Ratgeber Lifestyle

Es gibt zwei prägende Faktoren in unserem Leben:

1. Wie Ihre Eltern (und wichtige andere Bezugspersonen) Sie unbewusst programmiert haben.

2. Welche Erfahrungen sie während Ihres Lebens bisher gemacht haben.

vater-tochter-spaziergang

Daher ist die Prägung und Konditionierung in unserer Kindheit sehr entscheidend für unser ganzes weiteres Leben.

So prägt uns auch unser Vater ein Leben lang, egal, ob wir eine positive oder eine negative Bindung zu ihm hatten oder haben.

Einfluss auf die Partnerwahl

Dessen müssen wir uns nicht mal bewusst sein, dies ist im Unterbewusstsein gespeichert. Der Vater ist der erste Mann im Leben seiner Tochter und deshalb suchen sich später die erwachsenen Töchter oft gerne einen Mann, der dem Vater ähnlich ist.

Selbst, wenn der Vater die Tochter nicht so gut behandelt hat oder nicht genügend unterstützt hat oder er beruflich bedingt oft nicht da war, suchen sich die Töchter oft ähnliche Partner - der Mensch ist ein Gewohnheitstier, das liegt an dem, was uns vertraut ist. Die meisten Menschen mögen keine unbekannten Wege und können sie auch nicht in ihrem Leben annehmen.

Wenn der Vater also wohlwollend seine Tochter unterstützt und fördert, und sie zu einem selbstständigen und selbstsicheren Menschen erzieht, wird sie später im Erwachsenenalter auch eher die Möglichkeit haben, sich als selbstsicheren Menschen anzunehmen und ihren Weg durch das Leben gehen. Wenn hingegen die Tochter im Kindesalter nur immer wieder zu hören bekommen hat, dass sie nicht gut genug ist oder dass sie dies und jenes nicht hinbekommt, ist die Chance sehr groß, dass aus diesem Mensch nie ein selbstsicherer Mensch wird und dass dieser Mensch sich so fühlt, als sei er nichts wert und sich ihr Leben lang in der Opferrolle fühlt. Ganz allgemein gilt, umso mehr die Talente, Interessen und Hobbys gefördert werden und sich die Kinder entfalten, ausprobieren dürfen, desto mehr wird ein eigenverantwortlicher und ein sich anerkennender Erwachsener aus diesen Kindern.

Ebenso Missachtung des Vaters kann dazu führen, dass die Tochter ihr Leben lang nach Anerkennung von der Außenwelt sehnt und sucht.

Wenn die Tochter aber gar keine Führung bekommt und keine Regeln kennt, wie "Prinzessin auf der Erbse" groß wird, so wird sie sich später auch schwertun, in einer Beziehung Kompromisse ein zu gehen und wird schwerer ihren "Prinzen" bekommen, der ihr das Wasser reichen kann und ihr gerecht werden kann.

Einfluss des Vaters auf die Berufswahl

Auch auf die Berufswahl hat der Vater oft einen großen Einfluss: wird von der Tochter erwartet, immer nur mit als beste mit besten Noten aus der Schule nach Hause zu kommen, werden oft die Töchter den Wunsch haben, als Klassenbeste nach Hause zu kommen und später als Beste in einem Unternehmen zu fungieren.

Dies kann auch einen enormen Druck auslösen. Und manchmal wird erwartet, dass die Töchter den selben Beruf ergreifen und damit die freie Wahl und Entfaltung eingeschränkt ist, insbesondere dann, wenn der Vater ein eigenes Unternehmen hat und die Nachfolge der Tochter selbstverständlich ist, obwohl diese vielleicht etwas ganz Anderes möchte.

Wenn der Einfluss des Vaters fehlt

Wenn die Tochter ohne den Vater aufwächst, fehlt eine wichtige Bezugsperson, dass männliche Vorbild fehlt und es gibt Themen, die man lieber mit der Mutter bespricht oder eben mit dem Vater.

Pubertät

Die Pubertät der Tochter ist keine einfache Phase, sie verändert sich körperlich, vom Verhalten, sie entwickelt Schamgefühl. Sie ist kein Kind mehr, aber noch nicht eine erwachsene Frau. Für beide bringt diese Zeit wesentliche Veränderungen im Leben.

Jetzt ist es besonders wichtig, der Tochter ein positives Gefühl zu vermitteln, auch um die Weiblichkeit anzuerkennen. Zu große Distanz wird als abwertend verstanden und zu große Nähe ist auch nicht gefragt.

Der erste Freund

Wenn dann auch noch der erste Freund mit nach Hause kommt, ist der Vater nicht mehr der einzige Mann im Leben seiner Tochter, was er akzeptieren muss.

Für viele Väter bleibt die Tochter immer die "Kleine".

Nicht allen Vätern fällt es leicht, los zu lassen und der erwachsen werdenden Frau die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Leben beginnen und leben zu können.

Das ist wohl für beide die schwerste Zeit, in der es sehr häufig auch zu Streit kommen kann, zu Momenten, in denen man sich nicht versteht und häufig auch voneinander entfernt.

Beziehung zur erwachsenen Tochter

Irgendwann ist die Tochter erwachsen, dass sie selbst eine Familie gründen möchte, einen Partner hat und Kinder bekommen möchte. Spätestens dann wird sie sich ihrer eigenen Mutter- und Erziehungsrolle bewusst und wird vieles überdenken: wie sie selbst ihre Kinder erziehen möchte, wie sie sich verhalten soll und was sie von ihren Kindern erwartet. Und sie wird sich auch wieder ihrer eigenen Erziehung bewusst, was sie gut fand, was sie nicht so gut fand.

Und wieder beginnt ein neuer Zeitabschnitt, der Vater wird zum Großvater, er ist stolz auf sein Enkelkind und Vater und Tochter kommen sich nicht selten wieder etwas näher, die Gespräche verändern sich. Die Tochter nimmt jetzt vielleicht wieder eher den Rat des Vaters an.

Und so vergehen die Jahre und irgendwann gibt es einen Rollentausch, vielleicht wird der Vater mal hilfsbedürftig, vielleicht wird er krank. Oft wird seine Einstellung gelassener und sieht das Leben anders. Die Töchter fangen in einem "gesunden" Verhältnis an, sich nach dem Ergehen des Vaters zu erkundigen, kümmern sich um ihn. Man könnte auch sagen, dann wird der Vater zum Kind und die Tochter zum Erziehenden.

Irgendwann erfreut sich die Tochter an der Zeit, die sie mit dem Vater noch verbringen darf, denn irgendwann wird der Tag kommen, an dem der Vater geht.

Ziel sollte sein, dass man sich immer im Leben versteht und dass man eine harmonische Basis hat mit einem gesunden Miteinander Umgehen.

Und dass man den anderen so leben lässt, wie er es möchte, dass man nicht versucht, den Menschen zu ändern. Das kann sowieso nur jeder für sich selbst und kein anderer Mensch. Das führt immer zu Missstimmigkeiten.

Oft sieht die Realität anders aus, man versteht sich nicht, womöglich hat man gar keinen Kontakt mehr. Jedenfalls jetzt ist die Zeit, in der man sich noch versöhnen kann, gegebenenfalls noch mal aufeinander zugehen kann.

Jetzt ist die Zeit, mit sich, mit den Mitmenschen und mit der Welt, in Einklang zu kommen, wenn man es bisher nicht geschafft hat. Es wird der Tag kommen, an dem man sich nicht mehr, jedenfalls nicht persönlich, mit dem Menschen austauschen kann. Leider gibt es viele Menschen, die diese Situation nicht nutzen und vielleicht, viel zu spät, bereuen, dass es so gelaufen ist.

Autor: Franziska Helling
Thema: Gestörte Vater Tochter Beziehung
Webseite: https://www.loop-praxis.de

 

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