das Schmerzen mal hier und mal dort auftreten und der Organismus einfach nicht zur Ruhe kommt. Das kann psychischen Stress bereiten.

Frustrierend für die Betroffenen ist die Tatsache, dass herkömmliche Diagnoseverfahren keine Erklärung für diese Schmerzen liefern können, denn auf einem Röntgenbild sind überdehnte oder verletzte Faszien nicht ersichtlich.

Fazit – eine veränderte Faszienspannung wandert durch den Körper

Das vorangegangene Beispiel zeigt eindrücklich auf, dass der gesamte Organismus über das Fasziengewebe miteinander in Verbindung steht. Eine veränderte Faszienspannung hat immer auch Auswirkungen auf die Spannung der Faszien anderer Körperbereiche.

Hierzu ein weiteres Beispiel:

Die fasziale Organhülle der Nieren befindet sich neben der Faszienstruktur des Lendenmuskels. So steht ein Spannungsmuster der Lendenfaszien in engem Bezug zu den Nieren. Das heißt, wenn die Nierenfaszien ihre Spannung verändern, reagiert der Lendenwirbelmuskel mit einer Anspannung. Das kann gelegentliche Schmerzen im Lendenwirbelbereich verursachen, ohne einen erklärbaren diagnostizierten Befund zu finden. Bei diesen oder ähnlichen Beschwerden kann das Aufsuchen eines Faszien – Spezialisten eine gute Idee sein.

Der Faszien – Spezialist

Bei schmerzhaften Beschwerden, deren Ursache unklar ist, lohnt es sich immer, einen Faszien - Spezialisten zu kontaktieren. Die Osteopathie arbeitet mit den einfühlsamen Händen des Therapeuten und kann Verklebungen oder Verhärtungen des Fasziengewebes aufspüren und diese auflösen.

Ziel ist es den ursprünglichen Spannungszustand des Fasziengewebes wieder herzustellen und ordnend auf die Gewebeschichten einzuwirken.

Mein Arbeitsfeld als Heilpraktiker für Osteopathie und Schmerztherapie braucht zuzüglich zu dem umfangreichen Fachwissen eine ausführliche Anamnese im Gespräch mit dem Patienten. Der palpatorische Aspekt und die medizinischen Zusammenhänge verschiedenster Symptome und Restriktionen bilden das Fundament für einen individuellen osteopathischen Behandlungsverlauf. Durch osteopathische Techniken kann während der Behandlung stress- und alltagsbedingte Überspannung gelöst, die Atmung befreit und unbewusste Fehlhaltungen korrigiert werden. Die manuelle Behandlung, die selbst tiefe Gewebsschichten erreicht, steht im Mittelpunkt jeder Faszientherapie. Hinweise für ein ausgewogenes Ernährungsverhalten unterstützen die Versorgung faszialer Gewebsstrukturen mit Nährstoffen und Flüssigkeit.

In meinen Einzelbehandlungen und Seminaren gebe ich alltagstaugliche Tipps und Hinweise für eine gesunde Lebensweise – für ein Leben im Gleichgewicht.

Denn… Leben ist Bewegung

Wer sich zu wenig oder einseitig bewegt, oder wer die Faszien nicht regelmäßig stimuliert, hat oft Schmerzen – im Rücken oder im Nacken, aber möglicherweise auch unter der Fußsohle.

Unterfordertes oder fehlbelastetes fasziales Gewebe bildet zunehmend ungeordnete, wuchernde Querverbindungen. Die Folgen aus diesen Verwachsungen und Verklebungen ist zunehmende Unbeweglichkeit und Verletzungsanfälligkeit, da die Reißfestigkeit der faszialen Strukturen abnimmt.

Die gute Nachricht ist, sprödes Fasernetzwerk lässt sich durch gezielte Impulse wieder um- und aufbauen, entwickelt belastbare, geschmeidige und flexible faziale Gewebsstrukturen.

Ein Tipp gleich heute – Faszien - Training

Bewegung tut gut, das Faszeingewebe lässt sich ausgezeichnet trainieren. Ein Faszeintraining sollte immer aus weich – fließenden Bewegungselementen und dynamischen Dehnübungen bestehen.

Trainingsmethoden, wie es sie auch beim Yoga gibt, eignen sich hervorragend für die Stärkung Ihres Fasziengewebes.

Ein regelmäßiges Bewegungstraining sorgt dafür, dass die Bindegewebszellen dazu angeregt werden, alte Kollagenfasern durch neue zu ersetzen. Insgesamt wird der gesamte Körper besser durchblutet und dadurch auch optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Doch das erfordert Zeit für diesen Prozess. Bis das Gewebe sich neu arrangiert dauert es je nach Grad der Verklebungen zwischen 3 und 24 Monaten. Es lohnt sich!

Also bewegen Sie sich gesund!

Autor: Marcus Lagojannis
Thema: Verklebte Faszien Symptome
Webseite: http://www.lagojannis.info

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