Ratgeber Lifestyle

Mit diesen Mentaltipps verbessern Sie Ihre Performance!

In jungen Jahren träumen viele davon, wie ein Rockstar auf der Bühne bejubelt zu werden. Beginnt dann das Berufsleben und die erste persönliche Vorstellung steht an, tritt eher Lampenfieber auf, und schwindet die Lust, sich zu präsentieren.

statue loewe

Ob Vorträge, Ansprachen, Interviews oder Präsentationen: Auftritte vor Publikum kosten viele Menschen Überwindung. Sie bereiten Unruhe, Stress – manch einer wird gar von heftigen Ängsten geplagt. Barbara Streisand zum Beispiel hatte jahrelang mit Auftrittsangst zu kämpfen, weil sie 27 Jahre vorher bei einer Open-Air-Veranstaltung in New York den Songtext vergaß. Die Sopranistin Maria Callas soll sich vor Auftritten häufig übergeben haben. Man geht davon aus, dass 80% aller Menschen, die vor anderen auftreten müssen, unter Lampenfieber leiden. Dabei gibt es jedoch einen großen Unterschied zwischen Lampenfieber und Auftrittsangst.

Lampenfieber ist ein nützlicher Helfer, der kurz vor dem Auftritt seinen Höhepunkt erreicht und in der Regel Minuten nach dem Auftrittsbeginn wieder sinkt. Lampenfieber mindert die Leistung nicht - ganz im Gegenteil - Lampenfieber hilft, den Auftretenden mit der nötigen körperlichen und geistigen Aktivierung für ein sicheres Auftreten zu versorgen. Lampenfieber kann also als Energiespender angesehen werden, der hilft, den Auftritt mit dem nötigen „Gib-alles-Modus“ zu untermauern.

Machen Sie sich also bewusst, dass ein gewisses Maß an Lampenfieber förderlich für sicheres Auftreten ist.

Auftrittsangst ist dagegen eine Angst, die die Leistung mindert und dazu führen kann, dass alles, was mit Auftritt zu tun hat, gemieden wird.

In diesem Artikel fokussiere ich mich auf die Verbesserung des Auftritts, so dass Sie auch morgen schon Lust bekommen, die angebotenen Strategien für Ihren Auftritt einzusetzen.

Was können Sie neben inhaltlicher Vorbereitung für ein sicheres Auftreten tun?

Ich möchte Ihnen heute das Thema Zustandsmanagement näherbringen. Zustandsmanagement heißt nichts anderes, als sich auf Knopfdruck in den Zustand zu bringen, den man für die Bewältigung seiner anstehenden Aufgabe benötigt. Der eine braucht vielleicht Mut für ein sicheres Auftreten, der andere Selbstvertrauen, um den neuen Chef von seinen Fähigkeiten zu überzeugen.

Hier sind drei mentale Strategien, die Ihnen helfen, Ihren Auftritt, Ihr Kunden- oder auch Bewerbungsgespräch durch ein optimales Zustandsmanagement zu verbessern.

1. Nehmen Sie eine gestärkte Haltung ein

Das, was Sie über sich selbst denken, geht mit Ihrem Publikum in Resonanz und selbstredend haben Ihre Gedanken auch Einfluss auf Ihre körperliche Haltung. Denken Sie deshalb im Vorfeld eines Auftrittes an Ihre Highlight Situationen, also an Situationen, die Sie mit Bravour gemeistert haben und sagen Sie sich, während Sie die Situation nachfühlen, einen selbstwertstärkenden Satz. Zum Beispiel: „Ich kann das!“ Oder: „Ich bin wertvoll!“ Oder gehen Sie gleich noch einen Schritt weiter und sagen Sie sich: „Ich überzeuge mein Publikum!“

Und jedes Mal, wenn Sie jetzt an Ihren zukünftigen Auftritt denken, nehmen Sie diese Haltung ein und nehmen den selbstwertstärkenden Satz hinzu.

2. Eruieren Sie, welche Fähigkeiten Sie für ein sicheres Auftreten benötigen

Bevor Sie anfangen zu denken, was Sie alles nicht können, drehen Sie den Spieß um, und überlegen Sie, welche Ressource Sie für ein sichereres Auftreten gebrauchen können. Denn in dem Moment, wo Sie sich mit Ihren Schwächen auseinandersetzen, verfallen Sie auch in einen schwächenden Zustand. Deshalb die Frage: Welche Ressource möchten Sie aktivieren? Vielleicht Ruhe, Selbstvertrauen, Gelassenheit oder Humor?

Das Konzept hinter dieser Strategie besagt, dass jeder Mensch alle Ressourcen in sich trägt, die er braucht, um Situationen zu meistern. In stressigen Momenten kann es jedoch sein, dass wir auf diese Ressourcen keinen Zugriff haben. Dann sind wir sozusagen in einem Problemzustand, der mit einem Tunnelblick vergleichbar ist.

Das Mentoren-Konzept aus dem NLP hilft hier weiter. Wenn Sie Ihre „fehlende Ressource“ gefunden haben, überlegen Sie sich, welcher Mensch, den Sie kennen über diese Ressource verfügt. Dieser Mensch wird Mentor genannt und steht Ihnen für diese Übung Pate. Vielleicht ist es Thomas Gottschalk, Barbara Schöneberger oder ein souveräner Tagesschausprecher. Ein Mentor kann aus Funk und Fernsehen oder auch aus Ihrem unmittelbaren Umfeld kommen.

Sie haben den Mentor gefunden? Dann tun Sie mal so, als ob Sie der Mentor wären und fühlen – ausgestattet mit der Ressource – ganz in den Mentor hinein und lassen sich überraschen, wie sich die Ressource anfühlt.

- Welches Bild haben Sie vor Augen?
- Was hören Sie im Außen und was sagen Sie sich innerlich?
- Und wo und wie genau spüren Sie die Ressource im Körper?

Diese Herangehensweise bedarf ein wenig Übung, doch ich bin mir sicher, dass auch Sie die Ressource spüren können und nun wissen, wie sie sich anfühlt. Ausgestattet mit diesem Gefühl können Sie nun die Strategie Nr. 3 durchspielen.

3. Stellen Sie sich den Ablauf positiv vor

Visualisieren Sie Ihr sicheres Auftreten

Die meisten Menschen stellen sich vor, was bei einem Auftritt alles schiefgehen könnte. Sie visualisieren dann mit allen Sinnen, wie sie mit schlottrigen Knien, stammelnd und mit hochrotem Kopf präsentieren. Im Bewerbungsgespräch wird häufig noch der angehende Chef oder der Personalleiter als Fiesling imaginiert, so dass bei der bloßen Vorstellung alleine das Adrenalin nach oben schießt. Durch diese unbewusst ablaufenden Mentalschleifen wird ein sicheres Auftreten sehr schwierig. Es handelt sich bei dieser Vorgehensweise um eine selbsterfüllende Prophezeiung. Also raus aus dem Negativfilm!

Stellen Sie sich stattdessen vor, wir Ihr sicheres Auftreten aussieht! Wie Sie präsentieren, was Sie an Kleidung tragen, welche Gesten Sie einsetzen, wie Sie Ihr Publikum faszinieren, interessieren oder motivieren. Stellen Sie sich den Ablauf von Anfang bis Ende vor. Nehmen Sie Ihre Haltung aus Übung 1 und Übung 2 hinzu. Suchen Sie sich für diese Übung eine gemütliche Sofaecke und nutzen ihren ausgeschalteten Fernseher, um sich Ihr sicheres Auftreten bildlich im Fernseher vorzustellen. Drehen Sie sozusagen Ihren optimalen Auftrittsfilm!

Er versteht sich von allein, dass Sie sich jetzt Gedanken über den Ablauf, das Gesprochene, Ihre souveräne Handlung, ihre gewünschte Körperhaltung, sprich – über Ihren Zustand machen müssen.

Spielen Sie Ihren Wunschfilm vor Ihrem sicheren Auftreten häufiger durch. So verankern Sie das Wissen im Gehirn und können am Auftrittstag selbst souverän auf Ihr mental geplantes Verhalten zurückgreifen.

Die Vorbereitung ist für sicheres Auftreten die halbe Miete. Das mentale Durchspielen inklusive der Einnahme eines souveränen Zustandsmanagements erledigt den Rest.

Mit dieser mentalen Vorbereitung sind Sie gut gewappnet für ein sicheres Auftreten.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Autor: Sylvia Graß
Thema: Sicheres Auftreten

Webseite: http://www.sylvia-grass.de

Autorenprofil Sylvia Graß:

Sylvia Graß, Köln, arbeitet seit Jahren als Coach, NLP-Trainerin sowie Beraterin für Leitbilderstellung. Ihre Expertise ist, die Menschen in den Zustand ihrer optimalen Leistungsfähigkeit zu bringen. Hierzu arbeitet sie mit Methoden aus dem NLP, der Gestalttherapie, dem Coaching, der Motivationsforschung, dem Mentaltraining oder der Entspannungspädagogik. Sie coacht für Firmen und bietet auch in ihrer Praxis Coachings für private und berufliche Themen an. Gleichzeitig bietet Sie NLP-Ausbildungen im Beruf an.

 

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