Ratgeber Lifestyle

Leben und Ernährung nach den Doshas auszugleichen

Ayurveda wird mit der Wissenschaft vom Leben übersetzt und hat seinen Ursprung in Sri Lanka. Wenn wir ayurvedisch leben, können wir unsere Selbstheilungskräfte wieder aktivieren. Wir können dem Körper das geben, was er tatsächlich braucht und können mit der ayurvedischen Ernährungsweise Unwohlsein vermeiden.

tanja martens

Wir sprechen hier von den 3 Doshas. Jeder Mensch hat eine eigene Konstitution, je nach Erbanlagen und Genen, aber auch Lebensweise und Ernährung. Für eine gute und gesunde Funktionsweise von Körper und Geist ist es wichtig, dass sich die Doshas im Gleichgewicht befinden. Aus ayurvedischer Sicht setzt sich jeder Organismus aus den fünf Elementen (Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther) zusammen.

Dosha widerum wird übersetzt mit „das was Probleme verursachen kann“. Ernähre ich mich nicht meinen Bedürfnissen gerecht, reagiert der Körper mit Beschwerden.

Die 3 Doshas

VATA = Luft, Raum

Der Vata-Typ zeichnet sich durch einen leichten Körperbau aus, immer in Bewegung und sehr vielseitig und flexibel, teils fahrig und immer auf dem Sprung.

PITTA = Feuer

Der Pitta-Typ ist hellhäutig und oft muskulös, mit trockner und empfindlicher Haut. Der Pitta Typ ist sportlich meist zu aktiv und macht zu viel des Guten.

KAPHA = Wasser, Erde

Der Kapha-Typ ist eher gemütlich auch träge und isst gerne. Veränderungen und zuviel Spontanität ohne Planung, liegt ihm gar nicht.

Gerät ein Dosha aus dem Gleichgewicht, versuchen wir es im Ayurveda mit Ernährung, Bewegung entsprechend der Konstitution oder auch Massagen wieder auszugleichen. Es sollte möglichst versucht werden, im Gleichgewicht zu leben. Die meisten Menschen können nicht eindeutig einem Dosha zugeordnet werden, sie sind Mischtypen und je nach Lebensphase, kann sich das Dosha auch verändern.

Wie kommt es, dass ein Dosha gestört ist?

Wenn Ernährung und Lebensweise nicht dem individuellen Typ entsprechen, geraten die Doshas in Ungleichgewicht. Körperliche Störungen können auftreten. Hinzu kommt die psychische und körperliche Belastung durch die Umwelt: zu hohe Anspannung, Stress und Fehlernährung, mal zwischendurch schnell was Essen, was uns nicht bekommt. Aber auch in zu hohen Mengen zu essen. Aber auch die Unterdrückung von Emotionen wie nicht ausgelebter Ärger, Wut mangelnde Liebe tragen dazu bei. Das Dosha, das beim Menschen am stärksten ausgeprägt ist, ist am anfälligsten und wird als erstes gestört. Das zeigt sich oft über Störungen an den Organen.

Vata = Dickdarm
Pitta = Leber, Magen und Dünndarm
Kapha = Lunge

Ist ein Dosha gestört, brennt das Agni = Verdauungsfeuer nicht mehr gleichmäßig. Der Stoffwechselprozess wird gestört. Der Körper kann nicht mehr natürlich arbeiten, wie z.b. in einem grossen Unternehmen. Fällt eine Abteilung aus, wegen Urlaub und Krankheit, kann der Arbeitsprozess nicht weiter geführt werden. Unverdaute Nahrungsreste bleiben im Körper zurück und bilden Säuren und Ama = Schlacken, die zu Störungen führen können. Bei Menschen mit schwereren Erkrankungen sind meist alle 3 Doshas im Ungleichgewicht.

Es ist Sommer und Pittazeit…

Auch die äußeren Umstände, also die Jahreszeiten wirken auf die Doshas und wir können zu jeder Jahreszeit mit Empfehlungen aus der ayurvedischen Ernährung dazu beitragen, dass der Körper im Gleichgewicht bleibt. Im Sommer ist Pittazeit, es wird empfohlen in der Pittazeit möglichst auf die Geschmacksrichtungen süss, bitter und herb umzusteigen. Bei Wärme reduziert der Körper automatisch seine Stoffwechseltätigkeit und unser Agni = Verdauungsfeuer, wird nicht mehr so stark angeregt. Viele Menschen haben im Sommer automatisch weniger Appetit. Wenn es heiss ist, sehnen wir uns oft nach kalten Getränken. Nach dem Ayurveda sollten wir jedoch eher warme Getränke oder zumindest Getränke in Zimmertemperatur zu uns nehmen. Das belastet unser Verdauungssystem nicht so stark. Ein frischer Pfefferminztee mit den frischen Blättern der Minze aufgegossen, kühlt die Körpertemperatur.

Schützen Sie den Körper vor Hitze. Meiden Sie direkte Sonne. Bewegung lieber in die Abendstunden verlegen, damit der Körper nicht zu sehr belastet wird. Schwimmen ist eine gute Bewegungsart für die Sommermonate.

Grüne Lebensmittel, deine Körperampel: GO

Grün ist die Farbe des Sommers und kann uns helfen in den Cool down zu fahren.

Grüner Spargel ist zur Zeit angesagt und lecker und leicht, aber auch Brokoli, Zuchini und Paprika sind gut bekömmlich in den Sommermonaten. Öfter mal ein grüner Smoothie am Nachmittag unterstützt die Ausleitung von Säuren im Körper.

Alle säurehaltigen, scharfen und öligen Speisen sollten im Sommer besser vermieden werden.

Pitta Typen sind Yang Typen, und haben einen starken Bewegungsdrang und sind in den Sommermonaten von den Dosha Typen am wenigsten vom Typ her eingeschränkt bei der Auswahl geeigneter Körperübungen und Sportarten. Yoga und Meditation bieten unterstützend eine gute Möglichkeit auch innerlich zur Ruhe zu kommen. Jetzt in den Sommermonaten sollten Sie und besonders die Pitta Typen, darauf achten, dass das innere und äußere Gleichgewicht erhalten bleibt

Sinnvolle Übungen zum Ausgleich der Doshas

Yoga und Ayurveda sind Schwesterwissenschaften. Yoga hat auch wie Ayurveda eine vorbeugende und therapeutische Seite. Es wird nach den Erkenntnissen der Natur und mit dem natürlichen Menschsein geübt. Es wird empfohlen die Yogastellungen immer sattwisch zu üben. Sattwisch bedeutet immer: übe das was du kannst, lass dein Ego klein werden, nicht mehr als körperlich möglich ist und dich so anzunehmen wie du bist ohne jegliche Bewertung.

Frische Gewürze sind das Geheimnis des Ayurveda

Pfeffer, Kurkuma und Ingwer sind die Sommergewürze im Ayurveda. Ingwer stärkt das Immunsystem, Kurkuma wirkt entschlackend und Pfeffer gib uns den fehlenden Pepp, wenn wir uns schlapp durch die Hitze fühlen. Mit diesen 3 Gewürzen können wir jetzt im Frühsommer angesammelte Schlacken im Körper lösen. Gute Sommergewürze sind außerdem auch Kardamom, Koriander, Fenchel. Alle Gewürze haben die Aufgabe das Agni zu stärken.

Rezept Goldene Yoga Milch

Kurkuma = Gelbwurz ist eine der bedeutensten Heilpflanzen der Welt und schenkt dem Körper und dem Geist viel Energie und Kraft. Eine regelmäßige Einnahme von Kurkuma soll sogar das Gehirn und seine Strukturen schützen. Probiere doch einmal die goldene Milch mit folgenden Zutaten:

- 1 EL Kurkuma
- 150 ml Wasser
- Ein Stück Ingwer aufgerieben
- etwas Muskat
- 1-2 EL Agavendicksaft
- 1 Prise Pfeffer
- 1 Prise Zimt
- 1 TL Kokosöl
- ca. 350 ml Pflanzenmilch

Zuerst das Kurkuma und das Wasser , Ingwer und Muskat in einem Topf aufkochen, bis eine Paste entsteht. Dann die Paste in die Pflanzenmilch einrühren und die anderen Zutaten hinzufügen.

Weiterhin können Sie den Körper besonders in den Sommermonaten mit Massagen unterstützen. Nutzen Sie reine ätherische Öle z.B. in den Sommermonaten Jasmin und Rose. Das ÖL kann schon morgen ins die Fusssohlen einmassiert werden. In den Füssen spiegelt sich unser ganzer Körper wieder und wird so angeregt zu entschlacken und zu kühlen.

Autor: Tanja Martens
Thema: Ayurveda

Webseite: http://www.yoga-feelgood.de

 

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