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Es gibt viele unterschiedliche Arten von Kopfschmerzen, die alle gleichermaßen quälend für die Betroffenen sind. Am häufigsten verbreitet sind Spannungskopfschmerzen. Mehr als jeder dritte Deutsche wird gelegentlich davon heimgesucht, Frauen etwas häufiger als Männer. (1)

mann-spannungskopfschmerzen

Wie der Name schon vermuten lässt, rühren die Schmerzen in diesem Fall von muskulären Spannungen, v.a. im Hals-Nackenbereich. Zumeist nehmen sie auch von hier aus ihren Anfang und ziehen bis hinauf zum Scheitel, in die Stirn, die Schläfen oder gar bis in die Augen. Der Schmerz wird als dumpf, drückend und ziehend beschrieben, von meist mittlerer Intensität. Gelegentlich werden die Symptome begleitet von Abgeschlagenheit und verstärkter Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Moderate Bewegung und Aufenthalt an der frischen Luft werden von vielen Betroffenen als schmerzlindernd erfahren.

Die Medizin unterscheidet zwischen chronischem und episodisch auftretendem Spannungskopfschmerz. Als chronisch gilt er dann, wenn er über längere Zeit an etwa fünfzehn Tagen des Monats auftaucht. Das ist zum Glück eher selten der Fall. Die meisten Betroffenen leiden in unregelmäßigen Abständen unter Spannungskopfschmerzen – oft spielen dabei auch Stress, Schlafmangel, Ernährungssünden, Wetterwechsel, körperliche Überlastung oder emotionale Spannungen eine Rolle.

Wie entstehen Spannungskopfschmerzen?

Zähneknirschen und falsche Haltung. Für die Entstehung von Spannungskopfschmerzen kommen zwei Muskelpartien primär in Frage: Die Kau- und die Nackenmuskulatur. Doch wo kommen die hartnäckigen Verspannungen her?

Ein wichtiger Auslöser ist die Tatsache, dass sich viele Menschen durch langes Sitzen und wenig Bewegung über Jahre eine schlechte Haltung mit Rundrücken angewöhnt haben. Damit wir in dieser Haltung unseren Blick überhaupt geradeaus richten können statt nach unten zu starren, muss nun der Kopf nach vorn und oben geschoben werden, wobei die Halswirbelsäule überstreckt und die Nackenmuskulatur stark verkrampft wird.

Ganz fatal wirkt sich diese „Schildkrötenhaltung“ mit nach vorn und oben gerecktem Kopf bei der Computerarbeit aus, wenn der Bildschirm zu tief steht. Aber auch wenn wir abends „bequem“ am viel zu niedrigen Couchtisch essen: die Hüftbeuger sind extrem verkürzt, der obere Rücken muss „buckeln“, und die Halswirbelsäule geht in die Überstreckung. So muss man Kopfschmerzen bekommen!

Die Spannungskopfschmerzen werden aber nicht selten auch durch zu großen Druck aufs Kiefergelenk verursacht: Unter Stress neigen manche Menschen dazu, sprichwörtlich „die Zähne zusammenzubeißen“. Andere verarbeiten inneren Druck unbewusst nachts im Schlaf in Form von Zähneknirschen. Da der Kau- oder Massetermuskel der stärkste im ganzen Körper ist, können hier enorme Kräfte wirksam werden, die sich auf den gesamten Schädel auswirken können.

Durch die Verspannung der entsprechenden Muskelpartien wird die Durchblutung beeinträchtigt, und die Zellen leiden unter Nährstoff- und Sauerstoffmangel. Gleichzeitig werden Säuren und Stoffwechselabbauprodukte nicht mehr vollständig abtransportiert. Auch Nervenstränge können durch den Druck komprimiert und gereizt werden.

Der Teufelskreis mit den Schmerztabletten

Viele Betroffene greifen in ihrer Not zu Schmerztabletten. Ein lukratives Geschäft für die Pharmaindustrie: Aktuell liegt der Umsatz im Bereich Schmerzmittel in Deutschland bei rund 532 Millionen Euro, Tendenz steigend (2). Wer regelmäßig Analgetika einnimmt, belastet Leber und Nieren erheblich.

Was zudem vielen Menschen nicht bewusst ist: Die Schmerztabletten selbst können bei regelmäßigem Gebrauch mit der Zeit ihrerseits Schmerzen auslösen. Ein Teufelskreis!

schmerztabletten handvoll

 

Wichtig ist, dass Sie als Patient sich klar machen, dass der Schmerz an sich keine Krankheit ist. Er ist vielmehr ein Symptom für ein Ungleichgewicht im Körper und ein wichtiges Warnsignal, das vor Verletzungen von Muskeln, Gelenken und Bandscheiben schützen soll. So kann ein Schmerzmittel mit Bedacht gewählt durchaus einmal Sinn machen, wenn Sie einen wichtigen Termin wahrnehmen oder eine schwierige Herausforderung meistern müssen. Aber es muss Ihnen klar sein, dass Sie damit die Kopfschmerzen nicht heilen, sondern nur unterdrücken. Schmerzmittel sind keine Therapie!

Sie müssen sich aber keineswegs mit Ihrer Veranlagung abfinden! In der ganzheitlichen Schmerztherapie und der Naturheilkunde kennen wir eine Reihe von wirkungsvollen Ansätzen – von manuellen Verfahren und orthomolekularer Medizin über Akupunktur und Mesotherapie bis hin zur Homöopathie und Pflanzenheilkunde.

Manuelle Schmerztherapie – Golgi-Punkt-Therapie und Bowentherapie

Es gibt eine ganze Reihe an manuellen Verfahren, die Schmerzen den Garaus machen sollen – da ist es oft schwer, das Richtige für sich zu finden. Optimal wäre es, hier zwei Ansätze zu kombinieren: die Lösung verklebter Faszien, der bindegewebigen Umhüllungen der Muskulatur, sowie eine Technik, die die aktive Spannungsreduktion in der Muskulatur über das zentrale Nervensystem anregt.

Zur Lösung der Faszien eignet sich die aus Australien stammende Bowentherapie sehr gut. Mit rollenden Bewegungen über bestimmte Schlüsselstellen in der Muskulatur löst der Therapeut Verhärtungen und Verklebungen, wodurch der Muskel sich wieder entspannen und neu ausrichten kann. Auch das richtige und regelmäßige Üben mit der Faszienrolle und -bällen kann hier helfen.

Über die Golgi-Punkt-Schmerztherapie (sprich: Goldschi) wird der Körper aktiv in die Lage versetzt, mittels Nervensignalen den Spannungszustand der Muskulatur zu regulieren. An den sehnigen Ursprüngen und Ansätzen der Muskulatur befinden sich die sogenannten Golgipunkte oder Golgi-Sehnenapparate, die als eine Art Druckrezeptor fungieren. Wenn der Druck an diesen Stellen zu groß wird, registriert das Gehirn die Gefahr und sendet ein Signal zum sofortigen Herunterfahren der Spannung zurück, um Verletzungen zu vermeiden.

Liegt allerdings eine dauerhafte Fehlbelastung vor, geht dieses Signal wie eine Art „Dauerklingeln“ irgendwann unter. Der Körper reagiert nicht mehr darauf. Übt der Therapeut nun von außen Druck auf genau die Punkte aus, die an der Entstehung des Kopfschmerzes beteiligt sind, kommt das Signal wieder an und der Körper beginnt sofort, aktiv zu regulieren. Die Schmerzen lassen oft augenblicklich nach.

Die Therapie wird ergänzt durch ein paar wenige effektive Dehnungsübungen und Tipps für eine gesündere Haltung im Alltag, die den dauerhaften Erfolg sicherstellen sollen.

Praxistipp: Folgende Übung entspannt den Trapezmuskel, der sich nach einem langen Tag am Computer oder durch das einseitige Tragen schwerer Taschen verspannen und Kopfschmerzen auslösen kann. Am besten, Sie probieren sie gleich aus!

Für die rechte Seite: Im Stehen die Arme auf den Rücken führen. Die linke Hand umfasst das rechte Handgelenk und zieht es nach unten, während die rechte Schulter nach oben zieht. Dies wird ein paar Mal wiederholt, wobei der Zug langsam und stufenweise reduziert wird.

Dann den rechten Arm entspannt hängen lassen und mit Daumen, Mittel- und Ringfinger der linken Hand wie mit einer Zange den Muskelwulst oben auf der rechten Schulter greifen. Dabei die rechte Schulter nach oben und langsam wieder nach unten bewegen und gleichzeitig den Muskelwulst zwischen den Fingern rollen. Die Griffstelle am Trapezius dabei öfter wechseln und besonders die Stellen „durchrollen“, die schmerzhaft sind.

Danach in den Spiegel schauen: Welche Schulter ist tiefer? Welche Hand ist tiefer, wenn die Arme entspannt neben dem Körper hängen? Wie fühlt sich die rechte Schulter an im Vergleich zur linken?

Im Anschluss die linke Seite genauso behandeln. (3)

Akupunktur und Akupressur

Eine weitere wirkungsvolle Therapie gegen Spannungskopfschmerzen ist die Akupunktur. Neben einigen „Universalpunkten“, die hier zum Einsatz kommen, wird dabei Ihr individuelles Schmerzempfinden berücksichtigt. Wie fühlt sich der Schmerz an und wo ist er genau lokalisiert? Zu welcher Tageszeit zeigt er sich? Hilft Druck von außen oder verstärkt dieser den Schmerz noch? Steigert sich der Schmerz langsam oder kommt er plötzlich? Gibt es begleitende Symptome? Tut Wärme oder Kälte gut, usw.?

Bei der Akupunktur werden bestimmte Punkte am Körper und evtl. im Ohr mit feinen Nadeln stimuliert, um den Energiefluss zu harmonisieren, das Nervensystem zu beruhigen und die Muskulatur zu entspannen. Der Traditionellen Chinesischen Medizin haben wir auch eine Systematik zu verdanken, die Rückschlüsse vom Schmerzort auf die Beteiligung innerer Organe zulässt:

  • Stirnkopfschmerzen können mit dem Magen und Darm zusammenhängen
  • Schmerzen im Bereich der Nasenwurzel können einen Bezug zu Blase und Niere aufweisen
  • Ein Schläfenkopfschmerz spricht für eine Galle-Beteiligung
  • Scheitelkopfschmerzen können mit der Leber zusammenhängen
  • Schmerzen im Hinterhaupt gehen oft auf strukturelle Probleme im Bereich der Wirbelsäule und der Rückenmuskulatur zurück

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, welche Emotionen mit den genannten Organen verbunden sind: Magen: mangelnde Geborgenheit, Enttäuschung; Darm: Schuldgefühle; Blase: Ungeduld, Druck; Niere: Angst; Gallenblase: Wut, Aggression; Leber: Depression, Kritik.

Durch Tees, pflanzliche Urtinkturen oder homöopathische Komplexmittel können die entsprechenden Organsysteme unterstützt und/oder emotionale Blockaden gelöst werden. Ein ganzheitlicher Therapieansatz!

Praxistipp: Es müssen nicht immer Nadeln sein: Auch die Akupressur, der Druck bzw. die Massage von Akupunkturpunkten mit dem Finger, kann durchaus positiv wirken. Beim nächsten Anflug von Kopfschmerzen massieren Sie für ca. 2 Minuten kräftig den Punkt Dickdarm 4, einen bewährten symptomatischen Kopfschmerzpunkt. Strecken Sie die Hand vor sich aus und legen Sie den Daumen fest an die restliche Hand an. Am höchsten Punkt des Wulstes, der dadurch entsteht, finden Sie Dickdarm 4. Entspannen Sie die Hand und drücken Sie mit dem Daumen der anderen Hand fest zu (leicht von unten her gegen den Mittelhandknochen des Zeigefingers). Der Punkt ist recht schmerzhaft!

Mesotherapie

Die Mesotherapie, die zu den sanften invasiven Verfahren zählt, hat sich mittlerweile in der Schmerztherapie, auch bei Kopfschmerzen und Migräne, sehr bewährt.

Bei der Mesotherapie werden homöopathische Mittel mit dem Lokalanästheticum Procain gemischt und im Verlauf der Schmerzregion topisch appliziert und an Schmerz- und Akupunkturpunkte gequaddelt. Dadurch soll eine Art Umstimmungsreaktion im Gewebe provoziert werden. Ziel der Therapie ist es, die Durchblutung anzuregen, Entzündungen einzudämmen, die Muskulatur zu entspannen und Schmerzen zu lindern.

Orthomolekulare Therapie

Im Erfolg der orthomolekularen Medizin in der Schmerzbehandlung zeigt sich hervorragend, dass Schmerz selten nur eine einzige Ursache hat. So liegt dem Schmerzgeschehen häufig auch ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen zugrunde, der wiederum die Verkrampfung und Übersäuerung der Muskulatur verstärken kann.

Am bekanntesten ist wohl die Supplementierung von Magnesium zur Entspannung der Muskulatur (übrigens v.a. auch der Muskulatur der Gefäße!) Tatsächlich kann ein Versuch mit Magnesiumcitrat Kapseln lohnen! Bezüglich der Dosierung fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

Nach Erfahrungen der Applied Kinesiology und der hypoallergenen orthomolekularen Therapie zeigt sich in Verspannungen im Bereich der Nackenmuskulatur oft ein Mangel oder erhöhter Bedarf an den Vitaminen A, C, E und B-Komplex, an Calcium, Mangan oder Zink. (4) Es ist sogar möglich, dass beim Test in der Praxis durch die Gabe der entsprechenden Substanz direkt auf die Zunge der Schmerz unmittelbar verringert oder gar kurzzeitig gelöscht wird. Dies ist – im Zweifelsfall neben einem Bluttest – ein deutlicher Hinweis, dass der Körper hier in einem Defizit ist.

Praxistipp: „Heiße 7“. Dieser Tipp gehört zwar nicht direkt in den Bereich der Orthomolekularen Medizin, sondern zur Schüsslerschen Biochemie. Aber die „heiße 7“ verhilft zu einer besseren Verwertung von Magnesium auf Zellebene und kann dadurch ebenso schmerzstillend wirken wie „normale“ Magnesiumgaben – das zumindest zeigt die Erfahrung vieler Anwender. Geben Sie hierfür 10 Tabletten des Schüsslersalzes Nr. 7, Magnesium phosphoricum D6, in eine Tasse heißes Wasser. Trinken Sie dieses schluckweise aus. Bei Bedarf können Sie mit etwas zeitlichem Abstand die Einnahme noch ein- bis zweimal wiederholen. Durch den Milchzucker in den Tabletten kann es bei hoher Dosierung zu einer leicht abführenden Wirkung kommen.

Homöopathie und Pflanzenheilkunde

schmerzmittel enzian

Die Homöopathie und Phytotherapie kennen eine ganze Reihe von Mitteln und pflanzlichen Helfern, die den Schmerz reduzieren und auf Dauer die Anfälligkeit für Kopfschmerzen unter Umständen sogar ausmerzen können. Was die Homöopathie betrifft, ist hierfür eine ausführliche Anamnese zur Arzneimittelfindung wichtig. Das homöopathische Repertorium listet unter „Kopfschmerzen“ hunderte von Mitteln auf. Um die passenden Globuli zu finden, braucht es viele spezifische und individuelle Informationen.

In der Phytotherapie, der Pflanzenheilkunde, ist es etwas einfacher: Für alle Kopfschmerzgeplagten können Bitterstoffe hilfreich sein. Fragen Sie in der Apotheke nach entsprechenden Tropfenmischungen, die häufig unter anderem Tausendgüldenkraut, Enzian, Schafgarbe und Löwenzahn enthalten. Bitterstoffe lassen sich auch in die tägliche Ernährung optimal einbauen. Essen Sie reichlich Chicoree, Endiviensalat, Radicchio, Rucola, Artischocken oder Grapefruit.

Auch eine individuelle Teemischung kann helfen. Wenn Sie keinen Kräuterkundigen in der Nähe haben, dann besorgen Sie sich im Reformhaus oder in der Drogerie einfach einen Leber-Galle Tee, einen Nieren-Blasen Tee und einen Magen-Darm Tee. Wechseln Sie alle zwei Tage und trinken Sie 2-3 Tassen pro Tag. Am Sonntag ist Pause. Sofern Sie die Teemischungen gut vertragen, können Sie die Kur für sechs bis acht Wochen durchführen.

Praxistipp: Eine der Hauptpflanzen gegen Spannungskopfschmerzen und Migräne ist die Pestwurz (Petasites). Sie ist in Form von Kapseln in der Apotheke rezeptfrei erhältlich und sollte über ein paar Monate, auch im schmerzfreien Intervall, eingenommen werden. In Studien konnte dadurch die Häufigkeit und Intensität der Kopfschmerzen deutlich reduziert werden. (5)

Körperschmerz und Seelenschmerz

Körper, Geist und Seele können nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Und so können dem Spannungskopfschmerz auch psychische Ursachen (mit) zugrunde liegen. Diese sind oft nicht so offensichtlich und einfach aufzudecken wie körperliche Disharmonien. Fragen Sie sich, wann Ihre Schmerzen erstmals aufgetaucht sind und in welcher Lebenssituation Sie damals waren. Gibt es jemanden in der Familie, der dieselben Symptome hat? Machen Sie sich selbst viel Druck? Leben Sie wirklich „Ihr“ Leben oder versuchen Sie es allen recht zu machen? Was ist der akuten Schmerzepisode direkt vorausgegangen? Welche Vorteile haben Sie durch die Kopfschmerzen oder welchen Herausforderungen müssen Sie sich dadurch nicht stellen?

Seien Sie ehrlich mit sich, denn wenn alte Muster, Verletzungen und Glaubenssätze bewusst werden und sich lösen dürfen, können unter Umständen auch körperliche Schmerzen weichen. Effektive Methoden, um den unbewussten Programmen auf die Spur zu kommen und sie zu bearbeiten, können Hypnose oder auch Meridian-Klopftechniken aus der energetischen Psychologie sein.

Tipps für den Alltag, um Spannungskopfschmerzen vorzubeugen

Sie können selbst jede Menge tun, um die Anfälligkeit für Kopfschmerzen zu reduzieren. Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen. Um Ihren individuellen Auslösern auf die Spur zu kommen, empfiehlt es sich, ein Schmerztagebuch zu führen. Im Internet finden Sie viele Anregungen und sogar Formulare zum Ausdrucken.
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  • Achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge. Die Anfälligkeit für Kopfschmerzen steigt, wenn der Körper auch nur leicht dehydriert ist! Als Faustregel gilt: 30 ml Wasser (am besten zimmerwarm und still) pro Kilogramm Körpergewicht. Das ergibt für einen 60 kg schweren Menschen ca. 1,8 Liter. Bei Hitze, Kaffeekonsum und sportlicher Betätigung erhöht sich die Menge entsprechend.
  • Machen Sie mal wieder einen Sehtest. Auch eine leichte Sehschwäche, die im Alltag kaum behindert, kann Kopfschmerzen auslösen.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft. 2-3 x pro Woche leichtes Ausdauertraining für ca. 45 Minuten wäre ideal.
  • Entspannen Sie sich aktiv. Fernsehen ist Pseudoentspannung, denn der Pegel an Stresshormonen wird dadurch häufig eher noch erhöht statt abgebaut. Gehen Sie lieber Spazieren, meditieren Sie, praktizieren Sie Yoga, spielen Sie ein Instrument oder hören Sie schöne Musik. Das nährt die Seele und entspannt wirklich.
  • Ernähren Sie sich vollwertig, regional, saisonal, biologisch – und überwiegend pflanzenbasiert. Meiden Sie Fertigprodukte und Fast Food. Nicht selten stecken Überempfindlichkeiten gegenüber Lebensmittelzusatzstoffen hinter vermeintlichen „Spannungskopfschmerzen“.
  • Verzichten Sie aufs Rauchen und trinken Sie wenig bis keinen Alkohol.

Kopfschmerzen sind in der absoluten Mehrzahl der Fälle ungefährlich. Sehr selten können sie aber auch Hinweis auf eine schwere Infektionskrankheit (v.a. in Verbindung mit Fieber), eine neurologische Erkrankung oder ein tumoröses Geschehen im Gehirn sein. Bei sehr plötzlichen und heftigen, neu auftretenden, anhaltenden oder unklaren Kopfschmerzen wenden Sie sich bitte zur genaueren Diagnostik an Ihren Arzt.

Autor: Christine Ruhland, Heilpraktikerin
Thema: Spannungskopfschmerzen
Webseite: http://www.naturheilpraxis-fleckenstein.dehttp://www.ganzheitliche-schmerztherapie-muenchen.de

Quellen:



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