Im Normalfall führen wir nicht Buch über die täglichen Gespräche, im Gedächtnis bleiben vor allem die positiven oder negativen Erinnerungen haften.

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Um präventiv etwas für Ihre Gesundheit & die Ihrer Mitmenschen zu tun, wäre es ratsam einen Tag lang Unterhaltungen zu protokollieren, welche Art von Gesprächen sie führen, angefangen von Selbstgesprächen bis zum Smalltalk mit Geschäftspartnern. In der Kommunikation mit Nachbarn und in der Familie lassen sich sicherlich auch einige Überraschungspakete finden.

Wie Wörter auf unsere Psyche und den Körper wirken!

Jeder kennt die beiden Pole, einerseits Dialoge die uns ein Lächeln auf die Lippen zaubern, in der Leichtigkeit, Humor aber auch die Tiefe ihren Platz findet, Gespräche, die uns begeistern und an die wir uns beschwingt erinnern. Auf der anderen Seite der Waagschale finden wir Wortwechsel, die wir als schwierig empfinden, die uns Energie rauben, ob es den Gesprächsinhalten (Vorurteile, Anschuldigungen, schlechte Nachrichten) oder den Gesprächspartnern (wenig Gemeinsamkeiten, fehlende Sympathie, ungelöste Konflikte) geschuldet ist.

Noch interessanter ist die Wirkung von Wörtern, die nicht real an uns gerichtet sind, z. B. in der Musik als auch in Büchern oder in Filmen, sie wirken im positiven wie auch im negativen. Genau das ist unsere Chance, denn unser Körper bzw. Emotionen unterscheiden nicht zwischen Realität oder Fiktion! Erinnern Sie sich noch an diverse Horrorfilme, meist begann diese Phase während der Pubertät, in der sich niemand bekennen wollte, wenn das eigene Herz bis zum Anschlag klopfte. Obwohl wir wussten, dass es Fiktion war, reagierte der Körper, als wäre er akut in Gefahr. Der Schlaf danach war oft unruhig, gepflastert von diffusen oder radikalen Träumen. Genauso kann aber Kommunikation auch positiv auf uns wirken, ein humorvoller Film, unser Lieblingssong lässt unsere Stimmung innerhalb von Sekunden oder Minuten positiver werden.

Ein lustiger Film am Abend wirkt auf jeden Fall lebensverlängernd, ein guter Vorsatz jeden Tag versöhnlich mit sich selbst in den Schlaf zu gehen, sei es mit positiven Gedanken, Erinnerungen, Musik oder Gesprächen, ihr Körper & Emotionshaushalt bedanken sich mit einem erholsamen Schlaf für Ihre Mitwirkung.

Ein Selbstversuch, warum gelungene Selbstgespräche eine gute Basis sind, um überhaupt motivierende Gespräche mit anderen führen zu können

Wir nähern uns am besten gleich dem Zentrum der Macht, den Selbstgesprächen. Laufend kommentieren wir unser eigenes Tun, wenn auch nicht hörbar, ist die Wirkung dennoch da. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die innere Stimme sichtbar zu machen. Sie können ihre Gedanken zu Papier bringen, ob geschrieben oder gemalt, gerne sortiert nach Merkmalen positiv/negativ/neutral. Stellen Sie sich vor, jedes Mal, wenn Sie positiv bzw. negativ mit sich selbst sprechen, füttern Sie brav eine Strichliste, wer gewinnt wohl das Rennen am Ende des Tages? Je wohlwollender wir mit uns selbst sprechen, gerade in vermeintlich schwierigen Situationen, umso mehr besitzen wir die Fähigkeit, diese auch in Gesprächen mit anderen anzuwenden. Wachsen wir als Kinder in solch einer Umgebung auf, übernehmen wir diese positive Grundstimmung bzw. Vertrauen in unser persönliches Wirken. Aber es ist nie zu spät, sollten Sie nicht in den Genuss gekommen zu sein, in einer herzlichen und motivierenden Gesprächsumgebung aufzuwachsen, Do-it-yourself! Es braucht mehr Kraft & Ausdauer ja, aber es rentiert sich. Es ist wie mit einer Fremdsprache, die Motivation gepaart mit Training ist das Zauberwort. Das Ergebnis ist der Zuwachs an Selbstliebe & Vertrauen, je netter wir mit uns selbst umgehen, umso mehr profitiert auch unser gesundes Umfeld, und die Energievampire werden automatisch weniger.

Anregung:

Beginnen Sie jeden Tag mit einer positiven Affirmation, z.B. ich freue mich auf den Tag! Ersetzen Sie jedes „muss“ im Alltag mit, ich möchte! Beenden Sie den Tag mit 5 positiven Erlebnissen! Diese Übung an 2 Tagen die Woche verändert ihr Selbstbild, stärkt ihr Selbstvertrauen.

Auch der Körper spricht mit uns & anderen, warum eine wöchentliche Sprechstunde uns weiterhelfen kann

Es klingt erstmal etwas abstrakt, was vielleicht daran liegt das unser Körper sehr taktvoll und leise mit uns selbst spricht, je nachdem ob wir ihm zuhören, werden die Signale weniger oder entsprechend lauter bis zum Notsignal. Beginnen wir mit diversen Sprichwörtern, die schon unsere Großeltern kannten. Etwas schlägt mir auf den Magen, sich etwas zu Herzen nehmen, oder etwas geht uns an die Nieren. Seelischer Stress, wovon er auch ausgelöst wurde, kann sich auf den Körper legen, die Organe wirken dann wie Ampeln, die uns auffordern, Abhilfe zu leisten, mittlerweile als Psychosomatik bekannt. Dies gilt ebenso für ein negativ geprägtes Umfeld, seien es Nachbarn, Arbeitskollegen oder der cholerische Chef, dessen alleinige Anwesenheit den Blutdruck schon erhöht. Das Gute daran, es funktioniert auch hier in die entgegengesetzte Richtung, es wird niemand in Tränen ausbrechen, sobald er ein echtes Kompliment bekommt oder ein kleines Kind einen anlächelt, was bei einem gesunden Menschen für ein Glücksgefühl sorgt.

Unser Körper spricht rund um die Uhr mit unserem Umfeld, welche als nonverbale Kommunikation bekannt ist. Sie ist wichtig um den Gesprächspartner ein rundes Bild zu vermitteln, d.h. wir werden vom Gegenüber gescannt, ob das gesprochene Wort auch mit unserer Mimik & Gestik übereinstimmt. Aber Achtung, die Deutung dieser Sprache ist eine hohe Kunst und kann in Wahrsagerei enden. Zum Beispiel: Ihre Nachbarin grüßt Sie am Morgen, aber Sie deuten Ihre Körpersprache als ablehnend. Diese von Ihnen wahrgenommene Körpersprache könnte 1000 Gründe haben, ein naher Angehöriger ist verstorben, Beziehungsprobleme, eigene Gesundheitsprobleme, eine schlaflose Nacht. Es gibt aber Personen die, nennen wir Sie Glückskeksausstrahlung als Persönlichkeitsstruktur besitzen, die jede Situation und jeden Raum aufhellen, sobald Sie mit von der Partie sind. Verliebt Sein lässt nahezu jeden Menschen in diese positive Grundstimmung transformieren, um damit eine Zeitlang durch den Alltag zu schweben.

Anregung:

Trainieren Sie jeden Tag für 5 Minuten ihre Mimik & Körpersprache, z. B. anstatt sich morgens mit 2-3 Kaffee zum Leben zu erwecken, singen & tanzen Sie ihren Lieblingssong, danach sind sie topfit und sparen sich schon den 2. Kaffee. Oder warum hören gerade Jugendliche in der Pubertät oft Musik von frühmorgens bis spätabends, um Ihre Hormone & Emotionen in Balance zu halten J.

10 Gründe um ein guter Gesprächspartner zu sein

Keine Angst, es gibt 5 Euro für das Phrasenschwein, da ich den beliebten 10-Gründe um... Slogan, verwendet habe. Was aber wünschen Sie sich von einem Gesprächspartner? Intuitiv würde ich folgende Liste erstellen: guter Zuhörer, vertrauensvoll, empathisch, loyal, ehrlich, weiser Ratgeber, höflich, humorvoll, intelligent und geerdet. Das wären meine persönlichen Favoriten, um ein gutes Gespräch zu führen. Könnte ich mir noch die äußeren Rahmenbedingungen zaubern, wären ausreichend Zeit und ein Ort mit Blick auf die Natur hilfreich. Wichtig ist es, unserem Gesprächspartner mindestens diejenigen positiven Eigenschaften anzubieten, die wir uns selbst wünschen bzw. bieten können. Als Sahnehäubchen können Sie noch eine Brücke bauen, wenn Sie vorab schon wissen auf was Ihr Gegenüber Wert in der Kommunikation legt und es der Lösungsfindung dient.

Beispiel:

Wissen Sie, das Tante Klara eine sehr sachliche Form der Kommunikation wählt, verwenden Sie selbst ihren schwarzen Humor nicht inflationär, was dem Gespräch sicher guttut und die innere Weisheit fördert, auch wenn es ihr Ego als kleinen Denkzettel verbucht.

Anregung:

Notieren Sie Ihre eigenen Stärken und Schwächen in der Kommunikation, fragen Sie vertraute Menschen, querbeet durch Familie, Freunde, Nachbarn und Vereinskollegen, nach deren Eindruck über ihren Kommunikationsstil und vergleichen Sie die Ergebnisse. Machen Sie sich Notizen schwieriger Gespräche und versuchen Sie Gemeinsamkeiten der Gespräche herauszufinden?

Die Königsdisziplin – was zeichnet eine gute Gesprächsführung aus?

Solange man selbst redet, erfährt man nichts (Marie von Ebner-Eschersbach)

Dieses Zitat ist schon die halbe Miete in Sachen Gesprächsführung, sprich zuhören und die richtigen Fragen zu stellen. Ein Gespräch zu führen bedarf einer gereiften Persönlichkeit welcher daran gelegen ist, klar und gewinnbringend für beide Seiten zu moderieren, klingt einfach auf dem Papier.

Solange die Chemie stimmt, fragt kein Mensch nach Techniken in der Gesprächsführung, egal ob privat oder in Meetings. Die Frage nach verbesserter Kommunikation stellt sich erst, sobald der Gesprächspartner oder das Thema „schwierig“ ist, oder wir selbst uns in einer schwierigen Phase befinden, ein harmloses Beispiel ist hier noch der Wäre-ich-nur-im-Bett-geblieben-es-geht-alles-schief Tag. Befinden wir uns in einer solchen Situation, ist es hilfreich einen Leitfaden an der Hand zu haben und andererseits einen großen Vorschuss an Verständnis für die Ausnahmesituation mitzubringen. .

Anregung/Beispiel:

Hilfreich sind folgende Rahmenbedingungen:

1. Selbstcheck

Bin ich geeignet und bereit ein Gespräch zu führen, d.h. einerseits Vorschläge zu sammeln, zu strukturieren, Lösungen erarbeiten, andererseits, zuhören, Fragen stellen, Zustimmung signalisieren, Bedürfnisse des Gegenübers wahrzunehmen.

Bin ich gut vorbereitet (inhaltlich/Gesprächspartner)?

Bin ich bereit den Dialog mit meinem Gegenüber respektvoll, auf Augenhöhe und ergebnisoffen zu führen?

Sind meine Emotionen balanciert bzw. was kann ich vor dem Gespräch tun, um diese zu bereinigen, z.B. Wut über den nächtlichen Lärm des Nachbarn.

2. Gesprächsinhalt:

Was möchte ich in diesem Gespräch erreichen. Kann ich meine Ziele klar definieren. Welche Erkenntnisse bzw. Hilfe benötige ich von meinem Gegenüber. Bin ich kompromissbereit bzw. bin ich bereit meine Ziele zu verändern? Bin ich bereit einen Dialog ergebnisoffen zu führen (max. 50 % Redeanteil)

3. Gesprächsaufbau

Einstieg:

Begrüßungszeremonie

gute Atmosphäre schaffen

Einstieg ins Gespräch.

Informationsaustausch:

Interessen und Wünsche des Gegenübers und die eigenen werden ausgetauscht. Unterschiede und Gemeinsamkeiten werden analysiert und besprochen.

Verhandlungsphase:

Wie können die jeweiligen Ziele, Wünsche erreicht werden. Argumentationen für etwaige Lösungen und Entscheidungen werden gefunden, ggf. Kompromisse geschlossen.

Abschluss:

Im besten Fall endet das Gespräch für beide Seiten mit Zufriedenheit, z.B. mehr Klarheit, Entscheidungen sowie gewinnbringende Lösungen. Als Minimum sollte Bereitschaft für weitere Gespräche signalisiert werden. Der Dialog sollte für beide Seiten ein gutes Gefühl hinterlassen, in dem man als Mindestziel das Vertrauen und Verständnis füreinander stärken konnte.

Die Kür – motivierende Gesprächsführung

Die Menschen interessiert nicht, wie viel du weißt, solange sie nicht wissen, wie sehr sie dir am Herzen liegen. – Theodore Roosevelt

Begeisterung und Leichtigkeit sind 2 Zutaten um sich selbst zu motivieren, in Verbindung mit Fachkenntnissen ein Weg zum Erfolg. Jeder kennt diese Beispiele, der Erdkundelehrer dessen Begeisterung mühelos auf die Schüler überspringt, weil er „authentisch“ mit Spaß, Begeisterung und Liebe zum Fach lehrt. Ein Autodidakt wie Ferdinand Porsche hat dies für sich genutzt, die Neugier, die Begeisterung waren Zugpferde um mit viel Disziplin und endlosem Forschergeist seine Karriere zu ebnen. Egal ob Sie Schreiner, Konditor oder Firmeninhaber sind, die eigene Strahlkraft ist Grundlage um andere zu motivieren. Menschen haben sensible Antennen, wenn diese „Überzeugung“ nur gespielt ist, d.h. Sie merken in der Regel, wenn Ihnen jemand nur etwas verkaufen möchte.

Motivation kann auf verschiedenen Wegen entfacht werden. Der Vorteil, den wir daraus ziehen, muss klar vor „Augen“ geführt werden, um uns dafür, im besten Fall, begeistern zu können, oder uns genug motivieren dies als Etappenziel bzw. Puzzleteil für unseren eigenen Erfolg zu erkennen.

Je nach Typ nehmen wir Eindrücke über Sinne wahr Sehsinn (visuell), der Hörsinn (auditiv), der Tastsinn (haptisch) sowie der Geruchssinn (olfaktorisch) und der Geschmackssinn (gustatorisch). Kinder sind hier ein gutes Beispiel, z.B. Jens geht buchstäblich jede Konzentration im Biologieunterricht verloren, weil sein Lieblingssinn visuell ist, nach kurzer Zeit kann er dem Vortrag des Lehrers nicht mehr folgen, obwohl er während Exkursionen in den Wald durchaus Begeisterung für das Thema zeigt.

Hilfreich als Hintergrundwissen sind auch die verschiedenen Stiltypen nach Schulz-von-Thun, wie z.B. der helfende Stil, der selbstlose, der aggressiv-entwertende Stil usw., zu kennen, bei guter Menschenkenntnis werden Sie im Dialog intuitiv auf Ihren Counterpart eingehen könne und ihm je nach Stil und Lieblingssinn eine Brücke bauen können, um ihr spannendes Thema besser verständlich zu machen.

Als Motivator müssen Sie sich selbst sehr gut kennen, ihre Ziele klar definieren, authentisch das Leben, was Sie erzählen und wissen welcher Kommunikationstyp sie sind. Kurz gesagt, je besser sie sich selbst kennen, umso klarer wirken Sie auf Ihre Umgebung, ganz nach dem Motto überzeugen statt überreden.

Das wichtigste ist aber die grundsätzliche Neugier, Freude und Bereitschaft zum Zuhören als „Menschenfreund“ zu entwickeln oder auszubauen, jenseits unseres Egos. Jedes Gespräch als Bereicherung & Lektion für das Leben zu sehen, mit den jeweiligen Höhen und Tiefen, ein lebenslanger Prozess der sich lohnt, ganz nach Viktor Frankls Zitat:

Das Leben stellt die Fragen, der Mensch ver-antwortet.

Autor: Evelyn Bart
Thema: Motivierende Gesprächsführung
Webseite: http://mensch5punkt0.de

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