Ein Schwerpunkt in meiner Praxis ist das Stressmanagement.

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Viele meiner Patienten haben Jobs, bei denen sie dauernd unterwegs sind, unregelmäßige Arbeitszeiten haben und/oder Familie und Beruf unter einen Hut bringen müssen.

Oft zeigen sich dann die klassischen Stress-Symptomen:  

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gereiztheit
  • ständige Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Gedankenkreisen
  • gestörtes Essverhalten
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Magenschmerzen

Meist wird meinen Patienten während eines ersten Gesprächs schnell klar, dass sie aktiv Etwas tun müssen, um sich wieder besser zu fühlen.

Ein wichtiges Thema ist es dann immer, die richtige Entspannungstechnik zu finden, die meine Patienten auch gerne regelmäßig praktizieren. „Dranbleiben“ heißt das Zauberwort.

Leider rutschen viele Patienten schnell wieder in den sogenannten „Schweinehund-Kreisel“.

Die 7 Phasen des „Schweinehund-Kreisels“

1. Phase: Sie leiden unter Stress-Symptomen, sind aber bereit etwas dagegen tun.

2. Phase:  Sie erlernen eine Entspannungstechnik wie autogenes Training/PME n. Jacobson o.ä.

3. Phase: Sie praktizieren die Entspannungstechnik einige Zeit mehr oder weniger täglich.

4. Phase: Sie spüren eine erste Verbesserung durch die Entspannungsmethode.

5. Phase: Sie fühlen sich wieder besser, das Training der Entspannungsmethode tut Ihnen gut.

6. Phase: Sie werden nachlässig und hören nach und nach wieder mit dem täglichen Entspannungstraining auf.

7. Phase: …in absehbarer Zeit nehmen Ihre die Stress-Symptome wieder zu und alles beginnt von vorne.

Was ist der Grund für diesen „Schweinehund-Kreisel“?

Warum hören Sie mit Ihrem täglichen Training wieder auf, obwohl es Ihnen doch nachweislich guttut?

Die Antwort ist einfach: Wir Menschen neigen zur Bequemlichkeit und vergessen schnell, wie schlimm etwas war, wenn es uns wieder besser geht.

Kennen Sie das nicht auch? Sie haben etwas sehr Leckeres gegessen, obwohl Sie wissen, dass Sie es nicht vertragen. Jetzt haben Sie Magenschmerzen und schwören sich: „Das esse ich nie wieder!“ Dann sind Ihre Magenschmerzen weg und auch bald wieder vergessen. Und irgendwann essen Sie doch wieder genau das, was Sie nicht vertragen, weil es halt so gut schmeckt. Die Erinnerung an die Magenschmerzen haben wir bis zum nächsten Mal erfolgreich verdrängt.

(…also ich bekenne mich dazu und verrate Ihnen, bei mir ist es „fränkischer Zwetschgenplootz“, ich liebe ihn, mein Magen leider nicht!)

Aber zurück zu meinen Patienten. Wenn ich gefragt habe, warum sie nicht „dranbleiben“, haben sich zwei Antworten immer wiederholt:

  • „Ich weiß nicht wo ich das täglich machen soll.“
  • „Dauert mir zu lange, die Zeit habe ich nicht!“

Thema ZEIT und ORT

Meine Patienten wünschten sich also eine Entspannungstechnik, die sie einfach und von überall nutzen können.  Außerdem sollte es möglichst wenig Zeit in Anspruch nehmen und perfekt wäre es, wenn es auch noch Spaß machen würde. Wie könnte ich meine Patienten also unterstützen und erreichen, dass sie gerne etwas für sich tun und langfristig dabeibleiben? Das war die Frage, die mich nicht mehr losgelassen hat.

Die Lösung ist „der 5-Minuten-Urlaub“

Ich habe die positiven Erfahrungen mit der klinischen Hypnose aus meiner Praxis genutzt. Hypnose ist seit 2006 als wissenschaftliche Behandlungsmethode in der Psychotherapie der Bundesrepublik Deutschland anerkannt. Die Hypnose macht sich unter anderem die Tatsache zu Nutze, dass es Ihrem Gehirn „egal“ ist, ob Sie etwas erleben oder sich nur vorstellen.

Es werden die gleichen Neuronenverbände mit nahezu derselben Intensität in Ihrem Gehirn aktiviert und die gleichen Botenstoffe ausgeschüttet.

Gelingt es Ihnen zum Beispiel, sich vorzustellen, Sie wären an einem „Entspannungs-Ort“ an dem Sie wunderbar zur Ruhe kommen, dann können Sie in diesem Moment auch kurz dieses Gefühl der Entspannung spüren.

Diese Erfahrung von Ihrem „Entspannungs-Ort“ verarbeitet Ihr Gehirn so, als ob Sie gerade wirklich an einem „Entspannungs- Ort“ gewesen wären.

Ich habe nun eine 30-minütige Hypnose-Anleitung entwickelt, die Sie an einen wunderschönen „Entspannungs-Ort“ führt. Die Texte und die sanfte Hintergrundmusik habe ich mit Hilfe eines Musikproduzenten, der sich auf Entspannungsmusik spezialisiert hat, auf die therapeutischen Themen abgestimmt. Die Musik wurde dann speziell für meine Hypnoseanleitung komponiert, produziert und anschließend im Tonstudio aufgenommen. So sind Texte und Musik harmonisch aufeinander abgestimmt und wirken gezielt auf das Unterbewusstsein.

Jetzt werden Sie sicher sagen: „Aber 30 Minuten täglich! Da haben wir doch wieder das Zeitproblem! Das ist mir doch zu lange für eine tägliche Routine.“

Stimmt! Deshalb habe ich anschließend eine Kurzversion ausgekoppelt und an einen 5 Minuten-Zeitrahmen angepasst. Der 5-Minuten-Urlaub war geboren!

Und so funktioniert die Entspannungstechnik der 5-Minuten-Urlaub bei meinen Patienten:

Zuerst müssen sie einmal 30 Minuten ihrer Zeit investieren.

Haben sie die 30-minütige Hypnoseanleitung gehört, verankern sich die Töne, Bilder und Worte in ihrem Unterbewusstsein.

Anschließend hören sie die Kurzversion „der 5-Minuten-Urlaub“. Bereits nach wenigen Sekunden werden sie wieder in die positive Stimmung und den Entspannungszustand gebracht, den sie bei der langen Version erlebt haben. Künftig können sie sich dann bereits mit der Kurzversion in ihren Entspannungs-Modus versetzen.

Bis jetzt haben alle meinen Patienten den „5-Minuten-Urlaub“ als sehr angenehm empfunden. Von Tag zu Tag ist es ihnen leichter gefallen, in ihren Entspannungsmodus zu kommen. Nach 21 Tagen konsequenter Anwendung haben sich zusätzlich neue Neuronen-Verbände im Gehirn gebildet und der Entspannungseffekt hat sich verankert und gefestigt.

Viele meiner Patienten laden sich den 5-Minuten-Urlaub auf ihr Handy und können so auch in der Mittagspause oder wenn sie unterwegs sind (bitte nicht, wenn Sie selbst Auto fahren!!!) auf ihren 5-Minuten-Urlaub  zugreifen.

Der 5-Minuten-Urlaub eignet sich somit perfekt für eine Kurzentspannung zwischendurch und lässt sich ganz einfach in die tägliche Routine einbauen.

Die Erfahrungen der letzten 2 Jahre in meiner Praxis haben mir gezeigt, dass 5 Minuten täglich von meinen Patienten sehr gut „durchgehalten“ werden.

Die „Salami-Taktik“

Natürlich ist es nicht allein mit einer täglichen Kurzentspannung getan, wenn Sie unter einem akuten Stress-Syndrom oder Burn-Out leiden.

Zusätzlich müssen weitere, individuelle ent-stressende Elemente in den Alltag eingebracht werden. Je nach Schwere der Symptomatik versuche ich, notwendige Umstellungen in der Lebensweise meiner Patienten schrittweise anzuleiten.

Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, gemeinsam mit den Patienten nach und nach immer nur sehr kleine Veränderungen im Alltag einzubauen.

Ich wende die „Salami-Taktik“ an und arbeite mich mit meinen Patienten „Scheibe für Scheibe“ vor. So werden meine Patienten nicht überfordert und die nötigen Veränderungen zum entspannteren Leben werden „leichter verdaut“.

Sie müssen nicht erst Stress-Symptome aufweisen, um eine Entspannung zwischendurch zu genießen. Haben Sie Ihren Energie-Akku wieder aufgeladen, sind Sie den Anforderungen des Alltags viel besser gewachsen.

Autor: Claudia Graser, Heilpraktikerin für Psychotherapie
Thema: Die Entspannungs-Technik bei der Sie sofort Urlaub machen
Webseite: http://www.leben-managen.de

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